Statements: Stadtvertretung Glückstadt

No answer yet (13) 52.0%
I agree / agree mostly (9) 36.0%
I decline (2) 8.0%
I abstain (1) 4.0%

28 %

28% support a parlamentary request.

32% support a public hearing in a committee of experts.

32% support a public hearing in the parliament/plenum.



Rolf Apfeld

is a member of parliament Stadtvertretung

last edited on 01/12/2026

I agree / agree mostly.

Als Bürgermeister und Mitbürger dieser Stadt vertrete ich eine persönliche Meinung, zu der ich mich klar für eine hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte bekenne.
Eine kommunale Selbstverwaltung hat nicht nur den Selbstzweck eng gefasst, Verwaltungsaufgaben zu erledigen. Es gibt auch einen gesellschaftlichen Auftrag, wie hier die im Grundgesetz verankerte Gleichstellung (Art 3 (2) Satz 1 und 2) zu fördern. Leider bedeutet es nicht, weil es im Grundgesetz steht, dass die Gleichstellung funktioniert. Daher sehe ich den Auftrag nicht nur im Rahmen einer kommunalen Gleichstellung intern zu wirken, sondern auch nach außen.
Wir haben noch viele gesellschaftliche Gruppen, die diese Gleichrangigkeit der Geschlechter nicht sehen. Sie bewegen sich in patriarchalen Strukturen und Werten. Diese spiegeln sich nicht nur durch die vielen Gewalttaten gegen Frauen wider, sondern auch in den vielen kleinen täglichen Benachteiligungen. Nur durch ein andauerndes Aufklären, diskutieren und einfordern verändern wir etwas. Daher habe ich keine Angst vor der Gleichstellung, da sie auch uns Männern Vorteile bringt. Wir können gleichfalls überholte Rollen hinterfragen und ablegen. Wenn wir etwas bewegen wollen, dann müssen wir hier auch handeln. Der Auftrag ist an sich schon schwer genug, das sollten wir auch mit einer hauptamtlichen Beschäftigung fördern.

Scarlett Schmit

is a member of parliament Stadtvertretung

GRÜNE, last edited on 01/15/2026

I agree / agree mostly.
I support a public hearing in the technical committee.
I support a public hearing in the parliament/plenum.

Die Förderung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern durch Beratung von Verwaltung und Politik, die Beseitigung struktureller Benachteiligungen, Öffentlichkeitsarbeit, Organisation von Veranstaltungen, Vernetzung mit Frauenorganisationen und die Unterstützung von Frauen in verschiedenen Lebenslagen (Beruf, Familie, Gewalt) sowie die Einbringung frauenspezifischer Perspektiven in alle kommunalen Entscheidungsprozesse ist eine gewaltige Aufgabe die nicht einfach nur Ehrenamtlich vergeben werden kann. Es sollte der Politik und der Verwaltung in Glückstadt zuzumuten sein hier zu einer Entscheidung zu kommen welche am Ende allen Bürgern zur gute kommt.


Michael Seifert

is a member of parliament Stadtvertretung

SPD, last edited on 01/15/2026

Group resolution published by Michael Seifert. The basis of decision was a resolution of the faction SPD

I agree / agree mostly.
I´ll support the request if there will be enough other representives joining.
I support a public hearing in the technical committee.
I support a public hearing in the parliament/plenum.

Aus meiner gestrigen Haushaltsrede:

Wir beantragen und unterstützen die Umwandlung der Stelle der Gleichstellungsbeauftragten von einem Ehrenamt in eine Halbtagsstelle. Ein Haushaltssaldo von über sechs Millionen Euro Minus weckt oft den Reflex, bei den „weichen“ Themen zu kürzen. Wir halten das für den falschen Weg

Ich höre bereits die kritischen Stimmen: „Können wir uns das bei sechs Millionen Euro Minus leisten?“ Unsere Antwort lautet: Wir können es uns nicht leisten, es nicht zu tun. Gleichstellung ist kein „Nischenthema“ für Sonntagsreden. Es geht um moderne Arbeitswelt, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und um eine Verwaltung, die Vorbild ist. Diese Aufgaben sind im Ehrenamt nicht mehr seriös zu leisten. Wenn wir als Gemeinde attraktiv bleiben wollen – für Fachkräfte und für Familien – dann müssen wir hier Professionalität zeigen. Die Umwandlung der Stelle der Gleichstellungsbeauftragten in eine Halbtagsstelle ist für uns unumgänglich. Echte Gleichstellung ist nichts, was man nebenher erledigt. Echte Gleichstellung ist kein reines Ehrenamt. Echte Gleichstellung ist kein Hobby.


