Pro

Warum ist die Petition unterstützenswert?

    Waldstadt
Die prekäre Schulstandortentwicklung der Stadtverwaltung, führt seit den 2000ern zu einer fortschreitenden Privatisierung der Bildung in der Stadt. Bereits 2008, und dann 2011 wurden Zahlen veröffentlicht, nach denen jeder 5. Schüler privat beschult wird. Zum Schuljahr 2014/15 wurden den Freien Schulen dann allerdings 50 Millionen Euro Bezuschussungen gestrichen und die Stadt muss nun wieder Schüler selbst versorgen, was die Politik seit 15 Jahren vor sich hinschiebt! (http://www.pnn.de/potsdam/503491/)
Quelle: www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/privatschulboom-in-potsdam-system-im-schatten-1681006.html
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    Waldstadt
Die "Kulturbodendeponie" in Waldstadt I wurde als Alternativstandort in der Auswertung der Öffentlichkeitsarbeit als "ungeeinet wegen fehlendem Anschluss an die Straßenbahn" abgetan. Bernd Richter, der Chef der KIS sagte aber der PNN die Fläche "sei ohnehin für den Bau eines WEITEREN Schulcampus mit Grund- und weiterführender Schule nebst zwei Sportplätzen vorgesehen". - Er liest die Statements der Stadt jedenfalls nicht! (http://www.pnn.de/potsdam/1284992/)
Quelle: egov.potsdam.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=28094
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    Waldstadt
In der "Auswertung der Öffentlichkeitsarbeit" (Anlage3a) heißt es: "Nach aktueller Waldfunktionskartierung werden die Waldflächen im Plangebiet weder als Sicht schutz, Lärmschutz, Immissionsschutz oder Klimaschutzwald eingestuft, sondern ausschließlich als Erholungswald", was sich ließt wie ein Faustschlag in Anbetracht dessen, dass entsprenchde Gutachten zu Lärmschutz, Sichtschutz etc. laut der Begründung noch Ausstehen, da die Fläche unter diesen Aspekten nicht geprüft wurde! Der Erholunsaspekt sei aber "trotz Beinträchtigungen durch Lärm der Bahntrasse und Heinrich-Mann-Allee" gegeben" .
Quelle: egov.potsdam.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=28094
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    Waldstadt
Laut dem "Schulentwicklungsplan 2014 - 2020" ist die Vermutung der Waldstädter, 'die Schulen würde hauptsächlich Kindern und Jugendlichen aus umliegenden Gebieten nützen' gerechtfertigt, da dort vermerkt ist, dass die Schulinfrastruktur in Waldstadt I/II absolut nicht ausgelastest ist und einem Anstieg gerecht werden würde - nur das kein Anstieg prognostiziert wird, da der Altersdurchschnitt der Menschen wesentlich höher ist, als im Innenstadtbereich! Die Fontaneschule z.B. kriegt nicht mal mehr die Züge der ersten Klasse gefüllt - Schüler die später an auch an der weiterführenden fehlen.
Quelle: vv.potsdam.de/vv/produkte/173010100000010622.php#tab-infos
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    Waldstadt
Die Stadt baut die Schulen nicht für den Bedarf in den Waldstädten und dem Schlaatz, sondern haupsächlich um die Schulen in den "nördlichen, kinderreichen Stadtgebieten" zu entlasten. So muss die Förderschule am Schlaatz weichen für ein Gymnasium - mit dem Argument die Schule sei "zu Groß" für die 123 Förderschüler. Der neue Standort Waldstadt soll Platz haben für 300 Förderschüler! Warum äußerst sensible Förderschüler entwurzeln? Weil Babelsberger Teenies keinen Schulplatz am Gymnasium bekommen! Guter Grund.
