Construction

Stadtumbau Jetzt! - Katastrophenvorsorge in Oranienburg auf den Prüfstand stellen!

Petition is directed to
Alle Stadtverordnete,, Bürgermeister Alexander Laesicke;
80 Supporters 64 in Oranienburg
9% from 700 for quorum
  1. Launched 18/07/2021
  2. Time remaining > 4 Wochen
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
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Voller Schrecken und Mitgefühl denken wir an die Menschen in den von der Flutkatastrophen betroffenen Gebieten. Viele haben ihr Leben, Angehörige und Freunde, noch mehr Wohnung und ihre Lebensgrundlagen verloren. Wir erinnern uns deshalb auch besonders an die Starkregenereignisse von 2017 in unserer Region und fragen besorgt, was ist seitdem hier passiert? Die Antwort lautet, seit dem wurden weitere innerstädtische Flächen in Größenordnungen versiegelt und die nächsten groß angelegten Flächenversiegelungen werden bereits geplant. Alte schattenspendende Bäume wurden gefällt. Deshalb fordern wir, ein Moratorium für alle noch nicht begonnen Neubauvorhaben. Eine Überprüfung der Stadt auf Katastrophentauglichkeit und nötige Anpassungen an Extremwetterereignisse von Hitze und Dürre bis hin zu Fluten und Hochwassern, wie wir sie in Zukunft auch in unserer Region noch häufiger und noch intensiver erwarten müssen. Insbesondere alle innerstädtischen Versiegelungsvorhaben müssen gestoppt werden. Die Runge-Brache darf nicht bebaut, sondern muss als innerstädtischer Not-Polder umgestaltet werden und zugleich ein Stadtpark mit kühlender Funktion für die sich aufheizende Stadt werden. Der Fischerkiez darf nicht bebaut, sondern die historisch seit dem 17. Jh. bestehenden Gärten müssen erhalten werden. An den Fließgewässern, Havel, Oranienburger Kanal und dem Lehnitzsee müssen großzügige Freiflächen unbebaut bleiben und als Polderflächen auch innerstädtisch dienen können.

Reason

Dass Wetterextreme zunehmen und stärker ausfallen als früher ist inzwischen eine unbestreitbare Tatsache. Dass dieser Trend nicht gestoppt ist, sondern sich in Zukunft weiter verstärken wird, ist sicher. In Oranienburg hatten wir in den letzten Jahren unter Hitze und Trockenheit, 2017 dagegen unter Starkregenereignissen zu leiden. Gleichwohl waren die Folgen der Extremwetterlagen hier bislang noch nicht so gravierend, wie derzeit in vielen Gebieten der Bundesrepublik und Europas. Künftig wird aber auch Oranienburg von Extremwetterereignissen nicht verschont werden, die in ihrer jeweiligen Stärke zunehmen werden. Wir werden mehr Hitze und mehr Trockenheit aber auch noch stärkere Regenfälle erleben. Als Stadt am Wasser können wir von solchen Hochwasserereignissen auch im flachen Brandenburg betroffen sein. Seit 2017 wurden viele, damals noch unbebaute, innerstädtische Flächen bebaut und damit versiegelt. Starkregen wird auf versiegelten Flächen nicht aufgehalten, kann auch nicht versickern, sondern sucht sich den einfachsten Weg zu tiefergelegenen Flächen. Die Wucht solcher Wassermassen sehen wir dieser Tage im Fernsehen. Weniger spektakulär aber nicht weniger tödlich sind Hitzeereignisse, die insbesondere in Innenstädten im letzten Sommer mehr Todesopfer gefordert haben als Corona.

In der Entwicklung unserer Stadt haben wir bislang aus der Klimaveränderung keine Konsequenzen gezogen. Wir bebauen Frischluftschneisen, fällen alte kühlende und schattenspende Bäume auch dann, wenn sie gesund sind, weil sie dem Verkehr im Weg sind. Vor allem haben wir immer mehr innerstädtische Flächen durch Bebauung versiegelt. Die nächsten großen innerstädtischen Bebauungs- und Versiegelungsvorhaben sind bereits in der Planung. Insbesondere die Runge-Brache soll zu einem Einkaufszentrum mit Tiefgarage entwickelt werden. Tiefgaragen können bei Starkregenereignissen zu Todesfallen werden. Stattdessen fordern wir, die Runge Brache zu einem innerstädtischen _Not-Polder zu entwickeln. Das Konzept des Senkgartens ist dafür ideal. So könnte ein Stadtpark entstehen, der im Sommer die Innenstadt kühlt, Schatten spendet, die staubige Luft reinigt, Lärm mindert, als Spielplatz für die Kinder der angrenzenden Schulen und Wohngebiete dient, als Marktplatz genutzt werden kann und für alle eine kostenlose innerstädtische Oase wäre, die bei Starkregenereignissen viel Wasser aufnehmen und dann langsam versickern kann und so auch zur Entlastung der angespannten Grundwassersituation in Oranienburg beiträgt.

