Änderungen an der Petition

06.10.2014 23:38 Uhr

Ergänzung.
Neue Begründung: Die Bürger eines Staates lassen mit den Kindern einer Familie vergleichen. In vielen Aspekten versorgt unser Staat seine Kinder sehr gut. Er gibt viele gute Rahmenbedingungen: er kümmert sich um die Pflege dieses schönen Landes, sorgt für Ordnung und Sicherheit, er gibt finanzielle Unterstützung,... Die Unterstützung für Familien reicht jedoch entweder nicht für die grundlegenden Bedürfnisse des Lebens (die Höhe des Elterngeld-Mindestsatzes und des Betreuungsgeldes sind zu gering) oder sie respektiert die Bedürfnisse der Menschen nicht genügend (indem er z.B. von ihnen verlangt, Arbeiten nachzugehen, die sie unglücklich und damit langfristig krank machen). Die größer werdende Schere zwischen Arm und Reich macht es zudem immer weniger Familien möglich, von einem Einkommen zu leben. (*)

Junge Eltern benötigen ihre meiste Energie für die Erziehung ihrer Kinder. Sie sind besonders abhängig davon, dass der Staat sie gut versorgt. Sie sind in gewisser Weise die "Säuglinge" dieses Staates und brauchen viel Schutz, bevor sie selbständiger werden, auf eigenen Füßen stehen und sich wieder aktiv in die Gemeinschaft einbringen. Der Staat gibt sich viel Mühe, dieser Aufgabe gerecht zu werden. Es gelingt ihm nicht befriedigend.

- Der Staat gibt ca. 1000 - 1500 Euro/Monat für einen Ganztagsplatz aus. Dieses Geld könnte er lohnender investieren, wenn er es zu einem Großteil den Eltern auszahlt und den anderen Teil nutzt, um die Begleiter anzustellen. (1)

- Kinder wollen kooperieren. Wenn sie es nicht tun, hat man vorher schon zu viel Kooperation von ihnen verlangt. (2) Das System erfordert sehr viel Kooperationsbereitschaft: rechtzeitiger Aufbruch, Trennung, sich in einer sehr große Gruppe einfügen, unterschiedliche Bezugspersonen, andauernder Geräuschpegel,... Von den Kindern kommen deutliche Signale, dass sie Schwierigkeiten damit haben, ihre Bedürfnisse so oft zurückzustellen: die zunehmenden Fälle von AD(H)S, Depression, Aggression,... Von den Eltern auch: Rückzug in der Familie, Trennung, Aggression u.a. um nicht weiter über die Grenzen ihrer Kooperationsmöglichkeiten zu gehen. (3)

- Wie viel beglückender für alle Beteiligten wäre es, wenn die Kooperationsfähigkeit dort genutzt würde, wo es der Familie und letztlich der Gesellschaft gut tut: wenn sie den Alltag freiwillig mitgestalten und im Haushalt helfen, wenn sie Rücksicht auf ihre Eltern und andere nehmen, wenn sie zunehmend selbständiger werden (und dafür muss man sich sehr anstrengen!) ... ; wenn sie ohne Zwang lernen, ihre Bedürfnisse zugunsten der Gemeinschaft etwas zurückzustellen und sich in diese einbringen. Das fällt ihnen am Leichtesten in der Gemeinschaft, die sie am meisten lieben, ihrer Familie.

- Das Betreuen der eigenen Kinder findet in der Regel mit dem besten Betreuungsschlüssel, großer Leistungsbereitschaft der Erwachsenen und in einer vertrauten Umgebung statt. Eltern und Kinder intensivieren und verbessern ihre Beziehung zueinander nicht nur für die kommenden Jahre (wie in Einrichtungen), sondern als Grundstein für das ganze Leben.

