1.490 Unterschriften
Petition richtet sich an: Immanuel Albertinen Krankenhaus Bernau, Landkreis Barnim, Stadtverordneten Bernau, Ministerium für Gesundheit und Soziales Brandenburg
Zum 1. Oktober 2026 sollen Gynäkologie und Geburtshilfe am Immanuel Klinikum Bernau schließen. Als Gründe werden geringe Geburtenzahlen, Personalmangel und die finanziellen Auswirkungen der Krankenhausreform (KHVVG) sowie des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes genannt.
Diese Entscheidung trifft eine wachsende Stadt und Region hart: Werdende Mütter und Frauen mit gynäkologischem Behandlungsbedarf müssten künftig 20–30 Minuten nach Rüdersdorf, Berlin-Buch, Oranienburg oder Eberswalde ausweichen. Gerade in Notfällen – bei Geburtskomplikationen oder akuten gynäkologischen/onkologischen Situationen – kann diese zusätzliche Zeit entscheidend sein.
Zugleich beobachten wir, dass benachbarte Kliniken wie das Helios Klinikum Berlin-Buch ihre Geburtshilfe aktuell sogar ausbauen. Das zeigt: Investitionen in diesen Bereich sind möglich – die Frage ist, ob sie für Bernau ausreichend geprüft wurden.
Wir fordern:
- Transparente Offenlegung, ob der gesetzliche Sicherstellungszuschlag (§ 17b KHG) für strukturschwache Regionen mit geringer Geburtenzahl für Bernau geprüft und beantragt wurde.
- Prüfung von Kooperationsmodellen mit Nachbarkliniken (z. B. Beleghebammen-Sprechstunden, Facharzt-Pendelmodelle, Vor-/Nachsorge vor Ort in Bernau).
- Ein klares Bekenntnis der Immanuel Albertinen Diakonie und der politisch Verantwortlichen zum Erhalt einer wohnortnahen Grundversorgung für Frauen in Bernau und dem Barnim.
- Eine sichere und wohnortnahe Versorgung von Frauen – bei Geburt wie bei gynäkologischer Behandlung – darf nicht vom Wohnort abhängen.
Begründung
Eine sichere und wohnortnahe Versorgung von Frauen – bei Geburt wie bei gynäkologischer Behandlung – darf nicht vom Wohnort abhängen. Zumal die Kinderheilkunde am Standort Bernau im Immanuel Albertinen Krankenhaus, damit in Gefahr.
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
12.08.2026
Sammlung endet:
11.02.2027
Region:
Deutschland
Kategorie:
Gesundheit
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Neue SprachversionWarum Menschen unterschreiben
1. Ich empfinde es für falsch, fahrlässig und unüberlegt bei einer Stadt mit über 46.000 Einwohnern keine Geburtshilfe mehr anzubieten.
2. Alle anderen KH sind zu weit weg für dringende Hilfe und das Helios Buch komplett überfordert.
3. Die Zahlen der Geburten in Bernau sind weitaus höher als in der Presse angegeben und es besteht definitiv genug Bedarf.
4. Die Mitarbeiter der Geburtshilfe wurden von jetzt auf gleich vor vollendete Tatsachen gestellt, obwohl sie dies mit Leidenschaft und Liebe fast 40 Jahre lang getan haben.
5. Sämtliche schon geplante Geburten bzw. Mütter müssen sich eine neue Unterstützung suchen.
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Geburtenstationen sind für junge Leute Teil einer Wohnortentscheidung.