Protest gegen massive Bebauung "St. Anna" in Düsseldorf Niederkassel!

Petition richtet sich an:
Oberbürgermeister und Ausschuss für Planung- und Stadtentwicklung Stadt Düsseldorf

2.298 Unterschriften

48 %
1.735 von 3.600 für Quorum in Düsseldorf Düsseldorf

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  1. Gestartet 2018
  2. Sammlung noch > 2 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Neuigkeiten

20.09.2026, 08:40

Am 17.9. endete die öffentliche Auslegung des Bebauungsplans „Niederkasseler Straße / Kanalstraße“. Der Stadtverwaltung liegen diverse ausführliche, mit Quellenangaben belegte Stellungnahmen von Anwohnern vor. Die folgende Übersicht fasst nur einige der darin dokumentierten Kritikpunkte zusammen.

1. Datengrundlage bis zu neun Jahre alt 
Zentrale Fachgutachten stammen aus dem Jahr 2017 (Baumkontrolle, Bodenuntersuchung), die Beteiligungsschritte aus den Jahren 2019 und 2021 – bis zu neun Jahre vor der jetzigen Auslegung. Der Entwurf hat sich seither in wesentlichen Punkten verändert.

Frage: Sind die verwendeten Datengrundlagen noch aktuell, und hat zur jetzt ausgelegten Entwurfsfassung eine erneute Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange stattgefunden?

2. Wohnungszahl um bis zu 38 Prozent erhöht – ohne neue Folgenabschätzung
Die Wohnungszahl ist gegenüber dem Stand der Bürgerbeteiligung 2019 (ca. 80 bis 86 Wohneinheiten) auf rund 110 Wohnungen gestiegen – ein Plus von 28 bis 38 Prozent. 

Frage: Wurden die Folgewirkungen der nachträglich erhöhten Wohnungszahl (Tiefgarage, Baumbestand, Stellplatzbedarf, soziale Infrastruktur) erneut ermittelt und wurde eine Planungsalternative geprüft?

3. Baumbestand von 42 auf 2 reduziert
Von 42 im Plangebiet erfassten Bestandsbäumen sollen nach aktuellem Planungsstand zwei erhalten bleiben. Der vorgesehene Erhaltungsumfang wurde im Verfahren mehrfach reduziert – von ursprünglich elf über sechs auf zuletzt zwei Bäume. Als Ursache benennt die Planbegründung den Flächenbedarf der Tiefgarage.

Frage: Welcher mindestens gleichwertiger Ersatz an Bäumen ist konkret festgelegt? 

4. Verkehrsgutachten auf Basis von Pandemie-Daten – Lärmgutachten rechnet Anstieg ebenfalls klein
Die Leistungsfähigkeitsnachweise an den betrachteten Knotenpunkten beruhen im Wesentlichen auf Verkehrszählungen aus dem Jahr 2020, einem Zeitraum mit pandemiebedingt reduziertem Schul- und Berufsverkehr. Eine Nachzählung 2024 erfasste nur die Kanalstraße selbst; der dort festgestellte Anstieg von rund 29 Prozent in der Spitzenstunde wird als „geringfügig“ bewertet. 
Die schalltechnische Untersuchung legt für die Kanalstraße ein Verkehrsaufkommen von 1.165 Fahrzeugen pro Tag zugrunde. Die Verkehrsuntersuchung selbst weist für dieselbe Straße bereits im Ist-Zustand 1.337 Fahrzeuge aus, zuzüglich 329 prognostizierter Neuverkehre – in Summe 1.666 Fahrzeuge und damit 43 Prozent mehr als der Lärmberechnung zugrunde liegt.

Frage:Werden die Verkehrszählungen an allen betrachteten Knotenpunkten unter aktuellen, unbeeinflussten Bedingungen wiederholt, kumulative Effekte einbezogen und die tatsächliche Leistungsfähigkeit der Kanalstraße nachvollziehbar nachgewiesen? Wird die schalltechnische Untersuchung auf Grundlage der tatsächlichen Verkehrsprognose der stadteigenen Verkehrsuntersuchung neu berechnet?

5. Artenschutz – geschützte Arten nicht vollständig erfasst
Der artenschutzrechtliche Fachbeitrag führt nach Auswertung der Unterlagen mehrere im Plangebiet fotografisch dokumentierte, besonders geschützte Arten nicht auf. Die Erfassung von Fledermausvorkommen erfolgte im Februar, außerhalb der üblichen Aktivitätszeit dieser Tiere.

