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Bild zur Petition mit dem Thema: Rostock: Die Schleuse am Mühlendamm darf nicht zugeschüttet werden! Rostock: Die Schleuse am Mühlendamm darf nicht zugeschüttet werden!
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: OB und Stadtverwaltung Rostock, Infrastrukturministerium ...
  • Region: Rostock mehr
    Kategorie: Kultur mehr
  • Status: Der Petition wurde teilweise entsprochen
    Sprache: Deutsch
  • Teilerfolg
  • 10.722 Unterstützende
    7.777 in Rostock
    Quorum für Rostock (2.300) erreicht.

Rostock: Die Schleuse am Mühlendamm darf nicht zugeschüttet werden!

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Nach dem Willen des OB und der Verwaltung der Stadt Rostock, des Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung in Schwerin und des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund soll die 1887 errichtete Schleuse zwischen Ober- und Unterwarnow kurzfristig mit Sand zugeschüttet werden - wegen angeblicher Sanierungskosten in Millionenhöhe. Mehr Informationen dazu im Artikel der Ostseezeitung vom 8.5.2015 unter: rostocker-kanu-club.de/wp-content/uploads/2015/05/2015-05-08-OZ-Schleuse.pdf Und das, obwohl erst vor rd. einem halben Jahr die neue Mühlendammbrücke für den Strassenverkehr freigegeben wurde, ein Projekt, das nach ebenfalls jahrenlangen Streit zwischen den örtlichen und den Landesbehörden fertig gestellt wurde - und zwar so, das die Schleuse darunter auch für größere Schiffe befahrbar wäre - wenn sie denn in Betrieb wäre. Für die Kanuten und Paddler soll dafür ein "Ersatz" in Form einer Slipanlage geschaffen werden, was aber nur die halbe Wahrheit ist und kein echter Ersatz sein kann. Werden doch alle größeren Boote über 300 kg damit gehindert, diese Warnow vollständig zu befahren. Und dass diese Maßnahme "reversibel" ist, mag man kaum glauben, ist die Schleuse ersteinmal zugeschüttet, rückt ein "Wiederausbaggern" und eine Instandsetzung wohl in eine unübersehbare ferne Zukunft.

Begründung:

Die Schleuse gehört historisch zu Rostock wie der Wasserturm in der Blücherstrasse (der ebenfalls in einem maroden Zustand ist und für dessen Sanierung auch kein Geld da ist) oder wie das Ständehaus in der Stadtmitte (das natürlich repräsentativer ist wie eine Schleuse). Beide Gebäude sind übrigens jünger wie die Schleuse am Mühlendamm. Über viele Jahrzehnte war die Warnow mit ihrer Schleuse wichtige Handelstrasse für die Frachtschifffahrt in Rostock und den angrenzenden Orten für solche Güter wie Zuckerrüben, Ziegelsteine, Torf, Kohle u.a.. Es war sogar geplant, von der Warnow aus über den Bützow-Güstrow-Kanal unter Einbeziehung des Krakower und des Plauer Sees über die Elde und die Havel eine Binnenwasserstrasse von Rostock nach Berlin zu realisieren. Aber auch damals gab manchmal den bekannten Unterschied zwischen Wunsch und Realität..
Die Schleuse am Mühlendamm war die letzten Jahrzehnten das Durchgangstor für unzählige Touristen und Einheimische, die auf der Unter- oder der Oberwarnow ihre Erholung oder ihre sportliche Betätigung suchten und fanden. Die Älteren erinnern sich bestimmt noch an die Wochenend-Ausflugsfahrten mit der MS "Nixe" zu "Brandts Kaffeegarten" nach Kessin. Und heute spielt der Tourismus eine noch größere Rolle als damals, vor allem als Wirtschaftsfaktor für die Region Rostock, die nicht gerade mit einer kapitalkräftigen Industrie gesegnet ist. Zeigen doch allein die hohen Mitgliederzahlen des Rostocker Kanuklubs u.a. Wassersportvereine wie beliebt die Warnow ist, und dazu gehört sie nun einmal als Ganzes!
Diese technische Errungenschaft des 19. Jahrhunderts und damit einen Teil der Geschichte Rostocks an dieser Stelle einfach "zuzuschütten" und die Warnow quasi "durchzuschneiden" ist ein Frevel, den es zu verhindern gilt. Deshalb bitten wir um Unterstützung aller Rostocker, Ihrer Gäste und aller Freunde der Warnow und des Wassersports. Helft uns, die Warnow mittels der Schleuse auch für unsere nachfolgenden Generationen schiffbar zu halten. Wir sollten die Schleuse als das sehen, was sie für Rostock und seine Umgebung darstellt, ein technisches Denkmal mit Zukunftschance. Dieses gilt es zu erhalten und damit sollten alle Kosten, Pro und Contras noch einmal offen auf dem Prüfstand. Wollen wir die Schleuse retten, so seien Sie/seit alle dabei und lasst uns alles hilfreiche bündeln und einen bessere Lösung finden. Unser Ziel sollte es sein, auch in der Zukunft der gesamten Warnow die Bedeutung zukommen zu lassen, welche Sie schon immer hatte - eine der wichtigsten Lebensadern für Rostock und die angrenzenden Gemeinden!

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Groß Belitz, 02.07.2015 (aktiv bis 01.01.2016)


Neuigkeiten

Liebe Freunde der Rostocker Mühlendammschleuse. Heute mal etwas anderes. Aus unserer damaligen Petition erreichen wir über die Plattform openpetition immer noch fast 5000 Unterzeichner. Und an alle diese möchte ich appelieren mitzuhelfen, auch ein anderes ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Die Mühlendammschleuse ist nicht nur ein unverwechselbares Zeugnis der Stadtgeschichte, sondern auch eine unverzichtbare Funktion im Lebensraum der Stadt und der Region Rostock.Sind Sportboote keine gleichberechtigten Teilnehmer am Verkehr auf den Flüssen?Die ...

PRO: Die Uferkonzeption soll ja die Warnow auch für Radler, Spaziergängen, ... eben touristisch erschließen. Da passt es doch, wenn auf dem Wasser auch was passiert und Fördermittel auch für die Schleuse mitgenutzt werden könnten?

CONTRA: Die kalkulierten Sanierungskosten inkl. Automaisierung lagen 2009 laut WSA bei ca. 2,43 Millionen heute vielleicht bei 2,5 Mill.€ - diese Summe garantiert schon eine weitere 35-jährige Nutzung. Eine Vollsanierung von 4-6 Mill. ist derzeit überhaupt nicht ...

CONTRA: Ist es nicht so, dass die Schleuse bisher ausschließlich durch die umliegenden Bootshäuser genutzt wurde? Das muss nicht schlimm sein, sollte aber bei einer Invesittion berücksichtigt werden

>>> Zur Debatte



Antworten vom Parlament

Petitionsverlauf


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