Region: Brühl

Gegen Grundsteuererhöhung in Brühl – Für bezahlbares Wohnen und ausgewogene Haushaltskonsolidierung

Petition is addressed to:
Bürgermeister Marc Prokop
Submitted Official statements by Members of Parliament

2,649 Signatures

100 %
2,519 from 740 for quorum in Brühl Brühl

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  1. Launched June 2026
  2. Time remaining > 7 weeks
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Petition addressed to: Bürgermeister Marc Prokop

Am Montag, den 15.06.2026 wurde auf der Brühler Ratssitzung lt. Tagesordnungspunkt 4
u.a. der Hebesatz der Grundsteuer B rückwirkend zum 1.1.2026 von 700% auf 900% erhöht.
Wir hatten gefordert:
·      die Aussetzung weiterer Anhebungen zur Erhöhung des Hebesatzes der Grundsteuer B
im laufenden und kommenden Haushaltsjahr
·      die Offenlegung sämtlicher Berechnungsgrundlagen, die dem Beschlussvorschlag einer
Grundsteuererhöhung zugrunde liegen
·      eine transparente Offenlegung aller internen Einsparpotenziale, bevor über weitere
Steuerhöhungen nachgedacht wird
·      die Prüfung alternativer Finanzierungs- und Einsparmaßnahmen, um die Belastung
für die Einwohner*innen der Stadt Brühl zu deckeln
·      eine Bürgerbeteiligung an zukünftigen Entscheidungen über kommunale Steuerhöhungen.

Reason

Begründung:
Die geplante Erhöhung der Grundsteuer B in Brühl in Höhe von fast 30% stellt eine erhebliche und - durch rückwirkende Änderung – unzumutbare, finanzielle Mehrbelastung für die Einwohner*innen
dieser Stadt dar.
Eine rein pauschale Erhöhung von Steuern löst zudem die tieferliegenden strukturellen Probleme des städtischen Haushalts nicht.

Gegen diese Erhöhung sprechen im Wesentlichen folgende Punkte:

1. Wohnen darf nicht noch teurer werden
Die Wohnkosten gehören heute schon zu den größten Ausgaben privater Haushalte.
Da die Grundsteuer B voll umlagefähig ist, betrifft sie alle Mieter*innen und alle, die im Wohneigentum wohnen.
Damit konterkariert solch eine Steuerhöhung sämtliche politischen Ziele zur Schaffung und Erhaltung von bezahlbarem Wohnraum.
 
2. Weitere Belastung in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten

In Zeiten drastisch gestiegener Energiekosten, hoher Inflation sowie zunehmenden Kosten für Mobilität und Wohnen hat sich die finanzielle Situation vieler Haushalte deutlich verschlechtert.

Viele private Eigentümer*innen haben ihre Immobilie über Jahrzehnte finanziert und müssen weiter Kredite, Modernisierungen und gestiegene Betriebskosten tragen.
Aber auch Mieter*innen sind bei einer Grundsteuererhöhung durch die Umlage der Betriebskosten unmittelbar betroffen.

So werden Steuerhöhungen zu einer zusätzlichen Belastung, die weite Teile der Bevölkerung betreffen, insbesondere jedoch junge Familien, Renter*innen sowie Menschen mit mittleren und niedrigen Einkommen, die bereits jetzt durch die allgemeinen Lebenshaltungskosten an ihren Belastungsgrenzen angelangt sind.

Sinkt infolgedessen die Kaufkraft der Bürger vor Ort, schadet dies indirekt auch lokalem Einzelhandel und Gewerbe.
 
3. Transparenz und Nachvollziehbarkeit
Vor jeder Steuererhöhung haben die Bürger*innen ein berechtigtes Interesse zu erfahren,
-           warum zusätzliche Einnahmen erforderlich sind
-           welche Einsparmaßnahmen bereits umgesetzt und
-           welche Alternativen bereits geprüft wurden.

Die bundesweite Reform der Grundsteuer sollte nicht zu einer pauschalen Mehrbelastung führen, weswegen aufkommensneutrale Hebesätze empfohlen wurden.
Eine beabsichtigte Erhöhung des Hebesatzes muss damit auch in dieser Hinsicht nachvollziehbar begründet werden.
 
4.  Einsparpotenzial und Verwaltungsreformen
Steuererhöhungen dürfen nicht zum ersten Mittel der Haushaltskonsolidierung werden.
Bevor zusätzliche finanzielle Belastungen für die Bürger*innen beschlossen werden, müssen alle Mittel zur Effizienzsteigerung, Möglichkeiten der Digitalisierung, Priorisierung kommunaler Projekte etc. untersucht werden.
 
5.  Akzeptanz und Vertrauen gegenüber der Politik
Frühzeitige Informationen, eine Beteiligung der Bürger*innen an zukünftigen Entscheidungen und nachvollziehbare Entscheidungsprozesse würden das Vertrauen in die Kommunalpolitik stärken und zur Akzeptanz notwendiger Maßnahmen beitragen.
 
