Nach dem Willen des OB und der Verwaltung der Stadt Rostock, des Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung in Schwerin und des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund soll die 1887 errichtete Schleuse zwischen Ober- und Unterwarnow kurzfristig mit Sand zugeschüttet werden - wegen angeblicher Sanierungskosten in Millionenhöhe. Mehr Informationen dazu im Artikel der Ostseezeitung vom 8.5.2015 unter: rostocker-kanu-club.de/wp-content/uploads/2015/05/2015-05-08-OZ-Schleuse.pdf Und das, obwohl erst vor rd. einem halben Jahr die neue Mühlendammbrücke für den Strassenverkehr freigegeben wurde, ein Projekt, das nach ebenfalls jahrenlangen Streit zwischen den örtlichen und den Landesbehörden fertig gestellt wurde - und zwar so, das die Schleuse darunter auch für größere Schiffe befahrbar wäre - wenn sie denn in Betrieb wäre. Für die Kanuten und Paddler soll dafür ein "Ersatz" in Form einer Slipanlage geschaffen werden, was aber nur die halbe Wahrheit ist und kein echter Ersatz sein kann. Werden doch alle größeren Boote über 300 kg damit gehindert, diese Warnow vollständig zu befahren. Und dass diese Maßnahme "reversibel" ist, mag man kaum glauben, ist die Schleuse ersteinmal zugeschüttet, rückt ein "Wiederausbaggern" und eine Instandsetzung wohl in eine unübersehbare ferne Zukunft.

Begründung

Die Schleuse gehört historisch zu Rostock wie der Wasserturm in der Blücherstrasse (der ebenfalls in einem maroden Zustand ist und für dessen Sanierung auch kein Geld da ist) oder wie das Ständehaus in der Stadtmitte (das natürlich repräsentativer ist wie eine Schleuse). Beide Gebäude sind übrigens jünger wie die Schleuse am Mühlendamm. Über viele Jahrzehnte war die Warnow mit ihrer Schleuse wichtige Handelstrasse für die Frachtschifffahrt in Rostock und den angrenzenden Orten für solche Güter wie Zuckerrüben, Ziegelsteine, Torf, Kohle u.a.. Es war sogar geplant, von der Warnow aus über den Bützow-Güstrow-Kanal unter Einbeziehung des Krakower und des Plauer Sees über die Elde und die Havel eine Binnenwasserstrasse von Rostock nach Berlin zu realisieren. Aber auch damals gab manchmal den bekannten Unterschied zwischen Wunsch und Realität..
Die Schleuse am Mühlendamm war die letzten Jahrzehnten das Durchgangstor für unzählige Touristen und Einheimische, die auf der Unter- oder der Oberwarnow ihre Erholung oder ihre sportliche Betätigung suchten und fanden. Die Älteren erinnern sich bestimmt noch an die Wochenend-Ausflugsfahrten mit der MS "Nixe" zu "Brandts Kaffeegarten" nach Kessin. Und heute spielt der Tourismus eine noch größere Rolle als damals, vor allem als Wirtschaftsfaktor für die Region Rostock, die nicht gerade mit einer kapitalkräftigen Industrie gesegnet ist. Zeigen doch allein die hohen Mitgliederzahlen des Rostocker Kanuklubs u.a. Wassersportvereine wie beliebt die Warnow ist, und dazu gehört sie nun einmal als Ganzes!
Diese technische Errungenschaft des 19. Jahrhunderts und damit einen Teil der Geschichte Rostocks an dieser Stelle einfach "zuzuschütten" und die Warnow quasi "durchzuschneiden" ist ein Frevel, den es zu verhindern gilt. Deshalb bitten wir um Unterstützung aller Rostocker, Ihrer Gäste und aller Freunde der Warnow und des Wassersports. Helft uns, die Warnow mittels der Schleuse auch für unsere nachfolgenden Generationen schiffbar zu halten. Wir sollten die Schleuse als das sehen, was sie für Rostock und seine Umgebung darstellt, ein technisches Denkmal mit Zukunftschance. Dieses gilt es zu erhalten und damit sollten alle Kosten, Pro und Contras noch einmal offen auf dem Prüfstand. Wollen wir die Schleuse retten, so seien Sie/seit alle dabei und lasst uns alles hilfreiche bündeln und einen bessere Lösung finden. Unser Ziel sollte es sein, auch in der Zukunft der gesamten Warnow die Bedeutung zukommen zu lassen, welche Sie schon immer hatte - eine der wichtigsten Lebensadern für Rostock und die angrenzenden Gemeinden!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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Neuigkeiten

  • Liebe Freunde der Rostocker Mühlendammschleuse.

