Region: Cologne
Environment

#RettetDasKölnerGrünsystem Wir fordern endlich Konsequenzen aus den Krisen unserer Zeit

Petition is directed to
Oberbürgermeisterin Henriette Reker
8.763 Supporters 7.370 in Cologne
100% from 5.000 for quorum
  1. Launched 04/05/2020
  2. Time remaining 3 months
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
I agree to the storage and processing of my personal data. The petitioner can see name and place and forward this information to the recipient. I can withdraw my consent at any time.

#RettetDasKölnerGrünsystem

In diesen Krisenzeiten, in denen die ganze Zivilgesellschaft herunterfährt und die systemrelevanten Bereiche unserer Stadt der vollsten Aufmerksamkeit und Unterstützung bedürfen, in denen die Klimakrise unsere Stadt aufheizt, und sich die Dürre der letzten Jahre aktuell fortsetzt, in diesen Krisenzeiten wird die Versiegelung unseres weltweit einzigartigen Grünsystems – der ökologischen Klimaanlage unserer Stadt – seitens des Baudezernats, des Grünflächenamts und weiterer Akteure aktiv vorangetrieben.

Wir halten dies für absolut unverantwortlich! Das Kölner Grünsystem ist der Mittelpunkt der klimaresilienten Stadt Köln und daher fordern wir mit Nachdruck:

● Den sofortigen Stopp jeder Bodenversiegelung im Kölner Grünsystem. Dieses Moratorium gilt für den Inneren und Äußeren Grüngürtel und seine verbindenden Radialen. Diese Bereiche stehen ohnehin weitgehend unter Denkmal- und/oder Landschaftsschutz.

● Den expertengesteuerten Ausbau des gesamtstädtischen Grünsystems und die klimawandel-angepasste Pflege des wertvollen Bestandsgrüns.

Der Experten-Think-Tank von gruensystem.koeln hat hierzu konkrete Forderungen zur Sicherung und Qualifizierung unseres Grünsystems erarbeitet: Diese Wissenschaftler*innen müssen gehört werden!

Reason

In Zeiten der Klima-, Biodiversitäts- und Covid-19-Krise gewinnt das Kölner Grünsystem dramatisch an Bedeutung. Dieses grüne Netz und Alleinstellungsmerkmal der Stadt Köln wird immer unerlässlicher für die Belüftung und Kühlung unserer Stadt. Es erzeugt dringend benötigte Verdunstungskühle, bindet Schadstoffe, nimmt Starkregen auf, produziert Sauerstoff, bietet Tieren und Vögeln vernetzte Habitate und – wie man in diesen Tagen sieht – ist unverzichtbar als freier Erholungsraum für alle Kölner*innen!

Ungeachtet dieser Erkenntnisse werden an zahlreichen Stellen im Grünsystem neue Bebauungen und Versiegelungen vorangetrieben. Die Liste der Begehrlichkeiten ist lang: Bauten für Verkehr, Bildung, Sport, Wohnen sind in Planung und/oder Bau.

Den wirtschaftlichen Wert unseres Grünsystems kann man sehr gut an der Gleueler Wiese im Äusseren Grüngürtel ermessen, die der Erweiterung des RheinEnergieSportparks weichen soll. Die avisierte Aufschüttung der Wiese und die Versiegelung von min. 38.000 qm Grundwasser gebundener Parabraunerde mindern die Kühlleistung für die Umgebung erheblich. Würde man diese Kühlleistung künstlich erzeugen, müsste man dafür aktuell 1,9 Millionen Euro im Jahr aufwenden. Die geplanten Kunstrasenplätze verschärfen das Problem zusätzlich, denn sie erzeugen als Hitzeinseln weitere Temperaturanstiege. Auf vergleichbaren Kunstrasenplätzen im Inneren Grüngürtel wurden von unseren Experten in den Sommern 2018 und 2019 Oberflächentemperaturen von bis zu 63 Grad Celsius gemessen.

