Bei unserer Petition geht es darum, auf den massiven Raummangel in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen in Friedrichshain-Kreuzberg aufmerksam zu machen. Wir fordern den Bezirk auf (ehemals kommunale) Liegenschaften für die Bedarfe der Einrichtungen wieder verfügbar zu machen. Um erfolgreiche pädagogische Konzepte (weiterhin) umzusetzen, benötigen die Einrichtungen dringend Räume.

Daher muss jetzt gehandelt werden und bis zum Jahresende 2017 mit der Analyse aller sozialräumlichen Angebote und ihrer räumlichen Auslastung begonnen werden. Ein Konzept für die gemeinwohlorientierte Liegenschaftsentwicklung und die gemeinsame Nutzung von Raumressourcen in der Nachbarschaft wird gefordert. Darüber hinaus muss die tatsächliche Mietpreisentwicklung bei den Ansätzen im „Kita-Kostenblatt“ berücksichtigt werden (hierin erfolgt die Unterstützung des Forderungspapier der berlinweiten bezirklichen Arbeitsgemeinschaften nach § 78 SGB VIII- Kindertagesbetreuung).

Forderungen:

1) Rückkauf (Rekommunalisierung) / Prüfung der Verfügbarkeit bezirklicher Ressourcen (Immobilien, Liegenschaften)

2) Analyse / Studie zur Quantifizierung des (Akut-)Bedarfs und Erarbeitung eines Handlungsleitfadens

3) Umsetzung baulicher Maßnahmen (Neubau / Sanierung) in 2018

4) Förderung von Kooperationen und Erarbeitung von entsprechenden Formaten zur Kooperation mit anderen Akteuren (runder Tisch mit Raumanbieterinnen /Vermieterinnen und Kita bzw. Angeboten der Schule, Verwaltung, Einrichtungen und deren Netzwerken)

5) Ressourcen zur Unterstützung des Bezirksamtes mittels entsprechender Bedarfsermittlungen, Schreiben und Verhandlungen

Begründung

Die hier organisierten Bildungseinrichtungen aus dem Wrangel- und Reichenberger Kiez weisen auf einen deutlichen Anstieg der Nutzer* innenzahlen hin. Gleichzeit werden dringend notwendige Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen der Einrichtungen nicht durchgeführt. Dies führt zu einer folgenreichen Be- und Überlastung der Fachkräfte ebenso wie der Nutzer* innen: Lärmbelastung, fehlende Bewegungsfreiheit, keine bedarfsgerechten bzw. pädagogisch notwendigen Gruppenteilungen und nicht zuletzt die insgesamt negativen Auswirkungen auf alle Beteiligten in der Arbeits- und Lernatmosphäre.

Konkret stehen die Bildungseinrichtungen vor folgenden Problemen:

1) steigende Geburtenraten, starker Zuzug und erhöhter Bedarf an räumlichen und fachlichen Ressourcen, aufgrund der dringend benötigten Integrationsleistungen

2) Klassenzimmer im Offenen Ganztagsbereich (OGB) sind mit bis zu 40 Kinder belegt – 297 Kinder nutzten im Schuljahr 2016/2017 den OGB der Fichtelgebirge Grundschule Sanierungsstau bzgl. Turnhalle: es fehlen 60 Plätze; diese stehen bereits seit dem Sommer 2016 nicht mehr zur Verfügung

3) das Konzept des Jahrgangsübergreifenden Lernens „JüL“ hat sich bewährt und wird besonders positiv von Pädagogen, Eltern und Kindern bewertet > aktuell stehen den neun JüL-Klassen der Fichtelgebirge Grundschule für ihr Angebot jedoch nur 52m² für 26 Kinder zur Verfügung; der Erfolg dieses Konzeptes ist an ein deutlich höheres Platzangebot gebunden

4) in Kitas und Schulen fehlen Räume für: Förderunterricht, Inklusion, Ruheräume, Werkräume sowie Vorbereitungs- und Aufenthaltsräume für Personal

5) bestehende Kinderläden sind durch Mietsteigerungen akut bedroht - es fehlen kostengünstig anmietbare Räume für die Kinderbetreuung (Kinderläden, Tagesmütter) - diese Einrichtungen tragen wesentlich zur Deckung des enormen Bedarfs an Kitaplätzen bei und fördern sowohl sprachliche als auch soziale Integration

Konsequenzen:

1) pädagogische Konzepte und Angebote zur Steigerung der Bildungsqualität und Teilhabechancen sind kaum mehr umsetzbar (JüL)

2) Lernsituationen führen zur Überlastung von Fachkräften und Kindern (Bsp.Geräuschpegel/Platzmangel)

3) Kitaplatzversorgung ist gefährdet

4) langjährig erarbeiteten und etablierten pädagogischen Konzepte im Schul- und Kita-Alltag sind gefährdet

5) Sanierungs- bzw. Neubaurückstand bei der Stadtteilbibliothek (Else-Ury-Bibliothek), die seit über 12 Jahren ein wichtiger Kooperationspartner der Schulen und Kindergärten bei der Sprachförderung ist, führt dazu, dass sprach- und teilhabefördernde Angebote nur noch eingeschränkt zur Verfügung stehen und die Sprachbildung nachlässt

Die pädagogischen Konzepte sind mit dem massiven Raummangel im Wrangel- und Reichenberger Kiez nicht länger vereinbar.

Durch das Unterschreiben dieser Online Petition werden die genannten Forderungen an den Bezirk, Senat und Bund unterstützt.

denn: wir brauchen Platz zum Lernen!!

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