Seit dem 08.05.2015 gibt es einen unbefristeten Streik in städtischen und kommunalen Kinderbetreuungseinrichtungen.

Unsere Kinder lernen im Kindergarten wie man mit Konflikten umgeht. Das scheinen die beiden Streikparteien verlernt zu haben. Jeder schiebt den Schwarzen Peter der anderen Partei zu. Mit dem Ergebnis, dass diese Auseinandersetzung auf dem Rücken der Kinder und Eltern ausgetragen wird.

Die Ausprägung ist vielfältig von Not-Kitas, über temporär geschlossene Einrichtungen bis hin zu komplett geschlossenen Kitas.

Unsere Forderung an die Streikparteien: * Schluss mit dem Streik! * Kehrt zurück an den Verhandlungstisch!

UNS REICHTS!

Begründung

Der Streik soll Druck auf die kommunalen Arbeitgeber aufbauen, doch das Ziel wird verfehlt. Momentan ist der Druck nur für Kinder, ihre Eltern und die in Mitleidenschaft gezogenen Angehörigen, welche für die Betreuung einspringen, spürbar.

In einigen Städten betreiben Eltern aus der Not geboren in Eigenregie die Kindertagestätten. Zusätzlich springen Familienangehörige, Freunde oder engagierte Babysitter, Tagesmutter, etc. für die Betreuung ein.

Viele Eltern standen in den ersten beiden Wochen dem Streik positiv gegenüber, weil sie die Arbeit der Erzieher/innen schätzen und auf eine schnelle Einigung hofften. Inzwischen verfestigt sich aber der Eindruck das die beiden Parteien jeweils auf ihrem Standpunkt beharren und sich nicht aufeinander zubewegen.

Die Folgen sind vielfältig: * Kinder verstehen nicht warum sie ihre Kindergartenfreunde nicht sehen können * Kinder haben nicht ihre gewohnten Bezugspersonen * Aktionen für Vorschulkinder finden nicht statt * Betreuungsangebote und Förderungen findet in der Regel nicht oder nur sehr eingeschränkt in Not-Kitas statt * Integrative Förderung findet nicht statt und muss privat organisiert werden * Eltern verbrauchen ihren Jahresurlaub, der nicht zur Erholung der Familie genutzt werden kann * Zusätzliche Kosten für privat zu organisierende Betreuung des Nachwuchses kommen auf die Familienkasse zu * Verpflegung in der Kita findet nicht statt * Elternbeiträge und Verpflegungsgeld müssen trotzdem gezahlt werden

Die Belastungsgrenze der Kinder und Eltern ist erreicht!

Mit Ihrer Unterschrift unterstützen Sie unsere Forderung an ver.di und den VKA (Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber), sich schnellstmöglich an den Verhandlungstisch zu begeben und aufeinander zuzubewegen.

Ein schnelles Streikende ist zum WOHL unserer Kinder!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Der Druck im System ist jetzt endlich auch für Eltern und die Öffentlichkeit zu spüren. Leider geht es all zu sehr um die Bezahlung, viel wichtiger wäre das Thema der Qualität endlich als das wichtigere und leidvollste Thema in die Diskussion zu bringen. Der Streik ist hierfür eine Chance! Erzieherinnen und Kinder sind nämlich diejenigen, die unter miserablen Betreuungsschlüsseln so gut wie nicht von außen wahrnehmbar leiden und DAS muss auf den Tisch! Insbesondere bei Kindern unter 3 Jahren haben wir vielerorts gesundheitsschädliche Bedingungen, das verdrängen wir jedoch noch immer.