Region: Germany

Schweinswale schützen – Keine Schallkanonen ohne ausreichende Umweltprüfung

Petition is addressed to:
Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz , Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN)

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  1. Launched 19/07/2026
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Petition addressed to: Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz , Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN)

Unsere Forderung
Wir fordern, dass seismische Untersuchungen mit sogenannten Airguns (Schallkanonen) zur Erkundung möglicher CO₂-Speicher in der Nordsee nur dann genehmigt werden, wenn auf Grundlage des Genehmigungsverfahrens, der Umweltverträglichkeitsprüfung und des aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstands nachvollziehbar geprüft wurde, dass erhebliche Beeinträchtigungen von Schweinswalen und anderen geschützten Meeressäugern vermieden oder wirksam minimiert werden können.

Solange diese Prüfung keine ausreichende Sicherheit für den Schutz empfindlicher Meeressäuger bietet, dürfen solche Untersuchungen nicht durchgeführt werden. Der Schutz geschützter Arten und ihrer Lebensräume muss bei allen Maßnahmen zum Klimaschutz nach dem Vorsorgeprinzip berücksichtigt werden. Klimaschutz und Artenschutz dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden – sie müssen gemeinsam gedacht werden.

Reason

Die Speicherung von Kohlendioxid (CO₂) in tiefen geologischen Formationen wird als mögliche Klimaschutzmaßnahme diskutiert. Gleichzeitig müssen mögliche Auswirkungen auf empfindliche Meeresökosysteme sorgfältig geprüft werden.
Für die Erkundung möglicher CO₂-Speicher können seismische Untersuchungen eingesetzt werden. Dabei kommen sogenannte Airguns (Schallkanonen) zum Einsatz, die starke Schallimpulse unter Wasser erzeugen und sich über größere Entfernungen ausbreiten können.
Im Forschungsprojekt GEOSTOR (CDRmare) werden unter anderem mögliche Umweltauswirkungen der CO₂-Speicherung in der Nordsee untersucht. Dabei wird auch betrachtet, welche Auswirkungen seismische Untersuchungen auf Schweinswale und andere Meerestiere haben können.
Schweinswale gehören zu den besonders lärmempfindlichen Meeressäugern. Sie nutzen Schall zur Orientierung, Kommunikation und Nahrungssuche. Wissenschaftliche Untersuchungen zu seismischen Airgun-Untersuchungen in der Nordsee zeigen, dass solche Schallquellen die Echoortungsaktivität und das Verhalten von Schweinswalen beeinflussen können.

Die Nordsee ist ein wichtiger Lebensraum des streng geschützten Schweinswals. Deshalb ist es notwendig, mögliche Auswirkungen menschlicher Eingriffe sorgfältig abzuwägen und das Vorsorgeprinzip anzuwenden. Diese Petition richtet sich nicht gegen Klimaschutz oder die Erforschung von CO₂-Speichern. Sie setzt sich dafür ein, dass Klimaschutzmaßnahmen so umgesetzt werden, dass empfindliche Meeresökosysteme und geschützte Arten bestmöglich geschützt werden.

Wir bitten die zuständigen Behörden, bei allen Genehmigungen für seismische Untersuchungen in der Nordsee den Schutz von Schweinswalen und anderen Meeressäugern umfassend zu berücksichtigen und nur Maßnahmen zuzulassen, deren Umweltverträglichkeit nach dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand nachvollziehbar geprüft wurde.

Quellen:

  1. GEOSTOR / CDRmare – Umweltauswirkungen der CO₂-Speicherung und Untersuchungen zu Schweinswalen
  2. Sarnocińska et al. (2020): Harbor Porpoise (Phocoena phocoena) Reaction to a 3D Seismic Airgun Survey in the North Sea, Frontiers in Marine Science
  3. GEOSTOR Forschungsprojekt

Ich starte diese Petition als engagierte Bürgerin sowie als Heilpraktikerin für Mensch und Tier. Mit meinem Naturheilzentrum EinfachSein setze ich mich täglich für Gesundheit, Nachhaltigkeit und einen respektvollen Umgang mit allen Lebewesen ein.

Der Schutz unserer Nordsee und ihrer Schweinswale ist für mich Ausdruck dieser Verantwortung. Ich bin überzeugt, dass Klimaschutz und Artenschutz gemeinsam möglich sind – und dass wir beides unseren Kindern und kommenden Generationen schuldig sind.

Vielen Dank, dass Sie mit Ihrer Unterschrift ein Zeichen für den Schutz unserer Meere setzen.

Thank you so much for your support, Vera Stiglmaier, Bayern - Solnhofen

Petition details

Petition started: 07/19/2026
Collection ends: 01/18/2027
Region: Germany
Topic: Environment

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News

  • Sehr geehrte Unterstützende,

    die Petition wurde gemäß unserer Nutzungsbedingungen überarbeitet. Die temporäre Sperrung wurde wieder aufgehoben und die Petition kann nun weiter unterzeichnet werden.

    Wir bedanken uns für Ihr Engagement!

    Ihr openPetition-Team
  • Dies ist ein Hinweis der openPetition-Redaktion:

    Diese Petition steht im Konflikt mit Punkt 1.4 der Nutzungsbedingungen für zulässige Petitionen.

    Bitte belegen Sie Ihre Aussagen mit Quellen (Link/URL);

    "Dennoch sollen im Zuge der Erkundung möglicher CO₂-Speicher in der Nordsee seismische Untersuchungen mit sogenannten Airguns (Schallkanonen) durchgeführt werden."

    "Diese erzeugen extrem laute Schallimpulse, die sich unter Wasser über viele Kilometer ausbreiten."

    "Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Unterwasserlärm das Orientierungsvermögen, die Kommunikation, die Nahrungssuche sowie das natürliche Verhalten von Schweinswalen erheblich beeinträchtigen kann."

    "Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass starke Schallquellen Meeressäuger stören, vertreiben und ihr Verhalten nachhaltig verändern können."

Why people sign

Auch Fische sind Lebewesen und gehören entsprrechend geschützt. Der Unterwasserlärmpegel ist schon so für viele Arten zu hoch. Ich bin dafür, so viel Lärm wie möglich unter Wasser zu veermeiden.

Meine Dringlichkeit und meine Betroffenheit

Leiden Umwelt und Meeresbewohner nicht schon genug? Gewissen Fehlanzeige, Empathie nicht vorhanden. Hauptsache, die Kohle stimmt!

ja und das sofort.

Ich bin ohnehin gegen CCS: Die beste Speichermöglichkeit für überschüssigen Kohlenstoff hat die Natur vor hunderten von Millionen Jahren selbst entwickelt: Kohle und Erdöl.

Was für ein Irrsinn, Kohle und Öl wieder aus der Erde zu holen, nur um sie zu verbrennen. Oder auch, die daraus z.B. hergestellten Kunststoffe zu verbrennen.

Wir müssen aufhören, fossile Energieträger zu verfeuern, statt das dabei entstehende CO2 aufwendig aufzufangen und in den Boden oder Meeresuntergrund zu pressen. Denn das kostet nicht nur irrsinnig viel Energie und führt zu Umweltbeeinträchtigungen (wie z.B. in dieser Petition beschrieben), sondern birgt auch das Risiko, dass das CO2 eben nicht dauerhaft sicher aus der Atmosphäre entfernt wird, sondern früher oder später wieder austreten könnte.

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