Wir fordern den Fischerkiez, der in unmittelbarer Flussnähe liegt, nicht zu bebauen. Bebauungen in Flussnähe sind angesichts der Hochwasserereignisse an Oder, Elbe oder jetzt im Westen der Republik schlicht unverantwortlich geworden. Statt dessen fordern wir die Erhaltung der historischen Kleingärten an dieser Stelle, die einen wertvollen Beitrag zum Ökosystem der Stadt leisten.

Wir fordern den Stopp und die Überprüfung aller wassernahen Bebauungspläne, z.B. am Oranienburger Kanal, z.B. am ehem. Rußwerk. Wir fordern die Gewährleistung einer unbebauten Uferzone, die auf Fluten und Starkregenereignisse ausgerichtet ist, weil wir sonst sehenden Auges nicht nur die neuen Häuser, sondern auch die bestehende Bausubstanz zusätzlich gefährden.

Wir fordern einen klimaangepassten Stadtumbau und die Überprüfung aller Baumaßnahmen auf Verträglichkeit mit der Zunahme von Extremwetterereignissen. Wir fordern ein Ende der Flächenversiegelung und Entsiegelungen auch bei Verkehrsflächen. Wir fordern Ausgleichsmaßnahmen bei unvermeidlichen Flächenversiegelungen in unmittelbarer Nähe zur versiegelten Fläche. Wir wollen auch künftig in einem lebenswerten Oranienburg leben und fordern die Stadtverordneten und die Stadtverwaltung deshalb auf, sich ihrer Verantwortung zu stellen und den klimagerechten Stadtumbau unverzüglich einzuleiten und keine Schritte mehr in eine Richtung zu unternehmen, die die Folgen von zunehmenden Extremwetterereignissen für unsere Stadt und uns, die darin lebenden Menschen noch extremer ausfallen lässt.

(Foto: Helge Treichel, MAZ, 2.7.2017; Video, 2017 06 29EWTV173 Hochwasser Oranienburg)

Thank you for your support, Henning Schluß from Oranienburg
Question to the initiator

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Dieser Umbau könnte sogar durch ein neues Landesprogramm zur Anpassung von Kommunen an Starkregenereignisse gefördert werden. Oranienburg sollte dabei nicht abseits stehen: https://www.moz.de/nachrichten/brandenburg/wetter-klima-hochwasser-kann-das-wasser-bei-starkregen-fuer-eine-spaetere-duerre-in-brandenburg-gespeichert-werden_-58217623.html?fbclid=IwAR1sHIegBNq7iODOXBxg4PQKm9CGzHLsFQOicYOUmhGkbzFbGc53oJ10kt4

No CONTRA argument yet.

Why people sign

  • Mareen Curran Oranienburg

    2 days ago

    Vorsorge ist besser als Nachsorge. Wir müssen mindestens auf Gegebenheiten reagieren unfreie nicht abtun bis zur nächsten Katastrophe.

  • Robert Fengler Oranienburg

    5 days ago

    Ich selbst finde es sehr schade das nicht 2 mal über Bauprojekte und deren Auswirkungen nachgedacht wird! Es wird fast immer zugestimmt, um Oranienburg an Einwohner zu bereichern.

  • Frank Zierke Oranienburg

    5 days ago

    Die Siedlung in Lehnitz war 2017 stark vom Hochwasser betroffen

  • Ute Rathmann Oranienburg

    5 days ago

    Wir waren 2017 selbst im OT Lehnitz stark betroffen. Obwohl wir keinen Keller haben. Seit dem haben wir aber eine Versicherungspolice inclusive der Elementarschäden. Vorsorge erscheint mir aber immer besser...

  • Not public Oranienburg

    5 days ago

    Es war z.B. eine Sünde, die gesunde, 300 Jahre alte Linde an der Lehnitzer Kreuzung zu fällen - man hätte auch den Fußgängerüberweg um 20m verlegen können . Sowas darf sich nicht wiederholen!

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