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Petition richtet sich an: Stadtverordnetenversammlung der Landeshauptstadt Potsdam
Petition an die Stadtverordnetenversammlung der Landeshauptstadt Potsdam
Wir unterstützen grundsätzlich die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum in Potsdam. Gleichzeitig sind wir überzeugt, dass eine moderne Stadtentwicklung nicht nur möglichst viele Wohnungen schaffen, sondern auch lebenswerte, klimaangepasste und identitätsstiftende Quartiere erhalten und weiterentwickeln sollte.
Die aktuelle Vorzugsvariante des Rahmenplans „Leben an der Feldflur“ sieht den vollständigen Wegfall der bestehenden Kleingartenanlage „Am Habichtweg“ vor. Damit würden gewachsene Grün- und Freiräume, wichtige Funktionen für Stadtklima und Biodiversität sowie langjährige Nachbarschaftsstrukturen verloren gehen.
Wir fordern daher die Stadtverordnetenversammlung der Landeshauptstadt Potsdam auf,
- die Vorzugsvariante in ihrer jetzigen Form nicht zu beschließen,
- alternative Planungsvarianten transparent und ergebnisoffen zu prüfen,
- den Erhalt und die Integration der Kleingartenanlage „Am Habichtweg“ als Bestandteil eines zukünftigen Wohnquartiers ernsthaft zu untersuchen,
- Klima-, Verkehrs- und Naturschutzaspekte vertieft zu bewerten,
- sowie eine ausgewogene Planung zu entwickeln, die sowohl den Wohnraumbedarf als auch die Anforderungen an Klimaanpassung, Schwammstadtprinzipien und wohnungsnahe Grünflächen berücksichtigt.
Kleingartenanlagen sind mehr als reine Freizeitflächen. Sie tragen zur Kühlung dicht bebauter Bereiche bei, verbessern die Versickerung von Niederschlägen, fördern die biologische Vielfalt und schaffen wohnungsnahe Erholungsräume. Gerade in Zeiten zunehmender Hitzebelastung und Starkregenereignisse gewinnen solche Grünstrukturen an Bedeutung.
Bereits heute gibt es in Potsdam erfolgreiche Beispiele dafür, dass Kleingartenanlagen und Wohnquartiere gemeinsam funktionieren und sich gegenseitig ergänzen. Auch für den Bereich „Leben an der Feldflur“ sollte geprüft werden, ob eine solche Integration möglich ist.
Wir setzen uns nicht gegen neuen Wohnraum ein. Wir setzen uns für eine nachhaltige, klimaangepasste und lebenswerte Entwicklung des Quartiers ein, die Wohnen und Grün gemeinsam denkt.
Begründung
Potsdam braucht zusätzlichen Wohnraum. Gleichzeitig brauchen neue Quartiere ausreichend Grünflächen, ein gutes Stadtklima und Orte, die Lebensqualität schaffen. Die bestehende Kleingartenanlage „Am Habichtweg“ erfüllt bereits heute wichtige Funktionen für Biodiversität, Kühlung, Wasserrückhalt und wohnungsnahe Erholung.
Nach den von der Landeshauptstadt Potsdam vorgestellten Planungen zum Rahmenplan „Leben an der Feldflur“ ist in der aktuellen Vorzugsvariante jedoch der vollständige Wegfall der bestehenden Kleingartenanlage vorgesehen (Link 2). Dabei gibt es bereits innerhalb Potsdams Beispiele dafür, dass Kleingartenanlagen erfolgreich in Wohngebiete integriert werden können und dadurch lebenswerte, klimaangepasste Quartiere entstehen.
Wir setzen uns daher nicht gegen den Wohnungsbau ein, sondern für eine ausgewogene Planung, die Wohnraum und Grün gemeinsam denkt. Auf Grundlage des Positionspapiers des Kleingarten- und Siedlervereins „Am Habichtweg“ e.V. (Link 1) möchten wir erreichen, dass Alternativen ernsthaft geprüft werden und eine Lösung gefunden wird, die sowohl den Wohnraumbedarf als auch die langfristige Lebensqualität im Quartier berücksichtigt.
Denn eine nachhaltige Stadtentwicklung schafft nicht nur möglichst viele Wohnungen, sondern auch lebenswerte Nachbarschaften für heutige und zukünftige Generationen.
Weiterführende Informationen:
Link 1: Positionspapier des Kleingarten- und Siedlervereins „Am Habichtweg“ e.V.
Link 2: Informationen der Landeshauptstadt Potsdam zum Rahmenplan „Leben an der Feldflur“
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
17.06.2026
Sammlung endet:
16.12.2026
Region:
Potsdam
Kategorie:
Umwelt
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Kleingärten sollen unbedingt erhalten werden