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Bild zur Petition mit dem Thema: Regionale Schulentwicklung/Neuordnung des Ausbildungsangebots der beruflichen Schulen LK Ravensburg Regionale Schulentwicklung/Neuordnung des Ausbildungsangebots der beruflichen Schulen LK Ravensburg
  • Von: Wangener Wirtschaftskreis e.V. mehr
  • An: Landrat Harald Sievers
  • Region: Landkreis Ravensburg mehr
    Kategorie: Wirtschaft mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
    Sprache: Deutsch
  • Sammlung beendet
  • 4.367 Unterstützende
    2.430 in Landkreis Ravensburg
    Quorum für Landkreis Ravensburg (2.200) erreicht.

Regionale Schulentwicklung/Neuordnung des Ausbildungsangebots der beruflichen Schulen LK Ravensburg

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Der Wangener Wirtschaftskreis e.V. ist die Vereinigung von etwa 100 im Raum Wangen ansässigen Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsunternehmen mit mehreren tausend Arbeitnehmern und mehreren hundert Ausbildungsplätzen. Wir vertreten deren Belange gegenüber regionalen Behörden und Verwaltungen. In dieser Funktion wenden wir uns zum Thema der geplanten Neuordnung des Bildungsangebotes an den beruflichen Schulen im Landkreis an die oben genannten Empfänger.

Erst am 14.12.2017 wurden wir durch einen Artikel der Schwäbischen Zeitung darüber informiert, dass das Ausbildungsangebot an den Berufsschulen bereits zum Schuljahr 2018/2019 grundlegend verändert werden soll. Am 19.12.2017 wurden die verschiedene Varianten im Kreistag erstmals öffentlich beraten und sollen bereits am 25.01.2018 endgültig verabschiedet werden. Diese nun an den Tag gelegte Eile ist für den Wangener Wirtschaftskreis e.V. weder akzeptabel noch nachvollziehbar. Die bereits seit fünf Jahren ausstehende, vom Regierungspräsidium mehrfach eingeforderte Reform der Kleinklassen soll nunmehr innerhalb weniger Wochen über Weihnachten und Neujahr durchgedrückt werden. Sachliche Zwänge bestehen, wie in der Kreistagssitzung vom 19.12.2017 deutlich wurde, nicht, wenn man vom Anmeldedatum für das technische Gymnasium für das Schuljahr 2018/2019 einmal absieht. Dies befremdet die Wangener Wirtschaft außerordentlich, zumal wir als Bereitsteller der Ausbildungsplätze im Großraum Wangen vom zuständigen Amt für Kreisschulen über die geplante Verlegung ganz wesentlicher Bestandteile des Beruflichen Schulzentrums Wangen nach Leutkirch weder informiert noch - wie es eigentlich zu erwartet gewesen wäre - in die vorbereitenden Beratungen einbezogen wurden. Dies gilt gleichermaßen für die berufliche Ausbildung als auch das Technische Gymnasium.

Die nun vorgelegten Konzepte weisen aus unserer Sicht noch erhebliche Analysedefizite bzw. einen Mangel an Entscheidungsalternativen auf. So ist beispielsweise nicht geprüft, welcher Anteil der Schüler aus dem benachbarten bayerischen Allgäu nach Wangen kommt bzw. kommen wird. Dieses Potenzial geht unserer Meinung nach durch die Verlegung nach Leutkirch verloren, weil erheblich längeren Fahrzeiten der SchülerInnen in Kauf genommen werden müssten bzw. Verbindungen des ÖPNV erst gar nicht vorhanden sind. Das Thema des ÖPNV ist im Übrigen bisher gänzlich unbeleuchtet geblieben.

