Wachsende Region: Bernau ist keine schrumpfende Stadt – 2024 wuchs die Bevölkerung um 238 auf 45.984 Einwohner, mit dem stärksten prozentualen Zuwachs bei den unter 20-Jährigen. Der Landkreis Barnim hat die 200.000-Einwohner-Marke überschritten. Regionale Überlastung: Rüdersdorf hat bereits die Geburtshilfe aus dem zum 29.06.2026 geschlossenen Krankenhaus Strausberg übernommen. Ab Oktober soll derselbe Standort zusätzlich die Bernauer Familien auffangen.
- Gestartet 12.08.2026
- Sammlung noch > 4 Monate
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Debatte
Wir sprechen in dieser Diskussion nicht nur über Geburtshilfe, sondern ortsnahe gynäkologische Versorgung. Notfälle! Das Spektrum der gynäkolgischen Notfälle breitgefächert, d h. auch 24h/7 Vorhaltung Anästhesie und Operationskapazität und Fachpersonal. Verweis vielleicht doch Kooperation mit MHB nutzen und ins Gespräch gehen. Wir sprechen von einem Träger in Kooperation Hochschulmedizin.
Bei der ganzen Diskussion vermissend Frauen nach sexualisierter Gewalt, d.h. schnelle Beweissicherung und gynäkologische Versorgung ortsnah.
GF Immanuel Albertinen erklärt öffentlich, dass die Kinder- und Jugendmedizin am Standort Bernau trotz der Schließung von Gynäkologie und Geburtshilfe dauerhaft bestehen bleiben soll. Wie wird diese Aussage wirtschaftlich unterlegt? Welche Leistungs- und Ergebnisplanung liegt für die Pädiatrie nach dem vollständigen Wegfall der geburtshilflichen Leistungen zugrunde, und wie wird insbesondere der Wegfall der mit der Geburtshilfe verbundenen neonatologischen Fälle und DRG-Erlöse kompensiert?“
Abschaffung dieser Regierung und Einschränkung der Europäischen Union. Nur so kommen wir weiter.
Bernau hat im Gegensatz zum Helios Berlin-Buch eher einen ruhigen familären Charakter und gibt einen nicht das Gefühl der Massenabfertigung, und trotzdem ist Kind und Mutter gut versorgt.Das ist auch eine Frage des Befindens und der Wünsche der werdnenden Mütter/ Eltern.
Die früher beworbenen "500+ Geburten/Jahr" (Seite inzwischen entfernt) stehen im Widerspruch zu den ca. 183 Geburten bis Juni 2026 (hochgerechnet ~365) – auf welcher Datenbasis wurde die Schließung tatsächlich begründet, und wurde diese Diskrepanz erklärt?
Das Klinikum gibt an, die Entscheidung sei mit dem Land abgestimmt – damit trägt nicht nur "die Landespolitik", sondern auch der Träger selbst Mitverantwortung. D h. hier gibt es noch Gesprächs- und Klärungsbedarf für die Bürger vor endgültiger Schließung seitens Träger.
Gleichzeitig baut Helios Berlin-Buch seine Geburtshilfe aus – das zeigt, dass die Nachfrage regional nicht sinkt, sondern sich nur verlagert. Zumal für den nordöstlichen Teil Berlin und nicht für Randgebiete Brandenburg angedacht. Kapazitäten, können diese real gestellt werden ab 01.10.2026. Es spricht eher für eine Nichtschließung am Standort Bernau.
Ob das GLG Werner Forßmann Klinikum Eberswalde die zusätzlichen Fälle aus Bernau tatsächlich auffangen kann, ist nach aktuellem Stand nicht bestätigt. Spricht nicht für eine Schließung, aufgrund ungeklärter Versorgung.
Die Geburtshilfe in Strausberg wurde bereits im Juni 2026 geschlossen – zusätzliche Last liegt schon jetzt auf Rüdersdorf. Wie soll hier die Last von Bernau übernommen werden🤔
zum 1. Oktober 2026 stellt aus unserer Sicht nicht nur eine Veränderung des bisherigen Leistungsangebotes dar. Sie berührt vielmehr die zukünftige regionale Versorgungsstruktur des gesamten nördlichen Barnims und insbesondere die Frage, wie die Kinder- und Jugendmedizin am Standort Bernau dauerhaft gesichert und weiterentwickelt werden kann
Aus unserer Sicht ist Geburtshilfe keine beliebige, rein wirtschaftlich zu bewertende Abteilung, sondern Teil der medizinischen Grundversorgung. Genau deshalb sieht der Gesetzgeber ein eigenes Krankenhausplanverfahren vor, das solche Entscheidungen nicht allein dem Markt überlässt.
