Bremen, 17. Mai 2013

Petition zum Lärmschutz Borgfelder Landstraße

Auf Grund der Ergebnisse der aktuellen Lärmkartierung von 2012 für das Stadtgebiet Bremen fordern wir den Senator für Umwelt, Bau und Verkehr auf, die Kleinpflaster-Strecken der Borgfelder Landstraße vor und hinter der kleinen Wümme-Brücke asphaltieren zu lassen.

Begründung:

•Die aktuelle Lärmkartierung hat für diesen Bereich Lärmwerte ergeben, die über der Auslösegrenze von 65dB(A) tags und 55dB(A) nachts liegen, und hat damit die gemeinsam vom Beirat und Anwohnern seit Jahren vorgetragene Lärmbelastung in gesundheitsschädlicher Höhe bestätigt.

•Die in der aktuellen Lärmkartierung vom Verkehrsmodell errechneten Verkehrsdaten in Höhe von 3608 Kfz/Tag sind noch weiter nach oben zu korrigieren. Eine Verkehrsmengenmessung vom Juli 2012 hatte Werte von 4500 Kfz/Tag ergeben. Ein 2004 vom Verkehrsressort in Auftrag gegebenes Gutachten hatte bereits damals Werte von 5400 Kfz/Tag festgestellt. Daher ist ein Zusammenhang mit Veränderungen der Verkehrsmenge durch den Bau der Linie 4 nicht gegeben und eine Verbesserung der Lärmsituation nach Ende der Bauarbeiten der Linie 4 somit nicht zu erwarten.

•Die Lärmkartierung geht von einer Maximalgeschwindigkeit der Kfz von 30km/h aus. Geschwindigkeitsmessungen in der Vergangenheit haben jedoch deutlich gezeigt, dass die meisten Kfz in diesem Bereich, vor allem wegen der vermeintlichen Ortsausgangssituation, deutlich schneller gefahren werden. Ebenso ist das Niveau des Kleinpflasters, bedingt durch sein Alter, in der Höhe so unregelmäßig, dass diese Strecke sehr uneben ist. Beides verursacht in der Realität noch deutlich höhere Lärmwerte als die in der Kartierung ge¬rech¬neten Werte darstellen. Der Kleinpflasterteil der Borgfelder Landstraße hätte daher bereits beim Lärmaktionsplan aus 2009 berücksichtigt werden können, da bereits die damaligen Gegebenheiten (Verkehrsmenge, Geschwindigkeit und Fahrbahnbeschaffenheit) Lärmwerte von über 70dB(A) am Tag und mehr als 60 dB(A) in der Nacht verursacht haben.

•Aufgrund der besonders hohen Lärmbelastung und fehlender effektiver Alternativen, die dort lebenden Bremer Bürger (Anzahl Betroffene >40) vor dem täglichen vom Durchgangs- bzw. Pendlerverkehr (>50% laut Gutachten 2004) verursachten Lärm zu schützen, bitten wir den Senator für Umwelt, Bau und Verkehr eine Asphaltierung bereits im vorläufigen Lärmaktionsplan mit hoher Priorität zu berücksichtigen.

Tom Becker, Rolf Grede

Vielen Dank für Ihre Unterstützung
  • Auszug aus dem Bericht des Petitionsausschusses (Stadt) Nr. 27 vom 14. Mai 2014

    Der Ausschuss bittet, folgende Eingaben für erledigt zu erklären:

    Eingabe Nr.: S 18/189

    Gegenstand:
    Asphaltierung eines Teils der Borgfelder Landstraße

    Begründung:
    Der Petent regt an, aus Lärmschutzgründen die Kleinpflasterstrecken der Borgfelder Landstraße vor und
    hinter der kleinen W ümme -Brücke zu asphaltierten. Er trägt vor, die errechneten Verkehrsdaten seien nach
    oben zu korrigieren. Eine Verkehrsmengenmessung habe erheblich höhere Werte ergeben. Außerdem
    werde die zulässige Geschwindigkeit im hier interessierenden Bereich nicht eingehalten. Die Petition wird
    von neun Mitzeichnerinnen und Mitzeichnern unterstützt.

    Der Petitionsausschuss hat zu dem Vorbringen des Petenten Stellungnahmen des Senators für Umwelt, Bau
    und Verkehr eingeholt. Außerdem hatte der Petent die Möglichkeit, sein Anliegen im Rahmen der
    öffentlichen Beratung mündlich zu erläutern. Unter Berücksichtigung dessen stellt sich das Ergebnis der
    parlamentarischen Überprüfung zusammengefasst wie folgt dar:

    Mittlerweile hat die Deputation für Umwelt, Bau, Verkehr, Stadtentwicklung und Energie d ie Verwendung von
    Haushaltsmitteln für die Asphaltierung der Borgfelder Landstraße beschlossen. Die Ausschreibungen
    werden vorbereitet. Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr hat mitgeteilt, eine Umsetzung werde
    frühestens in der zweiten Jahreshälfte mögl ich sein. Der genaue Realisierungszeitpunkt hängt davon ab, wie
    die Maßnahme im Rahmen des Baustellenmanagements eingeplant werden kann, damit sie mit anderen
    Maßnahmen im Umfeld im Einklang steht.

    Da erfahrungsgemäß auf asphaltierten Straßen schneller gefahren wird, als auf gepflasterten Straßen, geht
    der Petitionsausschuss davon aus, dass Petenten und Beirat die Möglichkeit erhalten, sich aktiv in die
    Gestaltung des Straßenraums einzubringen, wenn die Asphaltierung erfolgt.

    Begründung (PDF)

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.