Die im Bau befindlichen Sportanlagen auf der Lohsepark-Wiese, der kleinen Schwester der Gleueler Wiese im Inneren Grüngürtel, offenbaren ein weiteres Problem: Flächen im offenen Landschaftspark werden mit Nutzungen belegt und können in der Folge nicht mehr flexibel genutzt werden. Aber auch die Versiegelungen im Lohsepark, unter anderem zwei asphaltierte Street- und Basketballplätze befeuern die Klimakrise durch den Bau von Hitzeinseln. Hier ist die Versiegelungsfläche zwar kleiner, dafür entstehen sie im Zentrum der Stadt, wo Verdunstungskühle am dringendsten gebraucht wird. Internationale wissenschaftliche Studien – mit Peer-Review Begutachtung – prognostizieren Köln für 2050 klimatische Verhältnisse ähnlich derer von Canberra, Australien, mit einem Temperaturanstieg von 5,7 Grad im heißesten Monat.

Dem ausgerufenen Klimanotstand durch die Stadt Köln und den Krisen unserer Zeit muss endlich Rechnung getragen werden. Das durch den brillanten Stadtplaner Fritz Schumacher konzipierte Grünsystem muss sofort nachhaltig geschützt und ausgebaut werden. Für Köln, aber auch als Vorbild für weitere Städte und Ballungsräume! Wir setzen unsere Hoffnung in die Bürger der Stadt Köln und alle Menschen guten Willens sich dieser Petition anzuschließen um ein Zeichen zu setzen für die gesunde und lebenswerte Stadt.

Diese Petition wird unterstützt von:

Frank Schätzing, Autor, Köln | Christoph Maria Herbst, Schauspieler, Köln | Konrad Adenauer, Sprecher der Familie Adenauer, Köln | Jo Heim, Director of Photography, Köln | Maike Greine, Radio und TV-Moderatorin, Köln | Tina Schelhorn, Galeristin, Köln | Claudia Schmid, Dokumentarfilmerin, Köln | Anka Zink, Kabarettistin, Köln | Klaus Nierhoff, Schauspieler, Köln | Maxi Gstettenbauer, Comedian, Köln


NABU Nordrhein-Westfalen | BUND NRW | Students 4 Future, Köln | Parents 4 Future, Köln | Teachers 4 Future, Köln | Grannies 4 Future, Köln | Bürgerinitiative Grüngürtel für alle! | Bürgerinitiative #ratherseefrei | NABU Köln | BUND Ortsgruppe Köln | Extinction Rebellion, Köln | Initiative #GießtKölle | BIG Junkersdorf e.V. | Bürgerinitiative Mehr Grün in Kalk | Ende Gelände, Köln | Bürgerinitiative Grüne Lunge Köln | Animal Rebellion, Köln | De Jecke Rebelle Köln | Bürgerverein Köln-Müngersdorf e.V. | Förderverein Freiluga e.V. | Nabis e.V. | Radkomm e.V. | Ausschuss Urbane Landwirtschaft/Essbare Stadt des Ernährungsrats Köln und Umgebung

Thank you for your support, gruensystem.koeln from Köln
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News

  • Weiteres Großprojekt im Inneren Grüngürtel: Wie bereits in unserer Antwort an die FDP formuliert, soll der Zentralcampus Ost im Landschafts- und Denkmalschutzgebiet parallel zum Senkgarten massiv erweitert werden. Der Stadtentwicklungsausschuss (STEA) hat hierzu einstimmig am 15.11.2018 die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens beschlossen. Als Orientierungswert wurde hier ein Verhältnis von 50% Freiraum zu 50% Bebauung festgelegt. Die Gehölzstrukturen unter den Bäumen am Alphons-Silbermann-Weg und am Zülpicher Wall wurden bereits großflächig entfernt. Der erst vor vier Jahren fertiggestellte Kunstrasenplatz im Bild – nebst Flutlichtanlage, Umkleiden und Vereinsheim eine Investition von 2,62 Mio Euro (Beteiligung der Stadt Köln: 1,31 Mio... further

  • openPetition hat heute eine Erinnerung an die gewählten Vertreter im Parlament Rat der Stadt geschickt, die noch keine persönliche Stellungnahme abgegeben haben.

    Bisher haben 14 Parlamentarier eine Stellungnahme abgegeben.