Frage: Wird eine ergänzende, saisonal angemessene Erfassung der im Plangebiet vorkommenden geschützten Arten durchgeführt?

Des Weiteren wurden auch ergänzend viele technische Fragen zu den umfangreichen Baukörpern und der Rechtmäßigkeit des Bauvolumens eingereicht.

Nun ist die Stadtverwaltung gefordert die eingereichten Stellungnahmen transparent zu beantworten.

Eure BI L(i)ebenswertes Niederkassel


04.09.2026, 14:36

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
liebe Nachbarinnen und Nachbarn in Niederkassel,

nach den Sommerferien sollten wieder alle hier sein und wir möchten daher gerne nochmal auf die Möglichkeit der Stellungnahme zur massiven Bebauung vom Gelände St.Anna aufmerksam machen.

Mitten in der Ferienzeit hat die Stadtverwaltung den Bebauungsplan für das Projekt „Niederkasseler Straße / Kanalstraße“ (St. Anna) im Internet veröffentlicht. Link: https://www.o-sp.de/duesseldorf/plan/uebersicht.php?pid=42171

Unser Fazit nach der ersten Sichtung:
Die Stadt hält an einer massiven Überbebauung fest, wertvoller Grünbestand wird rigoros minimiert und die vorgelegte Verkehrsplanung ist eine absolute Farce!

Teilen Sie auch die Meinung, dass dieses Mammutprojekt unserem Niederkassel in dieser Form dauerhaft schadet? Dann müssen wir jetzt gemeinsam handeln. Dies ist die letzte offizielle Chance für uns Bürger, direkt auf das Verfahren und die politischen Entscheidungen Einfluss zu nehmen!

Das müssen wir jetzt tun:

  • Reichen Sie eine offizielle, schriftliche Stellungnahme bei der Stadtverwaltung ein. Jede einzelne Einsendung zählt, erhöht den Druck und gute Argumente zwingen die Behörden zur rechtlichen Prüfung.
  • Die Frist läuft unerbittlich: Ihre Stellungnahme muss bis spätestens Donnerstag, den 17.09.2026, bei der Stadt eingehen.
  • Die Beteiligung ist erfreulicherweise auch komplett online möglich. Nutzen Sie dafür einfach den folgenden Link zum Beteiligungsportal der Stadt: https://www.o-sp.de/duesseldorf/plan/uebersicht.php?pid=42171  (Klicken Sie auf der Seite oben links auf „Teilen Sie uns hier Ihre Stellungnahme mit“)

Bitte teilen Sie diesen Aufruf  über WhatsApp, E-Mail und soziale Netzwerke mit Freunden, Familie und Nachbarn. Jede Person im Haushalt kann eine eigene Stellungnahme abgeben.

Mit nachbarschaftlichen Grüßen,
Eure BI L(i)ebenswertes Niederkassel


17.08.2026, 05:19

Dokument anzeigen

Seit heute ist der Bebauungsplan in der Öffentlichkeitsbeteiligung.
Bis zum17.09. sind die Unterlagen einsehbar.

Über den Link kommt man zu den zahlreichen Unterlagen:
Niederkasseler Straße / Kanalstraße (04/021) - Bebauungsplan der Innenentwicklung gem. § 13a BauGB (17.08.2026 - 17.09.2026) 
Hier kann man auch eine Stellungnahme abgeben.

Zusätzlich liegen die Unterlagen auch im Stadtplanungsamt, Brinkmannstr. 5, aus.

Als Anlage haben wir nur die gut 90 Seiten der Begründung zur Bebauung eingefügt.
Alle weiteren Protokolle, Gutachten etc. findet ihr auf der o.g. Seite.

Eure
BI L(i)ebenswertes Niederkassel


08.07.2026, 14:32

Dokument anzeigen

Liebe Unterstützenden,

der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung und die Bezirksvertretung haben in ihren Sitzungen über die aktuelle Planung zur Bebauung von St. Anna gesprochen und die Offenlegung des Bebauungsplans befürwortet. Lediglich von Seiten der FDP wurde die Bebauung als deutlich zu massiv abgelehnt. Die erhöhte Anzahl von Wohnungen, statt bisher 85 nun perspektivisch 110, wurde durchweg begrüßt. Über Auswirkungen zum Verkehr in den Strassen wurde festgestellt, dass für jede Wohnung ein Stellplatz grundsätzlich zur Verfügung stehen soll und Besucher in den umliegenden Straßen parken können. Vertreter der Grünen halten die Erhöhung der Wohnungszahl für ein wichtiges solidarisches Zeichen des linksrheinischen Düsseldorf, um der Wohnungsnot zu begegnen. Eine zumindest erstaunliche Aussage, wenn man sich die Neubautätigkeiten im linksrheinischen in den letzten Jahren ansieht (Belsenpark, Goldeck, Niederkasseler Lohweg, etc.) und auch, was da noch alles kommen soll ( Oberlöricker Str., Schwalmstr. etc.).

