• Von: Uwe Geisler
  • An: Den Ministerpräsidenten
  • Region: Rheinland-Pfalz mehr
    Kategorie: Bildung mehr
  • Status: Bearbeitungsfrist abgelaufen
  • Gescheitert
  • 3.708 Unterstützer
    Sammlung abgeschlossen

Unterrichtsausfall und Unterrichtsqualität in Rheinland-Pfalz

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Vorfahrt für Bildung!

Seit Jahren weisen Schuleltern immer wieder auf die Unterversorgung und Qualitätsmängel im Bildungsbereich hin. Statt der erwarteten Verbesserung haben Schulen, Schüler und Eltern zum Beginn des Schuljahres 2011/2012 eine erhebliche Verschlechterung in der Unterrichtsversorgung hinnehmen müssen. Für das Schuljahr 2012/2013 haben sich punktuelle Verbesserungen ergeben, nicht zuletzt als Reaktion auf diese Petition. Es zeichnet sich aber weiterhin keine Lösung für viele grundsätzliche Probleme ab.

So ist für die Mangelfächer, insbesondere im MINT-Bereich, weiterhin mit erheblichem Ausfall zu rechnen. Fatal daran ist nicht nur, dass man jungen Menschen Bildungs-Chancen nimmt, sondern auch, dass genau in diesen Feldern seit langem ein erheblicher Fachkräftemangel besteht und öffentlich über die Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland diskutiert wird.

Unterrichtsausfall und Qualitätsmängel bleiben ein Problem. Diese Petition ist und bleibt aktuell, auch nach dem Zeichungsende am 11.11.2012.

Bildung ist unsere Zukunft!

Nicht das Jonglieren mit Planstellen und demographischer Rendite ist das Maß, sondern eine spürbare Verbesserung vor Ort. Unsere Geduld ist am Ende!

Die Unterstützer fordern den Ministerpräsidenten auf, die Probleme Unterrichtsausfall und Qualitätsmängel in den Schulen des Landes kurzfristig und wirksam anzugehen.

Dieser Aufruf ist gleichzeitig als „Virtuelle Demonstration“ zu verstehen, im Sinne einer öffentlichen Willensbekundung. Denn in den letzten Wochen und Monaten mehren sich die Stimmen, die fordern, dass „Eltern und Schüler auf die Straße gehen“.

Die Unterstützer werden gebeten im Feld Kommentar
1. die betroffene Schulart anzugeben (Gym., IGS, RS+, GS, BBS usw.)
2. zu beschreiben, inwieweit sie als Schüler, Eltern oder Großeltern selbst betroffen sind. Bitte nennen Sie keine Namen von Lehrern und möglichst auch nicht den Namen der Schule. Beispielkommentare finden Sie unten.
3. zu erklären, ob sie an einer Demonstration (dezentral) teilnehmen würden. Ja oder Nein.
4. Bitte bleiben Sie sachlich!