Katharina Wilke

is a member of parliament Stadtvertretung

FDP, last edited on 01/12/2026

I agree / agree mostly.
I´ll support the request if there will be enough other representives joining.
I support a public hearing in the technical committee.
I support a public hearing in the parliament/plenum.


Heike Bremer

is a member of parliament Stadtvertretung

SPD, last edited on 01/09/2026

I agree / agree mostly.
I´ll support the request if there will be enough other representives joining.
I support a public hearing in the technical committee.
I support a public hearing in the parliament/plenum.

Die Berichte der ehemaligen Gelichstellungsbeauftragten haben deutlich gezeigt, wie wichtig und umfangreich diese Arbeit ist.
Immer noch sind deutlich mehr Männer in Führungspositionen. Immer noch leisten überwiegend Frauen die so wichtige Care- Arbeit und verzichten auf berufliche und persönliche Weiterentwicklung. Gleichstellung ist noch lange keine Selbstverständlichkeit in unserer Gesellschaft. Dies immer wieder in den Fokus zu holen ist Gleichstellungsarbeit.
Die Zahlen häuslicher Gewalt steigen und Frauen brauchen dringend vertrauliche Ansprechpartner um sich Hilfe zu holen zu können, ohne sich groß erklären zu müssen, oder Angst zu haben, dass sie nicht ernst genommen werden.
Wenn man auf die geforderten Inhalte der Gleichstellungsarbeit schaut wird sofort deutlich, dass dies in einem Ehrenamt in einer Stadt wie Glückstadt kaum leistbar ist.
Ich habe von Anfang an die Umwandlung von einem Haupt- in ein Ehrenamt nicht unterstützt. Für mich ist Gleichstellungsarbeit keine Nebensache und kein Freizeitvergnügen, sondern muss mit angemessenem Zeitumfang und der entsprechenden finanziellen Entlohnung erfolgen. Von einer Stelleninhaberin wird eine entsprechende Qualifikation erwartet. Darin, dass sich in nahezu zwei Jahren niemand gefunden hat ,der diese ehrenamtliche Stelle annehmen will, sehe ich mich in meiner Haltung bestätigt.
Ich hoffe sehr, dass sich durch diese Petition einige Stadtvertreter angesprochen fühlen, ihre Einstellung zu diesem Thema noch einmal zu überdenken, wenn über den gemeinsamen Antrag der Fraktionen der Grünen und der SPD beraten und abgestimmt wird.

www.schleswig-Holstein.de/fachinhalte/G/gleichstellung/Entwicklung_Gleichstellungspolitik


Ramon Arndt

is a member of parliament Stadtvertretung

GRÜNE, last edited on 01/07/2026

I agree / agree mostly.
I´ll support the request if there will be enough other representives joining.
I support a public hearing in the technical committee.
I support a public hearing in the parliament/plenum.

Ich bin davon überzeugt, dass auch im Jahr 2026 die Arbeit im Bereich der Gleichstellung notwendig ist - das umfasst auch die Stelle einer Gleichstellungsbeauftragten in Glückstadt.

Als Grüne Fraktion versuchen wir immer wieder, dieses Thema auf die Tagesordnung und in den Fokus zu bringen, und daher begrüße ich sehr, dass diese Petition von Menschen initiiert und unterstützt wurde.

Gleichstellungsarbeit ist eine Aufgabe, die durch Gesetze verankert ist und eine im Kontext des
Zusammenlebens in einer Kommune notwendig.
Dass es in Glückstadt seit mehr als einem Jahr keine Besetzung der Stelle der ehrenamtlichen
Gleichstellungsbeauftragten gibt, ist mehr als bedauerlich.

Wir erkennen den dringenden Bedarf, diese Stelle wieder als hauptamtliche Stelle auszuschreiben, damit diese besetzt werden kann, und endlich wieder die Aufgaben der Gleichstellungsbeauftragten ausgefüllt werden können.

