Mit der Petition wird gefordert, dass der Kreditgeber verpflichtet werden soll, bei jedem Abschluss eines Kreditvertrages den Kreditnehmer über die Problematik einer möglichen Überschuldung sowie die Möglichkeit zur Schuldnerberatung zu informieren, sodass sich der Kreditnehmer bei Schwierigkeiten der Bezahlung seiner Raten über seine Möglichkeiten bewusst ist und präventiv oder teilpräventiv handeln kann.

Begründung

Der Schuldneratlas des Jahres 2017 hat gezeigt, dass ca. 7 Millionen Privatpersonen in Deutschland sich in einer Überschuldungssituation befinden. Trotzdem findet das Thema Schulden kaum Beachtung und wird auch von den Betroffenen oft ignoriert, bzw. bagatellisiert. Durch diese Vermeidungshaltung geraten die Schuldner oft in eine Abwärtsspirale, aus welcher es zunehmend schwieriger wird auszubrechen. Als letzter Ausweg steht häufig nur noch eine Privatinsolvenz zur Verfügung, welche bedeutet, dass auch die Gläubiger auf Teile ihrer Forderungen verzichten müssen. Durch das vorgeschlagene Gesetz im Rahmen dieser Petition sollen Privatpersonen, welche Kreditverträge aufnehmen, direkt für das Thema sensibilisiert werden, damit sie, falls es zu Zahlungsschwierigkeiten kommt, die Problematik nicht ignorieren, sondern an den Abschluss des Vertrags zurückdenken und bereits Maßnahmen zur Hand haben.Die Informationen könnten beispielsweise in Form eines Infoflyers mit Verweis auf örtliche Schuldnerberatungsstellen erfolgen, den Betroffene dann zur Hand haben, wenn sie merken, dass sie Probleme mit Rückzahlungen haben. Dadurch soll vorzeitiges Handel gefördert werden, bevor die Überschuldungssituation zu dramatisch wird und sich nicht mehr bewältigen lässt.

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