Region: Hesse
Health

Schützt die Erzieher*innen vor Corona!

Petition is directed to
Hessischen Landtag
589 Supporters 497 in Hesse
3% from 15.000 for quorum
  1. Launched 24/01/2021
  2. Time remaining 15 days
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
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...Wir fordern wöchentliche Schnelltests für Erzieher*innen zum Schutz aller Betreuten und Betreuenden!

...Wir fordern ein vereinfachtes Verfahren zur Testung von Mitarbeiter*innen bei Verdacht auf Infektionen im Umfeld der Einrichtungen um bisher unbekannte Infektionen besser aufdecken zu können!

...Wir fordern eine angemessene Anpassung des Reaktionsstufenplans wobei der Betreuungsumfang auf die Maßnahmen von Stufe 4 festgelegt werden und eine damit einhergehende Reduzierung der betreuungsberechtigten Berufsgruppen!

...Wir fordern damit verbunden trotzdem ein Vertrauen in die Kompetenz von uns pädagogischen Fachkräften im Hinblick auf den Einbezug von Kindern, die sich in schwierigen häuslichen Lebenssituationen befinden! Eine ausschließlich bürokratische Entscheidung über betreuungsberechtigte Kinder war und ist nicht zielführend. Diese Entscheidung muss bei den Einrichtungen liegen!

...Wir fordern mindestens eine Gleichbehandlung unserer Einrichtungen mit Schulen, da bei uns die Hygienemaßnahmen weit weniger eingehalten werden können, als es in Schulen möglich ist!

All diese Forderungen sollen mehr als nur ein freundlicher Appell sein. Wir wünschen uns eine klare Positionierung gegenüber unserer Berufsgruppe, denn wir halten mit unserem Einsatz die Wirtschaft am laufen.

Reason

Sehr geehrte Damen und Herren

Wir, die Berufsgruppe der Erzieher*innen im Land Hessen, halten seit Beginn der Pandemie die Stellung. Wir geben alles um die Betreuung der Kinder und somit die Berufstätigkeit der Eltern zu sichern. Wir tun dies unter für uns besonders erschwerten Umständen. Wie Ihnen sicherlich bekannt ist fehlten in den meisten Einrichtungen schon vor der Pandemie etliche Fachkräfte. Aufgrund von notwendigen Schutzmaßnahmen für Kolleg*innen mit Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe, wie zum Beispiel „Erkrankungen, die mit einer Immunschwäche einhergehen“, wurden die Lücken in den Personaldecken vieler Einrichtungen noch größer. Wir nahmen auch diese Herausforderung an und hielten die Betreuung mit wenigen Einschränkungen auf dem Niveau von vor der Pandemie! Die hohe psychische Belastung, die mit dem Wissen einhergeht, sich am eigenen Arbeitsplatz ohne adäquaten Schutz aufgrund der Unverhältnismäßigkeit des Tragens von Mund-Nasen-Masken bei der Arbeit mit Kleinkindern mit dem Coronavirus zu infizieren und somit möglicherweise auch die eigenen Familienangehörigen in Gefahr zu bringen, macht die Situation nicht gerade erträglicher. 

Die Berufsgruppe der Erzieher*innen wird seit März sowohl durch die Berichterstattung der Medien als auch die Maßnahmen der Landespolitik leider immer wieder vergessen.Seit Wiederaufnahme des KiTa-Betriebes nach den Sommerferien steigen die Anforderungen von Politik und Trägern, sowie der Druck durch Eltern an Pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen immer höher. 

Die Entwicklung der Infektionszahlen in ganz Deutschland beobachten wir mit größter Besorgnis. Auch deshalb sind die Beschlüsse der „Dreiundzwanzigsten Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2“ ein Schlag ins Gesicht für alle in Kindertageseinrichtungen Beschäftigte. Das Abgeben der Verantwortung in der Frage, welche Kinder betreut werden an die Eltern ist ein komplettes Versagen der Politik und lässt einen ganzen Berufsstand im Regen stehen. Wir empfinden dieses Handeln als Respektlosigkeit und meinen die Politik muss Verantwortung übernehmen! 

Dieses Nicht-Handeln, auch im Hinblick auf den Reaktionsstufenplan für Kindertageseinrichtungen, macht den beschlossenen Lockdown zu einer Farce, steigen doch seit Wochen die Infektionszahlen gerade in den Kindertageseinrichtungen an (bildung.bremen.de „Aktuelle Fallzahlen in Kitas und Schulen“). Die Statistiken weisen momentan zwar in den Schulen höhere Fallzahlen aus, hier wird aber auch zum Beispiel in Form von Reihentests weitaus häufiger getestet!!!

Erneut wurden Massentests für Schulen zum Ende der Weihnachtsferien zur Verfügung gestellt, wohingegen wir Erzieher*innen weiterhin allenfalls anlassbezogen eine Testung beantragen konnten. Diese Ungleichbehandlung durch die uns überstehende Behörde allein auf der Grundlage der bekannten Fälle ist neben des fehlenden Respekts auch ein verantwortungsloses Handeln im Hinblick auf das momentane gesamtgesellschaftliche Infektionsgeschehen und dem Wissen über eine hohe Zahl an Erkrankungen, die ohnehin nicht nachverfolgt werden können, Stichwort Dunkelziffer. 

