Die DB Station&Service AG beabsichtigt, die historische Dachkonstruktion über den Gleisen und Bahnsteigen des Duisburger Hauptbahnhofs abzureißen und durch eine moderne zu ersetzen.

Die DB Station&Service AG wird aufgefordert von den derzeit geplanten Abriss- und Baumaßnahmen an der Bahnsteigüberdachung und den Gleisen abzusehen und stattdessen eine städtebaulich und historisch authentische Erneuerung der bestehenden Konstruktion durchzuführen. Dazu sind Entwürfe von Architekten und Bauingenieuren einzuholen, welche die historische Substanz erhalten. Alle Tätigkeiten zur Anbahnung oder Umsetzung der derzeit vorgesehenen Planungen - welche eine Umplanung zu einem finanziellen Risiko machen könnten oder eine Planungsänderung hin zu einer historisch authentischen Gestaltung behindern könnten - sind sofort einzustellen.

motive

Die derzeitige "schwebende" Bahnsteigüberdachung mit Stützen zwischen den Gleisen ist in dieser Form einzigartig und auf keinem anderen großen Bahnhof in Deutschland zu finden. Sie stellt ein bedeutendes Relikt aus der Dampflokzeit dar, mit ihren offenen Bereichen über den Gleisen, durch welche Rauch und Dieselabgase ungehindert nach oben abziehen konnten, aber auch Licht von oben einfallen kann. Gleisüberdachung und Bahnhofsgebäude stammen aus der gleichen Epoche, können als Ensemble betrachtet werden und sollten auch als solches erhalten bleiben. Die derzeitigen Planungen der DB widersprechen dem Denkmalschutz und sind nicht authentisch, was die Tradition Duisburgs mit Kohle und Stahl anbelangt. Außerdem ginge die derzeit offen zutage liegende Struktur der eisernen Konstruktion verloren. Die von der DB geplante Neugestaltung könnte an jedem beliebigen Ort in Deutschland stehen und ebenso gut als Überdachung eines Hallenbades dienen. In den derzeit bestehenden Neubauplänen sind Öffnungen nach oben – wie bei der derzeitigen Konstruktion – nicht mehr vorgesehen, sondern lediglich vertikale Fensterflächen geplant.

Bahnhof als touristische Attraktion nutzen!

Bahnkunden/Passagiere erwarten Bahnhöfe mit Komfort ohne Witterungseinflüsse: Auch bei Erhalt der historischen Konstruktion könnten die bisher offenen Bereiche über den Gleisen mit transparenten und selbstreinigend beschichteten Materialien überdacht werden und Schutz vor Wind und Wetter bieten.

Ein einzelnes Gleis (Gleis 1 oder Gleis 13 scheinen dafür am geeignetsten) könnte man nach oben offen lassen, um den Passagieren und Besuchern auf dem Bahnsteig ein authentisches Erlebnis der bestehenden Struktur zu vermitteln. Das gilt gerade für den Fall, wenn als besondere touristische Attraktion gelegentlich historische Lokomotiven und Zuggarnituren Halt am Duisburger Hauptbahnhof machen. (Gleichzeitig könnten an diesem Gleis Rauch oder Abgase von Diesellokomotiven ungehindert nach oben abziehen.) Großformatige Abbildungen alter Lokomotiven, Zuggarnituren, Signalanlagen und Stellwerke auf Plakatwänden könnten eine einzigartige Ausstellung bilden und nostalgisches Flair vermitteln.

www.route-industriekultur.ruhr/themenrouten/15-bahnen-im-revier/hauptbahnhof-duisburg.html structurae.de/bauwerke/duisburg-hauptbahnhof/fotos www.dropbox.com/sh/sdc8d7caa64d825/AACFQ7BK6ugkst0D9A5YNW5_a?dl=0 www.1von150.de/duisburg/

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Dezbatere

pro

Zu ergänzen wäre, das es sich um eine geschweißte Konstruktion handelt, die für die Zeit absolut fortschrittlich ist. Bis in die 50er Jahre wurde noch.genietet. Der jetzige Zustand ist das Ergebnis jahrelanger (planmäßiger?) Vernachlässigung durch die DB. Die Konstruktion benötigt keine Stützen auf den Bahnsteigen, diese liegen zwischen den Gleisen. Die Neuplanung benötigt jede Menge Stützen, Durchmesser 30cm, die im Abstand von 2,50 m an der Bahnsteigkante stehen (s. DB-Bilder). Da werden sich noch viele Leute über die Enge beim Ein- und aussteigen wundern, wenn das Dach fertig ist.

contra

Die Bauqualität der jetzigen Überdachung ist Schrott. Hier hilft keine "Sanierung" mehr, sondern nur noch ein Neubau. Ob Welle oder anders, darüber kann man streiten. Sanierungsfähig und optisch ansprechend ist die bisherige Konstruktion allerdings nicht.