Der Investor hat inzwischen in der unmittelbaren Nachbarschaft von St. Anna Einladungen zu einer Informationsveranstaltung eingeworfen. Sicherlich freut er sich über eine rege Teilnahme, auch von weiteren interessierten Niederkasseler Bürger und Bürgerinnen. Am 14.7., von 16-18 Uhr, gibt es in der alten Kita auf dem Gelände von St.Anna die Gelegenheit, sich mit dem Investor und dem Kirchenvorstand, Herrn Bahners, auszutauschen.

Eure
BI L(i)lebenswertes Niederkassel


30.06.2026, 11:56

Liebe Unterstützende,

kurzfristig hat die Verwaltung eine Vielzahl von Unterlagen den Politikern als Beschlussvorlage über das Bauvorhaben St. Anna zur Verfügung gestellt. Am 1.7. soll bereits der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung eine Entscheidung zum vorgelegten Bebauungsplan fällen. Die Bezirksvertretung wird am 8.7. noch angehört, bevor dann die Offenlegung erfolgen soll. Bestimmt wird diese dann in den Sommerferien durchgeführt, damit es keiner mitbekommt.

Wesentliches Element der neuen Planung ist, dass statt 85 Wohnungen nun 110 geplant sind. Diese Erhöhung soll durch kleinere Wohneinheiten zu realisieren. Damit wird das Thema Infrastruktur in Niederkassel noch mehr belastet als bisher befürchtet. Die Niederkasseler Str. und Kanalstr. sind schon bei 85 neuen Wohneinheiten und den dazugehörigen Fahrzeugen überfordert. Bei 110 Wohneinheiten wird es umso schlimmer. Dass dieses vor einem Bebauungsplan kritisch geprüft wird, hatte auch Oberbürgermeister Dr. Keller uns im Februar zugesagt. Nun legt die Verwaltung mit dem Investor aber noch einen drauf, weil die Förderquote für sozialen Wohnungsbau erhöht wird auf 50%. Förderung hin oder her, es ist viel zu viel für unseren kleinen Stadtteil! Wir erwarten von der Politik ein deutliches Veto dazu!

Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung kommt morgen um 17.00 Uhr im Rathaus zusammen. Am 8.7. tagt die Bezirksvertretung ab 15.00 Uhr im Großen Veranstaltungsraum des Rheinblick 741, Pariser Str. 41. Beide Sitzungen sind öffentlich.

Eure
BI L(i)ebenswertes Niederkassel


11.02.2026, 09:57

Liebe Unterstützende,
am Montag haben wir uns für ein halbstündiges Gespräch mit Oberbürgermeister Dr. Keller und Herrn Tups, Fraktionsvorsitzender der CDU im Rat und ehemaliger Bezirksbürgermeister der BV 4, im Rathaus getroffen.
Der OB informierte uns zunächst, dass der Neubau der Grundschule definitiv ohne Einbindung eines Oberstufenjahrgangs des Ceci-Gymnasiums erfolgt. Die Planung des Neubaus sieht vor, dass bis Ende des Jahres 2027 der Baustart erfolgen könnte.

Entgegen der Aussage des Investors in der RP liegt der Politik zum Bauvorhaben St. Anna kein neuer Planungsstand vor. Sollte dieses Bauvorhaben zeitgleich mit der Schulbebauung starten wollen, muss im Vorfeld sichergestellt sein, dass dieses überhaupt die Verkehrs-Infrastruktur von Niederkassel leisten kann. Hier bestehen für uns alle erhebliche Zweifel.

