Pro

What are arguments in favour of the petition?

    Frage der Priorisierung

Ich freue mich über die bereichernde und sachliche Diskussion. Mir geht es um die Priorisierung. Angesichts dramatischer Auswirkungen von Schulschließungen auf die Lebenschancen der Kinder (insbes.sozial benachteiligter) und Chancen von Eltern im Beruf, sollte man Schulen erst schließen, wenn es mit allen anderen Maßnahmen nicht gelingt, den R-Wert unter 1 zu drücken, Es gibt keinen echten Druck auf Arbeitgeber, Home Office zu ermöglichen, Baumärkte sind offen. Die Kinder von Pflegerinnen und Kassierern sitzen derweil in der Notbetreuung und dürfen oft nicht am Videounterricht teilnehmen.

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Wenn die Kinder tagsüber in Einrichtungen mit vorhandenen Hygienekonzepten und Gruppentrennungen versorgt sind, entfällt der - bei schönem Wetter sehr gut zu beobachtende - "freie" Kontakt mit anderen Kindern. Sobald die Sonne scheint, sind die Spielplätze etc. natürlich gut besucht, zusätzlich treffen sich dort dann nicht mehr nur die Kinder sondern auch die Erwachsenen, die ihrer Aufsichtspflicht nachkommen müssen. "Dank" der Schließungen ist nun statt eines einigermaßen kontrollierten Zusammenkommens das pure Chaos, es dürfte also eher kontraproduktiv sein.

Source: Tim
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    Falsche Prioritäten

Schulen schließen sofort, Sport für Kinder in Ihren Vereinen ist ab Dienstag wieder tabu. Blumenläden und Fußpflege-Studios bleiben aber offen...und die Profi-Fußballvereine sowieso. Wenn derzeit ein Alien bei uns landen würde, würde es sofort kopf-schüttelnd wieder wegfliegen. Bildung und Bewegung für Kinder sollten nicht das erste, sondern das letzte sein, was man aufgibt.

Source: Marcus
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Mit einem guten Testkonzept müssen die Schulen offen bleiben. Von negativ getesteten Kindern geht keine Gefahr aus! Zudem herrscht nach Laumann in den Altenheimen Herdenimmunität und man stellt dort die Aufhebung der Maskenpflicht, lesen und basteln in Aussicht. Dann fällt das Argument, dass Kinder solidarisch zu Hause bleiben müssen. Es ging darum die Tote zu vermeiden. Wenn in den Altenheimen Normalität zurück kehrt, dann muss es für die Kinder mindestens zeitgleich so sein.

2 Counterarguments Show

Schulöffnung entkoppeln vom Inzidenzwert - aber nur in Kombination mit wirklich wirksamem Testkonzept: Die gesamte Schulfamilie wird Anfang und Mitte der Woche verpflichtend getestet (wer nicht getestet werden möchte lernt daheim). Damit verringern sich Ansteckungen und Quarantäne-Fälle. z.B. an Österreich orientieren. Das jetzige Testkonzept verhindert weder Schulschließungen noch Quarantäne-Zeiten. Schule und Kinder wirklich wichtig nehmen, aber Ansteckungsgefahr minimieren.

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Die bisherige Handhabung ist aus meiner Sicht zu einseitig. Rückblickend haben wir vor genau einem Jahr die Meldung über den ab dem folgenden Montag gestarteten Lockdown erhalten. In diesem einen Jahr waren knapp sechs Monate(!) die Krippen, Kindergärten, Schulen etc. geschlossen, ausgenommen nicht näher spezifizierte und oft auch nicht klar geregelte "Notbetreuung". Es geht nicht nur um den Lehrstoff an den Schulen sondern auch und vor allem darum, dass Kinder für eine gesunde Entwicklung den regelmäßigen Kontakt mit Gleichaltrigen brauchen.

Source: Tim
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    Öffnung, aber Testpflicht

Schulschließung vermeiden, aber Testpflicht muss her! Es kann nicht sein, dass Ärzte 2xdie Woche in die Schule kommen, um unsere kids kostenfrei zu testen, aber über die Hälfte der Elternschaft ihr Einverständnis für die Testung nicht erteilen. Warum nicht?! Da müssen wir Eltern uns auch mal an die eigene Nase fassen.