Auf der eigenen Webseite beschreibt die Immanuel Albertinen Diakonie ihre Mission wörtlich als Begleitung der Menschen „von der Geburt … bis zum Sterben“. Nach unserer Recherche wird an anderen Standorten der gleichen Trägergruppe – etwa in Hamburg – weiterhin aktiv in Geburtshilfe investiert und diese beworben. ☝️ Das wirft für uns die Frage auf, ob dieser Leitgedanke an allen Standorten gleich gelebt wird – eine Frage, die wir bewusst offen stellen und nicht selbst beantworten.
auf die wir gerne eine öffentliche Wie lässt sich eine gezielte bauliche Investition in eine Abteilung, die wenige Jahre später vollständig aufgegeben wird, mit einer langfristig angelegten Standortstrategie vereinbaren?
🚨 MILLIONEN-INVESTITION – UND JETZT GESCHLOSSEN? 🚨 Laut Presseberichten wurden 2016 im Rahmen eines Erweiterungsbaus am Immanuel Klinikum Bernau rund 25,8 Millionen Euro investiert. Teil der Baumaßnahme war laut Ankündigung der Diakonie unter anderem der Umbau und die Sanierung der Räume der Geburtshilfe, fertiggestellt 2018. Acht Jahre später soll die Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe nach Angaben des Klinikums zum 01.10.2026 vollständig schließen. ❓
Diese Prüfung existiert nicht ohne Grund: Sie soll verhindern, dass reine Wirtschaftlichkeitslogik allein über die Versorgungssicherheit der Bevölkerung entscheidet. Deshalb: für den Erhalt der Geburtshilfe und Gynäkologie am Immanuel Klinikum Bernau unterschreiben.
Erhalt einer wohnortnahen Grundversorgung für Frauen in Bernau und dem Barnim – und die Klärung, ob dieses gesetzlich vorgeschriebene Verfahren vor der öffentlichen Ankündigung tatsächlich vollständig durchlaufen wurde. Diese Prüfung existiert nicht ohne Grund: Sie soll verhindern, dass reine Wirtschaftlichkeitslogik allein über die Versorgungssicherheit der Bevölkerung entscheidet. Deshalb: für den Erhalt der Geburtshilfe und Gynäkologie
Krankenhäuser sind heute unternehmerisch geführt – das ist richtig. Anders als ein gewöhnliches Unternehmen unterliegen sie aber der gesetzlichen Krankenhausplanung der Länder (§ 6 KHG, Brandenburgisches Krankenhausentwicklungsgesetz). Eine Fachabteilung wie Gynäkologie/Geburtshilfe kann nicht einfach wie eine unrentable Filiale geschlossen werden – dafür ist eine Änderung des Landeskrankenhausplans erforderlich, an der Land, Landkreis und Kommune zu beteiligen sind.
Grundversorgung bleibt ja über das MVZ erhalten wird argumentiert: Erwiderungv → Erwiderung: Das betrifft nur ambulante Versorgung – Geburtshilfe und stationäre Notfälle bei gynäkologischen/onkologischen Komplikationen sind etwas anderes und nicht ersetzbar.
Onkologische Versorgung braucht Kontinuität: Krebspatientinnen und -patienten benötigen häufig wiederkehrende Untersuchungen, Therapien und Nachsorge. Eine wohnortnahe Versorgung erspart zusätzliche Belastungen und lange Wege.
183 Geburten bis Ende Juni sind kein Beweis dafür, dass die Versorgung nicht gebraucht wird. Die Klinik nennt diese Zahl als einen wesentlichen Grund für die fehlende wirtschaftliche Perspektive. Gleichzeitig sollte gefragt werden, warum die Geburtenzahlen niedrig sind und ob sich durch attraktive Angebote, bessere Personalbedingungen und Kooperationen wieder mehr Familien für Bernau gewinnen lassen.
