Stoppt die Tiefengeothermie in Neuhofen im Naherholungs- und Landschaftsschutzgebiet

Petition richtet sich an:
Bürgermeister der Verbandsgemeinde Patrick Fassott, Ortsbürgermeister Ralf Marohn, Ortsgemeinderat Neuhofen
Abgegebene Stellungnahmen von Abgeordneten

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609 von 500 für Quorum in Verbandsgemeinde Rheinauen Verbandsgemeinde Rheinauen

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  1. Gestartet 06.07.2026
  2. Sammlung noch > 4 Monate
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Petition richtet sich an: Bürgermeister der Verbandsgemeinde Patrick Fassott, Ortsbürgermeister Ralf Marohn, Ortsgemeinderat Neuhofen

Wir fordern:

  1. Sofortiger Stopp aller Planungen für den Standort Neuhofen/Wolfgangsee/Schlicht.
  2. Ablehnung aller Genehmigungs- und Planungsverfahren für diesen Standort.
  3. Prüfung alternativer Technologien und Standorte außerhalb bzw. entfernt von sensiblen Natur- und Trinkwasserschutzgebieten.
  4. Vollständige Transparenz, frühe und faire Bürgerbeteiligung.
  5. Verbindliche Haftungs- und Entschädigungsregelungen für mögliche Schäden.

Was wir kritisieren:
1. Der Standort – Mögliche Gefährdung von Natur und Anwohnern

  • Der geplante Bohrplatz liegt nur ein paar hundert Meter von den ersten Wohnhäusern entfernt.
  • Ein 24-Stunden-Betrieb verursacht Lärm, Erschütterungen und psychische Belastung.
  • Der geplante Standort liegt in unmittelbarer Nähe zur Schlicht und zum Wolfgangsee – bei einem Störfall wären die Folgen für dieses Ökosystem und die angrenzenden Grundwasserseen unabsehbar.
  • Direkt angrenzend wird das Trinkwasser für den Zweckverband „Pfälzische Mittelrheingruppe“ gefördert – mit Versorgung der Stadt Schifferstadt, der Gemeinde Limburgerhof, der Gemeinde Mutterstadt, der Ortsgemeinde Böhl, der Ortsgemeinde Dannstadt-Schauernheim und der Verbandsgemeinde Rheinauen.
  • Der Oberrheingraben ist erdbebengefährdet (Zone 1 von 3) und bekannt für induzierte Beben durch Tiefengeothermie (z. B. Landau, Basel, Insheim, Vendenheim).
  • Das Projekt ist Teil des AGENS-Forschungsverbunds – ein Pilotprojekt, also mit besonderem Risiko für Neuhofen.

 
2. Unserer Meinung nach bestehen Risiken ohne unabhängige Prüfung & fehlende Transparenz

  • Gefahr des Austritts von Formationswasser, Arsen, Radon, Methan oder CO₂ – dies gilt auch für die angrenzenden Grundwasserseen.
  • Erfahrungen aus anderen Gemeinden zeigen: Schäden an Gebäuden wurden unzureichend oder gar nicht reguliert, Betroffene blieben auf Kosten sitzen.
  • Vollständige Präsentationen sind nicht frei zugänglich, und in Berichten wird oft nur vom „Bohrlandepunkt“ gesprochen, nicht vom tatsächlichen Bohrstandort.
  • Die Tiefe von 3.500 m im Oberrheingraben ist für die Lithiumgewinnung besonders attraktiv. Die Rechte hierzu wurden sich bereits gesichert.
  • Bei Fehlern im Injektionsprozess oder wenn mit zu hohem Druck gearbeitet wird, kann es zu Verwerfungen oder Setzungen im Untergrund kommen. Siehe hier und hier).

3. Hoher Zeitdruck & unklare Vorteile

  • Die Planung schreitet schnell und ohne umfangreiche Bürgerbeteiligung voran. Auf "Informationsveranstaltungen" werden den Bürgern gegenüber die Vorteile betont. Offene Fragen zu Wirtschaftlichkeit, Schadenregulierung, Umwelteinflüssen bleiben ungeklärt.
  • Gebohrt wird in Neuhofen, während Speyer bereits als zentraler und vorrangiger Wärmeabnehmer fest eingeplant ist.
  • Neuhofen trägt die Risiken, kann ohne bestehendes Wärmenetz die Fernwärme jedoch nicht nutzen.
  • Ein mögliches Kaltwärmenetz für Neuhofen könnte auch kostengünstiger und ohne Risiko der Tiefengeothermie von einer Bürgerenergiegenossenschaft betrieben werden, die verschiedene erneuerbare Energien nutzt. Einige Gemeinden haben dies bereits praktiziert.