Wir Erzieher*innen erleben ein großes Gefühl von Machtlosigkeit. Auch fällt es schwer die sicherlich notwendigen Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich nachzuvollziehen, wenn wir zeitgleich in unseren Einrichtungen schutzlos zigfachen Kontakten ausgesetzt sind. Diese Doppelmoral, wonach Einschränkungen nur im Privaten gelten, in der Arbeitsstätte aber darauf gepfiffen werden kann, macht uns besonders wütend! Unter den derzeitigen Maßnahmen müssten auch in den Kindertageseinrichtungen die Kontakte stark reduziert werden!

Durch welche Maßnahmen werden wir geschützt? An welcher Stelle können wir über den Schutz unserer Gesundheit entscheiden um uns dem steigenden Risiko zu entziehen? 

Durch den Beschluss der MPK vom 05. Januar 2021 die Maßnahmen in Kitas nicht zu verändern, ist es noch einmal umso wichtiger für unseren Schutz zu kämpfen! 

Die notwendige Betreuung in Kindertagesstätten kann nur mit weitreichenden Schutzmaßnahmen gewährleistet werden. Wir fordern deshalb die genannten Maßnahmen zu unserem und damit dem Gesundheitsschutz der Gesamtgesellschaft.

(Quelle: https://weact.campact.de/petitions/schutzt-die-erzieher-innen-vor-corona, 24.01.2021)

Thank you for your support, Nina Schäckel from Darmstadt
Question to the initiator

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Why people sign

  • 2 days ago

    Bin selbst Erzieherin und weiß wie belastend für Arbeitssituation zur Zeit ist

  • Not public Weiterstadt

    on 20 Feb 2021

    ErzieherInnen sind m.E.in besonderem Maße schützenswert, es darf nicht sein dass sie einem solchen Risiko ausgesetzt werden. Wenn sie Corona-bedingt ausfallen bricht die Kinderbetreuung zusammen und das wiederum hat Auswirkungen auf viele andere Bereiche.

  • Not public Weiterstadt

    on 20 Feb 2021

    Um Kinder, Familien und Erzieher*innen zu schützen

  • on 19 Feb 2021

    Arbeite als Erzieherin in einer Kinder Tageseinrichtung

  • Jessica Labahn Lampertheim

    on 18 Feb 2021

    Die Öffnung der Kitas "unter Pandemiebedingungen" gefährdet die Gesundheit der gesamten Gesellschaft! Unter diesen sogenannten Pandemiebedingungen treffen bis zu 25 Kinder aus 25 Familien, auf engstem Raum UNGESCHÜTZT aufeinander! Kinder können weder Masken tragen, noch Abstände einhalten! Sie spielen miteinander und mit uns Erziehern, auf engste Distanz und spucken sich gegenseitig und uns beim Reden versehentlich ins Gesicht! Wir können noch so oft lüften, Hände und Gebrauchsgegenstände desinfizieren und die Kinder dazu motivieren, ihre Hände regelmäßig zu waschen. Trotzdem ist die ANSTECKUNGSGEFAHR IM KINDERGARTEN HÖHER ALS IN VIELEN ANDEREN BRANCHEN! Die Zahl der Infektionsübertragungen in Kitas ist bereits sehr hoch, trotzdem halten es Politiker nicht für notwendig, die Gefahr auch hier so gering wie möglich zu halten und die Betreuung NUR für berufstätige Eltern zu gewähren! Die Folge dieser Nachlässigkeit ist eine QUARANTÄNEWELLE, die zur Schließung sämtlicher Kitagruppen oder auch gesamter Kitas führt! Die Forderungen nach Entwicklungsförderung durch die Kitas ist berechtigt, jedoch wird diese über die Gesundheit der Erzieher, der Kinder, deren Familien und somit auch über die Gesundheit der gesamten Bevölkerung gestellt! Jedoch sollte es in Zeiten der Coronakriese, in der bereits viele Menschen gestorben sind, das Überleben vieler Menschen auf dem Spiel steht und jede erdenkliche Maßnahme zum Schutz der Gesundheit ergriffen wird, selbstverständlich sein, dass NICHTBERUFSTÄTIGE Elternteile ihre Kinder selbst betreuen und fördern! Auf der anderen Seite werden ganze Branchen, trotz effizienter und konsequent umgesetzter Schutzmaßnahmen, in die Insolvenz getrieben, wie beispielsweise Friseur- oder Gastronomiebetriebe! Obwohl die Zahl der Infektionen in anderen Branchen NICHT MAL ANNÄHERND SO HOCH IST wie in Kitas, werden diese leichtfertig mit müden Worten vertröstet und im Stich gelassen!

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