Die Gesprächsatmosphäre war sehr angenehm und wir hatten den Eindruck, dass die Sorgen der Niederkasseler Bürger ernsthaft wahrgenommen werden.
Eure
Bürgerinitiative L(i)ebenswertes Niederkassel


05.02.2026, 11:06

Liebe Unterstützende,

in der RP vom 28.01. lautete die Schlagzeile: Es tut sich was auf dem St.Anna-Gelände.
Für jeden erkennbar wurde in den letzten Wochen die Fläche St. Anna gerodet. Anscheinend stehen der Investor und die Stadt bei der Planung kurz vor einer Einigung. Laut Aussage des Investors sind alle Beteiligten, also "Politik, Kirche und Investor einig, dass es nächstes Jahr mit der Bebauung losgehen kann". Nur die betroffenen Bürger bleiben aussen vor. Und ob die Politik wirklich bereits informiert und einverstanden ist?

rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/duesseldorf-es-tut-sich-was-auf-dem-st-anna-gelaende_aid-142962517

Sehr beunruhigend ist, dass es ja nicht bei dem einen großen Bauvorhaben ab 2027 bleiben soll. Die Erweiterung der Katholischen Grundschule nimmt auch konkrete Züge an. Damit droht uns ab 2027 ein langjähriges Chaos. Zwei große Bauvorhaben in unmittelbarer Nähe sind unerträglich für Niederkassel! Noch gibt es keine öffentlich einsehbaren Unterlagen. Wir erwarten aber von der Stadt, dass sie diese zeitgleichen Bauvorhaben nicht zulassen wird. Dass es möglich ist, Reißleinen zu ziehen und Bauvorhaben zu entzerren, zeigt sie aktuell in der Innenstadt mit dem Stopp der Sanierung der Kunsthalle am Grabbeplatz. Hier wurde richtigerweise erkannt, dass nicht das Parkhaus, die Kunsthalle und die Mühlenstrasse zeitgleich umgebaut werden können. Was im Großen gilt, gilt auch für unsere zentrale Lage im kleinen Niederkassel.

Am 9.2. haben wir ein Gespräch mit unserem Oberbürgermeister Dr. Keller zu den beiden Bauvorhaben.

Eure
BI L(i)ebenswertes Niederkassel


08.09.2025, 04:50

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

von allen angefragten Parteien sind die Stellungnahmen zu unseren Fragen eingegangen. Diese hatten wir bereits in den letzten Wochen hier gepostet.
Somit gibt es belastbare Aussagen der lokalen Politiker unseres Bezirks zu einer möglichen Bebauung von St. Anna. 

In der Zwischenzeit bahnt sich ein Szenario an, welches diesen Stadtteil auf lange Zeit ins Chaos stürzt. Neben der drohenden überdimensionierten Bebauung von St. Anna in den kommendem 2 Jahren, wird auch die Erweiterung der Katholischen Grundschule konkreter. Hier muss die Stadt bis 2029 die Schule für die offene Ganztagsschule fit machen und plant dafür die angrenzende Fläche im Feldmühlepark zu nutzen. Baustart hierfür müsste auch spätestens 2027 erfolgen. Was zwei solcher Großbaustellen auf wenigen Metern an der Niederkasseler Straße bedeutet dürfte selbsterklärend sein.

Wir haben am 01.09. die Gelegenheit genutzt und den amtierenden Oberbürgermeister, Dr. Keller, bei der Wahlkampfveranstaltung des hiesigen CDU-Ortsverbandes, auf seine Sicht zu den anstehenden Bebauungen in Niederkassel befragt.
Bei St. Anna geht er derzeit noch von einer "moderaten Bebauung" aus. Es fehlen aber noch die abschließenden Pläne aus der Verwaltung, um konkret sprachfähig zu sein.
Unsere Sorgen wegen überzogener Bauhöhen, Verlust der Frischluftschneisen und absehbarer Verkehrsprobleme im einspurigen Strassennetz um das Gebiet Alt-Niederkassel bestehen weiter.

Dass die Grundschule mit Oberstufenschülern aus dem Cecilien-Gymnasium aufgestockt werden soll, war dem Oberbürgermeister gänzlich unbekannt. Ihm ist auch keine Schule in Düsseldorf bekannt, die so eine Kombination hat. 
Dr. Keller hat angeboten, dass er nach der Wahl zusammen mit Herrn Tups das Gespräch mit uns Bürgern sucht, sobald belastbare Unterlagen vorliegen. Natürlich unter der Voraussetzung, dass beide nach der Wahl auch noch in ihren Funktionen sind. 
Die Rheinische Post hat online einen Artikel zu der Veranstaltung eingestellt. Hier findet ihr weitere Informationen: rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/anwohner-ueberraschen-keller-mit-sorgen-wegen-schul-ausbau-in-niederkassel_aid-134125475

Wir müssen uns also in Niederkassel ganz klar darauf einstellen, dass in der kommenden Legislaturperiode dieser Stadtteil massiv verändert und zugebaut wird. Und die grüne Lunge des Feldmühleparks soll jetzt auch noch angetastet werden. Die Niederkasseler Bürgerinnen und Bürger fordern eine ganzheitliche und angemessene Lösung.