Die Aufgaben der Gleichstellungsbeauftragten werden dabei nicht zwischen Ehren- und Hauptamtlichkeit unterschieden. Bereits die Berichte der Glückstädter Gleichstellungsbeauftragten
haben gezeigt, wie wichtig eine ausreichende Stundenausstattung dieser Stelle ist, um erfolgreiche Gleichstellungsarbeit zu leisten.

Die Gleichstellungsbeauftragte ist auf der einen Seite innerhalb der Verwaltung Ansprechpartnerin, aber auch außerhalb der verwaltungsinternen Abläufe Ansprechpartnerin und Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Glückstadt – und beide Bereiche adäquat auszufüllen ist nicht leistbar in der Ehrenamtlichkeit.

Das Bundesministerium für Inneres hat kürzlich die Zahlen häuslicher Gewalt aus dem Jahr 2024
veröffentlicht und einen neuen Höchststand angezeigt (www.bka.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/Kurzmeldungen/251121_BLB_HaeuslicheGewalt2024.html), und konstatierte „Straftaten gegen Frauen und Mädchen nehmen weiter zu“ (www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2025/11/StraftatengegenFrauen2024.html).

Es ist mehr als fraglich, warum die Kommunalpolitik in Glückstadt sich gerade dann dazu ent-
scheidet, dass Gleichstellung ein nachrangiges Thema zu sein habe, wenn die Realität den Be-
darf und die Notwendigkeit darstellt.

Ich freue mich auf eine Diskussion in den Gremien zu diesem Thema und hoffe, dass eine hauptamtliche Stelle eingerichtet werden kann, so schnell wie möglich.


Christine Berg

is a member of parliament Stadtvertretung

GRÜNE, last edited on 01/07/2026

I agree / agree mostly.
I´ll support the request if there will be enough other representives joining.
I support a public hearing in the technical committee.
I support a public hearing in the parliament/plenum.

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen aus Glückstadt fordert seit Jahren eine hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte einzustellen, idealerweise in Vollzeit. Die Berichte der ehemaligen Gleichstellungsbeauftragten haben gezeigt, wie viel Aufgaben und Zeitaufwand die Tätigkeit bedeutet, nämlich sehr sehr viel. Die Grünen haben bislang zwei Anträge zur Besetzung der Position im Hauptamt eingereicht, der erste wurde abgelehnt, der neueste vom Dezember 2025 vertagt. Wir begrüßen diese Petition außerordentlich und danken dem bzw. unterstützen das Initiatorinnen-Team mit aller Kraft. Wer die Tätigkeitsberichte kennt, weiß, dass es nur ein Hauptamt mit adäquater Vergütung geben kann. Wir bitten alle Stadtverordneten dem Grünen Antrag zuzustimmen und das Initiatorinnen-Team vorher anzuhören. Großen Dank und beste Grüße, Christine Berg, Fraktionsvorsitzende der Grünen


Nicole Evers

is a member of parliament Stadtvertretung

SPD, last edited on 01/06/2026

Group resolution published by Michael Seifert. The basis of decision was a resolution of the faction SPD

I agree / agree mostly.
I´ll support the request if there will be enough other representives joining.
I support a public hearing in the technical committee.
I support a public hearing in the parliament/plenum.

Aus meiner gestrigen Haushaltsrede:

Wir beantragen und unterstützen die Umwandlung der Stelle der Gleichstellungsbeauftragten von einem Ehrenamt in eine Halbtagsstelle. Ein Haushaltssaldo von über sechs Millionen Euro Minus weckt oft den Reflex, bei den „weichen“ Themen zu kürzen. Wir halten das für den falschen Weg

Ich höre bereits die kritischen Stimmen: „Können wir uns das bei sechs Millionen Euro Minus leisten?“ Unsere Antwort lautet: Wir können es uns nicht leisten, es nicht zu tun. Gleichstellung ist kein „Nischenthema“ für Sonntagsreden. Es geht um moderne Arbeitswelt, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und um eine Verwaltung, die Vorbild ist. Diese Aufgaben sind im Ehrenamt nicht mehr seriös zu leisten. Wenn wir als Gemeinde attraktiv bleiben wollen – für Fachkräfte und für Familien – dann müssen wir hier Professionalität zeigen. Die Umwandlung der Stelle der Gleichstellungsbeauftragten in eine Halbtagsstelle ist für uns unumgänglich. Echte Gleichstellung ist nichts, was man nebenher erledigt. Echte Gleichstellung ist kein reines Ehrenamt. Echte Gleichstellung ist kein Hobby.


