Region: Cologne

Sichere Heimwege für Frauen in Köln – bezahlbare Fahrdienste erhalten

Petition is addressed to
Oberbürgermeister der Stadt Köln

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Petition addressed to: Oberbürgermeister der Stadt Köln

Seit dem 1. Juni 2026 gelten in Köln Mindestpreise für appbasierte Mietwagenfahrten wie Uber und Bolt. Fahrten dürfen dadurch nur noch maximal 20 Prozent günstiger sein als vergleichbare Taxifahrten.

Nachts sicher nach Hause zu kommen, ist für viele Frauen in Köln bereits heute ein reales Problem. Wer bestimmte Bahnstrecken, Haltestellen oder Fußwege meidet, braucht bezahlbare Alternativen.
Die Mindestpreisregelung macht solche Alternativen teurer und verschärft damit ein bestehendes Sicherheitsproblem.
Frauen werden so faktisch vor die Wahl gestellt: hohe Fahrtkosten oder sicherer Heimweg oder Verzicht auf Teilhabe.

Wir fordern die Stadt Köln auf, die Mindestpreisregelung neu zu bewerten. Dabei muss neben verkehrspolitischen Fragen auch die Sicherheit von Frauen im öffentlichen Raum berücksichtigt werden.

Unsere Forderung :
Frauen nachts nicht alleine lassen. Sicherheit darf keine Frage des Geldbeutels sein.

Reason


Seit dem 1. Juni 2026 gilt in Köln ein Mindestbeförderungsentgelt für Mietwagenfahrten. Die Regelung betrifft in der Praxis auch appbasierte Fahrdienste wie Uber oder Bolt. Das Mindestentgelt orientiert sich am Taxitarif abzüglich eines Abschlags von 20 Prozent. 

Für viele Frauen ist diese Entscheidung kein abstraktes Verkehrsthema. Es geht um die konkrete Frage, wie Frauen nachts sicher und bezahlbar nach Hause kommen.

Wer sich nachts in bestimmten Bahnen, an Haltestellen, bei Umstiegen oder auf dem Weg von der Haltestelle nach Hause unsicher fühlt, braucht realistische Alternativen. Eine appbasierte Fahrt kann in solchen Situationen eine wichtige Möglichkeit sein: Der Preis ist vor Fahrtbeginn sichtbar, die Fahrt ist digital nachvollziehbar, das Fahrzeug ist zugeordnet und der Weg führt direkt von Tür zu Tür.

Laut Polizeilicher Kriminalprävention fühlen sich 66,7 Prozent der befragten Frauen nachts im öffentlichen Nahverkehr unsicher. Diese Zahl zeigt, dass es nicht um ein einzelnes persönliches Empfinden geht, sondern um ein strukturelles Sicherheitsproblem. 

Wenn appbasierte Fahrdienste durch Mindestpreise teurer werden, wird eine solche Alternative für viele Frauen eingeschränkt. Das betrifft Frauen, die abends allein unterwegs sind, nach Veranstaltungen nach Hause fahren, im Schichtdienst arbeiten, bestimmte ÖPNV-Strecken meiden oder sich auf nächtlichen Fußwegen unsicher fühlen.

Diese Petition richtet sich nicht gegen das Taxigewerbe und nicht gegen faire Arbeitsbedingungen. Sie richtet sich gegen eine politische Abwägung, in der Markt- und Wettbewerbsfragen ausdrücklich geregelt werden, während die Sicherheitsinteressen von Frauen nicht ausreichend sichtbar berücksichtigt sind.

Wir fordern die Stadt Köln daher auf:

Die Mindestpreisregelung für appbasierte Mietwagenfahrten soll unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit von Frauen neu geprüft werden.

Die Stadt Köln soll darlegen, ob vor Einführung der Regelung geprüft wurde, welche Folgen höhere Fahrpreise für Frauen haben, die nachts auf sichere und bezahlbare Alternativen angewiesen sind.

Bezahlbare Nachtmobilität soll als Teil kommunaler Sicherheitspolitik behandelt werden.

Die Stadt Köln soll Lösungen prüfen, die faire Bedingungen im Taxi- und Mietwagengewerbe ermöglichen, ohne sichere und bezahlbare Heimwege für Frauen zu erschweren.

Köln braucht eine Mobilitätspolitik, die Frauen nicht faktisch vor die Wahl stellt zwischen teurem Taxi, unsicher empfundenem ÖPNV oder dem Verzicht auf Abendtermine, Kultur, Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe.

Bezahlbare Nachtmobilität ist kein Luxus. Für viele Frauen ist sie ein Bestandteil von Sicherheit, Selbstbestimmung und Bewegungsfreiheit.

Thank you so much for your support, Initiative Sichere Heimwege Köln, Köln
Question to the initiator

Petition details

Petition started: 06/03/2026
Collection ends: 12/02/2026
Region: Cologne
Topic: Welfare

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Why people sign

Weil ich sicher nach Hause gehen möchte

Das liegt doch auf der Hand! Die strukturelle Benachteiligung von Frauen muss endlich ein Ende haben!

Es geht um die Sicherheit für unsere Frauen, insbesondere nachts

Wohne in Köln außerhalb des Öffentlichen Bahn Netz. Meine Frau und ich sind mit dem neuen Regelungen extrem von der Stadt enttäuscht. Es mindert Wettbewerb und unterstützt das alte Monopol des Taxis. In Asien gibt es teilweise 7-8 Anbieter und keine Frau muss Angst haben wie man nachhause kommt.

Es ist wichtig, dass jede Frau sicher nach Hause kommen kann. Ab einer gewissen Uhrzeit soll es keine Mindestpreise für Fahrten mehr geben.

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