Zum Schulstart 2019/2020 soll die Schulgeldbefreiung für alle Therapie- Pflege- und Erziehungsberufe eingeführt werden. Aber ungerechterweise nur für Schüler die in diesem Jahr mit der Ausbildung beginnen. Alle Schüler, die sich bereits in der Ausbildung befinden, sollen weiterzahlen. Für diese Schüler bedeutet dies eine doppelte Belastung.

  1. Viele müssen einen oder sogar mehrere Minijobs annehmen, um so ihre Ausbildung zu finanzieren, da bleibt doch oft das Lernen für die Ausbildung auf der Strecke. Viele können so, den doch sehr hohen Anforderungen der Ausbildung nicht gerecht werden und brechen ab.

  2. Andere Ausbildungsberufe werden von Anfang an sehr hoch vergütet und in den oben genannten Ausbildungen muss noch Geld bezahlt werden, wo bleibt da die Anerkennung und die soziale Gerechtigkeit für diese so wichtigen Berufe? Sind uns wirklich z.B. unser Autos wichtiger als unsere Kinder oder unsere Gesundheit?

Reason

Fachkräftemangel in allen Therapie- Pflege- und Erziehungsberufen liegt jetzt schon vor.

Auf Therapeutenplätze warten wir schon jetzt lange. Kitagruppen sind komplett ausgestattet und könnten geöffnet werden, doch es gibt kein Personal, dass die Kinder angemessen beteuuen könnte. In der Kranken- und Altenpflege fehlt an allen Ecken geschultes Personal. Wenn hier nicht als erstes in diese Ausbildungsberufe investiert wird, wird sich diese Situation von Jahr zu Jahr verschärfen.

Man sollte hier nicht nur Schulgeldbefreiung, sondern sogar eine Ausbildungsvergütung fordern. Ich persönlich denke unsere Kinder und unsere Gesundheit sollte uns doch mehr wert sein, als z.B. unsere Autos.

Thank you for your support, Sabine Schürholz from Salzgitter
Question to the initiator

News

pro

für die Schulgeldbefreiung spricht die Verantwortung der Gesellschaft zur Bereitstellung dieser Berufsbilder. Kaum jemand käme auf die Idee, Lehrer oder Polizisten für ihre Berufsausbildung persönlich in die finanzielle Pflicht zu nehmen. Kaum jemand erwartet, dass gewerbliche Ausbildung selbst bezahlt wird. Es spricht nichts für die auch nur teilweise Beibehaltung der Schulgeldpflicht für diese Ausbildung, höchstens politische Ignoranz. Das es anders - besser und gerechter - geht, zeigen andere Bundesländer, z.Bsp Schleswig-Holstein..

contra

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