Dirk Glienke

is a member of parliament Stadtvertretung

SPD, last edited on 01/06/2026

Group resolution published by Michael Seifert. The basis of decision was a resolution of the faction SPD

I agree / agree mostly.
I´ll support the request if there will be enough other representives joining.
I support a public hearing in the technical committee.
I support a public hearing in the parliament/plenum.

Aus meiner gestrigen Haushaltsrede:

Wir beantragen und unterstützen die Umwandlung der Stelle der Gleichstellungsbeauftragten von einem Ehrenamt in eine Halbtagsstelle. Ein Haushaltssaldo von über sechs Millionen Euro Minus weckt oft den Reflex, bei den „weichen“ Themen zu kürzen. Wir halten das für den falschen Weg

Ich höre bereits die kritischen Stimmen: „Können wir uns das bei sechs Millionen Euro Minus leisten?“ Unsere Antwort lautet: Wir können es uns nicht leisten, es nicht zu tun. Gleichstellung ist kein „Nischenthema“ für Sonntagsreden. Es geht um moderne Arbeitswelt, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und um eine Verwaltung, die Vorbild ist. Diese Aufgaben sind im Ehrenamt nicht mehr seriös zu leisten. Wenn wir als Gemeinde attraktiv bleiben wollen – für Fachkräfte und für Familien – dann müssen wir hier Professionalität zeigen. Die Umwandlung der Stelle der Gleichstellungsbeauftragten in eine Halbtagsstelle ist für uns unumgänglich. Echte Gleichstellung ist nichts, was man nebenher erledigt. Echte Gleichstellung ist kein reines Ehrenamt. Echte Gleichstellung ist kein Hobby.


Verena Kniesmeijer-van Leeuwen

is a member of parliament Stadtvertretung

BFG, last edited on 01/15/2026

I abstain.

