Region: Meißen
Dialog
Bild der Petition Petition für eine pollerfreie Görnische Gasse und umliegende Straßen

Petition für eine pollerfreie Görnische Gasse und umliegende Straßen

Petition richtet sich an:
Stadtrat Meissen

173 Unterschriften

Sammlung beendet

173 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet März 2026
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: Stadtrat Meissen

Wir Bewohner und Gewerbetreibende der schönen Meissner Altstadt möchten uns gegen die Abriegelung der Gassen mittels Pollern rund um die Fleischergasse - Görnische Gasse - Rosengasse - Jüdenberg und damit die völlige Veränderung der bis jetzt doch sehr moderaten Verkehrsströme wenden.

Aktuell befindet sich der größte Teil ohnehin schon in einer verkehrsberuhigten Zone. Eine weitere Einschränkung ist daher aus unserer Sicht nicht notwendig.
Anwohner und soziale Dienste ( Pflegedienste, Essen auf Rädern etc. ) könnten dann mit dem Fahrzeug den Wohnort schlecht erreichen, Ladeninhaber, Gewerbetreibende, Hotels und Gasthäuser können nur sehr eingeschränkt erreicht und beliefert werden. Die Sperrung der Gassen durch Poller ist nur dann sinnvoll, wenn die Grundstücke von der Rückseite her erreichbar sind, dies ist hier in diesem Bereich nicht gegeben. Weiterhin ist der Verkehr in beiden Fahrtrichtungen innerhalb der engen Gassen nicht praktikabel sowie Konzentrierung des Verkehrs auf weniger Gassen hieße die Erhöhung des Verkehrsaufkommens auf den
verbliebenen befahrbaren Gassen.

Durchgangsverkehr kann relativ einfach durch das Einbringen von Bodenwellen („stumme Polizisten“) aus der Innenstadt herausgehalten werden. Auch würde der verbleibende Verkehr auf eine erträgliche Geschwindigkeit abgebremst. Eine weitere Möglichkeit, den Durchgangsverkehr auf den Gassen zu minimieren, ist die Neugasse „durchlässiger“ zu gestalten. Das heißt, die gesamte Neugasse 2- spurig auszubauen und den Unfallherd „Fahrradspur in entgegengesetzter
Richtung der Einbahnstraße“ zu entfernen. Denn in der Innenstadt und gerade im Quartier um die Fleischergasse - Görnische Gasse - Webergasse - Rosengasse -
Markt - Marktgasse werden die kleinen engen Gassen sehr gern von den Verkehrsteilnehmern genutzt, die eigentlich die Neugasse benutzen sollten, die
aber durch den Rückbau der Durchlässigkeit „verstopft“ ist. Es fehlen immer mehr Parkmöglichkeiten vor Allem für die Anwohner und Besucher der Innenstadt. Dies wird immer wieder in Gesprächen innerhalb der Familie, mit Arbeitskollegen, Freunden und Bekannten sehr deutlich. Standorte von Parkhäusern auf dem Kleinmarkt und am unteren Bereich des Jüdenbergs wurden bisher nicht umgesetzt. Wir fordern daher, dass die Stadtverwaltung auf die Errichtung von Pollern und einer weiteren Einschränkung der Verkehrsführung der Görnischen Gasse verzichtet und stattdessen zur Beruhigung des Verkehrsflusses „stummen Polizisten“, sprich Bremsschwellen oder Bodenschwellen hierfür zu nutzen.

Die Bewohner, Besucher, Dienstleister und Gewerbetreibenden der Altstadt

Begründung

Für eine lebenswerte Meissner Altstadt für Alle!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Hagen Firke, Meißen
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 14.03.2026
Sammlung endet: 13.09.2026
Region: Meißen
Kategorie: Bauen

Neuigkeiten

  • Bitte zum Termin am 23.09. um 17 Uhr im Rathaus kommen! Bitte weitersagen!!! Wir müssen Präsenz zeigen!

    Stellungnahme zur Veröffentlichung des Statements „Stammtisch Görnische Gasse“ zum geplanten Verkehrskonzept Görnische Gasse / Poller am Hundewinkel

    Sehr geehrter Herr Stadtrat Metzig,

    die von Ihnen angeführten Ziele zur Aufwertung der Görnischen Gasse als Kultur- und Begegnungsraum klingen in der Theorie erstrebenswert. Die von Ihnen vorgelegten Argumente und Daten halten der Realität vor Ort jedoch in keiner Weise stand und würden bei einer Umsetzung zu massiven Missständen für Anwohner, Wirtschaft und die medizinische sowie sicherheitsrelevante Versorgung führen.

