2.246 Unterschriften
Petition richtet sich an: Landtag Mecklenburg-Vorpommern Petitionsausschuss
Wir fordern die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern, den Landtag Mecklenburg-Vorpommern sowie die Verantwortlichen der Universitätsmedizin Greifswald und des Klinikums Karlsburg auf, die spezialisierte Diabetesversorgung für Kinder und Jugendliche am Standort Karlsburg im Zuge der geplanten Fusion dauerhaft, uneingeschränkt und verbindlich zu sichern.
Insbesondere fordern wir:
- Erhalt der ambulanten Versorgung: Die spezialisierte ambulante Kinder- und Jugenddiabetologie in Karlsburg muss einschließlich der bestehenden personellen und fachlichen Strukturen vollständig erhalten bleiben. Alle bisher betreuten Kinder und Jugendlichen müssen weiterhin ohne Versorgungsunterbrechung und Qualitätsverluste behandelt werden können.
- Keine Einschränkungen durch die Hochschulambulanz: Die Umstrukturierung darf weder zusätzliche bürokratische Hürden noch Einschränkungen beim Zugang, beim Behandlungsspektrum oder aufgrund wirtschaftlicher Abrechnungsvorgaben mit sich bringen.
- Sicherung der Akutversorgung: Kurzfristige Termine, telefonische Erreichbarkeit und diabetologische Beratung müssen weiterhin gewährleistet sein. Familien benötigen bei akuten Problemen kompetente Ansprechpartner und schnelle Unterstützung.
- Erhalt der stationären Versorgung: Die stationäre kinderdiabetologische Behandlung einschließlich der erforderlichen Bettenkapazitäten und des erfahrenen Fachpersonals muss dauerhaft in Karlsburg gesichert bleiben.
- Fortführung der Sommerkurse: Die jährlich stattfindenden Sommerkurse für Kinder und Jugendliche mit Diabetes müssen langfristig personell, organisatorisch und finanziell abgesichert werden.
- Zukunftssicherung des Standortes Karlsburg: Karlsburg muss als spezialisierter diabetologischer Versorgungsstandort für Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus ganz Mecklenburg-Vorpommern erhalten und bedarfsgerecht weiterentwickelt werden. Dazu gehören auch eine gesicherte Anschlussversorgung für junge Erwachsene und eine langfristige Perspektive für die Erwachsenenmedizin.
- Verbindliche Beteiligung der Betroffenen: Eltern, betroffene Familien und der Förderverein müssen frühzeitig, transparent und verbindlich in alle Entscheidungen zur zukünftigen Diabetesversorgung einbezogen werden.
Wir fordern konkrete politische Zusagen, eine verbindliche Finanzierungsgrundlage und einen langfristigen Maßnahmenplan, der sicherstellt, dass die bestehenden Versorgungsstrukturen nicht durch die Fusion oder spätere Sparmaßnahmen schrittweise abgebaut werden.
Die Gesundheit unserer Kinder darf nicht zum Verhandlungsspielraum einer Fusion werden. Die spezialisierte Diabetesversorgung in Karlsburg muss heute und für kommende Generationen gesichert sein.
Begründung
Diese Petition ist wichtig, weil es um die medizinische Versorgung, die Sicherheit und die Zukunft von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes Typ 1 in Mecklenburg-Vorpommern geht.
Das Klinikum Karlsburg ist für rund 150 Kinder und Jugendliche pro Quartal eine wichtige Anlaufstelle. Für viele Familien, insbesondere im ländlichen Raum, ist die spezialisierte Betreuung dort unverzichtbar. Die geplante Fusion mit der Universitätsmedizin Greifswald wirft jedoch Fragen auf, wie diese gewachsenen Versorgungsstrukturen künftig erhalten bleiben.
Besonders besorgniserregend ist, dass die Zahl der Neuerkrankungen an Diabetes Typ 1 im Kindes- und Jugendalter weiter steigt. Damit wächst auch der Bedarf an spezialisierter medizinischer Betreuung. Gerade angesichts dieser Entwicklung müssen bestehende Versorgungsstrukturen gestärkt und zukunftssicher weiterentwickelt werden. Es wäre nicht nachvollziehbar, wenn ausgerechnet jetzt wichtige Behandlungskapazitäten eingeschränkt oder abgebaut würden.
Wir möchten verhindern, dass eine über Jahre aufgebaute und bewährte Versorgung durch organisatorische Veränderungen, finanzielle Einschränkungen oder Sparmaßnahmen gefährdet wird.
Es geht um mehr als Arzttermine. Es geht um vertraute Ansprechpartner, schnelle Hilfe bei akuten Problemen, stationäre Behandlungsmöglichkeiten und die jährlichen Sommerkurse, die den Kindern medizinische Sicherheit, Selbstständigkeit und Gemeinschaft vermitteln.
Besonders wichtig ist auch der Blick in die Zukunft: Die Kinder von heute sind die Erwachsenen von morgen. Diabetes Typ 1 endet nicht mit dem 18. Geburtstag. Deshalb brauchen wir eine langfristige, generationenübergreifende Versorgungsperspektive für Karlsburg.
Mit dieser Petition möchten wir erreichen, dass die Verantwortlichen verbindliche Zusagen machen und die ambulante und stationäre Versorgung sowie die Sommerkurse dauerhaft sichern.
Wir möchten den betroffenen Familien eine gemeinsame Stimme geben und deutlich machen, dass die medizinische Versorgung chronisch kranker Kinder nicht von Wohnort, wirtschaftlichen Interessen oder organisatorischen Veränderungen abhängig sein darf.
Jede Unterschrift ist ein Zeichen der Unterstützung für betroffene Kinder, Jugendliche und ihre Familien. Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass ihre Versorgung auch in Zukunft gesichert bleibt.
Denn jedes Kind verdient eine verlässliche medizinische Betreuung – heute, morgen und ein Leben lang.
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Angaben zur Petition
Petition gestartet:
03.11.2026
Sammlung endet:
02.05.2027
Region:
Mecklenburg-Vorpommern
Kategorie:
Gesundheit
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