Ich danke den Initiatorinnen und Initiatoren der Petition sowie den zahlreichen Unterstützenden für
ihr Engagement und die große Aufmerksamkeit, die sie dem Thema Gleichstellung in Glückstadt
widmen. Gleichstellung ist ein wichtiges Anliegen, das ernst genommen werden muss und auch in
der kommunalen Politik seinen festen Platz hat.
Zunächst ist festzuhalten: Die Stadt Glückstadt erfüllt ihre gesetzlichen Verpflichtungen. Nach der
Gemeindeordnung für Schleswig-Holstein sind Gemeinden verpflichtet, eine
Gleichstellungsbeauftragte zu bestellen. Für Gemeinden mit weniger als 15.000 Einwohnerinnen
und Einwohnern – wie Glückstadt – besteht dabei ausdrücklich kein gesetzlicher Zwang, diese Stelle
hauptamtlich auszugestalten. Die konkrete Organisationsform ist vielmehr durch die Kommune im
Rahmen ihrer Selbstverwaltung zu bestimmen. Diese Rechtslage ist eindeutig.
Vor diesem Hintergrund hat die Stadtvertretung im Jahr 2024 nach ausführlicher Beratung bewusst
entschieden, die Funktion der Gleichstellungsbeauftragten künftig ehrenamtlich auszugestalten.
Diese Entscheidung erfolgte nicht aus Geringschätzung der Gleichstellungsarbeit, sondern auf
Grundlage einer Abwägung zwischen gesetzlichem Auftrag, tatsächlichem Bedarf, organisatorischer
Umsetzbarkeit und finanzieller Leistungsfähigkeit der Stadt. Es handelte sich um eine sachliche und
rechtmäßige Grundsatzentscheidung, die zum damaligen Zeitpunkt von einer Mehrheit getragen
wurde.
Richtig ist, dass die ehrenamtliche Stelle bislang nicht neu besetzt werden konnte. Ebenso richtig ist
aber auch: In dem Zeitraum von rund eineinhalb Jahren ohne Besetzung hat es meines Wissens
keine einzige Anfrage, Beschwerde oder Eingabe an die Verwaltung gegeben, die eine akute oder
konkrete Problemlage im Bereich Gleichstellung erkennen ließe. Diese Tatsache gehört zu einer
vollständigen und ehrlichen Bewertung der Situation dazu.
Die Petition stellt die Situation teilweise anders dar und erweckt den Eindruck, die Stadt verweigere
Gleichstellungsarbeit oder lasse gesetzliche Pflichten bewusst unerfüllt. Diese Darstellung teile ich
ausdrücklich nicht. Weder Verwaltung noch Stadtvertretung stellen Gleichstellung als „nachrangig“
dar. Vielmehr geht es um die Frage, in welcher Form Gleichstellungsarbeit in einer Kleinstadt wie
Glückstadt sinnvoll, verhältnismäßig und dauerhaft tragfähig organisiert werden kann.
Auch der Wunsch nach einer hauptamtlichen Stelle ist legitim und als politische Forderung zulässig.
Er ersetzt jedoch nicht die notwendige Prüfung, ob Umfang, Aufgabenprofil und tatsächlicher
Bedarf eine solche Stelle aktuell rechtfertigen. Eine erneute Umstellung auf eine hauptamtliche
Lösung würde dauerhafte Haushaltsmittel binden und muss daher besonders sorgfältig begründet
werden. Aus meiner Sicht liegen hierfür derzeit keine neuen belastbaren Erkenntnisse vor, die eine
Abkehr von der erst kürzlich getroffenen Entscheidung zwingend erforderlich machen würden.
Unabhängig davon halte ich es für sinnvoll, das Thema weiterhin offen und sachlich zu diskutieren.
Sollte sich künftig zeigen, dass sich konkrete Bedarfe entwickeln oder strukturelle Defizite
entstehen, wird die Stadtvertretung diese selbstverständlich neu bewerten müssen.
Kommunalpolitik ist kein starres System, sondern lebt von Überprüfung, Anpassung und
Verantwortung.
Mein Anliegen ist es, die Gleichstellungsarbeit in Glückstadt rechtskonform, bedarfsgerecht und
verantwortungsvoll zu gestalten – ohne Symbolpolitik, aber mit Blick auf das, was für unsere Stadt
tatsächlich notwendig und leistbar ist.


Hans Ludwig Bechtel

is a member of parliament Stadtvertretung

BFG, last edited on 01/15/2026

I decline.

