Wenn Entlastung gestrichen wird, zerbrechen Familien

Petition richtet sich an:
Petitionsausschuss des deutschen Bundestags

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1.608 von 30.000 für Quorum in Deutschland Deutschland

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  1. Gestartet Mai 2026
  2. Sammlung noch > 2 Monate
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Petition richtet sich an: Petitionsausschuss des deutschen Bundestags

Wir fordern den vollständigen Erhalt von Verhinderungspflege und Entlastungsleistungen für neurodivergente Menschen, Menschen mit Behinderungen und ihre Familien. Die geplante Pflegereform darf nicht dazu führen, dass notwendige Unterstützung gekürzt, zusammengelegt oder aus unzureichenden Budgets finanziert wird.
Pflegende Angehörige stehen bereits heute unter enormem Druck. Viele Familien übernehmen rund um die Uhr Verantwortung, oft ohne ausreichende Entlastung oder passende Unterstützung. Besonders neurodivergente Kinder und Erwachsene sowie Menschen mit Behinderungen sind auf feste Bezugspersonen, Kontinuität und fachlich geschulte Betreuung angewiesen.
Wir fordern deshalb:

  • keine Kürzungen bei Verhinderungs- und Entlastungspflege,
  • ausreichend finanzierte Unterstützungsleistungen,
  • bessere Schulungen für Pflege- und Betreuungskräfte,
  • verlässliche und bedarfsgerechte Betreuung,
  • sowie eine Pflegereform, die Familien entlastet statt zusätzlich belastet.

Niemand darf gezwungen sein, zwischen notwendiger Pflege, Entlastung und der eigenen Gesundheit wählen zu müssen.

Begründung

Diese Petition ist wichtig, weil tausende Familien bereits heute an ihrer Belastungsgrenze leben. Pflegende Angehörige übernehmen täglich Aufgaben, die eigentlich von mehreren Fachkräften getragen werden müssten — oft ohne ausreichende Pausen, finanzielle Sicherheit oder verlässliche Unterstützung.

Besonders neurodivergente Kinder und Erwachsene sowie Menschen mit Behinderungen sind auf konstante Bezugspersonen, individuelle Betreuung und speziell geschulte Fachkräfte angewiesen. Doch genau daran fehlt es bereits jetzt massiv. Viele Pflegekräfte und Betreuungspersonen in Pflegeorganisationen erhalten keine ausreichende Schulung im Bereich Neurodivergenz. Häufig fehlt grundlegendes Wissen über Reizüberflutung, Meltdowns, Kommunikationsbesonderheiten oder den richtigen Umgang in emotionalen Krisensituationen.

Für neurodivergente Menschen sind jedoch Vertrauen, Sicherheit und Kontinuität essenziell. Ständig wechselnde Betreuungspersonen können Angst, Überforderung und starke emotionale Belastungen auslösen. Deshalb braucht es feste, gleichbleibende Bezugspersonen, die nicht nur ein Grundverständnis für Neurodivergenz besitzen, sondern auch individuelle Strategien, praktische Hilfen, Deeskalationstechniken und alltagsnahe „Skills“ kennen, um Betroffene sicher begleiten zu können.

Die Realität sieht jedoch anders aus: Familien müssen häufig selbst erklären, beruhigen, anlernen und dauerhaft kompensieren, weil passende Unterstützung fehlt. Die geplante Pflegereform droht diese Situation weiter zu verschärfen. Wenn Verhinderungspflege und Entlastungsleistungen eingeschränkt oder aus kleineren Budgets finanziert werden, verlieren Familien genau die Hilfen, die ihnen überhaupt ermöglichen, Pflege, Alltag, Beruf und eigene Gesundheit miteinander zu vereinbaren.

Ohne ausreichende Entlastung drohen Erschöpfung, psychische und körperliche Zusammenbrüche sowie langfristig sogar stationäre Unterbringungen, die oft vermeidbar wären. Diese Petition setzt sich dafür ein, dass betroffene Menschen und ihre Familien nicht weiter allein gelassen werden. Pflege darf nicht zur dauerhaften Überforderung führen. Familien brauchen echte Unterstützung, qualifizierte Betreuung und verlässliche Bezugspersonen — keine weiteren Kürzungen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Denise van Baak, Bad Wörishofen
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Angaben zur Petition

Petition gestartet: 07.05.2026
Sammlung endet: 06.11.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Soziales

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Zerstörung der Bezugspflege (Fachkräftemangel): Neurodivergente Kinder brauchen Menschen, die ihre individuellen Trigger und Kommunikationswege kennen. Klassische Pflegedienste haben dieses Personal oft nicht. Wenn die stundenweise Pflege in den Entlastungsbetrag (§ 45b SGB XI) gedrängt wird, darfst du nur noch zertifizierte Dienste nutzen. Die vertraute Studentin oder die spezialisierte Hilfskraft, die dein Kind versteht, aber kein Pflegedienst ist, wird dadurch unfinanzierbar.

​Gefahr der "Mogelpackung" durch Zweckbindung: Wenn die stundenweise Pflege in den Entlastungsbetrag verschoben wird, greift § 45b SGB XI. Dieser ist oft an zertifizierte Anbieter gebunden. Laien (Nachbarn/Freunde) können darüber kaum abgerechnet werden, was die Hilfe im Alltag massiv einschränkt.

Warum Menschen unterschreiben

Weil ich selbst ein autistischen und ein Kind mit adhs habe. Wenn die vhp für privatpersonen wegfällt bedeutet das meine Auszeiten komplett ausfallen quasi auf Null gesetzt werden. Und das schafft man nicht als mensch man zerbricht daran. Selbst eigene arztbesuvhe werden eine riesen Herausforderung sein. Wenn das so kommen wird ist quasi mein eigenes Leben, die Bedürfnisse die für mich sind komplett verloren.

Hier sind Einschnitte geplant die sozial unwürdig sind.
Wir bezahlen von dem Pflegegeld schon soviel,und für meine Haushalthilfe geht' schon die Verhinderungspflege drauf.Dies Bedeutet für uns das wir darauf verzichten müssen. Unsre Nachbarschaftshilfe zum Ei kaufen würde dann au h wegfallen,genauso die Betreung durch Nachbarn für meinen Mann wenn ich Termine habe.Soll ich mich als Betreungperson dan ganz aufgeben. Dies ist doch nicht im Sinne des Pflegegesetzes.

Weil ich selbst pflegende Mama einer Tochter mit ADHS und ASS bin.

ich bin ein Pflegedienst

Das ist keine Reform der Pflegeversicherung… dass sind einfach massive Kürzungen und Einsparungen zu Lasten der eh schon stark belastenden Betroffenen!

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