524 Unterschriften
Petition richtet sich an: Stadtverordnetenversammlung und Magistrat Stadt Gelnhausen
Keine Schließung der Kita „Freche Früchtchen“
Wir, die Eltern, Familien und Unterstützerinnen und Unterstützer der Kita „Freche Früchtchen“ in
Gelnhausen-Hailer, setzen uns für den Erhalt dieser wichtigen Betreuungseinrichtung ein.
Die Stadt Gelnhausen begründet die Überlegungen zur Schließung insbesondere mit einer sinkenden Geburtenrate, nicht vollständig ausgelasteten Kindertageseinrichtungen und den hohen Kosten notwendiger Baumaßnahmen.
Wir sind der Auffassung, dass diese Argumente einer transparenten und umfassenden Prüfung bedürfen, bevor eine so weitreichende und langfristige Entscheidung getroffen wird.
Wir fordern die Stadt Gelnhausen und insbesondere Magistrat und Stadtverordnetenversammlung auf:
1. die Kita „Freche Früchtchen“ in Hailer nicht zu schließen, solange keine umfassende und nachvollziehbare Bedarfs- und Wirtschaftlichkeitsprüfung vorliegt und auch die Aufnahme neuer Kinder nicht jetzt schon zu stoppen.
2. die tatsächlichen freien Betreuungsplätze in Hailer und Meerholz offenzulegen – differenziert nach Krippen- und Kindergartenplätzen sowie Betreuungsumfang und Betreuungszeiten.
3. die langfristige Entwicklung des Betreuungsbedarfs für die kommenden Jahre nachvollziehbar darzustellen.
4. sämtliche Kosten einer Schließung mit den Kosten für Sanierung, Erhalt oder alternative Nutzungskonzepte der Kita zu vergleichen.
5. mögliche Fördermittel und kostengünstigere Sanierungsvarianten zu prüfen.
6. die betroffenen Eltern, Familien und Beschäftigten transparent und frühzeitig in die Entscheidungsfindung einzubeziehen.
7. bis zum Abschluss dieser Prüfung von einer endgültigen Schließungsentscheidung abzusehen.
Begründung
Die Kita „Freche Früchtchen“ ist ein wichtiger Bestandteil der Betreuungsinfrastruktur
Die Einrichtung verfügt über insgesamt 86 Betreuungsplätze, davon 50 Kindergarten- und 36 Krippenplätze. Eine Schließung würde somit einen erheblichen Teil der vorhandenen Betreuungskapazitäten in Hailer verändern.
Die Tatsache, dass einzelne Einrichtungen derzeit nicht vollständig ausgelastet sind, darf aus unserer Sicht nicht allein ausschlaggebend sein. Entscheidend ist vielmehr, ob die vorhandenen freien Plätze tatsächlich für die betroffenen Kinder zur Verfügung stehen – insbesondere hinsichtlich Alter, Betreuungsumfang, Betreuungszeiten und personeller Kapazitäten.
Auch die derzeitige Personalsituation muss berücksichtigt werden. Wenn bestehende Einrichtungen bereits aufgrund von Personalmangel ihre Betreuungszeiten einschränken müssen, stellt sich die Frage, ob zusätzliche Kinder dort tatsächlich dauerhaft und zuverlässig aufgenommen werden können.
Demografische Entwicklung langfristig betrachten:
Die Zahl der Geburten ist ein wichtiger Faktor bei der Planung von Betreuungsplätzen. Eine Kita dauerhaft zu schließen ist jedoch eine langfristige Entscheidung.
Deshalb muss sorgfältig geprüft werden, wie sich die Kinderzahlen in Hailer, Meerholz und dem gesamten Stadtgebiet in den kommenden Jahren entwickeln werden.
Ein einmal aufgegebener Standort lässt sich bei einem später wieder steigenden Bedarf nicht kurzfristig ersetzen.
Auch die Kosten notwendiger Baumaßnahmen müssen selbstverständlich berücksichtigt werden. Die Frage darf jedoch nicht ausschließlich lauten, wie teuer eine Sanierung der Kita „Freche Früchtchen“ ist.
Ebenso muss betrachtet werden:
· Welche Kosten entstehen durch die Schließung und die Verlagerung der Kinder?
· Welche zusätzlichen Kapazitäten müssen andere Kitas schaffen?
· Welche Umbau-, Erweiterungs- oder Personalkosten entstehen dadurch?
· Welche Fördermöglichkeiten bestehen für die Sanierung oder Modernisierung der bestehenden Einrichtung?
· Gibt es kostengünstigere Sanierungsvarianten?
· Welche langfristigen Kosten und Auswirkungen haben die verschiedenen Alternativen?
Erst ein transparenter Vergleich aller Möglichkeiten ermöglicht eine verantwortungsvolle Entscheidung.
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Angaben zur Petition
Petition gestartet:
19.08.2026
Sammlung endet:
18.02.2027
Region:
Gelnhausen
Kategorie:
Familie
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Als Systemikerin möchte ich bei dieser Entscheidung insbesondere die Perspektive der Kinder in den Mittelpunkt stellen, die mir in der bisherigen Diskussion zu wenig berücksichtigt erscheint.
Bei einer Kita-Schließung geht es nicht lediglich darum, Betreuungsplätze organisatorisch von einem Standort an einen anderen zu verlagern. Für Kinder ist eine Kita vor allem ein sozialer und emotionaler Lebensraum. Sie erleben dort über einen längeren Zeitraum verlässliche Beziehungen zu pädagogischen Fachkräften, entwickeln Bindungen, schließen Freundschaften und gewinnen durch vertraute Räume, Abläufe und Bezugspersonen Sicherheit und Orientierung.
Ein Wechsel der Einrichtung ist deshalb eine Transition und nicht lediglich ein Ortswechsel. Übergänge können für Kinder sensible Phasen sein, insbesondere wenn mehrere vertraute Bezugspunkte gleichzeitig wegfallen. Aus bindungs- und entwicklungspsychologischer Sicht sind stabile und verlässliche Beziehungen gerade für junge Kinder von großer Bedeutung. Veränderungen sollten daher nicht nur organisatorisch, sondern auch hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkungen auf die einzelnen Kinder betrachtet und professionell begleitet werden.
Besonders kritisch sehe ich deshalb, wenn zunächst über Plätze, Auslastung und Kosten gesprochen wird, während die Frage, was die Veränderung konkret für die betroffenen Kinder bedeutet, in den Hintergrund tritt.
Vor einer solchen Entscheidung sollte aus meiner Sicht deshalb auch fachlich geprüft werden, welche Auswirkungen eine Schließung auf bestehende Beziehungen und Bindungen, Freundschaften, vertraute Routinen sowie auf Kinder mit besonderen Unterstützungsbedarfen haben kann. Ebenso sollte betrachtet werden, welche personellen und pädagogischen Ressourcen in den aufnehmenden Einrichtungen tatsächlich vorhanden sind, um die notwendigen Übergänge gut zu begleiten.
Kinder sind keine Betreuungsplätze, die sich beliebig von A nach B verschieben lassen. Eine verantwortungsvolle Entscheidung sollte deshalb nicht nur wirtschaftlich und organisatorisch tragfähig sein, sondern vor allem auch aus der Perspektive der Kinder verantwortbar.
Ich wünsche mir, dass diese Kinderperspektive bei der Entscheidung über die Zukunft der „Frechen Früchtchen“ ausdrücklich und fachlich fundiert berücksichtigt wird.
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Die Kinder brauchen einen Kindergarten.
Ich bin auch früher in denn Kindergarten gegangen