Petition richtet sich an:
Stadt München
Die Einrichtung eines Würmpark Menzing ermöglicht Stärkung und Erhalt einer Kaltluftbahn und Frischluftschneise vom Münchner Westen bis in die Innenstadt. Eine Bebauung würde diese, unter Klimaaspekten wichtige Grünfläche zerstören und wird deshalb von zahlreichen Menschen abgelehnt.
Die bürgerliche Mehrheit der Bürger Obermenzings fordert seit Jahren Bebauungspläne, wie es sie für Pasing, Untermenzing und auch Teile Obermenzings längst gibt. So haben die Bürgerversammlungen Obermenzings der letzten Jahre seit 2017 diese Forderung fast einstimmig immer wieder beschlossen.
Folge dieses Fehlens eines Bebauungsplans ist aktuell die bewusste Zerstörung der sogenannten Erdbeerwiese in Obermenzing für Sportanlagen mit Nebengebäuden und Parkplätzen für Allach/ Untermenzing. Ein von den Bürgern aus Klimaschutz gründen geforderter neuer Würmpark wird trotz Klimanotstand in München wider besseren Wissens entgegen Urteilen des Bundesverwaltungsgerichts, Empfeh lungen des Bundesamts für Umwelt und der Europäischen Union abgelehnt. Damit wird diese für ganz München wichtige Frischluftschneise, Kaltluftbahn und Bodendenkmäler unwiederbringlich zerstört.
Weiterhin wurden neben einer allgemeinen Nachverdichtung baulinien- und umfeldstörende Hochhäuser wie in der Bauseweinallee 100 genehmigt. Aktuell entstehen so in einem reinen Wohngebiet an der Bauseweinallee zusätzlich 50 Einzimmerappartements neben einem Gebäude mit ca. 30 Einzimmerapparte ments. Zusätzlich sollen Im Wismat 19 weitere 22 und in der Frihindorfstraße ca. 25 weitere Einzimmerappartements für kurzfristige Vermietungen entstehen.
Die schon jetzt extreme Verkehrsbelastung wird durch diese Bebauungen unerträglich verschärft. Die Lärmschutzverordnung in einem Wohngebiet wird auch durch 5 m hohe Mauern um die Sportanlagen herum nicht einzuhalten sein.
Die extreme Nachverdichtung führt jetzt schon zu einem Absinken des Grundwasserspiegels mit allen Konsequenzen von Baumsterben (Birken) bis zum Ausfall von Grundwasserwärmepumpen.
Dies ist eine politisch gewollte und bewusste Störung nicht nur der sozialen Struktur eines reinen Wohngebiets, das früher und auch heute noch als Gartenstadt bezeichnet wird.
Obermenzing ist 1200 Jahre alt und damit viel älter als München. Geschichtsbewusstsein und Erhalt dessen, was München lebens– und liebenswert macht, passen anscheinend noch nicht in die Planung der Stadtentwicklung der derzeitigen Stadtratsparteien.
Alternativvorschläge für diese klimaschädlichen und gegen den Mehrheitswillen der Bevölkerung durchgesetzten Baumaßnahmen wurden auf allen Bürgerversammlungen und auch schriftlich gemacht. So würde sich das geplante Neubau gebiet westlich des Pasinger Heuwegs als besserer Standort für Schulen und Sportanlagen und auch aus Klimaschutzgründen geradezu anbieten.
Wir fordern deshalb im Interesse der Lebensqualität aller Münchner Bürger und zum Klimaschutz, insbesondere der Innenstadt, den Erhalt von Kaltluftbahnen und Frischluftzonen und auf dem Gebiet der „Erdbeerwiese“ die Einrichtung eines Würmparks Menzing.
Bürgerinitiative Grünes Obermenzing - BINGO www.buergerinitiative-gruenes-obermenzing.org
Naherholungsgebiet wird gebraucht