Wohnen und Arbeiten in Brühl müssen attraktiv bleiben. 
Finanzielle Defizite dürfen nicht einseitig zu Lasten der Einwohner*innen gehen.
Deshalb fordern wir eine bürgernahe, sozial ausgewogene und zukunftsorientierte Finanzpolitik
der Stadt Brühl.

Bitte unterstützen Sie diese Petition mit Ihrer Unterschrift, um ein deutliches Signal für finanzielle Fairness und bezahlbares Wohnen an die Brühler Politik zu senden! Vielen Dank!                                                                                                         

Thank you so much for your support, Gudrun Skeide-Panek, Brühl
Ask the initiator

Petition details

Petition started: 11 Jun 2026
Collection ends: 12/10/2026
Region: Brühl
Topic: Taxes

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News

  • Nun ist es soweit!

    Der Entwurf des Haushaltssicherungskonzeptes (HSK) für Brühl für die nächsten 10 Jahre wurde veröffentlicht! Weitere Grundsteuererhöhungen ab 2028 sind darin eingeplant ...
    https://www.bruehl.de/.../Ergaenzungsband-zum-Hh-Entwurf...

    Der Entwurf ist umfangreich und wir haben begonnen, uns „durchzuarbeiten“.

    Folgen Sie unserer Facebook-Seite unter https://www.facebook.com/profile.php?id=61595492995079 und unterstützen Sie uns mit konstruktiven Vorschlägen und Einwänden gegen die erneuten Grundsteuer-Erhöhungen, für bezahlbares Wohnen und ausgewogene Haushaltskonsolidierung in unserer Stadt Brühl!

    Viele Grüße
    Gudrun und Axel

  • 183 Millionen Euro dringliche Investitionen, sukzessive Anhebung der Grundsteuer B und ein Haushaltssicherungskonzept bis 2035: In Brühl stehen harte Jahre bevor. Doch viele Fragen sind offen – und ausgerechnet jetzt soll das Rederecht der Bürger eingeschränkt werden.

    Seit vier Monaten wird auf Antworten gewartet: Wie wurde die Erhöhung der Grundsteuer B auf 900 % berechnet? Welche Einsparmöglichkeiten wurden zuvor geprüft? Welche Unterlagen rechtfertigen diesen Schritt – noch dazu während der vorläufigen Haushaltsführung?
    Bis heute sind die erbetenen Nachweise nicht offengelegt, auch unser IFG-Antrag nicht beantwortet. Auf die erneute Nachfrage in der Ratssitzung verwies der Bürgermeister auf den hohen Arbeitsaufwand durch Haushaltsfortschreibung und Haushaltssicherungskonzept (HSK).

    Doch wenn die Bürger mehr zahlen sollen, müssen sie auch erfahren, warum.
    183 Millionen Euro dringliche Investitionen – aber nach welchen Kriterien?

    Die beiden Dringlichkeitslisten A und B umfassen 114 Investitionsmaßnahmen mit einem Volumen von rund 183 Mio. € bis 2030. Sie wurden im Rat einstimmig beschlossen. Dabei haben alle Maßnahmen Priorität 1, sofern eine Priorität angegeben wurde. Welche Kriterien gelten dafür? Wer hat die Einstufungen anhand welcher Unterlagen vorgenommen? Diese Fragen blieben offen.

    Wir haben konkrete Mängel und Unklarheiten benannt: Bei der Maßnahme „Zum Sommersberg“ sanken erwartete Einnahmen kurzfristig von 180.000 auf 150.000 € – ohne nachvollziehbare Erläuterung. Hier sollen die Mülltonnen nicht mehr so weit geschoben werden müssen, Kostenpunkt: 150.000 €.

    Für das Grundstücksmanagement werden knapp 17 Mio. € angesetzt, aber nur rund 3,3 Mio. € näher erläutert.

    Bei der Feuerwache Römerstraße änderte sich die ausgewiesene Gesamtsumme deutlich.

    Auch zahlreiche Kanalmaßnahmen sollen zeitlich vorgezogen oder neu verteilt werden. Wie sollen 34 Maßnahmen personell und organisatorisch parallel bewältigt werden?

    Weitere Fragen betrafen IT-Ausgaben, darunter 50.000 € für CAFM-Software, sowie den Umbau der Eierburg für Büronutzung. Wir wollten wissen, was während der vorläufigen Haushaltsführung tatsächlich unaufschiebbar ist und welche Alternativen geprüft wurden. Die Antworten blieben teilweise aus oder beschränkten sich auf allgemeine Hinweise.