Begründung:

Die Attraktivität unseres heutigen Ausbildungsangebotes in Wangen hängt unzweifelhaft mit der Nähe und der hohen Qualität des schulischen Ausbildungsstandortes zusammen. Nimmt man Wangen so wie geplant die gewerblichen Berufe sowie das Technische Gymnasium, wird die Region Wangen im ohnehin schon umkämpften Personalmarkt mittel- und lang-fristig der große Verlierer sein. Letztendlich ist es also die Wirtschaft, die diese bisher nur aus Sicht der Verwaltung erstellte Neuordnung zu bezahlen hätte. Das kann und darf nicht sein!

Die Folgen dieser – wie angekündigt - für die nächsten 10 - 15 Jahre wirksamen Entschei-dungen werden schwerwiegende negative Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort Wangen haben. Die BSW ist für den Wangener Wirtschaftskreis insbesondere nach der erst vor wenigen Jahren erfolgreich durchgeführten Fusion und Modernisierung ein stets kompe-tenter und leistungsstarker Leistungspartner.

Bestes Zeichen der stabil bestehenden Nachfrage ist der Umstand, dass es in Wangen keine Kleinklassen im gewerblichen Bereich gibt. Ein weiteres Signal ist die Messe „Zukunft Wangen“ im März 2018, die erstmalig in Zusammenarbeit von BSW und WaWi durchgeführt wird. Die deutlich höhere Zahl der gewerblichen Aussteller und Hochschulen sowie das Ein-zugsgebiet der angemeldeten Schüler und Eltern, gerade aus dem Landkreis Lindau, zeigt, welche Bedeutung der Schulstandort Wangen für die gewerbliche Ausbildung und das Technische Gymnasium hat.

Wir fordern daher die für die Erarbeitung und Beschlussfassung verantwortlichen Institutionen auf:

  1. Dem Entscheidungsfindungsprozess für die Neuordnung mehr Zeit zu geben und von einer Beschlussfassung am 25.1.2018 abzusehen.
  2. Den Entscheidungsprozess unter Einbeziehung der Beteiligten und Betroffenen zügig aber nicht überhastet voranzutreiben und eine solide Entscheidung herbeizuführen, die ab dem Schuljahr 2019/2020 wirksam wird.
  3. Wir bitten das Regierungspräsidium Tübingen um Aufschub etwaiger geplanter Aufhebungen von Kleinklassen um ein weiteres Jahr.

Bitte teilen Sie unsere Petition und zeigen Sie den Entscheidungsträgern im Landkreis, dass hier Wirtschaft, SchülerInnen, Schule und Kommune an einem Strang ziehen. Wir wollen nicht mauern. Wir wollen bei der Entscheidungsfindung und Neustrukturierung qualifiziert beteiligt werden. Dann können wir auch zu treffende Entscheidungen mittragen.

Weitere Informationen:

Aktuelle Pressebericht der SZ: bit.ly/2BJrAKp

Internetseite WaWi: wawi-wangen.de

Ausbildungsmesse Wangen: zukunft-wangen.de

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Wangen, 21.12.2017 (aktiv bis 17.01.2018)


Neuigkeiten

Die Allgäuer CDU-Kreisräte Clemens Moll (Amtzell), Hans-Jörg Leonhardt und Christian Natterer (Wangen), Waldemar Westermayer (Leutkirch) sowie der CDU-Landtagsabgeordnete Raimund Haser sind nach einem Gespräch mit Vertretern der Wangener Wirtschaft und ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Gewerbliche Bildung muss in Wangen bleiben. Sie gibt jungen Menschen Qualifikation, Perspektive, berufliche Heimat. Sie sichert Fachkräftenachwuchs in Industrie und Handwerk. Schule ist mehr als ein Gebäude, sie hat eine Tradition, ein Selbstverständnis, ...

PRO: Unerhört und undemokratisch. Wer schmiedete da hinter verschlossenen Türen ein sachlich und fachlich falsches Konzept? Wurde überhaupt eine Kosten-Nutzungsrechnung gemacht, wenn man z.B. das Gewerbe nach Wangen und die Landwirtschaft nach Leutkirch verlegen ...

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