openPetition wird europäisch. Wenn Sie uns bei der Übersetzung der Plattform von Deutsch nach Deutsch helfen wollen, schreiben Sie uns.
close
Bild zur Petition mit dem Thema: Siemens-Mitarbeiter gegen Verlagerung und Arbeitsplatzverlust im Berliner Dynamowerk Siemens-Mitarbeiter gegen Verlagerung und Arbeitsplatzverlust im Berliner Dynamowerk
  • Von: Siemens AG Dynamowerk Berlin mehr
  • An: Vorstand der Siemens AG
  • Region: Berlin mehr
    Kategorie: Wirtschaft mehr
  • Status: Die Petition wurde eingereicht
    Sprache: Deutsch
  • In Bearbeitung
  • 20.511 Unterstützende
    Sammelziel erreicht

Siemens-Mitarbeiter gegen Verlagerung und Arbeitsplatzverlust im Berliner Dynamowerk

-

English petition

Die Fertigung des renommierten Berliner Siemens Dynamowerks mit allen 567 Arbeitsplätzen ist vor dem Aus!

Die durch den Siemens-Konzern angekündigte Stilllegung des eigentlichen Werks und der zusätzliche Arbeitsplatzabbau (nur 150 Büroarbeitsplätze sollen im ganzen Werk erhalten bleiben) weisen darauf hin, dass es zu einer „leisen“ Abwicklung bis zur vollständigen Schließung des Berliner Dynamowerks kommen wird.

Wir wehren uns gegen die Schließung der Fertigung des renommierten Berliner Werks trotz Rekordwinn des Konzerns. Wir fordern den Erhalt des gesamten Werks mit seinen guten Arbeitsplätzen für die Berliner und Brandenburger.

Begründung:

Ein Kahlschlag oder sogar eine Standortschließung ist nicht nötig und eine schwerwiegende gesellschaftliche und unternehmerische Fehlentscheidung!

Siemens in Berlin, allen voran auch das traditionsreiche 111 Jahre alte Dynamowerk, ist Partner und Teil der Stadt. Siemens ist Berlin!

Siemens propagiert die Verantwortung der Eliten und fordert von seinen Mitarbeiter/innen Eigentümerkultur. Doch der Vorstand handelt entgegengesetzt: Trotz Rekordumsatz von 83 Mrd. € und Rekordgewinn von 6,2 Mrd. € netto sollen in Görlitz, Leipzig, Erfurt, Offenbach und Berlin ganze Werke geschlossen oder verkauft werden, verlieren tausende Menschen ihren Arbeitsplatz.

Der Kahlschlag im Berliner Dynamowerk ist für die Hauptstadt, aber auch für das Umland in Brandenburg katastrophal: Nicht nur, dass die Hauptstadt mehr industrielle Fertigung benötigt, um sich als Ballungszentrum weiter zu entwickeln. Berlin/Brandenburg braucht diese guten Arbeitsplätze – die Arbeitslosigkeit am Standort Berlin-Spandau liegt bei 10,4 %!

Für die Beschäftigten im Dynamowerk sind die Vorstandsentscheidungen eine Katastrophe bis hin zur Existenzbedrohung. Es trifft junge Familien, in denen beide Verdiener im Dynamowerk beschäftigt sind, ebenso wie Familien mit Kindern, die sich im Vertrauen auf Siemens als verlässlichen Arbeitgeber verschuldet haben, um sich hier etwas aufzubauen, bis hin zu Arbeitnehmern, die zu alt für eine neue Arbeit und zu jung für die Rente sind. Sogar der regierende Bürgermeister Müller hat sich besorgt an die Firmenleitung gewandt!

Eine Schließung der Fertigung des Dynamowerks bei einem Konzern-Rekordgewinn von 6,2 Mrd. Euro netto muss daher ausgeschlossen sein! Wir BRAUCHEN unsere Arbeitsplätze hier!

Das Dynamowerk bringt alles für einen Erhalt mit: Hier werden hochwertige elektrische Spezialmaschinen, die weltweit größten Elektroantriebe für viele Branchen wie Schiffbau oder Rohstoffindustrie berechnet, konstruiert, produziert, geprüft und ausgeliefert. Das Knowhow der erfahrenen Belegschaft garantiert die Produktqualität. Zahlreiche nationale und internationale Kunden schätzen neben der Qualität die hervorragende technische Infrastruktur: Das direkt mit dem Kraftwerk Reuter in Berlin gekoppelte Prüffeld ist einzigartig in Deutschland. Nicht zuletzt ist das Dynamowerk ein Zentrum für Innovation mit laufenden Projekten zur Motorentechnologie der Zukunft. Die Wissenschaftsnähe zu den über 17 Hochschulen in Berlin und Umgebung bildet den Nährboden für diese Zukunftsfähigkeit. Der Hauptstadtstandort ist ein zusätzliches Plus.