    Heute mal etwas anderes.
    Aus unserer damaligen Petition erreichen wir über die Plattform openpetition immer noch fast 5000 Unterzeichner.
    Und an alle diese möchte ich appelieren mitzuhelfen, auch ein anderes historisches, geschichtlich und baugeschichtlich bedeutendes Objekt in Rostock in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt (kurz KTV) zu erhalten. Es geht um die ehemalige 1916 erreichtete Landeskrüppelanstalt "Elisabethheim" in der Ulmenstr. 45. Bis 2004 war dort die Orthopädische Klinik der Universität untergebracht. Zu diesem Gebäude gehört auch eine wunderschöne kleine Parkanlage. Der Besitzer, das Studentenwerk in Rostock will das Gebäude abreißen und auf dem Gelände eine Mensa und ein Studentenwohnheim errichten. Wir als Mühlendammschleuse e.V. unterstützen die sich gebildete Bürgerinitiative zum Erhalt des Ensembles aus Gebäude und Park, da es für die KTV einmalig ist und nicht nur städtbaulich sondern auch in Bezug auf die Vernichtung einer weiteren günen Lunge in diesem sonst kahlen Stadtviertel nicht akzeptabel ist.
    Es kann nicht angehen, dass in Rostock die Geschichte so mit Füßen getreten wird und alles der Abrissbirne oder besser dem Kapital geopfert wird.
    Denn es ist nach unserer Meinung sehr gut möglich, die Pläne einer Mensa und eines Wohnheims mit diesem Gebäude umzusetzen (wenn man denn wil!).
    Wir bitten sie deshalb dringlich, die Petition gegen den Abriss mit Ihrer Unterschrift zu unterstützen.
    Auf der Webseite der Petition erhalten Sie noch viele Informationen zum Gebäude.

    Vielen Dank und herzliche Grüße
    Detlef Krause

    hier geht`s zur Petition:
    www.openpetition.de/petition/online/den-abriss-des-ehemaligen-elisabeth-heims-in-der-ktv-verhindern
    oder diesen Kurzlink in den Browser einfügen: openpetition.de/!elisabethheim

  • Das war das Fazit des Besuches des Petitionsausschusses am 9. Mai 2017 an der Rostocker Mühlendammschleuse.

    Nachzulesen in der offiziellen Pressemitteilung dews Deutschen Bundestages anbei.

    Das macht Hoffnung.

    Begleitet war der Besuch von zahlreichen Vertetern der Ministerien aus Schwerin und Berlin sowie natürlich der Presse. Artikel aus der örtlichen Presse OZ und NNN stehen auf unserer Homepage.

    Und wer alles wissen will, hier Links zu weiteren Artikeln und Videos im Netz.

    Ein Artikel von Rostock-heute:
    www.rostock-heute.de/muehlendammschleuse-petitionsausschuss-machbarkeitsstudie/93050

    Ein Artikel im Neuen Deutschland:
    www.neues-deutschland.de/artikel/1050583.neue-hoffnung-fuer-rostocks-muehlendammschleuse.html

    Videos:
    TV-Rostock (2 Beiträge im „Vorspann“ und in „Nachgefragt“:
    www.tvrostock.de/index.php/video/9687/nachrichten-09-05-2017/#

    MV1 vom 12. Mai 2017
    www.mv1.tv/mediathek/3549/Machbarkeitsstudie_zum_Erhalt_der_Muehlendammschleuse.html

    MV1 vom 16. Mai 2017
    www.mv1.tv/mediathek/3571/Schleusenverein_lud_zur_Kutter_Ausfahrt.html

    Bleibt als Resümee nur die Hoffnung, dass die nach 14 Monaten nun endlich beauftragte "Machbarkeitsstudie", die wohl in 6 Monaten fertig sein soll, auch die Notwendigkeit und Machbarkeit der Schleuse belegt.