Beispielkommentare (anonymisiert):
...wir möchten Sie gerne bei diesem Thema unterstützen und würden - sofern es terminlich passt - zu einer Demonstration kommen. Wir haben eine Tochter in der fünften Klasse und aktuell vergeht kaum eine Woche ohne mehrfachen Unterrichtsausfall.
...unsere gesamte Familie unterstützt die Aktion solidarisch. An einer Demonstration würden wir auf jeden Fall teilnehmen.
...auch wir halten den Ausfall für nicht vertretbar und vor allem nicht fair gegenüber unseren Kindern, denen so Chancen auf Bildung genommen werden, die sie dringend brauchen. Ihre Initiative unterstützen wir umfänglich!
...das Thema struktureller Unterrichtsausfall ist in Rheinland-Pfalz seit langem bekannt. Leider macht es das nicht weniger schlimm, im Gegenteil.... Ich bin bei einer Demo dabei, auch wenn es die Erste in meinem Leben ist.
...Selbstverständlich möchte ich Ihre Bemühungen unterstützen und würde an einer Demonstration teilnehmen.
...In der Oberstufe habe ich mir nun mal die Mühe gemacht und jeden Stundenausfall aufgeschrieben. Ich kam auf einen Stundenausfall im Durchschnitt von 3,6 Std./Woche.
...hiermit möchte ich Ihnen unsere persönliche Erfahrung zum Thema Unterrichtsausfall mitteilen. Meine Tochter ... hatte im Zeitraum Ende Sommerferien 2011 bis Beginn Herbstferien 2011 genau 35 Stunden Unterrichtsausfall!! Danach habe ich aufgehört zu zählen.
...Gern möchten wir uns an der Aktion gegen Unterrichtsausfall beteiligen. Auch wir haben den Eindruck, dass immer mehr Stunden ausfallen.
...herzlichen Dank für ihr Engagement. Ich kann das nur bestätigen - unsere Tochter besucht zur Zeit die 9. Klasse und andauernd fallen dort Stunden aus. Zudem gab es gerade im Fach Englisch in diesem Schuljahr schon mehrere Wechsel der Lehrkräfte.
...wir machen gerne bei einer Demonstration mit.
...Ich bin geschockt, wie viel Ausfall es gibt. Ich komme aus den USA. Da fällt KEINE einzige Stunde aus und wenn es Vertretung gibt, wird am Stoff weiter gearbeitet.
...gerne unterstütze ich eine Demonstration!
...ich freue mich sehr über Ihre Initiative für unsere Kinder. In einer Demokratie muss man sich äußern und das sollten wir auch tun.
...die von Ihnen angesprochenen Zustände sind wirklich untragbar und fallen - früher oder später unseren Kindern auf die Füße. Ich unterstütze daher gerne Ihre Aktion.
...auch ich mache bei meinem Sohn in der neunten Klasse die Erfahrung, dass vermehrt Unterricht ausfällt und Vertretungsstunden sehr selten fachgetreu gehalten werden. Ich bin mit einer Demonstration einverstanden.
…da dieser aktuelle Zustand nicht haltbar ist, beteiligen wir uns gerne an einer geplanten Demo.

Begründung:

Seit Jahren weisen Schuleltern immer wieder auf die Unterversorgung und Qualitätsmängel im Bildungsbereich hin.

Beispielhaft sind hier erwähnt:

02.05.2012: Gemeinsame Presseerklärung von Schulelternbeiräten weiterführender Schulen, unterstützt von bislang fast 70 SEB-Vorsitzenden (Gymnasium, IGS und RS+):
www.geisler.de/ARGE/PM-AGT-ARGE-02.05.2012.pdf
Anlage zur Presseerklärung vom 02.05.2012: "Fakten zur Schulpolitik"
www.geisler.de/ARGE/Anlage-PM-02.05.2012-Fakten-02.04.2012.pdf
Angestoßen wurde das Projekt gemeinschaftlich vom REB Trier, der AGT und der ARGE-SEB.

07.12.2011 ARGE-SEB Pressemitteilung
www.geisler.de/ARGE/Pressemitteilung-ARGE-SEB-07.12.2011.pdf
Anlage: „Fakten zur Schulpolitik“
www.geisler.de/ARGE/Fakten-Schulpolitik-ARGE-SEB-07.12.2011.pdf

05.09.2009 AUV-Eltern-Aktionstag gegen Unterrichtsausfall
www.avados.de/auv/index.php?option=com_content&view=article&id=71:eltern-aktionstag-gegen-unterrichtsausfall&catid=45:pressemitteilungen&Itemid=59

08.06.2000 (!) Auszug aus einer Anfrage der ARGE-SEB
„Durch welche Maßnahmen stellt die Landesregierung sicher, daß genügend
qualifizierter Lehrernachwuchs in den Fächern Informatik, Mathematik und
Naturwissenschaften in die Schulen gelangt?
Welcher Bedarf lässt sich für die kommenden 5 Jahre aufgrund der Prognosen der
Schülerzahlen unter Berücksichtigung der ausscheidenden Lehrerinnen und Lehrer
für die weiterführenden Schulen (aufgeschlüsselt nach Fächern und Schularten)
errechnen?“