Was denkt Ihr? Sendet uns gerne Eure Meinungen! Auch in der Kommentarfunktion der Petitionsseite. Und ja: es ist Wahlkampf, da sind die die Kommunalpolitiker gut greifbar.

Eure
BI L(i)ebenswertes Niederkassel


20.08.2025, 06:58

Hier die Antworten der Grünen zu den Fragen 4 und 5:

4. Welche zusätzlichen Infrastrukturmaßnahmen wären hierfür erforderlich?

ANTWORT:
Die Planung von zusätzlichen Plätzen an KITAs und Schulen wurde berücksichtigt und wird
auch realisiert. Am Platz Ecke Niederkasseler Straße / Kanalstraße soll die Einrichtung einer
Bäckerei oder eines Convenience Stores ermöglicht werden. Mit dem neuen Dorfplatz soll
ein weiterer Ort geschaffen werden, an dem man sich gerne aufhält und der das Viertel
belebt.

5. Ist Ihnen bewusst, dass der Stadtteil Niederkassel eine deutlich klimatische
Verschlechterung durch die geplanten Bebauungen erfährt?

ANTWORT:
Aus den uns vorliegenden Unterlagen geht nicht hervor, dass der Stadtteil eine deutliche
klimatische Verschlechterung durch die geplante Bebauung erfährt. Sollten Ihnen dazu
entsprechende Gutachten vorliegen, dann sollten Sie diese in die laufenden Beratungen
einbringen.
Die Bebauung des Grundstücks ist ein sinnvoller Schritt, um dem wachsenden
Wohnungsbedarf in Düsseldorf gerecht zu werden. Auch unser Viertel steht in der
Verantwortung, einen Beitrag zu leisten. Wenn wir hier keine neuen Wohnungen schaffen,
wird andernorts gebaut – mit den gleichen oder höheren ökologischen Kosten.
Da der Wunsch nach vielen PKW-Stellplätzen aus der Bürgerschaft kam, soll das gesamte
Grundstück mit einer Tiefgarage unterbaut werden. Es wurden sogar die ursprünglich
geplanten Baumpflanzungen im Straßenraum gestrichen. Als Bündnis90/Die Grünen hätten
wir uns gerne weniger Unterbauung und die Möglichkeit von tief wurzelnden
Baumpflanzungen gewünscht. Auch die ursprünglich geplanten neuen Baumpflanzungen
im Straßenraum wurden entgegen unseren Wünschen gestrichen.
Unser Wunsch nach Fassadenbegrünung wurde berücksichtigt und im Bebauungsplan
festgeschrieben. Alle im Bebauungsplan festgeschriebenen Grünflächen,
Baumpflanzungen und Fassadenbegrünungen können rechtsverbindlich eingefordert
werden.


20.08.2025, 06:56

Liebe Unterstützende,

es folgt die Stellungnahme der Grünen, von Frau Bohner und Frau Wiesendorf.
Auch hier muss wegen des Umfangs die Antwort auf 2.Mails aufgeteilt werden.
Damit haben wir von allen angeschriebenen Parteien Rückmeldungen erhalten.

1. Wie beurteilen Sie die Pläne zur Bebauung des St.-Anna Grundstückes?

ANTWORT:
Die Entscheidung, das Grundstück einer Wohnbebauung zuzuführen, liegt im Ermessen
des Eigentümers, wie hier bei der katholischen Kirchengemeinde. Da Wohnraum in
Düsseldorf fehlt, begrüßen wir die Entscheidung und haben uns immer für ein
Wettbewerbsverfahren mit sehr früher Beteiligung der Bürger*innen eingesetzt, um ein
qualitätsvolles und für alle Seiten tragbares Ergebnis zu erzielen. Im vorgeschalteten Wettbewerbsverfahren gab es bereits die Möglichkeit, Anregungen einzubringen und gleichzeitig wurden zwei aus der Bürgerschaft benannte Vertreter*innen ins Wettbewerbsverfahren einbezogen. Die Kritik wurde aufgenommen und bei der Entscheidung berücksichtigt. Das ursprünglich geplante Volumen wurde sowohl was die Höhe der Gebäude als auch die Anzahl der Wohnungen angeht reduziert. Entsprechend den Vorgaben aus dem Handlungskonzept der Stadt Düsseldorf für den
Wohnungsmarkt "ZUKUNFT WOHNEN.DÜSSELDORF" sollen insgesamt 40% der
geplanten Wohneinheiten im öffentlich geförderten und preisgedämpften Wohnungsbau
realisiert werden, Wohnraum, den Düsseldorf dringend benötigt und der für das Viertel aus
unserer Sicht eine Bereicherung sein wird.