Ich danke den Initiatorinnen und Initiatoren der Petition sowie deren zahlreichen Unterstützenden für ihr Engagement und die große Aufmerksamkeit, die sie diesem Thema Gleichstellung in Glückstadt widmen. Gleichstellung ist ein wichtiges Anliegen, das ernst genommen werden muss und auch in der kommunalen Politik seinen festen Platz hat.
Zunächst ist festzuhalten das die Stadt Glückstadt ihre gesetzlichen Verpflichtungen erfüllt.. Nach der Gemeindeordnung für Schleswig-Holstein sind Gemeinden verpflichtet, eine Gleichstellungsbeauftragte zu bestellen. Für Gemeinden mit weniger als 15.000 Einwohnern wie -Glückstadt- besteht dabei ausdrücklich kein gesetzlicher Zwang, diese Stelle hauptamtlich auszugestalten. Die konkrete Organisationsform ist vielmehr durch die Kommune im Rahmen ihrer Selbstverwaltung zu bestimmen. diese Rechtslage ist eindeutig.
Vor diesem Hintergrund hat die Stadtvertretung im Jahr 2024 nach ausführlicher Beratung bewusst entschieden, die Funktion der Gleichstellungsbeauftragten künftig ehrenamtlich auszugestalten. Diese Entscheidung erfolgte nicht aus Geringschätzung der Gleichstellungsarbeit, sondern auf Grundlage einer Abwägung zwischen gesetzlichem Auftrag, tatsächlichem Bedarf, organisatorischer Umsetzbarkeit und finanzieller Leistungsfähigkeit unserer Stadt. Es handelte sich um eine sachliche und rechtmäßige Grundsatzentscheidung, die zum damaligen Zeitpunkt von einer Mehrheit getragen wurde.
Richtig ist, dass die ehrenamtliche Stelle bislang nicht neu besetzt werden konnte. Ebenso richtig ist aber auch das in diesem Zeitraum von rund eineinhalb Jahren ohne Besetzung, es meines Wissens nach keine einzige Anfrage, Beschwerde oder Eingabe an die Verwaltung gegeben hat, die eine akute oder konkrete Problemlage im Bereich Gleichstellung erkennen ließe. Diese Tatsache gehört zu einer vollständigen und ehrlichen Bewertung dazu.
Diese Petition stellt die Situation teilweise anders dar und erweckt den Eindruck, die Stadt verweigere Gleichstellungsarbeit oder lasse gesetzliche Pflichten bewusst unerfüllt. Diese Darstellung teile ich ausdrücklich nicht! Vielmehr geht es um die Frage, in welcher Form Gleichstellungsarbeit in einer Kleinstadt wie Glückstadt sinnvoll, verhältnismäßig und dauerhaft tragfähig organisiert werden kann.
Der Wunsch nach einer hauptamtlichen Stelle ist legitim und als politische Forderung zulässig. Er ersetzt jedoch nicht die notwendige Prüfung, ob Umfang, Aufgabenprofil und tatsächlicher Bedarf eine solche Stelle aktuell rechtfertigen. Eine erneute Umstellung auf eine hauptamtliche Lösung würde dauerhafte Haushaltsmittel binden und muss daher besonders sorgfältig begründet werden. Aus meiner Sicht liegen hierfür derzeit keine neuen belastbaren Erkenntnisse vor, die eine Abkehr oder Neubewertung von der erst kürzlich getroffenen Entscheidung zwingend erforderlich machen würden.
Unabhängig davon halte ich es für sinnvoll, das Thema weiterhin offen und sachlich zu diskutieren. Sollte sich zukünftig zeigen, dass sich konkrete Bedarfe entwickeln oder strukturelle Defizite entstehen, wird die Stadtvertretung diese selbstverständlich neu bewerten müssen. Kommunalpolitik ist kein starres System, sondern lebt von Überprüfung, Anpassung und Verantwortung.
Mein Anliegen ist es, die Gleichstellungsarbeit in Glückstadt rechtskonform, bedarfsgerecht und verantwortungsvoll zu gestalten- ohne Symbolpolitik, aber mit Blick auf das, was für unsere Stadt tatsächlich notwendig und leistbar ist.


Dr. Siegfried Hansen

is a member of parliament Stadtvertretung

BFG, last edited on 01/13/2026

I decline.

Ich danke den Initiatorinnen und Initiatoren der Petition sowie den zahlreichen Unterstützenden für ihr Engagement und die große Aufmerksamkeit, die sie dem Thema Gleichstellung in Glückstadt widmen. Gleichstellung ist ein wichtiges Anliegen, das ernst genommen werden muss und auch in der kommunalen Politik seinen festen Platz hat.

Zunächst ist festzuhalten: Die Stadt Glückstadt erfüllt ihre gesetzlichen Verpflichtungen. Nach der Gemeindeordnung für Schleswig-Holstein sind Gemeinden verpflichtet, eine Gleichstellungsbeauftragte zu bestellen. Für Gemeinden mit weniger als 15.000 Einwohnerinnen und Einwohnern – wie Glückstadt – besteht dabei ausdrücklich kein gesetzlicher Zwang, diese Stelle hauptamtlich auszugestalten. Die konkrete Organisationsform ist vielmehr durch die Kommune im Rahmen ihrer Selbstverwaltung zu bestimmen. Diese Rechtslage ist eindeutig.

Vor diesem Hintergrund hat die Stadtvertretung im Jahr 2024 nach ausführlicher Beratung bewusst entschieden, die Funktion der Gleichstellungsbeauftragten künftig ehrenamtlich auszugestalten. Diese Entscheidung erfolgte nicht aus Geringschätzung der Gleichstellungsarbeit, sondern auf Grundlage einer Abwägung zwischen gesetzlichem Auftrag, tatsächlichem Bedarf, organisatorischer Umsetzbarkeit und finanzieller Leistungsfähigkeit der Stadt. Es handelte sich um eine sachliche und rechtmäßige Grundsatzentscheidung, die zum damaligen Zeitpunkt von einer Mehrheit getragen wurde.

