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Das Fachmagazin auto motor und sport berichtet aktuell über einen neuen wasserstoffbetriebenen Suzuki Swift, den Suzuki gemeinsam mit AVL auf dem Wiener Motorensymposium vorgestellt hat. Der Prototyp nutzt einen Wasserstoff-Verbrennungsmotor und zeigt: Selbst im Kleinwagensegment wird weiter an wasserstoffbasierten Fahrzeugkonzepten gearbeitet.
Diese Entwicklung steht nicht allein. BMW hält am Brennstoffzellen-Serienfahrzeug ab 2028 fest und entwickelt neue 700-bar-Hochdruckspeicher mit Reichweiten von bis zu 750 Kilometern. Das Projekt „HyPowerDrive“ wird mit öffentlichen Mitteln gefördert.
Auch Toyota, die FES GmbH Fahrzeug-Entwicklung Sachsen und weitere Industrieakteure investieren weiterhin in wasserstoffbasierte Pkw- und Nutzfahrzeuglösungen.
Gleichzeitig entstehen in Deutschland immer größere Lücken im öffentlich zugänglichen Wasserstofftankstellennetz. Seit Ende 2024 wurden bundesweit mehr als 40 öffentlich zugängliche Standorte geschlossen. Nutzer verkaufen Fahrzeuge, Unternehmen ziehen Wasserstofffahrzeuge aus dem Betrieb zurück und Kommunen müssen Übergangslösungen organisieren. Beispiele dafür sind Hasbergen, Rheda-Wiedenbrück, Lohfelden, Münster und zuletzt die Übergangslösung für die wasserstoffbetriebenen Müllfahrzeuge in Bielefeld.
H2 MOBILITY Deutschland trifft als Betreiber betriebswirtschaftliche Entscheidungen. Politik und Fördergeber stehen gleichzeitig in der Verantwortung, ein verlässlich erreichbares Netz zu erhalten und weiter auszubauen. Die europäische Alternative Fuels Infrastructure Regulation verfolgt genau dieses Ziel: eine verlässliche Wasserstoffversorgung entlang zentraler Verkehrsachsen in Europa.
Für den Hochlauf der Wasserstoffmobilität braucht es vor allem eines: ein verlässlich erreichbares, öffentlich zugängliches Tankstellennetz. Ohne diese Grundlage verlieren selbst technisch einsatzfähige Fahrzeuge ihre Alltagstauglichkeit.
Genau hier setzt unsere Initiative an: Wir fordern Übergangslösungen, Betreiberwechsel und Reaktivierungen, damit bestehende Wasserstofftankstellen so lange verfügbar bleiben, bis regionale Versorgungslücken tatsächlich geschlossen sind. Ohne ein verlässlich erreichbares, öffentlich zugängliches Tankstellennetz verlieren selbst technisch einsatzfähige Fahrzeuge ihre Alltagstauglichkeit.
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Die Neue Osnabrücker Zeitung hat am 11.05.2026 unter der Überschrift „Bohmter gab Wasserstoff-Pkw auf: Sieht das Verkehrsministerium eine Zukunft für diese Autos?“ die Folgen der Schließung der Wasserstofftankstelle in Hasbergen aufgegriffen. Seit dem 1. Januar 2026 ist der Standort an der A30 außer Betrieb. Für viele Nutzer war es die einzige Wasserstofftankstelle im Landkreis Osnabrück.
Gegenüber der NOZ bestätigt das Bundesverkehrsministerium, dass neue geförderte Wasserstofftankstellen entsprechend der europäischen AFIR-Vorgaben weiterhin auch eine Betankungsmöglichkeit für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge vorsehen müssen.
Gleichzeitig erklärt das Ministerium, ältere Standorte seien teilweise zu Demonstrationszwecken errichtet worden und könnten nach Erfüllung dieses Zwecks geschlossen oder zurückgebaut werden.
Genau hier bleiben Fragen offen: Wer legt fest, wann ein Demonstrationszweck erfüllt ist? Welche technischen oder wirtschaftlichen Daten liegen dieser Bewertung zugrunde? Und wie passt der Rückbau bestehender 700-bar-Standorte zu laufenden Fahrzeugprojekten, öffentlichen Förderungen und der angekündigten Unterstützung neuer Wasserstofffahrzeuge?
Der Fall zeigt: Hinter jeder geschlossenen Tankstelle stehen konkrete Menschen und Entscheidungen. Ludger Jansen aus Bohmte hat sein Wasserstoffauto verkauft, die Polizeidirektion Osnabrück hat zwei Fahrzeuge abgegeben.
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Die nächste Wasserstofftankstelle in Deutschland steht vor der Schließung: Der Standort in Münster wird nach aktuellen Informationen zum 30.04.2026 außer Betrieb genommen.
Die Tankstelle in Münster war bislang ein wichtiger Versorgungsstandort in Nordrhein-Westfalen und verfügte sowohl über eine 700-bar- als auch eine 350-bar-Betankungsmöglichkeit. Damit gehörte sie zu den wenigen Anlagen, die sowohl Pkw als auch Nutzfahrzeuge bedienen konnten.
Besonders bemerkenswert ist, dass es sich um einen öffentlich geförderten Standort handelt: Für das Projekt "WestfalenHy" in Münster-Amelsbüren war eine Fördersumme von 1.547.235 Euro vorgesehen. Zugleich war die Tankstelle bereits in der Planung mit 700-bar-Betankung für Pkw und 350-bar-Betankung ausgestattet.
Nach der Reaktivierung der Tankstelle in Siegen zeigt sich damit erneut ein widersprüchliches Bild: Während einzelne Standorte gerettet werden können, fallen gleichzeitig andere wichtige Stationen weg. Für Nutzer und Unternehmen bedeutet dies weiterhin fehlende Planungssicherheit und zunehmende Lücken im Netz.