    Die Stellungnahmen veröffentlichen wir hier:
    www.openpetition.de/petition/stellungnahme/rettetdaskoelnergruensystem-wir-fordern-endlich-konsequenzen-aus-den-krisen-unserer-zeit-2

  • Foto: © Paul Schmitz

    Nachdem gestern der Rat der Stadt Köln in geheimer Wahl, aber offensichtlich mit den Stimmen von CDU, SPD und FDP dem Bauvorhaben des 1. FC Köln auf der Gleueler Wiese zugestimmt hat, werden wir nun die BI Grüngürtel für alle! auf dem Klageweg unterstützen. Es geht um ein ca. 4 ha großes Herzstück des historischen und klimarelevanten Grünsystems.

    In dem Verfahren um die Gleueler Wiese erinnert so manches an einen Flugzeugabsturz. Auch er ist nur möglich, wenn mehrere Systeme gleichzeitig ausfallen. Ein Denkmalschutz-Konservator, der keine Einwände hat, ein Grünflächenamt, das keinen Einspruch erhebt, Politiker, die die aktuellen Krisen ausblenden.... Wir vertrauen jetzt auf die Gerichte, auf dass sie die Maschine in letzter... further

Not yet a PRO argument.

..Da macht wohl keiner gerne stadtnah Sport ohne immer Eintritt für Sportplätze zu bezahlen. Bisschen einseitige Sichtweise. Die Umwelt- gegen die soziale Frage auszuspielen, naja weiß nicht ob damit was gewonnen wird. Ich wüsste auch sonst nicht, wo man in der Stadt sonst Sport betreiben soll? öffentliche Sportanlagen gehören nunmal zu und in Parks und das Angebot in der Innenstadt ist ziemlich Mau bis Null. Also richtig so, dass die Sportanlagen gebaut und erweitert werden. Ich rede dabei nicht vom FC-Erlebnispark, sonder von orten wo jeder umsonst Sport treiben kann.

Why people sign

  • 19 hours ago

    Einzigartiger Grüngürtel in Köln muss erhalten bleiben, Naherholung für Alle!

  • 22 hours ago

    Verhinderung des FC-Trainingsgeleändes!

  • 1 day ago

    Erst werden die kleinen Sportplätze gebaut. Vermeintlich für Kinder und Sportler. Dann wird der unvermeidliche Ruf nach Gebäuden für Umkleiden, Toiletten und Aufenthaltsräumen laut, denn die Wege zu den bestehenden Räumlichkeiten sind viel zu weit. Die angrenzende Schickeria will das Fußvolk wohl eher nicht in seinen edlen Räumen haben. Diese Baumaßnahmen werden dann als Nächstes mit Totschlagsargumenten durchgeboxt. Und so wird der sicher geglaubte Platz für selten gewordene Tiere und Pflanzen immer kleiner. Auf diese Weise werden wir, sozusagen scheibchenweise, „Von hinten durch die Brust ins Auge“ nach und nach unserer „Grünen Lunge“ beraubt. Das muss mit allen Mitteln verhindert werden. Wir Kölner brauchen unsere Nah-Erholungsgebiete und an dem Status der Grüngürtel darf nicht gerüttelt werden. Alleine die Idee zeugt schon Von großenteils Unverfrorenheit und Frechheit. Es werden immer wieder welche kommen und mit tollen Ideen nach diesen Flächen gieren. Die Gebiete dienen schon dem Allgemeinwohl. Eine andere Bestimmung brauchen sie nicht. Die Stadt darf sich nicht erpressen lassen. Fehlt nur noch die Villa im Grüngürtel für den Fußballfunktionär. Der wohnt sicher sehr gerne im Grünen mit unverbaubarem Blick. Ok. Die Sportplätze müssten dann natürlich wieder weg. VIEL ZU LAUT. KÖLNER, WEHRT EUCH !!!

  • 1 day ago

    Ich finde das die Natur Erhalten bleiben muss.

  • 2 days ago

    Weil die fortschreitende willkürliche Naturzerstörung durch Politik und Behörden endlich ein Ende haben muss!

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