Region: Kempten

Rettet unseren Bürgerwald

Petition richtet sich an:
Oberbürgermeister und Stadtrat der Stadt Kempten/Allgäu

508 Unterschriften

31 %
301 von 970 für Quorum in Kempten Kempten

508 Unterschriften

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301 von 970 für Quorum in Kempten Kempten
  1. Gestartet Dezember 2025
  2. Sammlung noch > 7 Wochen
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Oberbürgermeister und Stadtrat der Stadt Kempten/Allgäu

Ich unterstütze die Forderung nach Erhalt des Bürgerwaldes am Oberstdorfer Knoten in Kempten, der bei der Aktion "Kempten - Baum 2000 2000 Bäume für das neue Jahrtausend" von Bürgern gepflanzt und bezahlt wurde und jetzt nach 25 Jahren zugunsten des Neubau`s einer Firmenzentrale gefällt werden soll.

Begründung

Es kann nicht sein, daß dieses Motto schon nach 25 Jahren nicht mehr aktuell sein soll, gerade auch im Hinblick auf den fortschreitenden Klimawandel. Im Vordergrund stand damals der Gedanke, am Beginn des neuen Jahrtausends etwas Zukunftbezogenes zu tun, an dem sich auch künftige Generationen erfreuen können. Zudem sollte damals "ein nachhaltiges Zeichen für die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt" gesetzt werden.
Jetzt, nach nur 25 Jahren soll dieser Bürgerwald dem Kommerz geopfert werden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Manfred Wirtz, Kempten (Allgäu)
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 18.12.2025
Sammlung endet: 31.10.2026
Region: Kempten
Kategorie: Umwelt

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Neuigkeiten

  • Bürgerinitiative „Rettet unseren Bürgerwald“
    am Oberstdorfer Knoten in Kempten/Allgäu

    Kempten, den 29.07.2026

    Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

    es ist uns eine Freude, Ihnen heute mitteilen zu können, daß sich die Bürgerinitiative „Rettet unseren Bürgerwald“ erfolgreich gegründet hat. Gleichberechtigte Sprecher dieser Initiative sind Fritz Dubbert und Manfred Wirtz.

    Ziel dieser Bürgerinitiative ist der Erhalt des Bürgerwaldes am Oberstdorfer Knoten zwischen Immenstädter Straße, Bahnhofstraße, Heussring und Hochvogelstraße in seiner jetzigen Form und Größe, welcher durch die Aktion der Stadt „Kempten - Baum 2000 – 2000 Bäume für das neue Jahrtausend“ geschaffen wurde. Die Fakten dürften Ihnen sicherlich bekannt sein.

    Bei der Präsentation der Aktion „Kempten – Baum 2000“ betonte Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer: Im Vordergrund der Aktion stehe der Gedanke, am Beginn des neuen Jahrtausends etwas Zukunftbezogenes zu tun, an dem sich auch künftige Generationen noch erfreuen. Außerdem wolle man ein nachhaltiges Zeichen setzen für die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt.

    Wir möchten trotzdem nochmal betonen, daß die Stadt Kempten damals das Gelände und die Bäume zur Verfügung gestellt hat und sogar die Pflanzlöcher ausgehoben hat. Wir als Baumpaten konnten nur die Art des Baumes wählen, der Standort wurde uns vorgegeben. Von den am 31. März 2000 mit einem Bürgerfest gepflanzten 120 verschiedenen Bäumen sind durch das jetzt geplante Bauvorhaben der Bahnhofsapotheke 60 bis 70 Bäume betroffen. 30 bis 40 Bäume könnten bei einer Überlebenschance von maximal 50 % umgesetzt werden. Diese Zahlen variieren allerdings bisher in den verschiedenen Gremien.

    Den bisherigen Bauwerbern für dieses Gelände hat die Stadt immer abgesagt. Deswegen ist es jetzt um so erstaunlicher, daß es die Stadt von sich aus dem jetzigen Bauwerber angeboten hat und zur Verfügung stellen will. Meine Interventionen bisher, dieses Gebiet endlich von Verkehrsfläche in Grün- oder Waldfläche umzuwidmen, wurden immer wieder als „nicht notwendig“ abgewiesen. Leider nie schriftlich. Ich habe auch nicht darauf gedrängt, weil ich es mir nicht vorstellen konnte, daß auf einem Gelände erst Bäume gepflanzt und diese bereits eine Generation später wieder abgeholzt werden.

    In der Sitzung des Gestaltungsbeirats am 30. Juni haben Sie, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, vom „fast blindem Vertrauen in das Unternehmen“ und von der „Verlässlichkeit der Darstellung“ gesprochen. Was ist mit dem damaligen Vertrauen der 120 Baumspender in Oberbürgermeister, Stadtrat und Stadtverwaltung, welches mit einer unterschriebenen Urkunde besiegelt wurde ? Kann dies nur 25 Jahre später einfach so weggewischt werden?

    Bei dieser ganzen Problematik wurde das nicht zu verleugnende Thema Klimawandel noch gar nicht angesprochen. Dabei fällt in jüngster Zeit Ihr Baumspaziergang mit dem Bund Naturschutz ins Gewicht: einerseits Stadtbäume erhalten und neu pflanzen – andererseits einen bestehenden Schutzwald teilweise abholzen ?

