Erfolg

Schutz des Naturparks Dübener Heide – Keine Windkraftindustrie im Wald!

Petition richtet sich an:
Gemeinderat der Gemeinde Muldestausee

Abgegebene Stellungnahmen von Abgeordneten

2.182 Unterschriften

Petition hat zum Erfolg beigetragen

2.182 Unterschriften

Petition hat zum Erfolg beigetragen

  1. Gestartet Juni 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Erfolg

Die Petition war erfolgreich!

Petition richtet sich an: Gemeinderat der Gemeinde Muldestausee


Sehr geehrter Herr Bürgermeister Giebler, sehr geehrte Mitglieder des Gemeinderates,
 
wir, die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Muldestausee und der umliegenden Ortschaften, fordern Sie hiermit eindringlich auf, alle Planungen und Vorbereitungen zum Windkraftausbau im Naturpark Dübener Heide mit mindestens neun riesigen Windkraftanlagen – mit einer Höhe von mindestens 285 Metern – im Bereich zwischen den Ortschaften Gröbern und Schmerz sofort zu stoppen!
 
Dieses Vorhaben stellt den Beginn der massiven Zerstörung eines alten, intakten und überregional bedeutsamen Waldgebietes im Naturpark Dübener Heide dar. Die Bürgerinitiative GEGENWIND DÜBENER HEIDE fordert darüber hinaus:
 
➤ Eine umfassende Bürgerbeteiligung und Transparenz zu diesem Vorhaben.
➤ Die konsequente Suche nach alternativen Standorten außerhalb der Waldgebiete.

Begründung

Umwelt und Artenvielfalt in akuter Gefahr!
Der Naturpark Dübener Heide ist nicht nur ein touristisch attraktives Erholungsgebiet, sondern ein wertvoller Lebensraum für geschützte Tierarten:

  • der Rote Milan
  • der Große Abendsegler
  • der Wolf
  • und viele weitere bedrohte Arten

Deren Lebensräume werden durch Rodungen, Lärm, Schlagschatten und Infrastrukturmaßnahmen irreversibel zerstört.
Wir zitieren: "Alternative Energie ist sinnlos, wenn sie das zerstört, was sie eigentlich bewahren soll: Unsere Natur."

Wald statt Beton!

  • Jede Windkraftanlage benötigt einen gigantischen Betonsockel (25–30 Meter Durchmesser, 8 Meter Gründungstiefe), dazu Trafohäuser, Zuwegungen und kilometerlange Erdkabeltrassen, die mitten durch den Wald verlegt werden.
  • Der Eingriff betrifft nicht nur die direkte Fläche, sondern zerreißt das ökologische Gefüge der gesamten Region. Gröbern, Schmerz, Hohenlubast, Schköna, Mescheide, Krina, Plodda, Gossa, Schlaitz und Burgkemnitz wären in hohem Maße betroffen.
  • Eine spätere Erweiterung des Windparks zu den angrenzenden Gemeinden und Landkreisen liegt nahe. Die Vorgehensweise spiegelt sich in anderen Projekten wieder – was hier beginnt, ist kein Einzelfall, sondern könnte der Startschuss zur flächendeckenden Industrialisierung der Dübener Heide werden.

Der Wald ist ein effektiver CO₂-Speicher, ein lebendiger Klimaregulator, ein Sauerstoffproduzent und Wasserspeicher – seine Zerstörung ist ein ökologisches Armutszeugnis, welches in keinem Verhältnis zu einem in dieser Form höchst fragwürdigen Beitrag zur Energiewende steht.

Demokratie mit Füßen getreten!
Wir kritisieren ausdrücklich:

  • die fehlende Information und Beteiligung der Anwohner im Vorfeld,
  • die fehlende Transparenz des Gemeinderats,
  • und die Weigerung, konfliktärmere Alternativen ernsthaft zu prüfen.

Es darf nicht sein, dass solch tiefgreifende Eingriffe über die Köpfe der Bürgerinnen und Bürger hinweg beschlossen und durchgesetzt werden!

Schützen wir gemeinsam, was uns schützt: unsere Natur, unseren Wald, unser Zuhause!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Bürgerinitiative GEGENWIND DÜBENER HEIDE, Muldestausee OT Gossa
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 19.06.2025
Sammlung endet: 31.12.2025
Region: Muldestausee
Kategorie: Umwelt

Neuigkeiten

  • Nach unzähligen Protesten, unzähligen Schreiben und Mails bis in den Landtag Sachsen-Anhalt, Gesprächen mit dem Landtagspräsidenten, dem Ministerpräsidenten, dem Petitionsausschuss des Landtages, Bundes- und Landtagsabgeordneten, Stadt-, Gemeinde- und Ortschaftsräten, Baumpflanzaktionen, unzähligen Teilnahmen an Stadtrats-, Gemeinderats-, Ortschaftsrats- und Ausschusssitzungen, am Umzug des GCC, Informationsveranstaltungen der Bürgerinitiative, unzähligen Veröffentlichungen in Funk und Fernsehen, in der Presse und den sozialen Medien, Unterschriftensammlungen, Petitionen, Aufstellen von Bannern, Verteilung von Flyern und Informationsmaterial usw., gegen teilweisen Widerstand aus örtlicher Politik und Windkraftindustrie, trotz in unseren Augen mangelnder Unterstützung eigentlich für den Schutz der Dübener Heide Verantwortlicher, hat sich der Kampf der Bürgerinitiative „Gegenwind Dübener Heide“ seit 2024 für den Erhalt unserer Heimat und gegen die geplanten Windindustrieanlagen mitten im Wald unseres Naturparks „Dübener Heide“ gelohnt.
     
    Nach dem Beschluss des Gemeinderats Muldestausee am 02.06.2026 fasste die Regionale Planungsgemeinschaft Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg am 05.06.2026, 10:07 Uhr, den Beschluss, sowohl das VRG XIX/ Windpark 34 (Schmerz) als auch die Alternativfläche Windpark 11 (Pouch) von einer weiteren Planung auszuschließen und andere weniger konfliktbelastete Flächen zur Erreichung des Flächenzieles von 1,9 % zu nutzen.
     
    Vielen Dank an alle, die uns unterstützt und diesen Erfolg möglich gemacht haben.
     
    Wir sehen dies auch als das Ergebnis eines klares Bekenntnisses der Politik in Sachsen-Anhalt zum Erhalt unseres wertvollen Naturparks Dübener Heide.

  • openPetition hat heute eine Erinnerung an die gewählten Vertreter im Parlament Gemeinderat geschickt, die noch keine persönliche Stellungnahme abgegeben haben.
    Bisher haben 0 Parlamentarier eine Stellungnahme abgegeben.
    Die Stellungnahmen veröffentlichen wir hier:
    www.openpetition.de/petition/stellungnahme/schutz-des-naturparks-duebener-heide-keine-windkraftindustrie-im-wald

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