Region: Essen
Construction

Schützen Sie die historische Eyhof-Siedlung in Essen-Stadtwald vor einem Teilabriss!

Petition is directed to
Oberbürgermeister Thomas Kufen, Rat der Stadt Essen, Beigeordnerter Martin Harter
2.085 Supporters
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  1. Launched January 2021
  2. Time remaining > 9 Wochen
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Die GE-WO Osterfelder Wohnungsgenossenschaft eG plant den Abriss von sechs Häusern (Angerstraße 17-29) unmittelbar links des abgebildeten markanten Torbogens, das Symbol der 100-jährigen Eyhof-Siedlung in Essen-Stadtwald. Damit würde ein wesentlicher Teil der prägnanten Siedlungs-Symmetrie zerstört werden.

An deren Stelle plant die GE-WO einen gegenüber den Siedlungsbauten völlig stilwidrigen Neubaukomplex. Dieser soll zu einer maximalen, lückenlosen Verdichtung der Bebauung mit erheblicher Vergrößerung der Baukörper in Breite, Länge und Höhe gegenüber den bisherigen für die Siedlung typischen Bauten führen. Grünflächen und Luftzufuhrräume würden vernichtet, von dem destruktiven Eingriff in eine bauhistorisch und stadtgeschichtlich bedeutsame Siedlung Essens ganz abgesehen.

Deswegen fordern wir:

Der Rat der Stadt Essen möge beschließen, die Eyhof-Siedlung gemäß §172 BauGB unter Erhaltungsschutz zu stellen.

Dies hatte die Bezirksvertretung II bereits am 27. August 2020 mehrheitlich beschlossen, um den Abriss eines wesentlichen Teils der Siedlung zu verhindern. Zitat:

„Die Bezirksvertretung II spricht sich für den Erhalt der Eyhofsiedlung aus und bittet die im Rat der Stadt Essen vertretenen Fraktionen mehrheitlich für die Eyhofsiedlung eine Erhaltungssatzung zu erlassen.“

Reason

Der von dem Architekten Josef Rings geplanten und von 1920-1924 gebauten Siedlung kommt ein besonderer Platz in der Geschichte des Siedlungsbaus zu. Sie nimmt im Sinne der Gartenstadtidee eine interessante Position ein zwischen der Gartenstadt im Heimatstil, etwa der Margarethenhöhe, und einer Siedlung im Stil der Moderne, beispielsweise der unter Denkmalschutz stehenden Spinnstuhl-Siedlung in Gelsenkirchen-Hassel. Letztere wurde ebenfalls von Josef Rings geplant und gebaut.

Die Eyhof-Siedlung wird in vielen zeitgenössischen Architekturzeitschriften und -büchern lobend erwähnt und als Mustersiedlung vorgestellt, als Wegbereiterin des ˈNeuen Bauensˈ der 1920er Jahre. Denkmalschutz wurde bisher wegen baulicher Veränderungen an den einzelnen Häusern zur Anpassung an heutige Normen nicht erteilt.

Das sozialpolitische Anliegen des Architekten war es, durch die entsprechend unterschiedlichen Haustypen dieser Siedlung verschiedene Einkommensschichten zusammenzuführen.

Durch die o.g. Neubaupläne würde diese in der Architektur sich spiegelnde soziale Bedeutung einer Gentrifizierung zum Opfer fallen, mit verheerenden konkreten Folgen: Alt eingesessene Bewohner*Innen würden aus ihrem heimatlichen Quartier vertrieben, weil sie die zu erwartenden, hohen Mieten in den Neubauten nicht mehr bezahlen könnten.

Seitens der GE-WO wird ein Sanierungsdefizit bei den Häusern als Abriss-Argument in sachlich unzutreffender Weise überbetont und der Erhaltungswert aus ökonomischen Gründen kleingeredet. Zudem wäre der Abriss von tatsächlich gut sanierungsfähigen Wohnungen, in denen sich auch jetzt die Bewohner*Innen sehr wohl fühlen, und der anschließende Neubau eine Energie- und Ressourcenverschwendung von besonderem Ausmaß. Dies würde den in unserer Zeit viel beschworenen Nachhaltigkeitsidealen zuwiderlaufen.