- Die These lässt sich nicht halten, Kinder würden sich in Kindertageseinrichtungen besonders gut entwickeln. Studien lassen das Gegenteil vermuten. (4)

- Kinder brauchen ein gutes Selbstgefühl als Voraussetzung für eigenverantwortliches Handeln. (5) Das können sie entwickeln, wenn sie die Möglichkeit haben, sich vor Gefahren zu hüten, indem sie ihnen begegnen (im Sinne Ronja Räubertochters). Eine Elternteil, das sein Kind gut einschätzen kann, kann es dabei begleiten, die Wärme des Feuers, die Kühle eines Baches, des Kribbeln am Rande eines Abgrundes, ... zu spüren, ohne es einer Gefahr auszusetzen. Ein/e Erzieher/in kann mehrere Kinder (aus verständlichen Sicherheitsgründen) nur davon fernhalten.

- Es gibt keine Elternschule. Die Stadtteil-/Regionalbegleiter können das ersetzen. Indem sie ein wohlwollendes Feedback geben, könnten sie vielen Eltern die Unsicherheit im Umgang ihren Kindern nehmen (denn die meisten Eltern engagieren sich sehr). Immer mehr Menschen (besonders am Rand der Gesellschaft) scheinen ihren Kindern mit noch mehr Druck und Gewalt bessere Chancen ermöglichen zu wollen. Anregungen und Vorbilder für ein friedlicheres und liebevolleres Miteinander könnten diese Spirale der Hilflosigkeit beenden.

- Die Großfamilie an einem Ort gibt es kaum mehr. Wenn Eltern und Kinder mehr Zeit zuhause verbringen, kann sich (mit Unterstützung der Begleiter) eine Nachbarschaft entwickeln, die diese ersetzen kann. "Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen."? - Vielleicht ersetzt es auch eine sich öffnende Nachbarschaft.

- Mehr gemeinsam verbrachte Zeit könnte jeder Familie helfen ihre ganz eigene Lösung für die unterschiedlichen Bedürfnisse der Eltern und Kinder zu finden. Mit mehr oder weniger Ordnung/Unordnung, Angepasstheit/Individualität, Kontrolle/Freiheit, ... aber hoffentlich immer in Liebe, einem friedlichen Umgang und großem Respekt für jedes Mitglied der Familie.

Quellen

06.10.2014 23:25 Uhr

(1) www.mittelstand-und-familie.de/einrichtungen-kosten/
(2) www.youtube.com/watch?v=phvcvSgHWPU
(3) www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/studie-fast-40-prozent-der-europaeer-sind-psychisch-krank-a-784400.html
(4) Studien:
o In den USA ist der Doppelverdienerhaushalt und die frühe außerfamiliäre Betreuung schon seit den 80er Jahren der Normalfall. Ein Querschnittstudie zeigte, dass Kinder im Vergleich zu den siebziger Jahren nach 15 Jahren verschlossener, mürrischer, unglücklicher, ängstlicher, depressiver, aufbrausender, unkonzentrierter, fahriger, aggressiver und häufiger straffällig waren.
o Eine in den 90er Jahren durchgeführte Großstudie des National Institute of Child Health and Development (NICHD) kam zu dem „Befund, dass Krippenbetreuung sich unabhängig von sämtlichen anderen Messfaktoren negativ auf die sozioemotionale Kompetenz der Kinder auswirkt. Je mehr Zeit kumulativ Kinder in einer Einrichtung verbrachten, desto stärker zeigten sie später dissoziales Verhalten wie Streiten, Kämpfen, Sachbeschädigungen, Prahlen, Lügen, Schikanieren, Gemeinheiten begehen, Grausamkeit, Ungehorsam oder häufiges Schreien.“
o Die Studie des Instituts für Kinder- und Familienforschung an der Birkbeck University of London kommt in einer aktuellen Studie zu dem Ergebnis, „dass je länger – bezogen auf Monate und Jahre – Kinder in Kindertagesstätten verbringen, desto aggressiver und aufsässiger werden sie.“ Diese Entwicklung ließe sich nicht durch Qualitätssteigerung der Einrichtungen aufhalten. [Diese Annahme ist äußerst verbreitet bei deutschen Politikern.] Die negativen Ergebnisse haben etwas mit „Prozessen zu tun hat, die beim Zusammensein mit Gleichaltrigen eine Rolle spielen.“
o Die NICHD-Studie untersuchte auch die Werte des wichtigsten Stresshormons Cortisol bei Kindern und Jugendlichen. Bei außerfamiliär betreuten Kleinkindern zeigte sich eine erhebliche und chronische Stressbelastung. Am auffälligsten waren jedoch die Ergebnisse der 15-Jährigen Probanden, die schon früh ganztags betreut worden waren. Bei ihnen zeigten sich die gleichen Veränderungen wie bei Kindern, die in der Familie emotional vernachlässigt oder misshandelt worden waren.
(5) Jesper Juul: "Dein kompetentes Kind: Auf dem Weg zu einer neuen Wertgrundlage für die ganze Familie"