2. Gibt es Änderungen, die Sie politisch durchsetzen wollen?

ANTWORT:
Mit einem von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN initiierten Änderungsantrag beschloss die
Bezirksvertretung am 12.05.2021 mit folgendem Ergebnis das Bebauungsplanverfahren zur
weiteren Bearbeitung fortzuführen:
Abstimmung im Planungsausschuss:
mehrheitlich beschlossen (16 Ja - CDU, GRÜNE, SPD/Volt / 4 Nein - FDP, LINKE,
TS/FW / 1 Enthaltung - PARTEI/Klima).
Beschlusstext:
“Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung nimmt das Ergebnis der
frühzeitigen Bürgerbeteiligung zur Kenntnis und stimmt der Fortführung des
Bebauungsplanverfahrens 04/021 – Niederkasseler Straße / Kanalstraße - auf
Grundlage des aktuellen Planstands und den formulierten Vorgaben zur Begrünung
unter Berücksichtigung folgender Änderungen zu:
1. In einem separaten Verfahren soll nochmals die Platzgestaltung im Fokus stehen,
um mit verschiedenen Varianten in die öffentliche Diskussion zu gehen. Hierbei
sollte auch eine Variante vorgestellt werden, in der der Platz über die Kreuzung
hinweg zu einem Shared Space geöffnet und vergrößert wird.
2. Die Fassadengestaltung am Platz sollte mit der Platzgestaltung nochmals kritisch
bewertet werden, da eine freundliche und zugewandte Fassade Teil einer guten
Platzgestaltung ist. Vielleicht ist auch hier die Fassadenbegrünung ein gutes
Element, welches die Aufenthaltsqualität und Besonderheit des Platzes fördern.
3. Grundsätzlich wird es begrüßt, dass die Fassaden je Gebäude unterschiedlich
gestaltet sein sollen. Hierbei sollten aber auch die Gebäude entlang der
Niederkasseler und Kanalstraße nochmals untergliedert werden, damit keine
Riegelwirkung entsteht und es sich mit der bestehenden Vielfältigkeit im Bestand
einordnet.
4. Der Verbreiterung der Kanalstraße kann zugestimmt werden, da dies auch der
Verbesserung des Radverkehrs dient. Der Straßenraum sollte aber besser
gestaltet und gegliedert werden, indem stattdessen sowohl in der Kanalstraße als
auch in der Niederkasseler Straße Baumpflanzungen zu den Stellplätzen mit
eingeplant und realisiert werden. Diese Bäume sorgen für Schatten und besseres
lokales Klima und der Raum für Fussgänger*innen wird aufgewertet. Außerdem
sollte Fassadenbegrünung auch hier als Gestaltungselement und Maßnahme zur
Klimaanpassung entlang dieser Straßen eingeplant werden.
”
Mit dem Investor, Vertretungen des Kirchenvorstands und politischen Vertreter*innen
wurden die Änderungsvorschläge bereits abgestimmt und zur Umsetzung an die
Stadtverwaltung gegeben. Wir warten jetzt die Ergebnisse ab, die den Gremien mit dem
finalen Beschluss zum Bebauungsplan vorgelegt werden.

3. Halten Sie eine Bebauungshöhe und -dichte, wie Sie auf St. Anna umgesetzt werden
soll, für den Stadtteil Niederkassel tragbar?

ANTWORT:
Die Bebauungshöhe und -dichte wurde im Wettbewerbsverfahren intensiv diskutiert und
das jetzt vorliegende Ergebnis ist ein Kompromiss zwischen dem Investor und der
Bürgerschaft, sowie der Politik und Stadtverwaltung. Wir stehen zu dem Ergebnis und
finden die Staffelung entlang der Niederkasseler Straße von Häusern, die die Höhe der
bestehenden Bebauung am Pastor-Zentis-Weg aufnehmen, bis hin zu niedriger Bebauung
an der Ecke Kanalstraße / Niederkasseler Straße angemessen.


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