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    Pragmatisch vorgehen

Endlich Lehrer impfen! Sie warten seit Wochen auf einem Impftermin.. das geht alles viel zu langsam. Schüler 2x die Woche Testen. Nix freiwillig, sondern Pflicht. Nur so kann man die Schule als einigermaßen sicheren Ort für die Kinder offen halten. Damit braucht man keine Inzidenzen, sondern richtet sich nach der Gesundheit der Schüler!!!

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    Valide Argumente?

Die Initiatorin hat völlig Recht. Natürlich gilt es unbedingt, einem Anstieg der Zahlen zu verhindern, aber wenn diesem Ziel alles unterzuordnen ist, dann muss man Verhältnismäß- und Gerechtigkeit wahren. Gärtnereien, Friseure etc. (so sehr ich jedem die Umsätze gönne) sind erst dann der Öffnung der Schulen vorzuziehen, wenn belegt ist, dass deren Betrieb weniger inzidenzfördernd ist als der von Schulen. Genug Daten sollten nach einem Jahr Pandemie vorliegen. Leider Fehlanzeige. Das Ergebnis: Spekulationen, Querdenker. Sehr schade. Aber unter den Umständen, muss man die Petition unterstützen.

Source: Marcus
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Contra

What are arguments against the petition?

Der OB ist der falsche Adressat. Das kommt aus dem Landtag. Zwölfte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung steht: in Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen eine 7-Tage-Inzidenz von 100 überschritten wird, findet a) in Abschlussklassen Präsenzunterricht, soweit dabei der Mindestabstand von 1,5 m durchgehend und zuverlässig eingehalten werden kann, oder Wechselunterricht und b) an allen übrigen Schularten und Jahrgangsstufen Distanzunterricht statt

Source: www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayIfSMV_12-18
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    NoCovid

Ich bin selbst Vater eines Grundschulkindes und eines Kindergartenkindes und auch für uns ist die Situation sehr belastend. Ich verstehe den Wunsch nach Normalität. Es ist jetzt aber sehr wichtig, einen starken Anstieg der Infektionszahlen zu verhindern. Deswegen ist es richtig in den Distanzunterricht zu wechseln. Auch an anderen Stellen müssen Kontakte wieder reduziert werden. Wenn wir jetzt den Präsenzunterricht weiter laufen lassen, wird es später nur um so länger einen weiteren Lockdown geben. Auch ist durch Präsenzunterricht die Gesundheit unserer Kinder gefährdet. Stichwort LongCovid.

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    Bildung, aber sicher!

Denkt auch jemand an die Schüler der Oberstufe oder der Berufsschulen? Wir Berufsschüler bringen täglich unsere Angehörigen, wie auch unsere Kollegen und Vorgesetzten in Gefahr, nur um in der Schule das zu tun, was im Distanzunterricht sogar besser und für jeden Schüler individuell gewinnbringender ist? Hört auf, es zu pauschalisieren!

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    noCovid

Die Petition ist zu einseitig. Die Erstellerin der Petition ist aus ihrer Sicht durch ihre persönlichen Betroffenheit voreingenommen. Es gibt nicht nur Grundschulen, sondern auch Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien und Berufsschule. An vielen dieser Schulen funktioniert der Distanzunterricht.

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    falsch herum gedacht!

Die Petition geht in die falsche Richtung. Anstatt zu fordern, dass Schulen trotz ständig steigender Infektionszahlen geöffnet bleiben, hätten wirksame Lockdownmaßnahmen gefordert werden müssen, damit die Infektionszahlen sinken/niedrig bleiben. Es ist auch nicht möglich die Infektionen laufen zu lassen, sobald in den Altersheimen geimpft ist. Die Anzahl schwerer Verläufe ist auch unter Jungen Menschen zu hoch. Es sterben zwar nur sehr wenige, jedoch gibt es dennoch zu viele Einlieferungen in Krankenhäuser und Langzeitschäden.

