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Wald, von dem nach den Fällungen nur noch 30 % der Bäume stehen bleiben, gilt nach Gesetz noch als Wald. Ökologisch ist das nicht so. Damit das charakteristische Waldinnenklima erhalten bleibt, sollten wenigstens 70% der Bäume eines Bestandes stehen bleiben. Bei stärkeren Entnahmen besteht die hohe Wahrscheinlichkeit, dass stehengebliebene Buchen Sonnenbrand bekommen, dass Arten des Unterwuchses verschwinden und dass auch das Bodenleben massiv verändert wird. Auch die starken Bodenverdichtungen durch Harvester und die auftretenden Bodenstörungen verdrängen viele Waldarten.
Quelle: Bodenstörungen: Jensch, D. (2004): Der Einfluss von Störungen auf Waldbodenvegetation; Berlin, Stuttgart, 388 S.J. Cramer
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    Naturgemäße Waldwirtschaft
Die Forderung nach dem Verbot des Kahlschlag und dem Dauermischwald ist schon über 75 Jahre alt, Landespolitik und Landesforsten bekennen sich inzwischen zu naturgemäßer Waldwirtschaft, aber an der Basis,in den unteren Forstbehörden und am Harvester kommt es nicht an, auch nicht im Privatwald. Es klafft eine riesige Lücke zwischen politischem Willen und Umsetzung vor Ort. Zudem stammen viele Förster aus dem letzten Jahrtausend, ihr Fachwissen ist entsprechend veraltet, ökologische Ansätze von Reformförstern werden verlacht, auch wenn uns die Natur immer wieder zeigt, dass sie es besser kann.
Quelle: Wilhelm Bode. Naturnahe Waldwirtschaft, Deukalion 1997
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