Wir Menschen aus Rosbach und Friedberg sind traurig und entsetzt, was mit unserem hessischen Wald geschehen ist. Bei unseren Spaziergängen können wir kaum glauben, wie viele Bäume in den letzten Wochen gefällt worden sind. Wir haben allein hier im Rosbacher Wald weit über 2000 Bäume gezählt, die geschlagen wurden. Auch viele alte, große Bäume, mit denen wir hier groß geworden sind. Der Harvester hat eine Spur der Verwüstung durch unseren Wald gezogen, und das mitten in der Brutzeit von Vögeln und Eichhörnchen.

Überdenken Sie Ihr Vorgehen und behandeln Sie unseren Wald in Zukunft auf eine natürlichere Weise.

Wir fordern Sie auf:

  1. Falls der Plan der Fällungen noch nicht komplett umgesetzt wurde und noch einige Bäume stehen, stoppen Sie die Fällarbeiten im hessischen Wald.

  2. Keine Fällarbeiten während der Brutzeit!
    Auch Waldbesitzer sollten Brutzeiten respektieren.

  3. Wandeln Sie den hessischen Wald in einen Dauerwald um. Lassen Sie auch alte Bäume stehen, damit sich eine natürliche Mischung von alten und jungen Bäumen entwickeln kann.

  4. Fällen Sie die Bäume nicht in diesen großen Mengen und gehen Sie dabei nicht nur mit dem Harvester vor. Verwenden Sie vermehrt auch Rückepferde.

Wir kämpfen für den Erhalt unseres Waldes. Wir wollen einen natürlichen Wald, eine Mischung von alten und jungen Bäumen, indem auch verschiedene Tierarten ihren Platz haben können. Unser Wald ist für uns ein Ort der Ruhe und Entspannung, nicht nur ein wirtschaftlicher Faktor im Sinne der Holzpreise, nein, auch ein wirtschaftlicher Faktor im Sinne der Gesundheit der Menschen, die sich in ihm regenerieren und erholen.

Begründung

Nach unseren Recherchen hat Hessen-Forst in ganz Hessen in großem Stil Holz geschlagen. Zudem wurden und werden bei dieser Aktion wohl bewusst auch gerade alte Bäume gefällt, die bekanntermaßen besonders schützenswert sind. Laut Untersuchungen von Greenpeace ist Hessen weit davon entfernt die Vorgabe des Bundesministeriums nach 5% naturbelassenen Waldflächen zu erfüllen. Auch deshalb geht die Vorgehensweise von Hessen-Forst in die völlig falsche Richtung. Hier in Rosbach wurden diese Fällarbeiten zudem noch in der Brutzeit umgesetzt. Es ist nicht nachvollziehbar, dass in dieser Zeit Bäume in dieser Menge gefällt werden dürfen, in der Kleingärtner noch nicht einmal ihre Hecke schneiden dürfen. Wir finden es völlig unverständlich, dass ein solches Vorgehen seitens Hessen-Forst überhaupt ermöglicht wurde.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Regina Klein aus Friedberg
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  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    die Petition ist zu ende.
    Ich habe sie an den Petitionsausschuß des Hessischen Landtags geschickt.
    Danke für Eure Unterstützung!

    Nach einigen Recherchen und vielen Telefonaten hatte ich mich entschieden,
    mich mit der Sprecherin der Grünen, Martina Feldmayer zu treffen.
    Ich denke mit unseren Forderungen sind wir beim Umweltministerium in grüner Hand
    an der richtigen Adresse.
    Frau Feldmayer und ich hatten am Donnerstag ein langes Gespräch über den Zustand
    des hessischen Waldes. Bei der Petitionsübergabe habe ich ihr die Situation hier in Rosbach geschildert und außerdem auf alarmierende Zahlen der letzten Bundeswaldinventur hingewiesen.
    Z.B. wird aktuell in Hessen 87% des Holzzuwachses entnommen. Dabei stellt sich die Frage, ob dies noch Nachhaltigkeit ist, denn der Wald benötigt zum Wachstum Totholz
    und Biotope und einen Puffer für evtl. Sturmschäden oder Trockenperioden, welcher ihm durch die intensive Entnahme nicht mehr zur Verfügung steht. So ist die natürliche Balance nicht mehr vorhanden und das Wachstum wird massiv gestört. Bei der derzeitig genutzten Art der Berechnung wird der Sollvorrat zu niedrig angesetzt und so die Vorräte ab- statt aufgebaut.
    Frau Feldmayer konnte sich in vielen Punkten unserer Sichtweise anschließen.
    Sie hat mir zugesichert, die in der Petition enthaltenen Punkte und auch aktuelle Zahlen der Bundeswaldinventur zu prüfen und möchte über die Petition auf dem Laufenden gehalten werden. Es ist ein weiterer Austausch geplant.
    Ich bin gespannt was wir langfristig im Umweltministerium erreichen können!

    Das Umweltministerium ist für den hessischen Staatswald zuständig, aber der Rosbacher Wald ist Kommunalwald. Deshalb ist eine persönliche Übergabe an die Stadt Rosbach geplant und eine Kopie der Petition geht an HessenForst.

    Ich werde von den Reaktionen berichten!

    Viele baumfreundliche Grüße,
    Regina

  • Liebe Waldfreunde,
    heute habe ich wieder neue, kahlgeschlagene Flächen im rosbacher Wald gesehen, der Raubbau geht also weiter.
    In 3 Tagen endet die Petition gegen die Ausbeutung des hessischen Waldes. Es wäre wunderbar, wenn bis dahin noch ein paar mehr Unterschriften zusammenkämen, also gerne nochmal weitergeben.
    Ich bin gespannt auf die Übergabe und die Reaktionen. Wenn Ihr Interesse daran habt, werde ich Euch auf dem Laufenden halten. Ich würde mich freuen, wenn sich einige von Euch/uns auch nach der Petition weiterhin über das Thema austauschen würden. Vielleicht können wir langfristig etwas bewegen, denn wir sind nicht die Einzigen, die sich über den Zustand unseres Waldes aufregen. Bei Interesse schickt mir einfach eine mail: itnh68@web.de.
    Viele Grüße, Regina Klein

Pro

Wald, von dem nach den Fällungen nur noch 30 % der Bäume stehen bleiben, gilt nach Gesetz noch als Wald. Ökologisch ist das nicht so. Damit das charakteristische Waldinnenklima erhalten bleibt, sollten wenigstens 70% der Bäume eines Bestandes stehen bleiben. Bei stärkeren Entnahmen besteht die hohe Wahrscheinlichkeit, dass stehengebliebene Buchen Sonnenbrand bekommen, dass Arten des Unterwuchses verschwinden und dass auch das Bodenleben massiv verändert wird. Auch die starken Bodenverdichtungen durch Harvester und die auftretenden Bodenstörungen verdrängen viele Waldarten.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.