Der Betriebsrat des Dynamowerks hat detaillierte Vorschläge zur wirtschaftlichen Stabilisierung und Weiterentwicklung des Standortes auf den Tisch gelegt. Die Arbeitnehmervertreter schlagen hierzu konkrete und verbesserte Kooperationen mit den wissenschaftlichen Einrichtungen vor. Die qualifizierte sehr erfahrene Belegschaft hat immer wieder bewiesen, dass technologische Herausforderungen mit ihr zu lösen sind! Wir möchten, dass die Pläne des Betriebsrats vom Vorstand aufgegriffen, mit uns weiterentwickelt und umgesetzt werden.

Wir bitten Sie um fachliche, moralische und politische Unterstützung auf allen Ebenen. Mit Ihrer Unterschrift können Sie zeigen, dass Sie unser Anliegen unterstützen und mithelfen, ein Umdenken im Siemens-Vorstand zu bewirken.

Vielen Dank.

Euer Betriebsrat und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Siemens Dynamowerkes Berlin

Erstunterzeichner

  • SPD Abgeordnete des Abgeordnetenhauses von Berlin MdA Daniel Buchholz, MdA Bettina Domer, MdA Lars Düsterhöft, MdA Sven Heinemann, MdA Frank Jahnke, MdA Bettina König, MdA Karin Korte, MdA Fréderic Verrycken, MdA Dr. Clara West

  • LINKE Abgeordnete des Abgeordnetenhauses von Berlin MdA Dr. Wolfgang Albers, MdA Franziska Brychcy, MdA Dr. Michael Efler, MdA Stefanie Fuchs, MdA Harald Gindra, MdA Kristian Ronneburg, MdA Carsten Schatz, MdA Dr. Manuela Schmitz, MdA Niklas Schrader, MdA Tobias Schulze, MdA Hakan Taş, MdA Harald Wolf

  • GRÜNE Abgeordnete des Abgeordnetenhauses von Berlin MdA Dr. Turgut Altuǧ, MdA Fadime Topaç, MdA Stefan Ziller

  • CDU Abgeordnete des Abgeordnetenhauses von Berlin MdA Michael Dietmann, MdA Christian Gräff

  • AFD Abgeordnete des Abgeordnetenhauses von Berlin MdA Kay Nerstheimer

  • Abgeordnete des Bundestages aus Berlin MdB Dr. Gregor Gysi (Die LINKE), MdB Dr. Jan-Marco Luczak (CDU), MdB Kai Wegner (CDU), MdB Dr. Eva Högl (SPD), MdB Klaus Mindrup (SPD), MdB Stefan Liebich (Die LINKE), MdB Pascal Meiser (Die LINKE), MdB Helin Evrim Sommer (Die LINKE), Dr. Petra Sitte (Die LINKE)

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Berlin, 07.11.2017 (aktiv bis 10.04.2018)


Neuigkeiten

Liebe Unterstützerinnen/-er, wir möchten uns hiermit noch einmal für Eure zahlreiche Unterstützung bedanken. Am Donnerstag, den 19. April 2018 besuchte Janina Kugel, Vorstandsmitglied und Personalchefin der Siemens AG, das Dynamowerk. Sie sprach mit dem ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Wir im Dynamowerk konnten in der Vergangenheit, Gegenwart und, sofern es den Standort weiter gibt, in Zukunft Innovationen zum Leben erwecken, dessen Funktion von höchster Ebene in Frage gestellt wird und wurde. Das Werk verfügt über das europaweit leistungsfähigste ...

PRO: Das Problem ist unser Wirtschaftssystem, der Profit des Kapitals hat Vorrang, vor Arbeit für Alle, ein gutes Leben für Alle und zwar weltweit, die Natur - alles egal wenn die Dividende stimmt. Neoliberaler Kapitalismus eben. Nur durch Widerstand können ...

CONTRA: Ich denke Berlin braucht kein Siemenswerk. Besser ist bunte, multikulturelle Halli-galli Trink und Joint-Hallen aufzubauen um die Freude in Berlin zu verbreiten. In diesem Werk müssen doch die Leute mehr arbeiten, das ist doch nicht modern und nicht geil. ...

>>> Zur Debatte



Petitionsverlauf

Unterstützer Betroffenheit


aktuelle Petitionen