Änderungen an der Petition

06.10.2014 23:08 Uhr

(1) www.mittelstand-und-familie.de/einrichtungen-kosten/
(2) www.youtube.com/watch?v=phvcvSgHWPU
(3) www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/studie-fast-40-prozent-der-europaeer-sind-psychisch-krank-a-784400.html
(4) Studien:
o In den USA ist der Doppelverdienerhaushalt und die frühe außerfamiliäre Betreuung schon seit den 80er Jahren der Normalfall. Ein Querschnittstudie zeigte, dass Kinder im Vergleich zu den siebziger Jahren nach 15 Jahren verschlossener, mürrischer, unglücklicher, ängstlicher, depressiver, aufbrausender, unkonzentrierter, fahriger, aggressiver und häufiger straffällig waren.
o Eine in den 90er Jahren durchgeführte Großstudie des National Institute of Child Health and Development (NICHD) kam zu dem „Befund, dass Krippenbetreuung sich unabhängig von sämtlichen anderen Messfaktoren negativ auf die sozioemotionale Kompetenz der Kinder auswirkt. Je mehr Zeit kumulativ Kinder in einer Einrichtung verbrachten, desto stärker zeigten sie später disso
Neue Begründung: Die Bürger unseres eines Staates lassen sich in gewisser Hinsicht mit den Kindern einer Familie vergleichen. In vielen Aspekten versorgt er sie unser Staat seine Kinder sehr gut. Er gibt viele gute Rahmenbedingungen (er Rahmenbedingungen: er kümmert sich um die Pflege dieses schönen Landes, sorgt für Ordnung und Sicherheit, er gibt finanzielle Unterstützung. Diese Unterstützung,... Die Unterstützung für Familien reicht jedoch entweder nicht aus, um für die grundlegenden Bedürfnisse des Lebens zu finanzieren (die Höhe des Elterngeld-Mindestsatzes und des Betreuungsgeldes sind zu gering) oder sie respektiert die Bedürfnisse der Menschen nicht genügend (indem er z.B. von ihnen verlangt, Arbeiten nachzugehen, die sie unglücklich und damit langfristig krank machen).

Junge Eltern benötigen ihre meiste Energie für die Erziehung ihrer Kinder. Sie sind besonders abhängig davon, dass der Staat sie gut versorgt. Sie sind in gewisser Weise die "Säuglinge" dieses Staates und brauchen viel Schutz, bevor sie selbständiger werden, auf eigenen Füßen stehen und sich wieder aktiv in die Gemeinschaft einbringen. Der Staat gibt sich viel Mühe, dieser Aufgabe gerecht zu werden. Es gelingt ihm nicht befriedigend.