Begründung

Unser Naherholungsgebiet Wolfgangsee/Schlicht, unser Trinkwasser und unsere Sicherheit sind in Gefahr!
Direkt vor unserer Haustür – unmittelbar vor den ersten Wohnhäusern – soll zwischen Schlicht und Wolfgangsee eine großtechnische Tiefengeothermie-Anlage mit Bohrungen bis zu 3.500 Meter Tiefe entstehen.
Der Standort liegt an einem Natur- und Naherholungsgebiet, in einem Hochwasser- und Erdbebengebiet, umgeben von geschützten Biotopen und weiteren Schutzflächen. Zudem befindet er sich in unmittelbarer Nähe zu Trinkwasserbrunnen, die zusammen mit weiteren Standorten rund 85.000 Menschen in der Region versorgen.
Damit drohen Erdbeben, Lärm, Lichtbelastung und massive Eingriffe in eines der wertvollsten Natur- und Freizeitgebiete der Region.
Wir fordern den sofortigen Stopp der Planungen an diesem sensiblen Standort!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Bürgerinitiative gegen Tiefengeothermie in Neuhofen, Neuhofen

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 06.07.2026
Sammlung endet: 05.01.2027
Region: Verbandsgemeinde Rheinauen
Kategorie: Umwelt

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Neuigkeiten

  • openPetition hat heute von den gewählten Vertretern im Parlament Gemeinderat eine persönliche Stellungnahme angefordert.
    Die Stellungnahmen veröffentlichen wir hier:
    www.openpetition.de/petition/stellungnahme/stoppt-die-tiefengeothermie-in-neuhofen-im-naherholungs-und-landschaftsschutzgebiet

    Warum fragen wir das Parlament?

    Jedem Mitglied des Parlaments wird hiermit die Möglichkeit gegeben, sich direkt an seine Bürger und Bürgerinnen zu wenden. Aufgrund der relevanten Anzahl an engagierten und betroffenen Bürgern aus einer Region, steht das jeweilige Parlament als repräsentative Instanz in einer politischen Verantwortung und kann durch Stellungnahme zu einem offenen Entscheidungsfindungsprozess beitragen.
    Öffentliche Stellungnahmen des Parlaments ergänzen das geordnete Verfahren der Petitionsausschüsse der Länder und des Bundestags. Sie sind ein Bekenntnis zu einem transparenten Dialog auf Augenhöhe zwischen Politik und Bürgern.

    Was können Sie tun?

    Bleiben Sie auf dem Laufenden, verfolgen Sie in den nächsten Tagen die eintreffenden Stellungnahmen.
    Sie haben die Möglichkeit, einen der gewählten Vertreter zu kontaktieren? Sprechen Sie ihn oder sie auf die vorhandene oder noch fehlende Stellungnahme an.
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An erster Stelle steht die Umwelt und die darf nicht leichtsinnig behandelt werden. Es gibt vernünftige Alternativen zur Tiefen-Geothermie.

Habe mir den Flyer der BI durchgelesen. Meine bisherige Erkenntnis ist, dass diese BI weder über notwendiges geologisches/geophysikalisches Fachwissen noch sonst eine Kompetenz zum Thema Tiefengeothermie verfügt. Stattdessen wird übertrieben, einseitig darstellt um Menschen zu verunsichern. Eine Alternative aufgezeigen - Fehlanzeige! Angst ist kein guter Ratgeber und den Menschen Angst zu machen ist schäbig. Das ganze Leben besteht aus Risiken, man muss sie abwägen und das Resteisiko evaluieren.

Warum Menschen unterschreiben

Das darf nicht passieren!!!
Mehr Worte benötigt es nicht!!

Die Folgen für die Verbandsgemeinde und die Bevölkerung sind nicht absehbar.

Weil sie mich betrifft

Zur Erhaltung des Naturschutzgebietes

Weil ich es stoppen möchte.

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