Quelle: www.pnn.de/potsdam/1307173/
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    Waldstadt
Potsdams Regierung hat zwischen 2000 und 2010 zwölf Schulgebäude verkauft - auch in Waldstadt, welche heute angeblich nötig gebraucht werden und bewies schon in der Vergangenheit, dass die bildungspolitischen Entscheidungen der Stadt lächerlich kurzsichtig und auf finanzielle Gewinnmaximierung ausgelegt sind!
Quelle: www.pnn.de/potsdam/1144761/
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    Waldstadt
Der Bau eines "Bildungsstandorts" an dieser Stelle, gibt neben dem Eingriff in die Natur Aufschluss über die planungspolitischen Präferenzen der Stadt zugunsten einzelner Investoren. So kann man in der "Auswertung der Öffentlichkeitsbeteiligung zu dem Vorentwurf des Bebauungsplans Nr. 142 „Schulstandort Waldstadt-Süd“ unter Punkt 4.1. "Brunnenviertel" als eine Begründung für die Ablehnung der Fläche als Alternativstandort lesen, "...es sich auch bei diesen Flächen um Wald und die Erschließung ist deutlich schlechter als die des Plangebietes". Gut für Jan Kretzschmars Wald!
Quelle: egov.potsdam.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=28094
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    Waldstadt
Hat jemand Segregation gesagt? Die Stadt ist sich der sozialen Spaltung der Bürger nach Wohnort bewusst und nutzt den Umstand geschickt für die Standortwahl ihrer Bauvorhaben. Sie wissen das ältere Menschen das Internet weniger nutzen, um sich zu organisieren, die Leute generell politikverdrossener sind (Wahlstatistiken) und die Jugendlichen eher hedonistischen Lebensperspektiven nachgehen, als sich um die Zukunft zu scheren. https://www.tagesspiegel.de/politik/segregation-in-deutschland-die-soziale-spaltung-der-staedte-nimmt-zu/22594580.html
Quelle: www.maz-online.de/Lokales/Potsdam/Potsdam-wird-zur-gespaltenen-Stadt
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    Waldstadt
Die Stadt legt für den neuen Stadtteil Krampnitz eine Bewohnerzahl von bis zu 7000 auf einer Fläche von 140 Hektar fest. Allein in Waldstadt II leben 9969 Menschen auf einer Fläche von 90 Hektar bereits enger zusammen, als es die Stadt infolge des akuten Wohnsmangels bei Neuprojekten fordert! Finger weg von unserem Wald!
Quelle: www.pnn.de/potsdam/1268647/
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    Waldstadt
Die Waldstadt wurde 1983 mit dem Architekturpreis der DDR ausgezeichnet, für den schonenden Umgang mit der Ressource Wald und der Synergie von (vielen!) Menschen und Natur. Nicht nur Karl Heinz Birkholz' "MINSK" ist erhaltenswert, sondern auch - oder insbesondere die Orte an denen wir Leben! Die Waldstadt ist Kunst, wird geliebt und gebraucht!
Quelle: www.maz-online.de/Lokales/Potsdam/Interview-mit-dem-letzten-WBK-Direktor
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    Bebauungsplan
Auszug (abgekürzt) aus (noch) gültigem B-Plan (Größe 7ha): Mit Umsetzung der Planung kommt es zu...Verlust bestehender Gehölze von etwa 7 ha… Die Flächen werden im Anschluss weitgehend versiegelt. ...kommt es…voraussichtlich zu einer negativen Entwicklung der klimatischen Verhältnisse. Mit Umsetzung der Planung kommt es voraussichtlich zu einem kompletten Verlust der Waldfläche … …Verlust eines erheblichen Teils des Naherholungsgebietes.... … Verlust von Biotopen, die von zahlreichen Tieren als Lebensraum genutzt wurden.