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    Schützt die Kinder

Lasst die Schulen lieber zu. Die Inzidenzen der Kinder nehmen stark zu und unter Berücksichtigung von LongCovid ist es einfach nur riskant Schulen offen zu lassen. Das kann niemand guten Gewissens seinen Kindern antun wollen

Source: RKI
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Die Entscheidung, die Schulen zu schließen ist vollkommen richtig und wichtig zum Schutz der Kinder und Lehrer/Betreuer, auch in Hinsicht auf gesundheitliche Langzeitfolgeschäden auch bei Kindern. Die Gesundheit ist unser wichtigstes Gut! 1 Jahr Schulausfall kann sicher besser verkraftet werden als vielleicht lebenslängliche Folgeschäden (z.B. Herzmuskelschwäche,...). Und gerade extrem steigende Inzidenzzahlen gerade in der Altersklasse 5-9 lassen eine Schulöffnung nicht zu. Alles bis jetzt erreichte würde man damit voll gegen die Wand fahren.

Source: A. Lehmann
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    Bildung, aber sicher

Als Lehrer, der jeden Tag seine Klasse über Teams unterrichtet, möchte ich zuerst einmal ein großes Kompliment an Schüler und Eltern ausrichten. Ihr macht einen super Job. Wer auch einen Super Job macht, ist OB Marcus König, der sich an sinnvolle Regeln hält und diese korrekt umsetzt. Wir Lehrer haben uns auch auf einen Start nächste Woche gefreut. Sicherheit geht vor. Und Bildung geht auch mit Sicherheit. Bald schauen wir wieder gemeinsam in bessere Zeiten...

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es mag sein, dass man mit 2 Vollzeitarbeitenden an der Belastungsgrenze steht, das sehe ich ein. Dennoch gibt es unzählige andere Familienkonstellationen, die damit zurecht kommen. Das Virus ist tödlich, Punkt. Impfstoff gibt es aktuell nur rar, da wäre es fatal Schulen zu öffnen. Denn was passiert dann? Das vermeintlich gesunde Kind steckt sich u.U. an, trägt das dann in die "arbeitende" Familie und diese wiederum (anfangs unbemerkt) in die Arbeitsstätte -> der nächste Supergau... Also Butter bei die Fische, Füße stillhalten und durchhalten. Irgendwann kommt der Impfstoff in genügender Anzahl

Source: www.rki.de
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    ZeroCovid

Würde es Ihnen besser gehen, wenn auch die Bussen und Bahnen nicht mehr fahren dürfen? Wenn nur noch Home Office erlaubt wäre? Würden Sie das als gerechter empfinden? Ich nicht! Ja die Schulen sind wichtig und ja die Kinder sollten so bald wie möglich wieder dorthin zurück. Aber die Vorzeichen sind: die Zahlen steigen überall und es sind jetzt die jungen Menschen als Treiber. Die Belegung der Krankenhäuser läuft dem Geschehen 4 Wochen hinterher und ist daher schlechte Steuerungskennzahl P.S.Es ist nicht die primäre Aufgabe des Staates, Ihrem Kind Mittagessen und Alltagsstruktur zu geben!

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Die Schulen sind nun erstmal sicher zu bis Ostern und das ist aus gut so, ich verstehe nicht, wie man bei den immer steigenden Fallzahlen die Öffnung von Schulen fordern kann. Das kostet Menschenleben und Schulunterricht findet nur mit ständigen Schulausfall wegen Quarantäne und fehlenden Lehrern statt. Das ist nicht besser als der Distanzunterricht.

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    Mit zwei Zungen sprechen

Seit aus dem magischen Viereck ein Vieleck wurde, wird Bildung insbesondere in Hinblick auf eine starke ökonomische Qualität betrieben. Allgemein gesprochen, entscheidet man über Investitionen hinsichtlich des Humankapitals. Dies vollzieht sich leider auch auf privater Ebene, wie der Antragsteller deutlich darlegt. Die Schulschließung empfinden vorrangig Eltern als Last, die gewohnt sind, dass Schule zwar Bildungsstätte ist, aber vor allem der Aufbewahrung von Kindern dient.Wäre das nicht so, hätte man längst Investitionen für Alleinerziehende, kindgerechte Bildung, gegen Gewalt gefordert.

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    Testverweigerer

Das Testkonzept für Schüler ist bisher völlig gescheitert. Nach aktuellen Angaben verweigern 60% der Lehrer und 90% der Schüler vor Ort die Tests. So ist eine sichere Schulöffnung nicht zu gewährleisten. Es müssen zunächst die rechtlichen Rahmenbedingunen geschaffen werden, dass Lehrer sich testen lassen müssen und Schüler ohne Tests dauerhaft vom Präsenzunterricht ausgeschlossen werden können.

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