Mit dieser Petition starten wir eine Unterschriftensammlung für die Einführung einer Tempo 30 Zone entlang der Hauptstraße in Elchesheim-Illingen. Zusätzlich fordern wir eine offizielle Messung der Lärmbelastung an Spitzentagen und die Installation von Geschwindigkeitsmessanlagen und permanenten elektronischen Hinweistafeln.(Smileys)

Hier sind einige Links mit weiterführenden Informationen zum Thema: Einige Videos aufgenommen innerhalb von 30 Minuten an der Hauptstraße: www.dropbox.com/sh/mscvverizedo38e/AABdM3-QL2YcU7qSppLMm617a?dl=0 Bilder von normalem Verkehr in den Sommermonaten: www.dropbox.com/sh/cd7gb983jfa1fly/AACimnhibdFmI27Xk5nv_Y3ia?dl=0

Berechnung nach RLS-90, Richtlinien für den Lärmschutz an Straßen: www.sp-laermschutz.de/wielaut.html www.staedtebauliche-laermfibel.de/?p=100&p2=3.1.2.4

Übersicht der Grenzwerte: www4.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/5673/

Messen oder berechnen? www.bmub.bund.de/themen/luft-laerm-verkehr/laermschutz/laermschutz-im-ueberblick/laermmessung-laermberechnung/

Nach Dieselgate droht jetzt der Dezibel-Skandal: www.welt.de/wirtschaft/article167543376/Nach-Dieselgate-droht-jetzt-der-Dezibel-Skandal.html

Straßenverkehrslärm: eine Hilfestellung für Betroffene www.ald-laerm.de/fileadmin/ald-laerm.de/Publikationen/Druckschriften/Strasenverkehrslaerm.pdf

Tempo 30 – Wie vor Ort umsetzen? www.matthias-gastel.de/tempo-30-wie-vor-ort-umsetzen/

VCD Tempo 30 Soforthilfe PDF: www.vcd.org/fileadmin/user_upload/Redaktion/Publikationsdatenbank/Verkehrssicherheit/Tempo30_Soforthilfe-Papier_2013.pdf

Die Auswirkungen von Tempo 30 auf die Verkehrssicherheit: www.vsf.de/fileadmin/inhalte/public/06_Engagement/tempo30/Maria_Limbourg_Tempo30.pdf

www.fr.de/rhein-main/verkehr/verkehr-laermschutz-durch-tempo-30-a-743685 vm.baden-wuerttemberg.de/de/ministerium/presse/pressemitteilung/pid/mit-tempo-30-fuer-laermschutz-und-verkehrssicherheit/ www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/2546/publikationen/wirkungen_von_tempo_30_an_hauptstrassen.pdf

Begründung

  1. Statistisch geht die Verkehrsbehörde eher von einer Zunahme statt einer Abnahme des Verkehrs aus trotzdem hat man erstaunliche 2000 Fahrzeuge pro Tag weniger gemessen als bei der letzten Messung aus 2014. Aber immerhin hochgerechnet 1,8 Mio Kfz pro Jahr. Erst ab einer Belastung von 3 Millionen/Kfz/Jahr kann man davon ausgehen das die Verkehrsbehörde einschreitet und eine Verkehrsberuhigung anordnet, sprich eine 30-er Zone für dann 3 Mio. Fahrzeuge pro Jahr. Erst dann wäre ein Lärmpegel erreicht bei dem das Landratsamt für die Menschen an einer Gemeindehauptstraße etwas unternimmt.

  2. In Elchesheim-Illingen wurden laut der Auswertung der Geschwindigkeitsmessung im II. Quartal 2017 vom Landratsamt Rastatt (Zentrale Bußgeldstelle) jedoch folgende Daten ermittelt. 25.04.2017 - haben 12,9 % der gemessenen Fahrzeuge die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten. 09.05.2017 - waren es 19,0 % und am19.06.2017 - 17,4 % Es wurden Kfz. gemessen die sogar schneller als 80 km/h. unterwegs waren. Nun kann man als Bürger durchaus auch eine Hochrechnung erstellen und kommt dabei auf folgende Zahlen. Bei den Geschwindigkeitsmessungen in Elchesheim-Illingen kann man von Geschwindigkeitsüberschreitungen im Schnitt von 16% der Fahrzeuge ausgehen. Dies wären durchschnittlich 825 Fahrzeuge pro Tag und 301.110 Kfz. pro Jahr die schneller als die erlaubten 50-kmh durch Elchesheim-Illingen unterwegs sind. Von welchen Lärmpegeln kann man dann ausgehen? Bei einem Schwerlastanteil von 2%: 37.638 LKWs pro Jahr. Gemessen direkt vor der Haustür 90db – 3 Meter Abstand zum LKW
    Sommermonate im Schnitt bis 15% davon schwere Motorräder (über 100Tsd. pro Jahr) mit bis zu 100db. Dann noch die Abgase und Rußpartikel der 1.881.940 – Fahrzeuge pro Jahr

