Region: Cologne
Environment

#RettetDasKölnerGrünsystem Wir fordern endlich Konsequenzen aus den Krisen unserer Zeit

Petition is directed to
Oberbürgermeisterin Henriette Reker
4.109 Supporters 3.538 in Cologne
71% from 5.000 for quorum
  1. Launched 04/05/2020
  2. Collection yet 5 months
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
I agree to the storage and processing of my personal data. The petitioner can see name and place and forward this information to the recipient. I can withdraw my consent at any time.

#RettetDasKölnerGrünsystem

In diesen Krisenzeiten, in denen die ganze Zivilgesellschaft herunterfährt und die systemrelevanten Bereiche unserer Stadt der vollsten Aufmerksamkeit und Unterstützung bedürfen, in denen die Klimakrise unsere Stadt aufheizt, und sich die Dürre der letzten Jahre aktuell fortsetzt, in diesen Krisenzeiten wird die Versiegelung unseres weltweit einzigartigen Grünsystems – der ökologischen Klimaanlage unserer Stadt – seitens des Baudezernats, des Grünflächenamts und weiterer Akteure aktiv vorangetrieben.

Wir halten dies für absolut unverantwortlich! Das Kölner Grünsystem ist der Mittelpunkt der klimaresilienten Stadt Köln und daher fordern wir mit Nachdruck:

● Den sofortigen Stopp jeder Bodenversiegelung im Kölner Grünsystem. Dieses Moratorium gilt für den Inneren und Äußeren Grüngürtel und seine verbindenden Radialen. Diese Bereiche stehen ohnehin weitgehend unter Denkmal- und/oder Landschaftsschutz.

● Den expertengesteuerten Ausbau des gesamtstädtischen Grünsystems und die klimawandel-angepasste Pflege des wertvollen Bestandsgrüns.

Der Experten-Think-Tank von gruensystem.koeln hat hierzu konkrete Forderungen zur Sicherung und Qualifizierung unseres Grünsystems erarbeitet: Diese Wissenschaftler*innen müssen gehört werden!

Reason

In Zeiten der Klima-, Biodiversitäts- und Covid-19-Krise gewinnt das Kölner Grünsystem dramatisch an Bedeutung. Dieses grüne Netz und Alleinstellungsmerkmal der Stadt Köln wird immer unerlässlicher für die Belüftung und Kühlung unserer Stadt. Es erzeugt dringend benötigte Verdunstungskühle, bindet Schadstoffe, nimmt Starkregen auf, produziert Sauerstoff, bietet Tieren und Vögeln vernetzte Habitate und – wie man in diesen Tagen sieht – ist unverzichtbar als freier Erholungsraum für alle Kölner*innen!

Ungeachtet dieser Erkenntnisse werden an zahlreichen Stellen im Grünsystem neue Bebauungen und Versiegelungen vorangetrieben. Die Liste der Begehrlichkeiten ist lang: Bauten für Verkehr, Bildung, Sport, Wohnen sind in Planung und/oder Bau.

Den wirtschaftlichen Wert unseres Grünsystems kann man sehr gut an der Gleueler Wiese im Äusseren Grüngürtel ermessen, die der Erweiterung des RheinEnergieSportparks weichen soll. Die avisierte Aufschüttung der Wiese und die Versiegelung von min. 38.000 qm Grundwasser gebundener Parabraunerde mindern die Kühlleistung für die Umgebung erheblich. Würde man diese Kühlleistung künstlich erzeugen, müsste man dafür aktuell 1,9 Millionen Euro im Jahr aufwenden. Die geplanten Kunstrasenplätze verschärfen das Problem zusätzlich, denn sie erzeugen als Hitzeinseln weitere Temperaturanstiege. Auf vergleichbaren Kunstrasenplätzen im Inneren Grüngürtel wurden von unseren Experten in den Sommern 2018 und 2019 Oberflächentemperaturen von bis zu 63 Grad Celsius gemessen.

Die im Bau befindlichen Sportanlagen auf der Lohsepark-Wiese, der kleinen Schwester der Gleueler Wiese im Inneren Grüngürtel, offenbaren ein weiteres Problem: Flächen im offenen Landschaftspark werden mit Nutzungen belegt und können in der Folge nicht mehr flexibel genutzt werden. Aber auch die Versiegelungen im Lohsepark, unter anderem zwei asphaltierte Street- und Basketballplätze befeuern die Klimakrise durch den Bau von Hitzeinseln. Hier ist die Versiegelungsfläche zwar kleiner, dafür entstehen sie im Zentrum der Stadt, wo Verdunstungskühle am dringendsten gebraucht wird. Internationale wissenschaftliche Studien – mit Peer-Review Begutachtung – prognostizieren Köln für 2050 klimatische Verhältnisse ähnlich derer von Canberra, Australien, mit einem Temperaturanstieg von 5,7 Grad im heißesten Monat.

Dem ausgerufenen Klimanotstand durch die Stadt Köln und den Krisen unserer Zeit muss endlich Rechnung getragen werden. Das durch den brillanten Stadtplaner Fritz Schumacher konzipierte Grünsystem muss sofort nachhaltig geschützt und ausgebaut werden. Für Köln, aber auch als Vorbild für weitere Städte und Ballungsräume! Wir setzen unsere Hoffnung in die Bürger der Stadt Köln und alle Menschen guten Willens sich dieser Petition anzuschließen um ein Zeichen zu setzen für die gesunde und lebenswerte Stadt.