Richtig ist, dass die ehrenamtliche Stelle bislang nicht neu besetzt werden konnte. Ebenso richtig ist aber auch: In dem Zeitraum von rund eineinhalb Jahren ohne Besetzung hat es meines Wissens keine einzige Anfrage, Beschwerde oder Eingabe an die Verwaltung gegeben, die eine akute oder konkrete Problemlage im Bereich Gleichstellung erkennen ließe. Diese Tatsache gehört zu einer vollständigen und ehrlichen Bewertung der Situation dazu.

Die Petition stellt die Situation teilweise anders dar und erweckt den Eindruck, die Stadt verweigere Gleichstellungsarbeit oder lasse gesetzliche Pflichten bewusst unerfüllt. Diese Darstellung teile ich ausdrücklich nicht. Weder Verwaltung noch Stadtvertretung stellen Gleichstellung als „nachrangig“ dar. Vielmehr geht es um die Frage, in welcher Form Gleichstellungsarbeit in einer Kleinstadt wie Glückstadt sinnvoll, verhältnismäßig und dauerhaft tragfähig organisiert werden kann.

Auch der Wunsch nach einer hauptamtlichen Stelle ist legitim und als politische Forderung zulässig. Er ersetzt jedoch nicht die notwendige Prüfung, ob Umfang, Aufgabenprofil und tatsächlicher Bedarf eine solche Stelle aktuell rechtfertigen. Eine erneute Umstellung auf eine hauptamtliche Lösung würde dauerhafte Haushaltsmittel binden und muss daher besonders sorgfältig begründet werden. Aus meiner Sicht liegen hierfür derzeit keine neuen belastbaren Erkenntnisse vor, die eine Abkehr von der erst kürzlich getroffenen Entscheidung zwingend erforderlich machen würden.

Unabhängig davon halte ich es für sinnvoll, das Thema weiterhin offen und sachlich zu diskutieren. Sollte sich künftig zeigen, dass sich konkrete Bedarfe entwickeln oder strukturelle Defizite entstehen, wird die Stadtvertretung diese selbstverständlich neu bewerten müssen. Kommunalpolitik ist kein starres System, sondern lebt von Überprüfung, Anpassung und Verantwortung.

Mein Anliegen ist es, die Gleichstellungsarbeit in Glückstadt rechtskonform, bedarfsgerecht und verantwortungsvoll zu gestalten – ohne Symbolpolitik, aber mit Blick auf das, was für unsere Stadt tatsächlich notwendig und leistbar ist.


Dr. Manfred Lück

is a member of parliament Stadtvertretung

CDU

last contacted on 02/03/2026
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Dirk Gängler

is a member of parliament Stadtvertretung

BFG

last contacted on 02/03/2026
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Ulf Gängler

is a member of parliament Stadtvertretung

CDU

last contacted on 02/03/2026
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Stefan Goronczy

is a member of parliament Stadtvertretung

FDP

last contacted on 02/03/2026
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Lutz Harder

is a member of parliament Stadtvertretung

BFG

last contacted on 02/03/2026
No answer yet


Björn Mietzner

is a member of parliament Stadtvertretung

FDP

last contacted on 02/03/2026
No answer yet


Ebba Okkens-Theuerkauf

is a member of parliament Stadtvertretung

CDU

last contacted on 02/03/2026
No answer yet


Birgit Steup

is a member of parliament Stadtvertretung

BFG

last contacted on 02/03/2026
No answer yet


Markus Weinheimer

is a member of parliament Stadtvertretung

CDU

last contacted on 02/03/2026
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Ovid Westermann

is a member of parliament Stadtvertretung

CDU

last contacted on 02/03/2026
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Lars Kasten

is a member of parliament Stadtvertretung

CDU

last contacted on 02/03/2026
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Jörn Gehring

is a member of parliament Stadtvertretung

BFG

last contacted on 02/03/2026
No answer yet


Walter Alpen

is a member of parliament Stadtvertretung

CDU

last contacted on 02/03/2026
No answer yet

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