- Der Staat gibt zwischen 500 ca. 1000 - 1500 Euro/Monat für einen Halb-/Ganztagsplatz Ganztagsplatz aus. Dieses Geld könnte er lohnender investieren, wenn er es zu einem Großteil den Eltern auszahlt und den anderen Teil nutzt, um die Betreuer Begleiter anzustellen. (1)

- Kinder wollen kooperieren. Wenn sie es nicht tun, hat man vorher schon zu viel Kooperation von ihnen verlangt. (2) Das System erfordert sehr viel Kooperationsbereitschaft: rechtzeitiger Aufbruch, Trennung, sich in einer sehr große Gruppe einfügen, unterschiedliche Bezugspersonen, andauernder Geräuschpegel,... Von den Kindern kommen deutliche Signale, dass sie Schwierigkeiten damit haben, ihre Bedürfnisse so oft zurückzustellen: die zunehmenden Fälle von AD(H)S, Depression, Aggression,... Von den Eltern auch: Rückzug in der Familie, Trennung, Aggression u.a. um nicht weiter über die Grenzen ihrer Kooperationsmöglichkeiten zu gehen. (3)

- Wie viel beglückender für alle Beteiligten wäre es, wenn die Kooperationsfähigkeit dort genutzt würde, wo es der Familie und letztlich der Gesellschaft gut tut: wenn sie den Alltag freiwillig mitgestalten und im Haushalt helfen, wenn sie Rücksicht auf ihre Eltern und andere nehmen, wenn sie zunehmend selbständiger werden (und dafür muss man sich sehr anstrengen!) ... ; wenn sie ohne Zwang lernen, ihre Bedürfnisse zugunsten der Gemeinschaft etwas zurückzustellen und sich in diese einbringen. Das fällt ihnen am Leichtesten in der Gemeinschaft, die sie am meisten lieben, ihrer Familie.

- Das Betreuen der eigenen Kinder findet in der Regel mit dem besten Betreuungsschlüssel, großer Leistungsbereitschaft der Erwachsenen und in einer vertrauten Umgebung statt. Eltern und Kinder intensivieren und verbessern ihre Beziehung zueinander nicht nur für die kommenden Jahre (wie in Einrichtungen), sondern als Grundstein für das ganze Leben.

- Die These lässt sich nicht halten, Kinder würden sich in Kindertageseinrichtungen besonders gut entwickeln. Studien lassen das Gegenteil vermuten. (2) (4)

- Kinder brauchen ein gutes Selbstgefühl als Voraussetzung für eigenverantwortliches Handeln. (3) (5) Das können sie entwickeln, wenn sie die Möglichkeit haben, sich vor Gefahren zu hüten, indem sie ihnen begegnen (im Sinne Ronja Räubertochters). Eine Elternteil, das sein Kind gut einschätzen kann, kann es dabei begleiten, die Wärme des Feuers, die Kühle eines Baches, des Kribbeln am Rande eines Abgrundes, ... zu spüren, ohne es einer Gefahr auszusetzen. Ein/e Erzieher/in kann mehrere Kinder (aus verständlichen Sicherheitsgründen) nur davon fernhalten.

- Es gibt keine Elternschule. Die Stadtteil-/Regionalbegleiter können das ersetzen. Indem sie ein wohlwollendes Feedback geben, könnten sie vielen Eltern die Unsicherheit im Umgang ihren Kindern nehmen (denn die meisten Eltern engagieren sich sehr). Immer mehr Menschen (besonders am Rand der Gesellschaft) scheinen ihren Kindern mit noch mehr Druck und Gewalt bessere Chancen ermöglichen zu wollen. Anregungen und Vorbilder für ein friedlicheres und liebevolleres Miteinander könnten diese Spirale der Hilflosigkeit beenden.

- Die Großfamilie an einem Ort gibt es kaum mehr. Wenn Eltern und Kinder mehr Zeit zuhause verbringen, kann sich (mit Unterstützung der Begleiter) eine Nachbarschaft entwickeln, die diese ersetzen kann. "Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen."? - Vielleicht reicht ersetzt es auch eine sich öffnende Nachbarschaft.

