Die Unterzeichnenden dieser Petition fordern die verantwortlichen Politikerinnen und Politiker in Wirtschaft und Tourismus des Freistaates Sachsen auf, einen straßenbegleitenden Radweg zur S 163, zwischen Abzweig Hocksteinschänke (S 165) und Abzweig Stürza (S 161) zu planen und zu bauen.

Begründung

Im Jahr 2017 wurde dieses Teilstück der S 163, zwischen Abzweig Hocksteinschänke (S 165) und Abzweig Stürza (S 161), umgebaut. Die Vorrausetzungen für den gleichzeitigen Anbau eines Radweges waren hier optimal gegeben, denn dieses ca. drei Kilometer lange Teilstück der ehemaligen Rennstrecke wurde von 10,00 m Fahrbahnbreite auf 7,00 m Fahrbahnbreite zurückgebaut.

Die Flurstücksbreite beträgt auf dem gesamten Abschnitt mindestens 16,00 m. Somit wäre durchgängig genügend Platz für den Bau eines straßenbegleitenden Radweges gewesen. Dieser wurde jedoch in keinem Planungsverfahren zu diesem Streckenrückbau berücksichtigt.

Auf Grund dieser Fehlplanung hat unsere Bürgerinitiative eine Protestaktion für den parallelen Mitbau eines Fahrradweges bereits im Jahr 2017 gestartet und dabei 1140 Unterschriften gesammelt. Damit sollten die bereits laufenden Bauarbeiten an der Strecke zu Gunsten eines Fahrradweges korrigiert werden.

Auch eine zweimalige Vorsprache im Sächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr unter Vorsitz von Herrn Abteilungsleiter Bernd Sablotny und dem Leiter des LASuV Meißen, Holger Wohsmann, hatte keinen Erfolg.

Nach unserer Ansicht wurden somit die Festlegungen im Koalitionsvertrag der aktuellen sächsischen Landesregierung von 2014 zur Förderung des Radverkehrs eklatant verletzt. So wurde auf Seite 48 des Dokumentes festgelegt, dass die aktuelle Regierung anstrebt: „Den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr sachsenweit nennenswert zu erhöhen. Beim Aus- und Neubau von Bundes- und Staatsstraßen soll die gleichzeitige Errichtung von Radverkehrsanlagen zum Regelfall werden.“

In einer Region, die vom Tourismus lebt und wo immer mehr Menschen ihre Wege im Alltag oder im Urlaub mit dem Fahrrad zurücklegen, ist dieser Straßenrückbau ohne Fahrradweg vor den Bürgern und Bürgerinnen nicht zu entschuldigen.

Dieser Streckenabschnitt bildet als Teil der „Napoleonradroute“ (Stolpen-Rathmannsdorf) einen wichtigen Lückenschluss vom Elbtal in Richtung Lausitz. Dabei bietet er Touristen eine grandiose Fernsicht in die Sächsische Schweiz und würde das Prädikat „Panorama – Fahrradweg“ verdienen.

Neben der grundsätzlichen Notwendigkeit des Radweges zur Förderung umweltfreundlicher Mobilität sehen wir aber auch die Sicherheit der Radfahrenden in Gefahr, die den Abschnitt der S163 nutzen.

Vom 23.08. – 03.09.2018 wurde auf diesem Streckenabschnitt eine Verkehrsdatenerfassung durchgeführt. Dabei wurde festgestellt, dass viele Verkehrsteilnehmende trotz bestehender Geschwindigkeitsbeschränkungen viel zu schnell fahren. Auch hat sich die Anzahl der Fahrzeuge (inklusive Lkw) gegenüber der letzten Verkehrsdatenerfassung erhöht. Auf dem nun neu gebauten Streckenabschnitt ist es deshalb für Radfahrende und zu Fuß Gehende sogar noch gefährlicher als zuvor geworden.

Deshalb wollen wir unbedingt verhindern, dass es zu tödlichen Unfällen mit Radfahrenden, wie auf der Staatsstraße S81 bei Moritzburg, kommt.

Am 29.01.2019 hat Minister Dulig die „Tourismusstrategie Sachsen 2025“ vorgestellt. Beim Ausbau der touristischen Infrastruktur sollen auch neue Rad-und Wanderwege gebaut werden. An der S163 gibt es die Möglichkeit, dieses Versprechen einzulösen.

Mit dieser Petition wollen wir als Bürgerinitiative unseren Beitrag leisten, damit diese Zielstellung erreicht wird.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Bürgerinitiative Radweg S 163 aus Hohnstein
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Warum Menschen unterschreiben

  • Daniel Brade Hohnstein

    vor 2 Tagen

    Weil hier der Bau eines Radweges aufgrund der Überbreite des Straßengrundstückes möglich gewesen wäre und Dienst nach Vorschrift gemacht wurde. Mit überschaubarem baulichen Aufwand hätte an dem Straßenabschnitt ein Stück des sowieso im Sächsischen Radwegeplan 2014 vorgesehenen Radweges hergestellt werden können, auch wenn dieser Radweg nur in der Kategorie C eingeordnet ist.

  • vor 2 Tagen

    Ich fahre sehr viel Fahrrad und habe auch diese gefährliche Straße genutzt.

  • vor 2 Tagen

    Es ist Behördenirrsinn eine vorhandene Straße zu verschmälern, ohne mit geringem Aufwand einen dringend notwendigen Radweg einzurichten. Diese Borniertheit gehört bestraft !

  • vor 3 Tagen

    Bin sehr viel mit dem Fahrrad unterwegs. Die Sicherheit auf den Straßen wird für Fahrradfahrer immer weniger. Es muss was getan werden!!

  • vor 3 Tagen

    Radwege sind wichtige Verkehrsvorhaben, sie unterstützen den Tourismus und den Umweltschutz. Eine bestehende Lösung einfach wegzubauen ist das Gegenteil von vernünftig.

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