    Ein HSK bis 2035 – aber kaum konkrete Antworten

    In der Ratssitzung vom 12.10.26 haben Bürgermeister und Kämmerin zur neuen Haushaltsfortschreibung und zum Haushaltssicherungskonzept gesprochen. Die Kämmerin bezeichnete die Lage als die schwierigste, in der die Stadt je gestanden habe. Sie verwies auch auf Belastungen durch Bund und Land. Der Bürgermeister wünschte sich eine sachliche Diskussion und kündigte vollständige Transparenz über Entscheidungen und Folgen an.

    Die Zahlen sind alarmierend: Das Defizit stieg von 6,4 Mio. € in 2023 auf 22 Mio. € in 2025.
    Für 2026 werden trotz der vorgezogenen Grundsteuererhöhung noch 9,9 Mio. € Minus erwartet, für 2027 weitere 16,5 Mio. €. Erst 2034 soll das Jahresergebnis erstmals positiv sein.

    Gleichzeitig ist - neben weiteren Steuererhöhungen - für 2028 und 2029 eine erneute Anhebung der Grundsteuer B vorgesehen.
    Als Gegenmaßnahmen wurden optimierter Personal- und Ressourceneinsatz mit externer Beratung, stärkere Investitionspriorisierung, Einsparungen bei freiwilligen Leistungen, Digitalisierung und interkommunale Zusammenarbeit genannt.

    Doch konkrete Einzelheiten, nachvollziehbare Berechnungen bzw. eine genaue Aufschlüsselung der Konsolidierungs-Maßnahmen wurden in der Sitzung kaum vorgestellt.
    Die Veröffentlichung ist einen Tag nach der Ratssitzung, am 13.10.26 nachmittags im Ratsinformationssystem der Stadt geplant.

    Weniger Redezeit, wenn mehr Fragen nötig sind?

    Die Bürgerbeteiligung ist offensichtlich, trotz unserer Nachfragen, über den vorgeschriebenen Rahmen hinaus nicht vorgesehen (GO NRW §80). Also haben die Einwohner der Stadt Brühl voraussichtlich gerade einmal 14 Tage Zeit, Einwendungen zu erheben!

    Und nun soll auch noch die öffentliche Fragestunde vor Ratssitzungen verkürzt werden:
    Im Gespräch sind 25 % weniger Zeit, höchstens drei Fragen und drei Minuten Redezeit pro Person. Zunächst soll der Ältestenrat eine Empfehlung dazu abgeben.

    Das ist ein fatales Signal. Gerade wenn die Stadt vor einem Jahrzehnt des Sparens steht, müssen Bürgerinnen und Bürger nachvollziehen können, welche Entscheidungen getroffen werden, welche Belastungen auf sie zukommen und wo Einsparungen möglich sind.

    Wir fordern keine einfachen Antworten auf schwierige Probleme.
    Wir fordern nachvollziehbare Antworten auf konkrete Fragen.
    Brühls Finanzen müssen komplett offengelegt werden, gehören in die öffentliche Diskussion.

    Schauen Sie hin, fragen Sie nach und beteiligen Sie sich an der Beratung des HSK. Denn die Folgen reichen weit über die nächste Ratssitzung (14.12.26) hinaus.

    Sie erreichen uns unter:
     Sparen4Bruehl@web.de    oder     openpetition.org/tpztb
    Axel und Gudrun

  • openPetition hat heute eine Erinnerung an die gewählten Vertreter im Parlament Stadtrat geschickt, die noch keine persönliche Stellungnahme abgegeben haben.
    Bisher haben 36 Parlamentarier eine Stellungnahme abgegeben.
    Die Stellungnahmen veröffentlichen wir hier:
    www.openpetition.de/petition/stellungnahme/gegen-grundsteuererhoehung-in-bruehl-fuer-bezahlbares-wohnen-und-ausgewogene-haushaltskonsolidierung

Die Entscheidung ist eben gefallen … die Grundsteuer B wird rückwirkend zum 1.1.2026 von 700 auf 900 Punkte erhöht. Diese Petition sehe ich daher als Startpunkt einer Initiative, bei der die Bürger - die ihren Beitrag zur Konsolidierung nun dauerhaft leisten müssen - den gewählten Rat und die Verwaltung immer wieder (z.B. durch Anfragen und Vorschläge) in die Pflicht nehmen, nun ihren Beitrag durch wirksames SPAREN auf der AUSGABENSEITE (z.B. Personal!) zu leisten!

No CONTRA argument yet.

Why people sign

Morgner

Eigenheim soll bezahlbar bleiben (Mittelstand) und Familien nicht durch ständig steigende Preise vertrieben werden.

Wohnen darf nicht noch teurer werden
Die Stadt soll an anderen "Baustellen" sparen
Z.B. Rathaussanierung, neue Feuerwehr, Park in brühl-Ost, etc.

Durch die Verantwortlichen wird keine Transparenz bezüglich möglicher Einsparungen gezeigt. Rückwirkende Steuererhöhungen sind nicht ethisch.

Da es nicht sein kann, dass wir Bürger für die Fehlentscheidungen immer mehr bezahlen müssen.

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