Diese Petition wird unterstützt von:

Frank Schätzing, Autor, Köln | Christoph Maria Herbst, Schauspieler, Köln | Konrad Adenauer, Sprecher der Familie Adenauer, Köln | Jo Heim, Director of Photography, Köln | Maike Greine, Radio und TV-Moderatorin, Köln | Tina Schelhorn, Galeristin, Köln | Claudia Schmid, Dokumentarfilmerin, Köln | Anka Zink, Kabarettistin, Köln | Klaus Nierhoff, Schauspieler, Köln | Maxi Gstettenbauer, Comedian, Köln


NABU Nordrhein-Westfalen | BUND NRW | Students 4 Future, Köln | Parents 4 Future, Köln | Teachers 4 Future, Köln | Grannies 4 Future, Köln | Bürgerinitiative Grüngürtel für alle! | Bürgerinitiative #ratherseefrei | NABU Köln | BUND Ortsgruppe Köln | Extinction Rebellion, Köln | Initiative #GießtKölle | BIG Junkersdorf e.V. | Bürgerinitiative Mehr Grün in Kalk | Ende Gelände, Köln | Bürgerinitiative Grüne Lunge Köln | Animal Rebellion, Köln | De Jecke Rebelle Köln | Bürgerverein Köln-Müngersdorf e.V. | Förderverein Freiluga e.V. | Nabis e.V. | Radkomm e.V.

Thank you for your support, gruensystem.koeln from Köln
Question to the initiator

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News

  • Der Express vom 12. Mai schreibt: ´In einer jüngst gestarteten Online-Petition heißt es: Gerade in Krisenzeiten von Corona-Pandemie und Klimaerhitzung „gewinnt das Kölner Grünsystem dramatisch an Bedeutung“. Unversiegelte Grünflächen sei unverzichtbar – auch als „freier Erholungsraum für alle Kölner“.`

    Im Kölner Stadtanzeiger vom 23. Mai finden wir folgenden Satz im Artikel `Wie aus einer Wiese ein Symbol wurde`: "Viele Bürger – darunter auch Prominente wie Konrad Adenauer junior, der Schriftsteller Frank Schätzing und der Schauspieler Christoph Maria Herbst – wollen sie erhalten."

    Und so geistert unsere Petition durch die Presse und wir freuen uns auf die erste ausführliche Berichterstattung.

  • Mit den Stimmen von CDU, SPD und FDP stimmte der Rat der Stadt Köln in seiner Sitzung am 14.05. für die kommerzielle Nutzung des Rather Sees als Wasserskianlage und Strandbad. Somit ist der Weg frei für die Rodung von 1,3 ha Waldfläche mit höchster thermischer Ausgleichsfunktion" (LANUV) für PKW-Parkplätze.

  • Unsere Klimadrohne begleitet weiter unsere Petition aus der Luft: Wie kommt ein 9,3 ha großes Logistikzentrum mit 215 PKW- und 45 LKW-Parkplätzen und Betriebstankstelle in das Kölner Landschaftsschutzgebiet an der Venloer Straße?

    Zum Zeitpunkt der Planung im Jahr 2009 war das Grundstück im rechtsverbindlichen Landschaftsplan mit dem EZ 3 ausgezeichnet, mit folgendem Entwicklungsziel: "Ausstattung und Entwicklung der Landschaft mit naturnahen Lebensräumen und gliedernden Elementen."

    Heute ist es mit dem Entwicklungsziel 2 im Landschaftsplan verzeichnet: "Erhaltung und Weiterentwicklung vorhandener Grünanlagen."

Not yet a PRO argument.

Diese Petition habe ich NICHT unterschrieben. Warum, obwohl ich auch gegen die Versiegelung des Kölner Grüns bin? - Wer das unterstützt, spricht sich auch für "expertengesteuerte" Planung aus. Wer sollen diese Steuerleute sein? Experten sind bisher auch aktiv, nur vielleicht mit falschen Zielen. Will die Initiative Stadtrat und Bezirksvertretungen kaltstellen? - Dann erwähnt diie Initiative noch den "Experten-Think-Tank von gruensystem.koeln". Ist das etwa der neue Stadtrat? Ich finde, das, was erst einmal wie Selbstironie scheint, offenbart eine ungeheure Arroganz. Wahrscheinlich sieht grün

Why people sign

  • Sven-Ingo Koch Düsseldorf

    47 minutes ago

    Naturschutz ist Lebensschutz.

  • 59 minutes ago

    weil wir ohne Bäume nicht mehr leben können und wir den Grünen Ausgleich in der Stadt DRINGEND brauchen

  • 1 hours ago

    Der Grüngürtel soll allen Bürgern vollständig zur Verfügung Stehenden nicht nur einem Verein.

  • 1 hours ago

    Der Grüngürtel soll für alle zugänglich bleiben! Es soll kein Baum und keine Grünfläche verschwinden!

  • 2 hours ago

    Grünflächen verschwinden mehr und mehr ,obwohl sie doch lebensnotwendig sind. Besonders in Städten für Menschen die sich keinen Garten leisten können. ES ist . kostenaufwendiger die gemachten Fehler wieder rückgängig zu machen und z.b. versiegelte Flächen wieder in Grünflächen umzuwandeln. Die Bäume die gefällt werden,unsere grünen Lungen,die erst ab einem bestimmten Alter als Luftreiniger dienen können.etc.

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