Für die geplanten Neubauten ist, wie gesagt, eine erhebliche Vergrößerung des Bauvolumens vorgesehen. Dadurch kommt es zu einer klimaschädlichen Bebauungsverdichtung und zu einer vermehrten Bodenversiegelung.

Weitere Informationen zur Eyhof-Siedlung in Essen-Stadtwald und der aktuellen Situation lesen Sie bitte unter den folgenden Adressen:

- Information zur Problematik des Abrisses, insbesondere für die Bewohner*Innen dieser Häuser, sowie zum vermeintlichen Sanierungsbedarf unter WWW.GEWOGENOSSEN.DE

- Eine Präsentation zur Siedlung und zum Architekten unter WWW.EYHOF-SIEDLUNG.DE

- Wissenschaftlicher Artikel über Architekt und Siedlung: Renate Kastorff-Viehmann: Wollen und Können. In: J. Reulecke, H.W. Hoffacker, R. Kastorff-Viehmann, K. Selle, D. Goldmann: Wohnen und Markt. Gemeinnützigkeit wieder modern. Nobel Verlag Essen, 1994. S 91-119.

 Mit der Unterzeichnung dieser Petition unterstützen Sie unsere Initiative für den Erhalt von sozial gerechtem Wohnen, für nachhaltiges Sanieren, für die Klimaresilienz unserer Stadt und den Erhalt einer historisch bedeutenden Siedlung.

Den Beschlusses der Bezirksvertretung II finden Sie unter folgenden Adresse : https://ris.essen.de/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZVqGjBANa478_wkj-YhxqT6J5ebd8syBLSRnHUf2kWEY/Beschlusstext_1035-2020-SPD_-oeffentlich-_Bezirksvertretung_fuer_den_Stadtbezirk_II_27.08.2020.pdf

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News

  • Liebe Unterschreiber*innen der Petition zum Erhalt der Eyhof-Siedlung,
    dankenswerter Weise haben Sie sich durch Ihre Unterzeichnung der Petition für den Erhalt der Eyhof-Siedlung in Essen-Stadtwald eingesetzt. Ob unsere Petition und damit auch Ihr Engagement erfolgreich sein wird, ist zur Zeit noch nicht entschieden. Zwar scheint die Stadt einerseits weiterhin geneigt zu sein, dem Anliegen des Investors zu entsprechen und ihm Abriss und Neubau zu gestatten. Andererseits aber will sie jetzt eine Online-Befragung der Interessierten durchführen, in der sie wohl über die rechtlichen Voraussetzungen und Folgen einer Unterschutzstellung der Siedlung im Sinne der Erhaltungssatzung nach §172 BauGB informieren will. Welche weiteren Absichten die Stadt... further

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Why people sign

8 days ago

Ich finde es überaus entsetzlich, unerträglich sowie empörend, dass wir uns in Deutschland seit etwa 25 Jahren in einer Art blödsinnigen Retro-Wiederholungschleife jener dummdreisten Abrisswut der 50er - 70er Jahre befinden, bei der, genauso wie damals vor 70 bis 45 Jahren, wiederum etliche wunderschöne Altbauten vernichtet werden, statt die visuelle Umweltverschmutzung der zeitgenössischen ultra-potthässlichen Flachdachklotzbunker von Wegwerfarchitektur des Investoren-Amortisationsschrotts der letzten 25 Jahre, als antizivilisatorischen Sondermüll entweder zu verhindern oder restlos durch rigorose Abrisse zu beseitigen, was in Wahrheit viel sinnvoller und nützlicher für das Allgemeinwohl wäre.

on 04 Jan 2022

Wertvolle historische Bauten und Denkmäler werden viel zu oft wirtschaftlichen Zwecken geopfert. Gerade im Ruhrgebiet sollte möglichst viel noch erhaltene Bausubstanz gerettet werden um die kulturelle Tradition und Geschichte erfahrbar zu erhalten.

on 09 Dec 2021

Historische Gebäude und Gebäudeensemble wie explizit diese Siedlung gibt es in Essen jetzt schon viel zu wenig. Sie sollten mit allen Mitteln geschützt und erhalten werden.

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