Region: Kassel

Sonderregelung für Krankenhauspersonal beim Parken in Kassel – Umsetzung zum 01.05.2026

Petition richtet sich an
Oberbürgermeister Sven Schoeller

1.970 Unterschriften

Sammlung beendet

1.970 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet 29.03.2026
  2. Sammlung beendet
  3. Einreichung vorbereiten
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: Oberbürgermeister Sven Schoeller

Wir fordern die Stadt Kassel auf, spätestens zum Inkrafttreten der erweiterten Parkraumbewirtschaftung am 01.05.2026 eine verbindliche Sonderregelung für Mitarbeitende der Krankenhäuser einzuführen.
Konkret fordern wir die Einführung eines eigenständigen, deutlich vergünstigten und zweckgebundenen Parkmodells für Krankenhauspersonal als systemrelevante Berufsgruppe.
Diese Regelung muss den besonderen Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen Rechnung tragen und eine verlässliche, alltagspraktische Nutzung des eigenen Fahrzeugs ermöglichen.
Eine Umsetzung erst nach dem 01.05.2026 ist nicht ausreichend, da bereits ab diesem Zeitpunkt erhebliche Einschränkungen im Klinikbetrieb drohen.

Begründung

Die geplante Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung verfolgt nachvollziehbare Ziele, insbesondere die Reduktion des innerstädtischen Verkehrs und die Entlastung von Anwohnerinnen und Anwohnern. In ihrer aktuellen Ausgestaltung führt sie jedoch zu unverhältnismäßigen Belastungen für das medizinische Personal.
Krankenhausmitarbeitende sind keine gewöhnlichen Pendler. Sie sind Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge und unterliegen besonderen Arbeitsbedingungen: Schichtdienst rund um die Uhr, kurzfristige Dienstübernahmen sowie Ruf- und Hintergrunddienste mit verpflichtenden Reaktionszeiten. In vielen Fällen ist ein Eintreffen im Krankenhaus innerhalb von 30 Minuten zwingend erforderlich – eine Vorgabe, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln, insbesondere nachts und in Randzeiten, nicht eingehalten werden kann.

Ein erheblicher Teil der Beschäftigten pendelt aus dem erweiterten Umland, teilweise über große Entfernungen hinweg, beispielsweise aus Regionen wie Göttingen. Während die Anfahrt mit dem Auto in einem vertretbaren Zeitrahmen möglich ist, führt die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel häufig zu täglichen Gesamtwegezeiten von zwei bis drei Stunden. Selbst innerhalb Kassels entstehen erhebliche Zeitunterschiede, die mit einem verantwortungsvollen Schichtdienst nicht vereinbar sind.
Die bestehenden Parkmöglichkeiten am Krankenhaus sind bereits vollständig ausgelastet. Zusätzliche Kapazitäten können aufgrund der innerstädtischen Lage nicht geschaffen werden. Ohne eine ergänzende Regelung im öffentlichen Raum wird die Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes erheblich eingeschränkt.
Aus rechtlicher Sicht ist die aktuelle Regelung kritisch zu bewerten. Kommunale Maßnahmen müssen dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit entsprechen. Zwar ist die Parkraumbewirtschaftung geeignet, den Parkdruck zu reduzieren, jedoch ist ihre undifferenzierte Anwendung auf systemrelevantes Krankenhauspersonal weder erforderlich noch angemessen. Die Gleichbehandlung mit allgemeinen Berufspendlern wird der besonderen Funktion dieser Berufsgruppe nicht gerecht.

Die Maßnahme führt zudem zu einer faktischen Erschwerung der Berufsausübung, ohne dass mildere Mittel ausgeschöpft wurden. Ein speziell auf Krankenhauspersonal zugeschnittenes Parkmodell stellt ein solches milderes und zugleich wirksames Mittel dar.
Die aktuelle Planung gefährdet somit nicht nur die Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten, sondern mittelbar auch die Patientensicherheit und die Qualität der medizinischen Versorgung in Kassel.

Gesundheitsversorgung ist ein zentrales öffentliches Gut. Sie darf nicht durch vermeidbare strukturelle Hürden beeinträchtigt werden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Mitarbeitende der Krankenhäuser Kassel, Kassel

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 29.03.2026
Sammlung endet: 30.04.2026
Region: Kassel
Kategorie: Gesundheit

Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    vielen Dank für eure Unterstützung und eure Unterschrift im Rahmen unserer Petition.
    Ich möchte euch darüber informieren, dass ich die gesammelte Unterschriftenliste inzwischen an den Oberbürgermeister, Herrn Dr. Sven Schoeller, sowie an die Stadt Kassel übermittelt habe. Damit haben wir gemeinsam ein starkes Signal gesetzt und den Handlungsbedarf deutlich gemacht.

    Mit nahezu 2.000 Unterschriften zeigt sich eindrucksvoll, wie groß die Betroffenheit und der Wunsch nach einer fairen und praktikablen Sonderregelung für Krankenhauspersonal ist.

    Ich habe die Stadt zudem darum gebeten, sich gemeinsam mit den verantwortlichen Klinikleitungen konstruktiv mit der Thematik auseinanderzusetzen, um zeitnah eine tragfähige Lösung zu entwickeln.
    Sobald es Rückmeldungen oder weitere Entwicklungen gibt, werde ich euch selbstverständlich umgehend informieren.

    Nochmals vielen Dank für eure Unterstützung!

    Mit freundlichen Grüßen
    Arif Bozkurt

Die Öffis fahren nicht nach Dienstplan und schon gar nicht, wenn er sich von jetzt auf gleich ändert. Maschinen kann man abstellen,Pflegepersonal leider nicht. Und dann sollte man sich mal die Frage stellen,warum der Fachpersonal fehlt,wenn es beim parken schon anfängt ????

Als Arbeitgeber sollte das Klinikum für allen Beschäftigten eine adäquate Möglichkeit zum Parken bereitstellen. Zur Not auch durch die Reduktion der Besucherparkplätze oder durch Parkservice (Valet parking). Ein Blick auf Luftbilder des Klinikums zeigt, dass zahlreiche freie Flächen existieren. Vorhandene Parkplätze werden z.T. nur als einfache Stellflächen genutzt und könnten jedoch als Parkhäuser erweitert werden.

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