Kostenbeteiligung im Psychologischen Zentrum (PZS) für Familien aus dem Rhein-Neckar-Kreis (RNK) Das Psychologische Zentrum der AWO Heidelberg (www.awo-heidelberg.de/psychologisches-zentrum.html) leistet seit vielen Jahren als therapeutisch-pädagogische Facheinrichtung einen immens wichtigen Beitrag zur Versorgung von Kindern mit grundlegenden Lernschwierigkeiten, wie z.B. Legasthenie und Dyskalkulie. Durch die gezielte, professionelle Hilfe, die weit über die Möglichkeiten einer regulären Nachhilfe hinausgeht, konnte in der Vergangenheit vielen Kindern der Region die notwendige Diagnostik, Begleitung und Förderung und dadurch den Familien Entlastung geboten werden. Jetzt hat der Rhein-Neckar-Kreis die wichtige institutionelle Förderung des PZS gestrichen. Dies bedeutet, dass Familien aus dem RNK diese, für die Entwicklung der Kinder, essentielle Hilfe nur noch mit einer erheblichen Kostenbeteiligung in Anspruch nehmen können. Wir fordern die Weiterführung der institutionellen Förderung für das PZS durch den RNK.

Begründung

Wir, die unterzeichnenden Eltern sind äußerst betroffen über die Veränderung der Kostenstruktur und möchten uns mit diesem Schreiben dafür einsetzen, dass auch in Zukunft allen Kindern mit Lernschwierigkeiten der Zugang zu der qualitativ hochwertigen Diagnostik und Therapie am PZS möglich sein wird. Die Kostensteigerung von monatlich 80€ auf 150€ für den Therapieplatz verbunden mit Kosten von 150€ bis 300€ für die Diagnostik, die bisher kostenlos gewährt wurde, erscheint uns für viele Familien einfach nicht zumutbar. Wir haben die ernste Befürchtung, dass dadurch die Schwelle zur Anmeldung und Therapie, besonders von Kindern aus einkommens-schwachen Familien zu hoch ist. Gerade dort, wo der Förderbedarf nachweislich dringend ist wird diese Präventionsarbeit nicht geleistet werden. Wo bleibt da die soziale Gerechtigkeit, zumal insbesondere der Rhein-Neckar-Kreis zu den Gebieten Baden-Württembergs mit der höchsten Armutsgefährdungsquote (19%) gehört (Armuts- und Reichtumsbericht Baden-Württemberg 2015)? In einer Zeit, in der die Bedeutung von Bildung für ein gesundes Wachstum und eine gelingende Integration in gesellschaftliche Bezüge unumstritten ist, verbietet es sich, Kindern aufgrund eines geringen Einkommens ihrer Eltern den Zugang zu einer grundlegenden Bildung (Kulturtechniken Lesen, Schreiben, Rechnen) zu verwehren und sie von der Teilhabe an der Gesellschaft auszuschließen. Alle Kinder sollen die gleiche Chance auf Bildung haben.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Dr. Anja Mehl-Lautscham aus Leimen
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Pro

Jeder an der Förderung von Kindern gesparte Euro muss später durch die Steuerzahlenden mehrfach nachbezahlt werden! Wissen das nicht auch Mitglieder des Kreis-Sozialausschusses?

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