    1. Faktischer Kollaps der Parkinfrastruktur und Fehlkalkulation
    Der Verweis auf die 50 neuen Stellplätze und das Parkhaus ist schlichtweg falsch gerechnet. Die 50 Stellplätze wurden durch die neu sanierten Wohnungen und den damit verbundenen Zuzug sofort vollständig absorbiert – sie dienen dem Neubedarf, nicht der Entlastung des Altbestands. Da im Zuge der Sanierungen in den bestehenden Gassen ohnehin zahlreiche Parkplätze ersatzlos gestrichen wurden, gehen Alt-Anwohner schon jetzt leer aus. Vollends realitätsfern ist das Argument des Parkhauses: Dieses ist für den normalen öffentlichen Parkverkehr komplett gesperrt und ausschließlich an Dauerparker aus Büros, Firmen und Gewerbe vermietet. Hier einen Parkplatz für Anwohner oder Besucher zu suggerieren, geht an den Tatsachen vorbei. Die Sperrung der Gasse würde den ohnehin unzumutbaren Parkdruck in den umliegenden Vierteln endgültig eskalieren lassen. Allein in der Görnischen Gasse werden über 25 kostenlose Anwohner-Stellplätze Opfer der derzeit laufenden Umgestaltung (2-Richtungsverkehr und Verbreiterung der Fußwege) wegfallen.

    2. Existenzbedrohung für Geschäfte, Handwerker, Hotellerie, Ferienwohnungen und Gastronomie
    Sie betonen die touristische Aufwertung, entziehen den Gästen aber die Lebensader. Urlauber, die Ferienwohnungen, Lofts oder Hotels in der Altstadt ansteuern, sind auf eine gute Erreichbarkeit und Parkmöglichkeiten angewiesen. Niemand bucht eine Unterkunft, wenn das Reisegepäck mangels Zufahrt kilometerweit durch die Stadt geschleppt werden muss. Der immer mehr zunehmenden Paket- und Lieferverkehr für Anwohner, Gewerbetreibende und die noch vielfältig vorhandenen Geschäfte wird extrem gestört. Die Absperrung schadet allen, auch der für unsere Stadt so wichtigen Hotellerie und Gastronomie fundamental, anstatt ihnen zu helfen.

    3. Akute Gefährdung der inneren Sicherheit und der rettungsdienstlichen Hilfsfristen
    Die geplante Poller-Lösung stellt ein unkalkulierbares Sicherheitsrisiko dar und gefährdet im Ernstfall Menschenleben. Für Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zählt bei Notfällen jede Sekunde. Technische Schranken wie Poller – selbst wenn sie über Funk oder Transponder steuerbar sind – bergen erhebliche Fehlerquellen durch technische Defekte, Stromausfälle oder blockierte Zufahrten durch davor rangierende Fahrzeuge. Zudem alarmiert die Leitstelle bei Großlagen oft überregionale Unterstützungskräfte, die weder über die passenden Transponder noch über die nötige Ortskenntnis für improvisierte Umwege verfügen.
    Auch für die Polizei wird die operative Handlungsfähigkeit massiv eingeschränkt: Schnelle Interventionen bei Gefahrenlagen, Einbrüchen oder zur Kriminalitätsbekämpfung werden durch physische Barrieren systematisch ausgebremst. Ein Poller entzieht den Einsatzkräften die Flexibilität, den Einsatzort direkt und ohne Zeitverzug aus jeder Richtung anzufahren.

    4. Gefährdung der ambulanten Pflege und logistisches Chaos
    Die Errichtung des Pollers blockiert Pflegedienste bei der täglichen Versorgung ihrer schwerkranken und pflegebedürftigen Klienten. Pflegekräfte können es sich zeitlich nicht leisten, fernab zu parken und weite Fußwege zurückzulegen. Zudem ignoriert das Konzept die bauliche Enge: Die Gasse ist für den durch die Sperrung erzwungenen Begegnungs- und Wendeverkehr viel zu schmal. Es droht ein gefährliches Verkehrschaos durch rückwärtssetzende Fahrzeuge, was die Sicherheit von Fußgängern massiv gefährdet und im schlimmsten Fall auch anrückende Einsatzfahrzeuge der Rettungskräfte blockiert.

    Fazit und Forderung
    Ein Poller am Hundewinkel löst keine Verkehrsprobleme, er verlagert sie nur und schafft neue, lebensgefährliche Barrieren für Rettungskräfte, Feuerwehr, Polizei und Pflegedienste. Wir fordern Sie daher auf, von der starren Poller-Lösung Abstand zu nehmen und stattdessen die vorgeschlagenen, flexibleren Alternativen wie Bodenschwellen zur Verkehrsberuhigung unter Beibehaltung der derzeitigen und bewährten Einbahnstraßenregelung in das Verkehrskonzept aufzunehmen. Nur so kann die Sicherheit und Erreichbarkeit unseres Viertels vollumfänglich gewährleistet bleiben.

    Mit freundlichen Grüßen

    Hagen Firke im Namen vieler Unterstützer der Petition

Helfen Sie mit, Bürgerbeteiligung zu stärken. Wir wollen Ihren Anliegen Gehör verschaffen und dabei weiterhin unabhängig bleiben.

Jetzt fördern