  3. In dem Bericht spricht man auch von subjektivem Lärm und dass laut der Hochrechnung (keine tatsächliche Messung) die gesetzlichen Grenzwerte 70 Dezibel am Tag und 60 Dezibel in der Nacht nicht erreicht werden. Hier einige Fakten: gemessene 90db – vorbeifahrender LKWs, Bulldog-Traktoren (sehr gerne auch Samstags und Sonntags Nachts), PKW und getunte Motorräder fahren mit 70-80 Sachen durch den Ort und 87db (gemessene) Nachts um 23.30. Der LKW Verkehr startet schon morgens im 04.30, es kommen die ersten 20 Tonner und ab 05.00 Uhr geht es richtig los. Beschleunigung auf 50 km/h von der 90 Grad Kurve bis zur Fußgängerampel von 20/40 Tonnern und Kipplastern bringt die Straße und die Häuser der Hauptstraße regelmäßig zum Zittern, die Vibrationen der aufheulenden Motoren durchdringen alles. (Entfernung vom Haus zur Straße 3 Meter). Dauerbeschallung an der Hauptstraße mit bis zu 80db durch den Durchgangsverkehr und der Beschleunigung auf diesem Straßenabschnitt – unerträglicher Lärm und Körperschall fühlbare Kreislaufbelastung durch Lärmstreß. Bis zu 80 Dezibel gemessen im Haus bei gekipptem Fenster. Im Innenhof des Hauses sind ab den Frühlingsmonaten kaum Unterhaltungen mehr möglich. Der Verkehr hat ganztags zwischen 6 und 19 Uhr stark zugenommen. Bis zu 5000 und mehr Fahrzeuge pro Tag – davon zig 40 Tonner, extrem laute Motorräder mit Schallpegel bis zu 100db. Speziell an Wochenenden ist die Hauptstraße eine der Lieblingsstrecken tausender Motorräder, auch Nachts wird keine Rücksicht genommen.

  4. Gesundheitliche Folgen erhöhter Lärmbelastung Lärm löst abhängig von der Tageszeit (Tag/Nacht) unterschiedliche Reaktionen aus. Im Allgemeinen sind bei Mittelungspegeln innerhalb von Wohnungen, die nachts unter 25 dB(A) und tags unter 35 dB(A) liegen, keine nennenswerten Beeinträchtigungen zu erwarten. Diese Bedingungen werden bei gekippten Fenstern noch erreicht, wenn die Außenpegel nachts unter 40 dB(A) und tags unter 50 dB(A) liegen. Tagsüber ist bei Mittelungspegeln über 55 dB(A) außerhalb des Hauses zunehmend mit Beeinträchtigungen des psychischen und sozialen Wohlbefindens zu rechnen. Um die Gesundheit zu schützen (Zunahme des Herzinfarktrisikos), sollte ein Mittelungspegel von 65 dB(A) am Tage und 55 dB(A) in der Nacht nicht überschritten werden.

  5. Mit Tempo 30 wird die Fahrzeit nur um wenige Sekunden länger. Auf einer Strecke von 500m innerhalb einer Tempo 30-Zone liegt der Zeitverlust bei maximal 5-10 Sekunden im Vergleich zu Tempo 50. Doppelter Bremsweg bei Tempo 50. Für die gesamte Hauptstraße wären dies gut 15 Sekunden.

  6. Eine Absenkung der Geschwindigkeit auf Tempo 30 würde an dieser Stelle wesentlich dazu beitragen die Situation zu entschärfen, den Lärm deutlich reduzieren und die Verkehrssicherheit erhöhen (es wird leichter und sicherer die Straße zu überqueren, die Querungsmöglichkeit verbessert sich wesentlich). § 45 (1) ermöglicht aus Gründen der Verkehrssicherheit oder zum Schutz der Wohnbevölkerung vor Lärm und Abgasen, eine streckenbezogene Geschwindigkeitsreduzierung auch auf Hauptverkehrsstraßen anzuordnen.

