Pro

What are arguments in favour of the petition?

Sie sind Personalchef und müssen einen neuen Mitarbeiter/Azubi einstellen. Vor ihnen sitzen 3 Personen mit folgenden Zeugnissen: der erste hat keine Kopfnoten, der 2. hat gute Kopfnoten, der 3. hat schlechte Kopfnoten. Die Leistungen der Schulfächer sind bei allen gleich, keiner ist ihnen unsympathisch. Welchen würden Sie einstellen?
1 Counterargument Show
Liebe Gegner der Kopfnoten: arbeitet/lebt Ihr gern zusammen mit einem nicht fleißigen, nicht ordentlichen, unhöflichen, unerzogenen, sich nicht an gewisse Regeln halten könnenden Menschen - dann bitte: stellt diese in Euerem Unternehmen an, macht sie euch zum Freund - viel Spaß dabei …
2 Counterarguments Show

Contra

What are arguments against the petition?

    Individuelle Bewertungen nach zeitgemäßen, transparenten und objektiven Kriterien statt das Einpressen einer Schülerpersönlichkeit in eine Zahl!
Ob die traditionsbewussten Befürworter der jetzigen Regelung, deren Formulierungen fast 1:1 dem Disziplinierungs-Baukasten der vor 30 Jahren zu Recht untergegangenen DDR-Volksbildung entstammen, hauptsächlich künftige Arbeitgeber im Blick haben, darf bezweifelt werden. Gute Arbeitgeber verfügen über moderne Möglichkeiten, sich selbst ein Bild von Bewerbern zu machen. Pauschale, wenig aussagefähige Ziffern wurden nahezu überall abgeschafft und durch individuelle Einschätzungen ersetzt. Die GEW in NRW z.B. bezeichnet Kopfnoten der alten Form folgerichtig als "pädagogischen Unfug".
1 Counterargument Show
    ..weil es schon immer so ist !?"
Ein Argument zur unveränderten Beibehaltung ist ja: "...weil es das schon so lange gibt". Ähnlich widerwillig argumentierten vor Jahrzehnten Lehrer, als die die Abschaffung der Prügelstrafe gesetzlich eingeführt wurde. Ja, die Traditionen des staatlichen Bildungswesens gehen auf die Kaiserzeit zurück; Modernisierung, z.B. mittels individueller Bewertungen, ist noch heute vielen suspekt. Das "Betragen" setzt sich aus 7 willkürlich definierten "Einzeldisziplinen" zusammen. Die Kopfnote kann nie den selbst gesteckten Anspruch erfüllen, das Verhalten eines Mensch über eine Zahl zu definieren.
0 Counterarguments Reply with contra argument
    Zeig mir Deine Kopfnoten - ich sag Dir, wer Du bist?
Mit den Kopfnoten sollen 23 unterschiedliche vorformulierte soziale Kompetenzen von mehreren Lehrern gerecht und akkurat in vier Gruppen (Mitarbeit, Fleiß, Betragen, Ordnung) zusammengefasst werden und über vier Zahlen gegenüber einem Dritten (z.B. potenziellem Arbeitgeber) ein Bild des Schülers liefern. Das ist weder möglich noch zeitgemäß. Die uniforme Einteilung von Persönlichkeiten in "gut und böse" sollte der Vergangenheit angehören. Der Vorschlag, die Einschätzungen differenzierter zu formulieren, ist nicht allein deshalb schlecht, weil er mehr Mühe machen könnte,
1 Counterargument Show
    Objektivität
Die besten Contra Argumente liefern die Leute die die Pro Argumente Aufschreiben. Ja, ich finde die Aussage Richtig, das Fleiß, Mitarbeit, Ordnung und Betragen wichtige Schlüsselqualifikationen sind, aber diese mit Noten zu Bewerten ist nicht sinnvoll. Eine Vergleichbarkeit ist nicht gegeben, da man letztlich nie vermeiden kann, das sich dort die Sympatie zwischen Lehrer und Schüler ausdrückt. Es sei denn man kann sicherstellen das: die Noten zu 100 % objektiv und vergleichbar sind, die Notenfindung muss außerdem zu 100 % transparent und für jeden Nachvollziehbar sein.
3 Counterarguments Show
    contra
Alle Argumente sind gut im Wikipediaartikel zusammengefasst. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kopfnote Das es gerade in den Ostdeutschen Bundesländern so vertreten wird hat viel mit Sozialisierung in der DDR zu tun. Wir leben aber inzwischen in einer pluralistischen Gesellschaft und da hat die Bewertung von Charaktereigenschaften und persönlichen Eigenheiten einfach keinen Platz. Letztlich ist der Vergleich mit einem Selbstgewählten Ideal (Ordnung, Fleiß, Mitarbeit, usw.) schon Rassismus
4 Counterarguments Show

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