    Wir bleiben dran.

    Vielen Dank.

  • Liebe Unterstützer unserer Petition zum Erhalt der Rostocker Mühlendammschleuse,
    nach langer Zeit mal wieder einige Informationen und ein Aufruf.

    Es ist doch so einiges geschehen, was nicht immer an die Öffentlichkeit gegeben wurde und ich will Euch/Sie ja nicht ständig mit Informationen zuschütten.

    Trotzdem geht alles nur im Schneckentempo seinen "behördlichen Gang".

    Aktueller Stand ist, dass die vor über einem Jahr (!) beschlossenen Machbarkeitsstudie zur touristischen Notwendigkeit und wirtschaftlichen Machbarkeit der Mühlendammschleuse jetzt beauftragt werden soll. Die Gelder dafür stehen bereit. Also geht es in die nächste Runde.

    Und es wird auch in diesem Jahr zum, Tag des offenen Denkmals am 10.09.2917 ein Schleusenfest geben, zu dem uns im vergangenen Jahr weit über 1000 Teilnehmer besucht haben. Also schon mal den Termin notieren.

    In der vergangenen Woche hat der private Rostocker Fernsehsender MV1 in seiner Serie „Goldhofers Zeitreise“ einen kurzen 15-minütigen Film über den „Rostocker Mühlendamm“ und damit natürlich vor allem über die Mühlendammschleuse fertig gestellt. Der Film stellt in eindrucksvoller Weise die gesamte Historie dar und bringt auch in einem Interview das Neueste.
    Hier der Link zum Film, den ich wirklich sehr empfehlen kann:

    www.mv1.tv/mediathek/3485/Der_Rostocker_Muehlendamm.html

    Hier jetzt der Aufruf - unsere große Bitte:
    Wir haben es mit großer Unterstützung geschafft, dass der Petitionsausschuss des Bundestages am 9. Mai 2017 einen Ortstermin in Rostock an der Mühlendammschleuse durchführen wird. Sowas kommt nicht oft vor. Der Ortstermin (unter Beteiligung der Presse und der Öffentlichkeit) wird von 11.00 – 11.45 Uhr an der Schleuse sein. Um 12.00 Uhr findet dann im Rathaus eine öffentliche Pressekonferenz statt.

    Ich möchte alle unsere Unterstützer aufrufen, sich am 9. Mai 2017 um 11.00 Uhr an der Schleuse einzufinden um zu demonstrieren, wie stark das Interesse der Bürger ist, diese Schleuse zu erhalten. Wer will, kann auch eigene Plakate oder dergleichen zur Schleusenrettung mitbringen oder sich auch mit einem Boot vor Ort für die Wiedereröffnung der Schleuse stark machen. Wir vom Verein halten diesen Termin für außerordentlich wichtig und hoffen deshalb auf eine zahlreiche Beteiligung (auch wenn der Termin für Berufstätige sehr ungünstig ist). Wer möchte, kann dann auch gern zur Pressekonferenz kommen.

    Vielen Dank und herzliche Grüße
    Mühlendammschleuse e.V.
    Detlef Krause

Pro

Die Mühlendammschleuse ist nicht nur ein unverwechselbares Zeugnis der Stadtgeschichte, sondern auch eine unverzichtbare Funktion im Lebensraum der Stadt und der Region Rostock.Sind Sportboote keine gleichberechtigten Teilnehmer am Verkehr auf den Flüssen?Die Landesregierung kann doch Rostock nicht Stück für Stück demontieren.Beispiele gibt es zur Genüge.Gibt es wirklich keine kostengünstigere Lösung für den Erhalt der Schleuse? Sie gehört zu Rostocks Erbe und ist wichtig für die Zukunft! Henning Schleiff

Contra

Die kalkulierten Sanierungskosten inkl. Automaisierung lagen 2009 laut WSA bei ca. 2,43 Millionen heute vielleicht bei 2,5 Mill.€ - diese Summe garantiert schon eine weitere 35-jährige Nutzung. Eine Vollsanierung von 4-6 Mill. ist derzeit überhaupt nicht notwendig. Weitere Gelder können beim Bund angefordert werden - die Voraussetzungen sind da. M. Vater