Quelle: www.potsdam.de/sites/default/files/documents/02_bp142_begruendung_10-08-2017.pdf
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    Schutz
Es geht um den prinzipiellen Eingriff in die Wälder um Potsdam herum. Wenn einmal der Bau von egal welchen Gebäuden im Wald ermöglicht wird, werden in den nächsten Jahren sämtliche Bauprobleme im Wald gelöst werden und für die nachfolgenden Generationen kein Wald mehr zur Verfügung stehen. Ich bin nicht sicher, ob es richtig verstanden wurde: Es handelt sich bei dem größeren Teil der Bebauung um ein LandschaftSCHUTZgebiet. Es gibt also von offizieller Seite etwas schützenswertes in diesem Wald, sonst hätte es nicht diesen Status. Genau dort sollen aber 2 sehr grosse Sportplätze entstehen.
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Contra

Was spricht gegen diese Petition?

Wie schon im Petitionstext genannt ist der Bedarf von Schule, Kita und Hort unstrittig. Als Begründung gegen den geplanten Standort wird eine einzigartige Natur genannt. Unter einzigartig verstehe ich zB eine besonders schützenswerte Moorlandschaft oder einen für Mitteleuropa typischen Urwald. Der Wald in Waldstadt hingegen besteht zum größten Teil aus Kiefern. Das ist weder eine besonders schützenswerte Art noch für die Umwelt von besonderer Bedeutung. Denn eine Kiefer hat im Vergleich zu Buche oder Eiche nur geringe Kapazitäten zur CO2-Speicherung.
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    renitente BI
... und wieder eine BI in Potsdam die sich gegen demokratische Entscheidungen der Stadt­ver­ord­ne­ten und gegen wohlwollende Kompromissfinderung der Stadtverwaltung zu profilieren versucht ...
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    der BI geht es m.E. nur um sich
Das Argument Landschaftsschutz ist m.E. nur vorgeschoben. Ich selbst bin Anwohner jenes Wäldchens und begrüße eindeutig die Pläne der Stadt Potsdam zur Ansiedlung eines Schulkomplexes. Wir in der Waldstadt sind im Überdruss gesegnet mit grün. Auf die paar Bäume weniger kommt es nicht an - auf gute Bildung und ausreichend Schulplätze in unserer Stadt sehr wohl! Es wird vorgeschlagen nicht vorhandene Alternativen zu prüfen - völlig unvernünftig. Welche Altnativen sollen das es bitte sein? Kleingärten? Parks? Unterirdisch? Wohnbebauung? Die Stadt wächst nun mal ... das ist unumkehrbar.
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    des Guten zu viel
Das Polylemma lässt sich nicht über eine Petition lösen. Es ma­ni­fes­tie­rt jedoch die kompromisslose Haltung der Anwohner.
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    nachfolgende Generationen werden es verkraften
Zitate aus Ihrem Petitionstext: " ... alle Wälder [...] verschwinden ...", "... trotz unseres Widerstandes ...", " ... nachfolgenden Generationen ..." An Skep­ti­zis­mus und Zuspitzung ermangelt es Ihrer Petition wahrlich nicht. Die nachfolgenden Generationen werden es verkraften eben diesen (nicht einzigartigen, sondern stino) Wald in seiner vollen Pracht entbehren zu können. Sie werden es jedoch nicht entbehren eine moderne und für sie nach Möglichkeit nächstgelegene Schule zu besuchen.
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    Rettet Die Schulbildung In Potsdam Süd!
*Achtung Ironie* Einzigartige Bildung schützen und Bebauung ermöglichen. Bevor alle Wälder in Potsdam den Bau von Schulen verhindern, sollte bereits der erste Protest gegen Bildungseinrichtungen verhindert werden. Helft mit, die Bildung im Potsdamer Süden zu retten, indem Ihr gemeinsam gegen die Ablehnung der Bürgerinitiative protestiert. Begründung: Wir möchten nicht, dass der unstrittige Bedarf an sozialen Einrichtungen in Potsdam zu Lasten unserer Kinder und künftigen Generation ausgespielt wird und werden uns gegen eine obsolete Alternativenfindung einsetzen.
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Contra
Dieser Beitrag entspricht nicht der Netiquette von openPetition.
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