Die vorhandene Infrastruktur ist erst einmal da. Das Klinikum verfügt über Kreißsäle und die notwendigen medizinischen Strukturen. Es sollte geprüft werden, ob Kooperationen mit anderen Kliniken, Hebammen, niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten oder dem Land einen Weiterbetrieb ermöglichen können. Die Kinder- und Jugendmedizin bleibt bestehen. Gerade deshalb ist es sinnvoll, die Verbindung zwischen Geburtshilfe, Kinderheilkunde und der vorhandenen medizinischen Infrastruktur in Bernau zu erhalten
Arbeitsplätze und Fachkompetenz erhalten: Mit einer Schließung gehen möglicherweise eingespielte Teams und über Jahre gewachsene Fachkompetenz verloren. Diese Strukturen anschließend wieder aufzubauen, wäre schwierig.
Versorgungsengpässe vermeiden: Wenn mehrere Kliniken Leistungen konzentrieren oder schließen, steigt der Druck auf die verbleibenden Häuser. Das kann zu längeren Wartezeiten und einer stärkeren Belastung von Personal und Notaufnahmen führen. Diakonischer Auftrag: Als freigemeinnütziges bzw. diakonisch geprägtes Krankenhaus sollte nicht ausschließlich die kurzfristige Wirtschaftlichkeit entscheidend sein. Die Versorgung von Menschen in belastenden Lebenssituationen gehört zum besonderen Auftrag.
Geburtshilfe ist keine beliebige Krankenhausleistung: Eine Geburt lässt sich nicht immer planen. Eine wohnortnahe Geburtsklinik kann entscheidend sein, wenn eine schnelle medizinische Versorgung notwendig wird. Sicherheit für Mutter und Kind: Das Albertinen Geburtszentrum ist ein Perinatalzentrum Level II und verfügt über Hebammen, Ärztinnen und Ärzte sowie Kinderärztinnen/-ärzte und Kinderkrankenpflege.
Bevor eine funktionierende Geburtshilfe und Frauenklinik endgültig geschlossen werden, müssen alle Möglichkeiten für ihren Erhalt ausgeschöpft werden.
Personalmangel ist branchenweit: 53 % der Geburtsstationen in Brandenburg können offene Pflegestellen nicht besetzen – das betrifft nicht nur Bernau, sondern die gesamte Versorgungsstruktur im Land. Ich bitte darum, diese Punkte in die anstehende Beratung einzubeziehen. Die Petition wird von inzwischen über 4.000 Menschen aus allen politischen Lagern unterstützt, die sich um die wohnortnahe medizinische Versorgung für Familien in Bernau und Umgebung sorgen.
Ab Oktober soll derselbe Standort zusätzlich die Bernauer Familien auffangen – zwei Einzugsgebiete auf eine Klinik, ohne dass eine entsprechende Kapazitätserweiterung bekannt ist. Kein branchenweiter Automatismus: Während in Bernau geschlossen wird, baut das Helios Klinikum Berlin-Buch seine Geburtshilfe zeitgleich mit einem Erweiterungsbau und zwei zusätzlichen Kreißsälen aus. Das zeigt: Sinkende Geburtenzahlen sind kein zwingender Schließungsgrund, sondern eine trägerspezifische Entscheidung.
Im Vorfeld der Anhörung im Gesundheitsausschuss des Landtags Brandenburg am 2. September 2026 möchte ich die Petition um einige zentrale Fakten ergänzen, die in der öffentlichen Diskussion bisher zu kurz kamen: Nutzung vor Ort: 61,25 % der Bernauer Familien mit einem 2025 geborenen Kind haben dieses im Immanuel Klinikum Bernau entbunden (185 von 302 gemeldeten Geburten) – eine deutliche eine deutliche Mehrheit, die die wohnortnahe Versorgung aktiv nutzt. Wachsende Region;
Daseinsvorsorge
Gynäkologie und Geburtshilfe gehören zur medizinischen Grundversorgung – genau wie Innere Medizin oder Chirurgie. Eine wachsende Stadt mit über 45.000 Einwohnern braucht diese Grundversorgung vor Ort, nicht 20-30 Minuten entfernt. Seit 1957 ist diese Abteilung in Bernau gewachsen und hat Generationen von Frauen und Familien begleitet – das ist keine Nebenleistung, sondern Daseinsvorsorge, auf die die Menschen hier ein Recht haben.
Wo liegt das Problem, 10 km zu einem Vollversorgungszentrum wie Berlin-Buch zu fahren?!