Windrad-Stopp in Sümmern und auf’m Gaxberg!

Petition richtet sich an:
Märkische Kreisverwaltung, Märkischer Kreistag, Stadt Iserlohn, Stadt Menden

592 Unterschriften

Sammlung beendet

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Sammlung beendet

  1. Gestartet April 2026
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: Märkische Kreisverwaltung, Märkischer Kreistag, Stadt Iserlohn, Stadt Menden

Wir fordern den Verzicht auf den Bau zweier geplanter Windräder in Iserlohn-Sümmern/Bixterhausen und am Gaxberg. Die Anlagen mit einer Gesamthöhe von ca. 240 m sollen in unmittelbarer Nähe zu Wohnbebauung sowie in einem ökologisch sensiblen Wald- und Landschaftsraum entstehen. Betreiber ist die Naturstrom Veserde GmbH.

Wir unterstützen den Ausbau erneuerbarer Energien, aber nicht um den Preis irreversibler Schäden in wertvollen Natur- und Naherholungsgebieten und nicht zu Lasten der Anwohner.

Bei Fragen, Anregungen und Ideen erreichen Sie uns unter der E-Mail-Adresse:
windrad-stopp@bigs.nrw

Begründung

Argumente für einen Windrad-Stopp auf dem Gaxberg:

1) Naturschutz: Eingriff in einen sensiblen Wald- und Landschaftsraum

Der Standort und die angrenzenden Flächen sind Teil eines zusammenhängenden Waldökosystems mit hoher Bedeutung für Klima, Biodiversität und Wasserhaushalt. Windräder dieser Größenordnung erfordern schwere Baumaßnahmen: Rodungen, Zufahrten, Kranstellflächen, Leitungsbau und großdimensionierte Fundamente. Damit geht eine dauerhafte Veränderung von Bodenstruktur, Vegetation und Waldfunktionen einher. Gerade Waldflächen sind als CO₂-Speicher, als Kaltluftentstehungsgebiet und als Rückzugsraum für Arten besonders schützenswert.

2) Artenschutz: Waldkauz, Waldschnepfe, Rotmilan und weitere geschützte Arten

Im betroffenen Waldgebiet kommen geschützte Tierarten vor, darunter o.g. Tierarten. Diese Arten sind auf störungsarme, strukturreiche Wälder angewiesen. Es entstehen hier dauerhafte Gefahren durch Kollisionen mit Rotorblättern oder auch Barotraumata bei Fledermäusen. Der Artenschutz muss hier Vorrang haben. Der geplante Standort befindet sich innerhalb einer Biotopverbundfläche, welche von herausragender Bedeutung für die Region ist.

3) Flora, Fauna und Biotopverbund: Fragmentierung und Zerschneidung

Wälder sind Teil eines Biotopverbundes. Neue Wege, Freiflächen und technische Infrastruktur fragmentieren Lebensräume, beeinträchtigen Wander- und Zugkorridore und schwächen die ökologische Stabilität und Artenvielfalt. Eine Zerschneidung im o.g. Bereich wirkt langfristig und ist praktisch irreversibel.

4) Gewässer- und Bodenschutz: Risiken durch Erdarbeiten, Verdichtung und Abflussveränderungen (hier betroffen v.a. das nahegelegene Naturschutzgebiet Abbabachtal und die Serpke)

Waldflächen stabilisieren den Wasserhaushalt: Sie fördern Versickerung, filtern Niederschläge, schützen vor Erosion und sichern die Grundwasserneubildung. Der vorsorgende Gewässer- und Bodenschutz verlangt, dass Standorte mit erhöhter Sensibilität gemieden werden – insbesondere dort, wo Naherholung (3 ausgewiesene Wanderwege), Waldökologie und Wasserschutz (Wasserschutzzone III) zusammenkommen. Die Starkregenmodellierungskarte des MK weist die Verkehrsachse Landhauser Straße und Umgebung bei Hochwasser bereits jetzt als besonders überschwemmungsgefährdet aus.

5) Umweltverschmutzung durch Rotorblätterabrieb

Rotorblätter von Windrädern unterliegen im Laufe der Zeit einem erheblichen Abrieb von Kunstharzen wie Epoxid- oder Polyesterharzen bzw. von Glas- oder Carbonfasern. Jedes Windrad gibt pro Jahr bis zu 100 kg an umweltschädlichem und nicht abbaubarem Mikropartikelabrieb (S. 53) an die Umgebung ab, und zwar in einem Umkreis von bis zu 1 km. Das benachbarte Naturschutzgebiet Abbabachtal wäre infolgedessen gefährdet. Aber auch benachbarte Privatgrundstücke wären von Umweltverschmutzung betroffen.

6) Belastungen für Anwohner: Verlust an Lebensqualität, Lärm, Schattenwurf, psychische Belastung

Die geplanten Anlagen liegen in relativer Nähe zu Wohngebieten. Auch bei Einhaltung formaler Grenzwerte treten dauerhafte Belastungen auf: Betriebsgeräusche (besonders nachts), periodischer Schattenwurf und die psychische Dauerwirkung durch die massive Dominanz von 240 m hohen Anlagen (auf 50 m Anhöhe). In der Abwägung politischer Entscheidungen darf die Lebensqualität betroffener Anwohner nicht zur Nebensache werden.