Weitere Online-Quellen:

Homepage des Arbeitskreis Unterrichtsversorgung (AUV):
www.auv-nw.de

Informationsseite des Bildungsministeriums
www.unterrichtsversorgung.rlp.de/

Homepage des Landeselternbeirats (LEB):
www.leb.bildung-rp.de
01.09.2011 Positionspapier des LEB zur Unterrichtsversorgung
www.leb.bildung-rp.de/fileadmin/user_upload/leb.bildung-rp.de/Presseerklaerungen_Positionen/PoPa_04_Unterrichtsversorgung_11-09I.pdf

04.05.2012 Gutachten des Bildungsforschers Klaus Klemm zum Lehrkräftebedarf
www.mbwwk.rlp.de/fileadmin/mbwjk/Unterrichtsversorgung/Klemm_Gutachten_lang.pdf
Überblick:
www.mbwwk.rlp.de/bildung/schule-und-bildung/unterrichtsversorgung/lexikon/lehrkraeftebedarf/

04.05.2012 Pressemitteilung der ARGE-SEB-Mainz zum Klemm-Gutachten
www.geisler.de/ARGE/PM-Klemm-UG-04.05.2012.pdf

03.09.2012 Stellungnahme der ARGE-SEB zum Klemm-Gutachten auf Anfrage des Landtags-Bildungsausschuss
www.geisler.de/ARGE/Stellungnahme-zu-Klemm-03.09.2012.pdf

Schlussbemerkung:
Diese Initiative ist nicht für oder gegen irgendeine Partei oder einzelne Personen gedacht. Es geht ausschließlich um die Sache, nämlich unsere gemeinsame Zukunft. Der Initiator ist und bleibt parteilos.

Abkürzungen:
REB Trier: Regionalelternbeirat Trier
AGT: Arbeitsgemeinschaft der Gymnasialelternbeiräte Trier
ARGE-SEB: Arbeitsgemeinschaft der Schulelternbeiräte an Gymnasien und integrierten Gesamtschulen in Mainz und Umgebung
AUV: Arbeitskreis Unterrichtsversorgung
LEB: Landeselternbeirat
Gym.: Gymnasium
IGS: Integrierte Gesamtschule
RS+: Realschule plus
GS: Grundschule
BBS: Berufsbildende Schule
FÖS: Förderschulen
MINT: Initialwort für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Ober-Olm, 12.05.2012 (aktiv bis 11.11.2012)


Neuigkeiten

Liebe Unterstützer, unsere Petition ist bislang unbeantwortet. Ich habe mehrfach nachgehakt und neulich (02.05.2013) kurz mit Staatssekretär Hans Beckmann sprechen können, der mir eine baldige Antwort versprach. Ich bin gespannt, was er uns schreibt. - ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Unsere Kinder und Jugendlichen von heute sind die Arbeitenden und somit auch Steuerzahler von morgen! In nichts kann man besser die staatlichen Mittel investieren als in die Bildung! Gerade hier sollte der Rotstift des Landes Rheinland-Pfalz nicht angesetzt ...

PRO: Dass ist nicht nur in Rheinland Pfalz so.auch in Ba-Wü haben wir dieses Problem.

CONTRA: Man sollte Lehrer, die dauerhaft "faulkrank" sind, ohne weitere Bezüge feuern und dafür motivierte Lehrkräfte anstellen, aber eben NICHT verbeamten. Wer als Lehrer keine akzeptable Leistung bringt. muss entlassen werden, ist in anderen Berufen auch so. ...

CONTRA: Da Lehrer zur Zeit Mangelware sind und vor allem in den MINT-Fächern noch nicht einmal über sogenannte schulscharfe Ausschreibungen genügend Interessenten gefunden werden können, fragt sich doch, was diesen Beruf so unattraktiv macht. Vor allem junge ...

>>> Zur Debatte



Petitionsverlauf

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