Pro

Warum ist die Petition unterstützenswert?

    Bildung als Selbstzweck

Bildung sollte ein Selbstzweck sein und nicht dem Zweck dienen, Menschen brauchbar zu machen für die Wirtschaft. Dementsprechend sollte sich der Gegenstand der Universitäten daran orientieren, was den Menschen dazu bringt, sein Potenzial zu entfalten und nicht daran, welchen Sachen man einen "finanziellen Wert" beimessen kann.

Quelle: Wilhelm von Humboldt
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    Stellungnahme

Die Intuition ist klar: Bayern zum Innovationsstandort machen. Nicht alles an dem „HIG“ wäre schlecht, z.B. Promotionsrecht für Hochschulen für angew. Wissenschaften. Das kann ich als Ex-Student der HM für angew. Wissenschaften nur unterstützen. Aber warum das dann nicht gleich für alle FH´s? Aber einer der Haupteckpunkte ist eben das Globalbudget. Mit diesen „Freiheiten“ der Hochschulen, geht die Verpflichtung einher, ergebnisorientierter zu arbeiteten. Weniger innovationsstarke Fachbereiche würden so vermutlich noch weniger bekommen. Aber diese Fachbereiche sind nicht weniger wichtig.

Quelle: www.stmwk.bayern.de/ministerium/hochschule-und-forschung/hochschulreform.html
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    Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung

Angesichts der immensen globalen Herausforderungen, die wir im 21. Jahrhundert meistern müssen - die Klimakrise sei nur als Beispiel genannt - braucht es nicht nur technischen Fortschritt, sondern eine gesamtgesellschaftliche Transformation. Diese ist nur mit gut ausgestatteten GuS zu schaffen. "Unternehmerische" Hochschulen, die gezwungen sind, auf kurzfristigen monetären Profit hinzuarbeiten, können zu diesem sozial-ökologischen Wandel keinen angemessenen Beitrag leisten.

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Pro

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Contra

Was spricht gegen diese Petition?

Kein echtes Contra-Argument, aber sehr schade, dass die Initiative im Namen nur die Geistes- und Sozialwissenschaften hat. Auch in den Naturwissenschaften gibt es kaum verwertbare Grundlagenforschung, die unter der Ökonomisierung des Bildungssystems leidet. Wer eine Karriere in der reinen Mathematik oder der Stringtheorie verfolgen will, der oder die kann sich auch auf eine lange prekäre Existenz gefasst machen. Wirklich schade, dass auch die Kritiker dieser Ökonomisierung so auch den Mythos perpetuieren, dass Naturwissenschaften automatisch immer verwertbar wären...

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Statt weiterer Förderung in Geistes- und Sozialwissenschaften, sollte man die jetzigen finanziellen Ressourcen anders verteilen und mehr wissenschaftliche Vielfalt zulassen. Ich studiere selbst ein geisteswissenschaftliches Fach und muss ehrlich gestehen, dass meine Erfahrungen in diesen Fächern sehr ernüchternd waren. Mein Eindruck ist, dass sich Vieles, was dort gelehrt/geforscht wird, ideologisch und politisch sehr stark linkspolitisch orientiert. Andererseits werden vielen Themen sehr einseitig häufig relativ einseitig betrachtet und abweichende, "unbequeme" Meinungen schnell diffamiert.

Quelle: Persönliche Erfahrung
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    Bildung als Selbstzweck ist weiterhin erlaubt!

Ich bin selbst gelernte Geisteswissenschaftlerin - wobei ich wenigstens für den konkreten Zweck Lehramt studiert hatte. Leider gab es aber keine Planstellen, so dass ich meinen Beruf nur selten mal ausüben konnte. Meist musste ich als Helfer arbeiten. Trotz der auch jetzt schlechten beruflichen Perspektiven für Geisteswissenschaften wird man nicht daran gehindert, diese Fächer zu studieren. Es bestehen entweder keine Zulassungsbeschränkungen oder keine höheren als für "praktische" Fächer. Wo also ist die Benachteiligung?! Jobs für Absolventen kann man allerdings nicht "verordnen"! ..

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Orchideenfächer von jedweder Kontrolle befreien,unbegrenzt fördern? Kann man, wenn man im Geld schwimmt.Weil: das sind Luxusfächer.So gibt es bundesweit z.B.146 Genderprofessuren,die so notwendig wie ein Kropf sind,viel kosten,unnütze Ergebnisse und laufend Diplom-Arbeitslose als Absolventen produzieren.Und das ist nicht nur dort so.

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In der Begründung der Petition steht: "[...]lässt sich das Leitbild einer ‚unternehmerischen Hochschule‘ nur schwerlich mit [...] Geistes- und Sozialwissenschaften in Einklang bringen. Ihre wissenschaftlichen Ergebnisse zeichnen sich oft gerade dadurch aus, dass sie sich nicht immer sofort und unmittelbar verwerten lassen." Wer so argumentiert, ist bereits in die Falle getappt und hat einen allgemeinen materiellen Nützlichkeitsanspruch von Wissenschaft im Prinzip akzeptiert. Die Petition erscheint mir daher nicht dem Grunde, aber der Begründung nach als Eigentor.

Quelle: Die Petition selbst
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