7) Wirtschaftliche Folgen: Wertminderung von Immobilien

Für viele Familien ist die eigene Immobilie die wichtigste Vermögens- und Altersvorsorge. Die Nähe zu Windrädern mit Veränderung des Umfeldes, Lärm- Sicht- und Schattenrisiken führen zu Wertminderung und erschwertem Verkauf – also zu einem realen finanziellen Nachteil für die Anwohner.

8) Gefährdung des Iserlohner Bismarckturms als Baudenkmal

Man stelle sich vor: Man besucht den Bismarckturm auf der Kuppe des Seilerwaldes und wirft einen Blick nach Norden. Auf dem benachbarten Gaxberg erheben sich zwei Windräder in einer Höhe von 240 m... Charakter und Funktion des Bismarckturms als Aussichtsturm und historisches Baudenkmal sind durch das Projekt dauerhaft gefährdet!

9) Fehlendes gemeindliches Einvernehmen

Die Stadt Menden lehnte aus diesen Gründen den Standort in ihrem Schreiben vom 11.06.2024 ab. Die Stadt Iserlohn hat laut Plankonzept (S. 31 f.) zu Konzentrationszonen für Windräder im Flächennutzungsplan von März 2022 die betroffene Fläche entnommen und konzentriert sich auf „Windfarmen“ (mindestens 3 Windräder). Somit haben sowohl die Stadt Iserlohn als auch die Stadt Menden den Gaxberg als Windradstandort abgelehnt.

Die Märkische Kreisverwaltung hat das fehlende gemeindliche Einvernehmen nach dem Schreiben vom 28.10.2024 an die Stadt Menden einseitig im Genehmigungsverfahren ersetzt und per Vorbescheid genehmigt und sich damit nicht nur über die Bedenken der betroffenen Städte, sondern auch über die der Anwohner einfach hinweggesetzt.

Setzen Sie daher gemeinsam mit uns ein Stoppschild!

Windrad-Stopp in Sümmern und auf’m Gaxberg - Jetzt!

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 06.04.2026
Sammlung endet: 05.10.2026
Region: Märkischer Kreis
Kategorie: Umwelt

Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer unserer Petition gegen Windräder auf dem Gaxberg,

    hiermit möchten wir Sie darüber informieren, dass wir die Petition gegen Windräder auf dem Gaxberg/Sümmern am Freitag, den 16. Oktober 2026, bei der Märkischen Kreisverwaltung eingereicht haben. Die Unterlagen gingen in elektronischer Form an den Landrat, Herrn Ralf Michael Schwarzkopf (CDU), und die Kreisdirektorin, Frau Barbara Dienstel-Kümper. Zugleich haben wir die Fraktionen des Märkischen Kreistages von CDU, SPD, AfD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, UWG (Unabhängige Wählergemeinschaft) und FDP über die Einreichung informiert. Ebenso haben wir Herrn Bürgermeister Michael Joithe (Die ISERLOHNER) der Stadt Iserlohn und Frau Bürgermeisterin Manuela Schmidt (CDU) der Stadt Menden sowie die Baudezernate der Städte Iserlohn und Menden hierüber in Kenntnis gesetzt.
    Wir haben die Petition mit der dringenden Bitte verbunden, die Genehmigung der Windräder auf dem Gaxberg zu versagen.

    Darüber hinaus haben wir bei der Gelegenheit ein Gespräch am Runden Tisch mit allen Beteiligten vorgeschlagen, mit dem klaren Ziel, das Windradprojekt auf dem Gaxberg zu beerdigen. Wir warten diesbezüglich noch auf eine Rückmeldung und halten Sie - sofern gewünscht - gerne über den weiteren Fortschritt unserer Initiative auf dem Laufenden. Hierzu können Sie auf der Petitionsseite unter der Rubrik "Neuigkeiten" die neuesten Ereignisse rund um das Thema "Windräder auf dem Gaxberg" abonnieren.

    Auch der Iserlohner Kreisanzeiger hat heute sehr treffend über unsere Petition und unser wichtiges Anliegen berichtet:
    https://www.ikz-online.de/lokales/iserlohn/article413432867/kann-eine-petition-windraeder-in-iserlohn-und-menden-stoppen.html

    Wir freuen uns sehr über Ihre Unterstützung und danken Ihnen von Herzen. Jetzt heißt es: "Daumen drücken für Vernunft auf dem Gaxberg"!

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihre Bürgerinitiative Gaxberg Sümmern (BIGS)

Windräder auf dem Sümmeraner Gaxberg sind wohl der neueste Streich des Märkischen Kreises auf Iserlohner und Mendener Territorium. Die Schließung des Marienhospitals in Iserlohn-Letmathe, eine stetig steigende Kreisumlage bei klammen kommunalen Kassen und nun Windräder in einem Landschaftsschutzgebiet in unmittelbarer Nähe zum Naturschutzgebiet Abbabachtal: Es zeichnet sich immer mehr ab, dass der Märkische Kreis die Interessen der Ortsansässigen immer weniger vertritt. Zeit für einen NORD-MK!

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