Sehr geehrte Damen und Herren der Bremischen Bürgerschaft,

am 09.03.2015 wurde auf einer Bürgerversammlung den Arberger Einwohnern durch den Ortsamtsleiter Ullrich Höft mitgeteilt, daß die Kapazität des Flüchtlingsübergangswohnheims an der Arberger Heerstrasse von derzeit 120 auf 240 Personen gesteigert werden soll.

Nach Aussage der kommunalen Politik müßten dafür neben der bereits bestehenden Anlage zusätzliche Modulbauten eingerichtet werden (Anmerkung : die existierenden Modulbauten wurden mit einer Sonderbaugenehmigung für die Dauer von 5 Jahren genehmigt ).

Auf oben erwähnter Bürgerversammlung stellte Herr Höfft einen vorläufigen Entwurf der Erweiterungsplanung vor. Danach soll aus lärmschutztechnischen Gründen die Erweiterung der Modulbautenanlage parallel zur Arberger Heerstrasse Richtung Bushaltestelle Süntelstrasse erfolgen.

Dieses Vorhaben ist meiner Meinung nach aus folgenden zwei Gründen nicht nachvollziehbar :

  1. Der Charakter des landschaftlichen Gesamtbildes des Stadtteils an der Allee Arberger Heerstrasse würde durch die Umsetzung der Planung stark beeinträchtigt.

  2. Die geplante Bebauung parallel in unmittelbarer Nähe zur Arberger Heerstrasse steht im Wiederspruch zur Lärmschutzverordnung der Stadtgemeinde Bremen. Denn aufgrund dieser Verordnung wurden beispielsweise eine 4m hohe Lärmschutzwand an der BAB A1 in der 90er Jahren installiert und gleichzeitig die Höchstgeschwindigkeit an dieser Stelle reduziert.

Ich fordere aus diesen Gründen eine Bebauung ( in die Tiefe des Raumes ) hinter der bestehenden Anlage Richtung Arberger Deich und die Erstellung eines neuen differenzierten Planfeststellungsverfahrens mit subtilen landschaftspflegerischem Begleitplan zur Erhaltung des historischen ländlichen Gesamtbildes inklusive des bestehenden Baumbestandes (Alleencharakter )

Hochachtungsvoll

Dr. Carsten Wrede

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

Neuigkeiten

  • Auszug aus dem Bericht des Petitionsausschusses (Stadt) Nr. 2 vom 9. Oktober 2015

    Der Ausschuss bittet mehrheitlich mit den Stimmen der Mitglieder der Fraktionen der SPD, Bündnis
    90/Die Grünen, Die Linke und der FDP sowie gegen di e Stimmen der Mitglieder der Fraktion der CDU,
    folgende Eingabe für erledigt zu erklären, weil die Stadtbürgersch aft keine Möglichkeit sieht, der
    Eingabe zu entsprechen:

    Eingabe Nr.: S 18/387

    Gegenstand:
    Erweiterung des Übergangswohnheims in Arbergen

    Begründung:
    Der Petent wendet sich gegen die Art und Weise der Umsetzung der Erweiterung des Übergangswohnheims
    in der Arberger Heerstraße von 120 auf 240 vorläufige Unterbringungsplätze für Flüchtlinge. Die Erweiterung
    würde das landschaftliche Gesamtbild stark beeinträchtigen und zudem mit den Vorgaben der
    Lärmschutzverordnung kollidieren. Daher sei die Bebauung nicht wie vorges ehen parallel zur Arberger
    Heerstraße, sondern vielmehr in hinter der bereits bestehenden Anlage in Richtung Arberger Deich
    vorzunehmen. Erforderlich seien ein Planfeststellungsverfahren mit landschaftspflegerischem Begleitplan zur
    Erhaltung des landschaft lichen Gesamtbildes und des bestehenden Baumbestandes.

    Der Petitionsausschuss hat zum Vorbringen des Petenten eine Stellungnahme des Senators für Umwelt,
    Bau und Verkehr eingeholt. Außerdem hat er eine Ortsbesichtigung durchgeführt. Unter Berücksichtigung
    dessen stellt sich das Ergebnis der parlamentarischen Prüfung zusammengefasst wie folgt dar:

    Mittlerweile ist mit dem Bau der Erweiterung begonnen worden. Die für den Bau erforderliche
    Baugenehmigung begegnet aus Sicht des Petitionsausschusses keinen rechtlichen Bedenken. Deshalb
    kann er das Anliegen des Petenten nicht unterstützen.

    Nicht nachvollziehbar ist für den Petitionsausschuss die Forderung des Petenten, nach einem
    Planfeststellungsverfahren für die Erweiterung des Flüchtlingsheims. Auch im Rahm en des
    Baugenehmigungsverfahrens werden die Belange des Landschaftsschutzes berücksichtigt.

    Die Erweiterungsfläche rückt etwas von den Bäumen ab, um den Alleecharakter der Arberger Heerstraße zu
    erhalten. Bäume werden für das Vorhaben nicht gefällt. Damit bleibt der vorhandene Alleecharakter
    dauerhaft erhalten. Die temporäre Errichtung und Erweiterung des Übergangswohnheims wird zwar
    zwischenzeitlich zu einer Veränderung des Landschaftsbildes führen. Eine starke und dauerhafte
    Beeinträchtigung des landschaftlichen Gesamtbildes des Stadtteils an der Arberger Heerstraße kann der
    Petitionsausschuss jedoch nicht erkennen. Die Erweiterung des Übergangswohnheims entlang der Straße
    erscheint dem Petitionsausschuss unter Berücksichtigung der bereits vorhandenen Anl age planerisch
    logisch.

    Nach Auffassung des Petitionsausschusses kommt es zu keiner übermäßigen Lärmbeeinträchtigung der
    Bewohner des Übergangswohnheimes, weil sich entlang der Autobahn eine Lärmschutzwand befindet und
    sich der Schall darüber hinweg ausbr eitet. Der von dem Petenten gewünschte Standort der Erweiterung des
    Wohnheims wurde von dem Beirat abgelehnt, weil sich dort die Sporterweiterungsfläche für die
    Bezirkssportanlage befindet.

    Begründung (PDF)

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.