Region: Germany

Steuererhöhung auf Pendelflüge von Airline-Mitarbeitenden wieder zurücknehmen!

Petition is addressed to
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

6,619 Signatures

20 %
6,009 from 30,000 for quorum in Germany Germany

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  1. Launched 26/03/2026
  2. Time remaining > 5 months
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Petition addressed to: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

Die Petition soll erreichen, die gleich lautenden Erlasse der obersten Finanzbehörden der Länder zur Versteuerung des geldwerten Vorteils der von Luftfahrtunternehmen gewährten unentgeltlichen oder verbilligten Flüge vom 5.11.2025 unverzüglich zurückzunehmen und den alten Sachstand wieder in Kraft zusetzen.

Reason

Die Erlasse erhöhen die Sozialabgaben- und Steuerlast für sogenannte Standby-Tickets. Steuern und Abgaben übersteigen den von den Fluggesellschaften angebotenen ermäßigten Tarif um ein Vielfaches.

Das ist in unseren Augen eine unzumutbare Mehrbelastung und führt bei Angestellten in niedrigen Einkommensgruppen zu erheblichen Einbußen, die einen Verbleib im Beruf gefährden können. Angestellte der Airlines nutzen verbilligte Tickets zum überwiegenden Teil für ihre Arbeitswege. Nur zu einem sehr geringen Teil werden diese Tickets für private Reisen genutzt. Niedrige Löhne und hohe Lebenshaltungskosten, vor allem in den Metropolregionen München und Frankfurt, machen das sog. “Shutteln” aus anderen europäischen Regionen für viele Angestellte notwendig, um ihren Beruf überhaupt ausüben zu können. “Shutteln” wird zudem zur Notwendigkeit, wenn Airlines aus Rationalisierungsgründen Basen schließen. Mitarbeitende werden in Folge anderen Basen zugeteilt. Plötzlich liegen hunderte Kilometer zwischen Heimat und Arbeitsort. Das Angebot kostengünstig zu pendeln ermöglicht den deutschen Airlines erst die notwendigen Fachkräfte in den Metropolregionen zu finden und/oder dauerhaft zu halten. Verteuert sich der Arbeitsweg noch weiter, rechnet sich das für Angestellte mit niedrigem Einkommen nicht mehr. Folgendes Beispiel kann die finanziellen Auswirkungen verdeutlichen:

Eine junge Frau, 20 Jahre, alleinstehend, keine Kinder, Steuerklasse 1, wohnt in der Region Dresden und arbeitet als Flugbegleiterin mit Stationierungsort Frankfurt am Main. Um ihre Tätigkeit in Frankfurt auszuüben, pendelt sie mit einem Stand-By-Flugticket in der Economy-Class ca. 10-mal pro Monat. Ihr zu versteuerndes Bruttomonatseinkommen beträgt ca. 2023,00 €, plus steuerfreier Flugzulage von 327,00 €. Auf 2023,00 € zahlt sie 530,00 € Steuern und Sozialabgaben. Somit verfügt sie über 1820,00 € (netto) pro Monat. Nach bisheriger Regelung musste sie mit einem Pendleraufwand in Höhe von (rund) 900,00 € (Ticketpreis + Steuern und Gebühren) rechnen. Es blieben ihr bisher 920,00 € pro Monat für den Lebensunterhalt. Nach angepasster Regelung muss sie auf jedes Ticket zusätzlich einen geldwerten Vorteil in Höhe von 76,46 € einrechnen. Dies erhöht ihr zu versteuerndes Bruttomonatseinkommen um 764,60 €, obwohl sie keinen Cent mehr Gehalt erhält. Auf 2023,00 € zahlt sie jetzt 850,00 € Steuern und Sozialversicherung. Somit bleiben ihr 1173,00 €, plus steuerfreier Flugzulage von 327,00 €, also 1500,00 € pro Monat. Sie muss weiterhin mit einem Pendleraufwand in Höhe von (rund) 900,00 € rechnen. Der zusätzliche geldwerte Vorteil reduziert aber ihr verfügbares Monatseinkommen um weitere 320,00 €. Es bleiben ihr künftig nur noch 600,00 € pro Monat für den Lebensunterhalt.

Die Verordnung ist sozial unausgewogen. Sie trifft vor allem Berufspendler in den unteren Einkommensgruppen, die aufgrund der Distanz zwischen Wohnung und Arbeitsstätte auf vergünstigte Tickets mit dem Flugzeug angewiesen sind.

Thank you so much for your support, Unabhängige Flugbegleiter Organisation e.V. (UFO), Mörfelden-Walldorf
Question to the initiator

Petition details

Petition started: 03/26/2026
Collection ends: 09/25/2026
Region: Germany
Topic: Taxes

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Viele von uns fahren schon zum Flughafen mit dem Auto. Wir haben also doppelte Belastung. In Gehaltsstufe 1 ist es kein Zuckerschlecken und auch in den Gehaltsstufen danach braucht es Zeit, bis es bemerkbar wird. Ich benötige eigentlich neue Klamotten oder andere Dinge, die ich mir nicht kaufen kann. Im Januar - März habe ich draufgezahlt, weil mein Gehalt nicht mehr reicht. Und das wegen dieser Änderung.

Das ist Jammern auf Luxusniveau. Ich habe aktuell 60 % gestiegene Spritpreise ohne ÖPNV-Anbindung an meinen Arbeitsplatz im Umfeld einer Großstadt. Das zahlt mir auch keiner. Jammer ich deshalb? Für die überflüssige Interkontinentalfliegerei werden derart massiv Schadstoffe ausgepustet, dass diese mörderische Unsitte eigentlich verboten gehört. Gruß aus Garzweiler

Why people sign

Für Shuttler ist das Arbeitsleben eh schon viel zu schwer, es muss nicht noch teurer werden!!

die Erhöhung des geldwerten Vorteils führt zu einer massiven Verschlechterung der Gesamtkonditionen für Lufthansa Konzernbeschäftigte und senkt die Attraktivität des Arbeitgebers.

Due to commute to work

zu hohe finanzielle Belastung

it's unfair

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