Neuigkeiten
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Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
die Sammelphase unserer Petition „Stoppt den Rückbau der Wasserstofftankstellen“ ist abgeschlossen. Insgesamt haben 608 Menschen die Petition unterstützt. Dafür vielen Dank!
Nun folgt der nächste Schritt: Die Petition wird für die förmliche Einreichung beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages vorbereitet.Seit dem Start der Petition haben wir zahlreiche weitere Schließungen und deren konkrete Folgen dokumentiert. Privatnutzer haben Fahrzeuge verkauft oder können sie kaum noch nutzen, Unternehmen mussten Wasserstofffahrzeuge aus dem Betrieb nehmen oder an andere Standorte verlagern und Kommunen mussten Übergangslösungen für ihre Fahrzeuge finden. Gleichzeitig laufen neue Förderprogramme für Wasserstofftankstellen und die europäischen Vorgaben der AFIR werden umgesetzt.
Diese Entwicklungen und die inzwischen gesammelten Erkenntnisse werden in die Einreichung einfließen.Sobald die Petition beim Deutschen Bundestag eingereicht ist, informiere ich Sie über den weiteren Stand.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Frank Stuckstedte
Initiative H₂-Infrastruktur Deutschland -
Das Fachmagazin auto motor und sport berichtet aktuell über einen neuen wasserstoffbetriebenen Suzuki Swift, den Suzuki gemeinsam mit AVL auf dem Wiener Motorensymposium vorgestellt hat. Der Prototyp nutzt einen Wasserstoff-Verbrennungsmotor und zeigt: Selbst im Kleinwagensegment wird weiter an wasserstoffbasierten Fahrzeugkonzepten gearbeitet.
Diese Entwicklung steht nicht allein. BMW hält am Brennstoffzellen-Serienfahrzeug ab 2028 fest und entwickelt neue 700-bar-Hochdruckspeicher mit Reichweiten von bis zu 750 Kilometern. Das Projekt „HyPowerDrive“ wird mit öffentlichen Mitteln gefördert.
Auch Toyota, die FES GmbH Fahrzeug-Entwicklung Sachsen und weitere Industrieakteure investieren weiterhin in wasserstoffbasierte Pkw- und Nutzfahrzeuglösungen.
Gleichzeitig entstehen in Deutschland immer größere Lücken im öffentlich zugänglichen Wasserstofftankstellennetz. Seit Ende 2024 wurden bundesweit mehr als 40 öffentlich zugängliche Standorte geschlossen. Nutzer verkaufen Fahrzeuge, Unternehmen ziehen Wasserstofffahrzeuge aus dem Betrieb zurück und Kommunen müssen Übergangslösungen organisieren. Beispiele dafür sind Hasbergen, Rheda-Wiedenbrück, Lohfelden, Münster und zuletzt die Übergangslösung für die wasserstoffbetriebenen Müllfahrzeuge in Bielefeld.
H2 MOBILITY Deutschland trifft als Betreiber betriebswirtschaftliche Entscheidungen. Politik und Fördergeber stehen gleichzeitig in der Verantwortung, ein verlässlich erreichbares Netz zu erhalten und weiter auszubauen. Die europäische Alternative Fuels Infrastructure Regulation verfolgt genau dieses Ziel: eine verlässliche Wasserstoffversorgung entlang zentraler Verkehrsachsen in Europa.
Für den Hochlauf der Wasserstoffmobilität braucht es vor allem eines: ein verlässlich erreichbares, öffentlich zugängliches Tankstellennetz. Ohne diese Grundlage verlieren selbst technisch einsatzfähige Fahrzeuge ihre Alltagstauglichkeit.
Genau hier setzt unsere Initiative an: Wir fordern Übergangslösungen, Betreiberwechsel und Reaktivierungen, damit bestehende Wasserstofftankstellen so lange verfügbar bleiben, bis regionale Versorgungslücken tatsächlich geschlossen sind. Ohne ein verlässlich erreichbares, öffentlich zugängliches Tankstellennetz verlieren selbst technisch einsatzfähige Fahrzeuge ihre Alltagstauglichkeit.
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Die Neue Osnabrücker Zeitung hat am 11.05.2026 unter der Überschrift „Bohmter gab Wasserstoff-Pkw auf: Sieht das Verkehrsministerium eine Zukunft für diese Autos?“ die Folgen der Schließung der Wasserstofftankstelle in Hasbergen aufgegriffen. Seit dem 1. Januar 2026 ist der Standort an der A30 außer Betrieb. Für viele Nutzer war es die einzige Wasserstofftankstelle im Landkreis Osnabrück.
Gegenüber der NOZ bestätigt das Bundesverkehrsministerium, dass neue geförderte Wasserstofftankstellen entsprechend der europäischen AFIR-Vorgaben weiterhin auch eine Betankungsmöglichkeit für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge vorsehen müssen.
Gleichzeitig erklärt das Ministerium, ältere Standorte seien teilweise zu Demonstrationszwecken errichtet worden und könnten nach Erfüllung dieses Zwecks geschlossen oder zurückgebaut werden.
Genau hier bleiben Fragen offen: Wer legt fest, wann ein Demonstrationszweck erfüllt ist? Welche technischen oder wirtschaftlichen Daten liegen dieser Bewertung zugrunde? Und wie passt der Rückbau bestehender 700-bar-Standorte zu laufenden Fahrzeugprojekten, öffentlichen Förderungen und der angekündigten Unterstützung neuer Wasserstofffahrzeuge?
Der Fall zeigt: Hinter jeder geschlossenen Tankstelle stehen konkrete Menschen und Entscheidungen. Ludger Jansen aus Bohmte hat sein Wasserstoffauto verkauft, die Polizeidirektion Osnabrück hat zwei Fahrzeuge abgegeben.