- Mehr gemeinsam verbrachte Zeit könnte jeder Familie helfen ihre ganz eigene Lösung für die unterschiedlichen Bedürfnisse der Eltern und Kinder zu finden. Mit mehr oder weniger Ordnung/Unordnung, Angepasstheit/Individualität, Kontrolle/Freiheit, ... aber hoffentlich immer in Liebe, einem friedlichen Umgang und großem Respekt für jedes Mitglied der Familie.

Änderungen an der Petition

06.10.2014 22:07 Uhr

Bitte entschuldigt, dass ich die Petition neu aufsetzen musste und unterschreibt noch einmal. Ein Programmfehler ließ mich die Rohfassung nicht mehr verändern und wir ihr seht, sollte sie etwas anders werden.
Neuer Petitionstext: - Wir fordern:

Die Einführung einer Grundsicherung für Eltern mit Kindern im Alter von 0-3 0 - 3 Jahren

- Die Anstellung von Stadtteil-/Regionalbegleitern, die je nach Betreuungsaufwand ca. 5 -15 Familien betreut. betreuen. Diese Person begleitet begleiten die Familien tageweise im Alltag (ca. zwei gemeinsame Tage im Halbjahr, am Anfang und nach Bedarf deutlich mehr).

- Die Begleitung ist respektvoll und voller aufmerksamer Wahrnehmung, bevor Wahrnehmung. Erst danach werden Anregungen gegeben werden, gegeben, wie die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder und Eltern noch besser in Einklang gebracht werden können.

- Bei erkennbaren Formen von Gewalt und/oder Vernachlässigung wird zum Schutz der Kinder das Jugendamt eingeschaltet und die Auszahlung des Geldes beendet.

- Die Vernetzung dieser Familien mithilfe der Stadtteil-/Regionalbegleiter, so dass Spielgruppen, Kochgemeinschaften, Sportgruppen... entstehen, gemeinsame Ausflüge gemacht, (Jahreszeiten-)Feste gefeiert, Workshops zu Erster Hilfe an Kleinkindern, bedürfnisorientierter Erziehung,... angeboten werden.

- Die Möglichkeit, sich den Einblicken des Staates zu entziehen und die Kinder weiterhin in staatlichen/privaten Einrichtungen unterzubringen. Neue Begründung: Die Bürger unseres Staates entsprechen lassen sich in gewisser Hinsicht den Kindern einer Familie. Familie vergleichen. In vielen Aspekten versorgt er sie sehr gut. Er gibt viele gute Rahmenbedingungen (er kümmert sich um die Pflege dieses schönen Landes, sorgt für Ordnung und Sicherheit, er gibt etwas finanzielle Unterstützung. Diese Unterstützung reicht jedoch entweder nicht aus, um die grundlegenden Bedürfnisse des Lebens davon zu finanzieren (die Höhe des Elterngeld-Mindestsatzes und des Betreuungsgeldes sind zu gering) oder sie respektiert die Bedürfnisse der Menschen nicht genügend, indem genügend (indem er z.B. von ihnen verlangt, Arbeiten nachzugehen, die sie unglücklich machen. machen).

Junge Eltern benötigen ihre meiste Energie für die Erziehung ihrer Kinder. Sie sind besonders abhängig davon, dass der Staat sie gut versorgt. Sie sind in gewisser Weise die "Säuglinge" dieses Staates und brauchen viel Schutz, bevor sie selbständiger werden, auf eigenen Füßen stehen und sich wieder aktiv in die Gemeinschaft einbringen. Der Staat gibt sich viel Mühe, dieser Aufgabe gerecht zu werden. Es gelingt ihm nicht befriedigend.