    Wir als Bürgerinitiative bitten Sie ganz herzlich darum, in einem Gespräch miteinander die Möglichkeiten auszuloten, die es für den Erhalt des Bürgerwaldes in seiner jetzigen Form gibt. Dabei gilt es, das Vertrauen der Baumspender zu erhalten und die Identifikation mit ihrer Stadt zu bewahren. Gerne können Sie dazu auch die Stadträtin und die Stadträte einladen, die damals für den Bürgerwald votiert haben und im jetzigen Gremium ihren Sinneswandel gegen die Bäume kundgetan haben.

    Herzlichen Dank für Ihre Zeit für ein Gespräch,

    Freundliche Grüße

    Manfred Wirtz Fritz Dubbert

  • Antwort auf Artikel und Kommentar von Frau Brock im Kreisbote Kempten 25.7.26

    Klar ist mit jedem Baum eine emotionale Geschichte verbunden, wie Frau Brock in ihrem Artikel im Kreisbote Kempten vom 25.Juli 2026 schreibt. Meine ist der 18. Geburtstag meines Sohnes Andreas. Aber auch sachliche Entscheidungen wie die in der Stadtratsperiode 1996 bis 2002, an der Frau Brock als Stadträtin der Frauenliste beteiligt war, auf diesem Gelände Bürger Bäume pflanzen zu lassen, haben eine emotionale Komponente wenn ich schon bei der Entscheidung daran denke, daß diese von Bürgern spendierten Bäume ja jederzeit für eine Bebauung der Kettensäge zum Opfer fallen können.
    Und wenn es stimmt, daß Maria Lancier schon 1981 als damalige Stadträtin der SPD zwei Bäume auf diesem Gelände pflanzen konnte, obwohl dort damals schon fertige Pläne für einen höhenfreien Oberstdorfer Knoten in der Diskussion waren, erscheinen die Abstimmungen im Stadtrat noch fragwürdiger. Und ihre Emotionen zu den Bäumen sind scheinbar frühzeitig erloschen, wenn sie heute nicht mal mehr weiß wo diese Bäume stehen.
    Ich jedenfalls stehe zu „meiner“ Eiche auf diesem Gelände und hoffe, daß sie mich lange überlebt. Nicht nur, weil es der erste Baum meines Lebens war, an dessen Pflanzung ich beteiligt gewesen bin und dessen Startphase an diesem exponierten Ort ich mit Kanisterladungen Gießwasser unterstützt habe, sondern weil ich auch heute noch für jedes noch so kleines Mittel gegen den scheinbar unaufhaltsamen Klimawandel eintrete. Und da gehört für mich diese Eiche dazu und ich werde alles in meiner Macht stehende dafür tun, daß sie überleben darf.
    Manfred Wirtz

Hier verwechselt jemand Äpfel mit Birnen. Was bitte hat ein aus finanziellen Gründen nicht weiterverfolgtes zugegebenermaßen größenwahnsinniges Verkehrsprojekt mit einem nachhaltigen Gebäude zu tun ? Tatsache ist doch, daß nach dem Ende der höhenfreien Kreuzung auf eben diesem Gelände auf Wunsch von Oberbürgermeister, Stadtrat und Stadtverwaltung mit Beteiligung von 120 Bürgern Bäume gepflanzt wurden, welche doch sicherlich nachhaltiger als ein Gebäude sind und ebenfalls vor Lärm schützen.

Hat sich jemand die Pläne angeschaut, was dort geplant war zu bauen? Eine riesige Kreuzung, die mit Sicherheit mehr Lärm und mehr Zerstörung von Grünflächen bedeutet hätte. Nun soll offenbar ein extrem nachhaltiges Gebäude entstehen, dass durch seine Positionierung viel Straßenlärm für die Anwohner abfangen könnte. Das dort Gewerbe angesiedelt wird, stand ja schon lange fest. Ginge es nach der AfD hätten die dort wohl einen Parkplatz oder den Wertstoffhof gesehen. Schöne Alternativvorstellung...

Warum Menschen unterschreiben

NahErholung vor Ort ist essentiell für die Menschen und es muss ja nicht noch eine Wald/wiesen/Freifläche gerodet werden wo es so viele leerstehende Gebäude gibt welche saniert oder renoviert werden können.

Gerade der diesjährige Sommer hat doch eindrücklich gezeigt, wie wichtig Hitzeschutz und somit vor allem auch Bäume sind.

Dringenst zu erhalten. Klimawandel wartet nicht .

Erhaltet die letzten Wälder in Kempten!

Flächenversiegelung bei gleichzeitigen Leerstand von tausenden qm bebauter Gewerbefläche in der Gegend ist nicht nachvollziehbar. Von der "Umwidmung" - zumindest zum großen Teil- eines für die lange Zukunft von der Stadt den Bürgern vor 26 Jahren versprochenen und umgesetzten Bürgerwalds mit entsprechendem Nutzen für Microklima, Wasserversickerung etc. erst gar nicht anzufangen.

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