  7. Zusätzlich sollten noch stationäre Geschwindigkeitsmessanlagen und elektronische Hinweise auf die gefahrene Geschwindigkeit installiert werden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Horst Keller aus Elchesheim-Illingen
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Neuigkeiten

  • Sehr geehrte Unterstützer der Petition,

    die Unterschriftenliste wurde am Donnerstag den 26.04 bei Herrn Bürgermeister Spiegelhalder persönlich abgegeben. Unser Gespräch verlief sehr freundlich, wir haben uns eine Stunde zum Thema unterhalten und viel auch über die gültige Rechtsprechung, der teils extremen bevorzugung des Verkehrs in Deutschland, weit vor der Gesundheit und dem Schutz der Bevölkerung gesprochen.
    Als erste Sofortmaßnahme wurde die Anschaffung eines neuen Tempodisplays versprochen.
    Der Verkehrsmiley dient nicht nur dem Hinweis der angezeigten Geschwindigkeit, er soll zusätzlich auch eine elektronische Verkehrsüberwachung ermöglichen, mit der Aussicht auf Auswertung der Verkehrsdaten. Weitere Maßnahmen müssen noch erörtert werden.

    Die tatsächliche Handlungshoheit liegt in den Händen der Verkehrsbehörde des Landratsamtes Rastatt.
    Da die Hauptstraße von Elchesheim-Illingen eine Landesstraße ist und diese Straßen zur Zuständigkeit des Landes gehören, gelten hierfür die Richtlinien für den Lärmschutz an Straßen (RLS-90) Hier sollte man gleich wissen dass diese Richtlinien seit 1990 (ein im Wiedervereinigten Deutschland auffallend günstiges Jahr für solche Regelungen) gelten und nur einmal geändert wurden. (verschlechtert bzgl. LKWs)

    Hierzu möchte ich nur noch darauf hinweisen das bei der letzten Zählung im September 2017 (von mir beantragt), kurz vor der 90 Grad Kurve (zwischen der Einmündung Rheinstraße und Einmündung Lauterburgstraße) gemessen wurde und dadurch falsche/niedrige Werte in Bezug auf die Durschnittsgeschwindigkeit (41km/h) erfasst wurden. Äussert unfair von der Verkehrsbehörde. Die Zahlen bei den LKWs niemals stimmen können, die unsäglich lauten Motorräder als PKWs erfasst wurden, Busse und Landwirtschaftliche Maschinen gar nicht erfasst wurden. Um es nett auszudrücken, das war ein Foul im Strafraum...

    Den letzten Antrag September 2017 zur Minderung der Lärmbelastung habe ich gestellt.
    Ich empfehle nun dringend das andere Teilnehmer der Petition dies auch tun.
    Die fertigen Anschreiben kann ich sehr gerne sofort zur Verfügung stellen.
    Wir Bürger haben mehr Möglichkeiten als die Lokalpolitiker, wenn wir zusammenstehen und den Verantwortlichen die wahre Situation immer wieder vor Augen führen.
    Dies geht nur durch Anträge und Anzeigen. Wenn wir für ausreichend Arbeit sorgen und keine Ruhe geben müssen die Behörden irgendwann handeln, sonst geschieht nichts!
    Elchesheim-Illingen ist nicht nur ein Durchfahrtskaff wie viele denken und auch sagen.

    Es kommt leider noch viel schlimmer, denn folgende zusätzliche Belastungen sind in den nächsten 10 Jahren für den Landkreis Rastatt zu erwarten: Edeka Zentrallager, L'Oreal Zentrallager, Möbel Ehrmann, Ausbau Mercedes-Benz, Tunnelbau DB.

    40-Tonner sollten nicht weiterhin die Möglichkeit haben mit 50-Sachen und mehr durch die Dörfer zu brettern, auch die 30% an Mottorräder die einfach nur Lärmterror verbreiten müssen eingebremst werden. Der Unterschied bei Tempo 30 ist gewaltig.

    Ich bleibe an dem Thema auch aktiv dran, werde als nächstes Herrn Thomas Marwein, den Lärmschutzbauftragten der Landesregierung direkt anschreiben und nachfragen wie man als Bürger im Jahr 2018 mit der Situation umgehen soll, ob das System erst kollabieren muss (bei gut 35% mehr Verkehr in den nächsten 10 Jahren) bevor in Deutschland etwas verändert werden kann.
    Mit dem Verkehr ist es wie mit dem Dieselskandal, die Auto-, Motorrad- und Lärm-Lobbyisten haben auf Kosten der Bevölkerungsmehrheit ganze Arbeit geleistet und die Politik hat offensichtlich noch zu wenig Interesse am Menschenschutz.

    Vielen Dank für Ihre Unterstützung
    Horst Keller
    Hauptstr.14
    Elchesheim-Illingen
    Mail: horstkeller@t-online.de

    PS: bitte schreiben Sie mir wenn Sie Anträge oder weiter Unterlagen erhalten möchten.

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.