- Der Staat gibt zwischen 500 - 1500 Euro/Monat für einen Halb-/Ganztagsplatz aus. Dieses Geld könnte er lohnender investieren, wenn er es zu einem Großteil den Eltern auszahlt und den anderen Teil nutzt, um die Betreuer anzustellen. (1)

- Kinder wollen kooperieren. Wenn sie es nicht tun, hat man zu viel Kooperation von ihnen verlangt. (1) (2) Das System erfordert sehr viel Kooperationsbereitschaft: rechtzeitiger Aufbruch, Trennung, sich in einer sehr große Gruppe einfügen, unterschiedliche Bezugspersonen, andauernder Geräuschpegel,... Wie viel beglückender für alle Beteiligten wäre es, wenn die Kooperationsfähigkeit dort genutzt würde, wo es der Familie und letztlich der Gesellschaft gut tut: wenn sie den Alltag freiwillig mitgestalten und im Haushalt helfen, wenn sie Rücksicht auf ihre Eltern und andere nehmen, wenn sie zunehmend selbständiger werden (und dafür muss man sich sehr anstrengen!) ... ; wenn sie ohne Zwang lernen, ihre Bedürfnisse zugunsten der Gemeinschaft etwas zurückzustellen und sich in diese einbringen. Das fällt ihnen am Leichtesten in der Gemeinschaft, die sie am meisten lieben, ihrer Familie.

- Das Betreuen der eigenen Kinder findet in der Regel mit dem besten Betreuungsschlüssel, großer Leistungsbereitschaft der Erwachsenen und in einer vertrauten Umgebung statt. Eltern und Kinder intensivieren und verbessern ihre Beziehung zueinander nicht nur für die kommenden Jahre (wie in Einrichtungen), sondern als Grundstein für das ganze Leben.

- Die These lässt sich nicht halten, Kinder würden sich in Kindertageseinrichtungen besonders gut entwickeln. Studien lassen das Gegenteil vermuten. (2)

- Kinder brauchen ein gutes Selbstgefühl als Voraussetzung für eigenverantwortliches Handeln. (3) Das können sie entwickeln, wenn sie die Möglichkeit haben, sich vor Gefahren zu hüten, indem sie ihnen begegnen (im Sinne Ronja Räubertochters). Eine Elternteil, das sein Kind gut einschätzen kann, kann es dabei begleiten, die Wärme des Feuers, die Kühle eines Baches, des Kribbeln am Rande eines Abgrundes, ... zu spüren, ohne es einer Gefahr auszusetzen. Ein/e Erzieher/in kann mehrere Kinder (aus verständlichen Sicherheitsgründen) nur davon fernhalten.

- Es gibt keine Elternschule. Die Stadtteil-/Regionalbegleiter können das ersetzen. Indem sie ein wohlwollendes Feedback geben, könnten sie vielen Eltern die Unsicherheit im Umgang ihren Kindern nehmen (denn die meisten Eltern engagieren sich sehr). Immer mehr Menschen (besonders am Rand der Gesellschaft) scheinen ihren Kindern mit noch mehr Druck und Gewalt bessere Chancen ermöglichen zu wollen. Anregungen und Vorbilder für ein friedlicheres und liebevolleres Miteinander könnten diese Spirale der Hilflosigkeit beenden.

- Die Großfamilie an einem Ort gibt es kaum mehr. Wenn Eltern und Kinder mehr Zeit zuhause verbringen, kann sich (mit Unterstützung der Begleiter) eine Nachbarschaft entwickeln, die diese ersetzen kann. "Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen."? - Vielleicht reicht auch eine sich öffnende Nachbarschaft.

- Mehr gemeinsam verbrachte Zeit könnte jeder Familie helfen ihre ganz eigene Lösung für die unterschiedlichen Bedürfnisse der Eltern und Kinder zu finden. Mit mehr oder weniger Ordnung/Unordnung, Angepasstheit/Individualität, Kontrolle/Freiheit, ... aber hoffentlich immer in Liebe, einem friedlichen Umgang und großem Respekt für jedes Mitglied der Familie.