Aktuelles:

Am 11.08.2018, 10.00 Uhr erfolgt eine Vor-Ort-Begehung mit dem OB-Kandidaten Mike Schubert. Treffpunkt ist an der Strassenbahnendhaltestelle Bhf. Rehbrücke.

Petitionstext: Wir wollen die geplante Inanspruchnahme von ca. 11,6 ha Mischwald verhindern, von dem sich etwa 2/3 im Landschaftsschutzgebiet befindet. 

Für die Bauflächen sollen ca. 6 ha gerodet werden.

Es soll ein großes Schul-, Hort-, Kita- und Sportareal für ca. 1400 Schüler errichtet werden. Ebenso sind 2 große Vereinssportplätze direkt im Landschaftsschutzgebiet geplant. Dazu wurde am 06.06.2018 eine Leitentscheidung in der Stadtverordnetenversammlung beschlossen.

Um dafür Platz zu schaffen, müsste der Großteil des an die südliche Waldstadt II angrenzenden Waldbestandes bis zu den Wohngebäuden Caputher Heuweg gerodet werden.

Begründung

Wir möchten nicht, dass der unstrittige Bedarf an sozialen Einrichtungen in Potsdam gegen den Erhalt des Waldes ausgespielt wird.

Wir stellen in Frage, dass ein so großer Sozialkomplex unter Inanspruchnahme von Waldrodung im Landschaftsschutzgebiet errichtet werden muss und treten für folgende Alternativen ein.

Vorrangig vorhandene Standorte nutzen:

  • Nutzung von Ausbau- und Synergiemöglichkeiten an vorhandenen Schulstandorten (z. B. Aufstockung von Schulgebäuden)
  • Öffnen von Außensportanlagen an Schulen für Breitensport (Erhöhung der Auslastung)
  • Umwandlung von Naturrasen in Kunstrasen (Erholungsphasen für Naturrasen nicht erforderlich)

Neubau erst nach Ausschöpfung aller Potentiale:

  • vorrangige Nutzung von Flächen mit Leerstand oder Brache (z. B. Kulturbodendeponie; ungenutzte Teile von Gewerbegebieten)
  • Nutzung von Angeboten zum Neubau von Sozialeinrichtungen durch Privatinvestoren (z. B. Kita im Brunnenviertel)

Wir fordern eine bessere Zusammenarbeit mit Umlandgemeinden und Ortsteilen. Insbesondere soll der Bau von Kitas, Schulen und Sportplätzen dort erfolgen, wo der Bedarf besteht. Dadurch würde sich der Druck auf Sozialeinrichtungen im zentralen Potsdamer Stadtgebiet verringern. 

Grundsätzlich muss zukünftig eine flexible Nutzung von Sozialeinrichtungen möglich sein. Bei Neuplanungen müssen demografische Aspekte verstärkt Beachtung finden. Beispielsweise können Multifunktionsgebäude zuerst als Kita oder Schule und später als Seniorenheim, Ärztehaus o. ä. genutzt werden.    Der derzeitige Bauboom wird – wenn es so weitergeht - nicht vor den Wäldern Potsdams halt machen. Deshalb sollte bereits der erste Eingriff in den Waldbestand verhindert werden.

Bevor alle Wälder in Potsdam durch Baumaßnahmen verschwinden, möchten wir dieses überdimensionierte Bauvorhaben verhindern, um auch noch nachfolgenden Generationen Wald in seiner ganzen Schönheit und Lebendigkeit zu zeigen.

Sollte es - trotz unseres Widerstandes - zur Ausführung der Planung kommen, werden wir uns für eine Verringerung der geplanten Bebauung, den Erhalt von möglichst vielen Bäumen als Puffer zur Wohnbebauung und innerhalb des Schulstandortes für eine nachhaltige Bauweise einsetzen.

Helft mit, den Wald im Potsdamer Süden zu retten, indem Ihr gemeinsam mit uns gegen das Vorhaben der Stadt Potsdam protestiert.

www.buergerfuerwaldstadt.de

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, der Bürgerinitiative BürgerfürWaldstadt aus Potsdam
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Pro

Die prekäre Schulstandortentwicklung der Stadtverwaltung, führt seit den 2000ern zu einer fortschreitenden Privatisierung der Bildung in der Stadt. Bereits 2008, und dann 2011 wurden Zahlen veröffentlicht, nach denen jeder 5. Schüler privat beschult wird. Zum Schuljahr 2014/15 wurden den Freien Schulen dann allerdings 50 Millionen Euro Bezuschussungen gestrichen und die Stadt muss nun wieder Schüler selbst versorgen, was die Politik seit 15 Jahren vor sich hinschiebt! (http://www.pnn.de/potsdam/503491/)

Contra

Wie schon im Petitionstext genannt ist der Bedarf von Schule, Kita und Hort unstrittig. Als Begründung gegen den geplanten Standort wird eine einzigartige Natur genannt. Unter einzigartig verstehe ich zB eine besonders schützenswerte Moorlandschaft oder einen für Mitteleuropa typischen Urwald. Der Wald in Waldstadt hingegen besteht zum größten Teil aus Kiefern. Das ist weder eine besonders schützenswerte Art noch für die Umwelt von besonderer Bedeutung. Denn eine Kiefer hat im Vergleich zu Buche oder Eiche nur geringe Kapazitäten zur CO2-Speicherung.

Warum Menschen unterschreiben

  • vor 11 Std.

    Die Rodung von mindestens 6 Hektar Wald für was auch immer ist moralisch verwerflich !

  • vor 2 Tagen

    unbedingt den Charakter der Waldstadt erhalten!

  • vor 2 Tagen

    Waldstadt ohne Wald geht gar nicht. Es reicht. Die Politik in Potsdam versagt völlig. Wie kann man z.B. das Brunnenviertel so planen. Wenn die Bewohner früh zur Arbeit wollen und die Schranke zu ist, ist ein Verkehrschaos vorprogrammiert. Wie kann man am Tiroler Damm 5 Wohnhäuser ohne Parplätze bauen ??? Für so viel Blödheit habe ich kein Verständnis mehr. Parkmöglichkeiten werden immer weniger. Wen hat es gestört, das man an der Drewitzer Str. am Straßenrand zwischen den Bäumen parkt. Alles wird mit Baumstümpfenzugemacht, wo soll man den in Waldstadt parken ?

  • vor 7 Tagen

    Das Gesamtkonzept Waldstadt wird zerstört. Verkehr und Lärmbelästigung Abends und an den Wochenenden ist jetzt schon grenzwertig und wird durch die Nähe Sportplatznutzung unerträglich werden

  • vor 9 Tagen

    Wir befinden uns mitten im Klimawandel, da benötigen städtische Landschaften grüne Lungen damit es sich in Ihnen Leben läßt. Diese Planung ist nicht nachhaltig und sollte verworfen werden.

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