Wiederaufstellung der Gebotsschilder „Fuß- und Radweg“ auf dem Deich an der Lesumbroker Landstraße und Winterdienst für eben diesem Weg

Sehr geehrte Damen und Herrn des Petitionsausschusses,

der Weg auf dem Deich an der Lesumbroker Landstrasse wird seit jeher als Rad- und Fußweg genutzt und wurde bis vor einigen Jahren auch durch den Winterdienst betreut.

Jetzt hat man im vergangenen Jahr das Schild Nr. 2 (Verkehrszeichen 240): „gemeinsamer Geh- und Radweg“ demontiert und der Deichverband vom rechten Weserufer teilt mit, dass es sich um einen Deichverteidigungsweg handelt, dessen Nutzung auf eigene Gefahr erfolge und der Herr Florian Boehlke, seines Zeichens Ortsamtsleiter des Ortsamtes Burglesum teilt mit, dass man dort keine Möglichkeit der Abhilfe sehe.

Somit können die Fußgänger und Radfahrer, wenn sie auf einer geräumten und somit gesicherten Verkehrsfläche verkehren wollen, nur die Strasse (ohne Rad und Fußweg) nutzen. Dies ist gefährlich und aus sicherheitstechnischen Gründen gerade in den Win-termonaten unzumutbar.

Das Gebotsschild Nr. 2 (Verkehrszeichen 240): „gemeinsamer Geh- und Radweg“ kann auch nach der neuen STVO durchaus noch aufgestellt werden und die Gemeinde sollte sich nicht aus der Verantwortung in Sachen Räumpflicht ziehen. Gerade in solchen Fällen wie der Lesumbroker Landstrasse ist eine Trennung von Autoverkehr und Rad- und Fußverkehr geboten. Aus sicherheitstechnischen Gründen wird Ihnen das wohl auch jeder Verkehrsexperte bestätigen. Es geht hierbei nicht um politischen Willen sondern nur um Sicherheit.

Ich bitte darum, den Rad- und Fußweg auf dem Deich wieder zu eben diesem zu erklären und damit dann auch folgerichtig im Bedarfsfall zu räumen. Eine stillschweigende Duldung und somit Nutzung auf eigene Gefahr ist unzumutbar. Der Weg auf dem Lesumbroker Deich ist nicht einfach umzudeuten sondern so zu behandeln wie er auch genutzt wird. Stillschweigende Duldung ist schlichtweg eine Ausrede für kostengünstiges aber sicher-heitstechnisch bedenkliches nicht handeln.

Mit freundlichem Gruß

gez. R. Schmiedeskamp

Vielen Dank für Ihre Unterstützung
  • Auszug aus dem Bericht des Petitionsausschusses Nr. 37 vom 17. April 2015

    Der Ausschuss bittet, folgende Eingaben für erledigt zu erklären, weil die Stadtbürgerschaft keine
    Möglichkeit sieht, den Eingaben zu entsprechen:

    Eingabe Nr.: S 18/238

    Gegenstand:
    Ausweisung als Fuß - und Radweg sowie Winterdienst

    Begründung:
    Der Petent setzt sich dafür ein, dass der Deichweg entlang der Lesumbroker Landstraße als Fuß - und
    Radweg ausgewiesen wird und dort ein Winterdienst erfolgt. Es handle sich um eine Strecke von insgesamt
    ca. sieben Kilometern. Angesichts des kurvigen Straßenverlaufs sei es für Fußgänger und Radfahrer
    schwierig, die Straße zu benutzen. Dies gelte insbesondere, wenn landwirtschaftliche Fahrzeuge dort fahren.
    Die Petition wird von 46 Mitzeichnerinnen und Mitzeichnern unterstützt.

    Der Petitionsausschuss hat zu dem Vorbringen des Petenten eine Stellungnahme des Senators für Umwelt,
    Bau und Verkehr eingeholt. Außerdem hat er eine Ortsbesichtigung durchgeführt. Auf die öffentliche
    Beratung der Petition hat der Ausschuss verzichtet, weil die Argumente bereits im Rahmen der
    Ortsbesichtigung ausgetauscht wurden und er sich in der Vergangenheit bereits zweimal mit Petitionen zur
    Verkehrssituation in der Lesumbroker Landstraße beschäftigt hat. Unter Berücksichtigung dessen stellt sich
    das Ergebnis der parlamentarischen Prüfung zusammengefasst wie folgt dar:

    In der Vergangenheit war der Deichweg als Fuß - und Radweg beschildert, ein W interdienst wurde durch den
    Deichverband durchgeführt. Nachdem der Deichverband Regressansprüchen ausgesetzt war, wurden die
    Schilder entfernt. Der Deichweg ist nicht dem öffentlichen Verkehr als Fuß - und Radweg gewidmet. Es
    handelt sich um einen reinen Deichverteidigungsweg. Seine Benutzung erfolgt auf eigene Gefahr. Ein
    Winterdienst wird auf derartigen W egen generell nicht durchgeführt.

    Nach Auskunft des Amtes für Straßen und Verkehr kommt eine W idmung auch nicht in Betracht, weil der
    Weg zu schmal ist. Er verfügt durchgängig nur über eine Breite von höchstens zwei Metern. Demgegenüber
    muss ein beidseitig zu befahrender Geh- und Radweg eine Mindestbreite von vier Metern aufweisen, da
    angesichts der direkt angrenzenden Böschungen auch keine Sicherheitstrennstreifen als Ausweichfläche im
    Notfall vorhanden sind.

    Um die Sicherheit von Radfahrern auf der Lesumbroker Landstraße zu gewährleisten, hat sich der
    Petitionsausschuss bereits in der Vergangenheit für eine bessere Beschilderung der gesamten Strecke
    ausgesprochen und angeregt, auf der Straße Piktogramme aufzubringen.

    Begründung (PDF)

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.