• Von: Tobias Cepok (GEW Hessen) mehr
  • An: Präsidium der Johann Wolfgang Goethe Universität, ...
  • Region: Frankfurt am Main mehr
    Kategorie: Wissenschaft mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 1.329 Unterstützer
     Sammelziel erreicht

Sichere Perspektiven schaffen! Für gute Arbeit an der Goethe Universität Frankfurt

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Wir fordern vom Präsidium der Goethe Universität als Arbeitgeber_in:

1. Einen ernsthaften Dialog mit Vertreter_innen des Mittelbaus und der Gewerkschaften über die gegenwärtige Befristungspraxis zu initiieren.

2. Perspektivisch das Verhältnis zwischen befristeten und unbefristeten Stellen wieder zu Gunsten dauerhafter Beschäftigung zu verschieben.

3. Eine sofortige Entfristung von QSL-finanzierten Stellen zu prüfen, soweit auf diesen Daueraufgaben erledigt werden.

4. Einen Mindeststellenumfang von mindestens 65 Prozent (entsprechend der Empfehlung der DFG) bei Neuausschreibungen der Stellen von wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen festzulegen.

5. Die Laufzeit von Arbeitsverträgen in Drittmittelprojekten an die Dauer der Mittelbewilligung zu knüpfen.

6. Modelle zur Flexibilisierung der Lehrverpflichtung zu diskutieren und zu erproben.

7. Die familienpolitische Komponente (Verlängerung des Vertrages um 2 Jahre pro Kind) und die Verlängerung aufgrund von Pflege von Familienangehörigen als rechtsverbindlichen Anspruch in alle Neuverträge aufzunehmen.

Begründung:

Die Beschäftigungsverhältnisse an der Goethe Universität sind nicht über den Tarifvertrag des Landes Hessen geregelt, sondern über einen Haustarifvertrag. Aus diesem Grund kommt der Uni-Leitung bezüglich der Beschäftigungsbedingungen eine besondere Verantwortung zu. Arbeitgeber und Gewerkschaften haben sich als ein Ergebnis der Tarifverhandlungen im Frühjahr 2013 darauf verständigt, im Rahmen von Gesprächen über die Entwicklung der Befristungen an der Goethe-Universität zu sprechen.

In den vergangenen Jahren ist eine massive Ausweitung befristeter Stellen im sog. „Mittelbau“ (Dozent_innen, wissenschaftliche und künstlerische Mitarbeiter_innen, Lehrbeauftragte für besondere Aufgaben [LfbA], wissenschaftliche Hilfskräfte) zu beobachten.

Nach Zahlen des statistischen Landesamtes in Hessen ist der Anteil der unbefristeten wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiter_innen an der Goethe Universität innerhalb des Zeitraumes von 2007 bis 2012 von 11,6 % auf 8,2 % gesunken. Damit liegt er deutlich unter dem bundesweiten (2013: 14,24 %) und landesweiten (2012: 12,4 %) Durchschnitt. Betrachtet man die Zahlen der wissenschaftlichen und künstlerischen Mitarbeiter_innen im Angestelltenverhältnis stellt sich diese Entwicklung noch dramatischer dar: Auf 25 Personen mit einem befristeten kommt an der Goethe Universität lediglich 1 Person mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag, was lediglich 4 % aller Beschäftigten dieser Statusgruppe entspricht. Innerhalb von nur fünf Jahren stieg die Anzahl der befristet Beschäftigten im Mittelbau an der Goethe Universität auf ca. 140 % des Stands von 2007, wohingegen die Anzahl der unbefristeten Stellen im gleichen Zeitraum stagnierte.

Im gleichen Zeitraum stieg nach Angaben der Goethe Universität die Anzahl der Studierenden von 32.851 auf 42.774 (jeweils WiSe) um ca. 30 %. Die damit einhergehenden zusätzlichen Aufgaben in der Lehre und die darüber hinausgehende Übernahme von Daueraufgaben des universitären Alltages erhöhen die Arbeitsbelastung gerade auch für die wissenschaftlichen und künstlerischen Beschäftigten auf sog. Qualifikationsstellen. Entgegen des gesetzlich möglichen Rahmens von max. sechs Jahren vor der Promotion, werden Arbeitsverträge an der Goethe Universität in der Regel nicht länger als 3 + 2 Jahre abgeschlossen. Diese Empfehlung gilt auch für Drittmittelbeschäftigte, selbst wenn eine Finanzierung für sechs Jahre existiert. Nach der Promotion, in der sog. PostDoc-Phase, besteht das Problem, dass nur in Ausnahmefällen die Möglichkeit genutzt wird, unbefristete Arbeitsverhältnisse jenseits der Professur zu schaffen.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Frankfurt am Main, 27.11.2013 (aktiv bis 26.01.2014)


Neuigkeiten

Liebe KollegInnen, Herr Gottschalk (Kanzler) und Herr Schleiff (Vizepräsident) haben am 03.02.2014 von einer Delegation aus ca. 50 Beschäftigten die Petition "Für sichere Perspektiven" in Empfang genommen. Nun werden Eure Forderungen geprüft. Bereits ...

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PRO: Die Petition unterstütze ich voll und ganz, wenngleich sie mir noch nicht weit genug geht. Schöner und erfolgversprechender wäre es, wenn man sich hierbei nicht nur auf eine Statusgruppe kapriziert. Wer die Stelleausschreibungen der Goethe Universität ...

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