09.05.2026, 06:36
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Petition,
am Dienstag, den 05.05.2026 wurde eine Antwort auf unsere Petition in der Stadtverordnetenversammlung (StVV) verhandelt. Mir als Petitentin wurde dafür zu Beginn der Sitzung für diesen Tagesordnungspunkt (7.1) Rederecht eingeräumt.
Ich habe daher zu Beginn des Tagesordnungspunktes zu unserer Petition gesprochen. Inhaltlich wurde mit in allen Punkten zugestimmt, dennoch wurde die beigefügte Antwort an mich einstimmig angenommen.
Aus meiner Sicht sind die folgenden Informationen zentral:
- Öffentliche Gemeinschaftsflächen sind aus Kostengründen ("Unterhaltungsaufwand", siehe Seite 2 Antwortschreiben) derzeit durch die Stadtverordnetenversammlung nicht gewünscht. Es wird - laut Antwortschreiben - dafür kein Bedarf gesehen. Als ich jedoch zu diesem Punkt gesprochen habe (siehe Notizen ganz unten) wurde mir jedoch durch Nicken signalisiert, dass der Bedarf doch gesehen wird.
- Die öffentliche Auslegung des Bebauungsplans, in der wir im Rathaus schriftlich kommentieren können und auf mehr Gemeinschaftsflächen hinweisen können, verzögert sich, da der am 17.03.2026 angenommene Änderungsantrag der Freien Wähler zum Bau eines Kreisverkehrs noch eingearbeitet wird. (Dies wurde während der Sitzung auf Nachfrage von Jens Wylegalla erklärt.)
- Die angemessene Beleuchtung und der Fußweg in Richtung Ahrensdorf werden nicht im Bebauungsplan geändert (anders als es der angenommene Änderungsantrag der Freien Wähler vorsah), sondern muss über den städtischen Haushalt gedeckt werden (siehe letzter Absatz, erste Seite des Antwortschreibens). Ob dies erfolgen wird, geht aus dem Antwortschreiben aktuell nicht klar hervor. Ich werde mich aber noch mal mit dem Ortsbeirat Ahrensdorf dazu abstimmen, wie wir sicherstellen können, das dies erfolgt.
Wie geht es weiter? Wir sind weiterhin auf Unterstützung angewiesen: In der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplans (§ 3 Abs. 2 Baugesetzbuch) sollte der Bedarf an öffentlichen Gemeinschaftsflächen möglichst häufig eingebracht werden und auch die Formulierungen zum Kreisverkehr überprüft werden. Sobald die Auslegung beginnt informieren wir detailliert über die nächsten Schritte und Beteiligungsmöglichkeiten.
Danke noch einmal allen Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern!
Anlage 1 (PDF): Antwortschreiben der Stadt Ludwigsfelde vom 07.05.2026
Anlage 2 (Text):
Notizen zum mündlichen Redebeitrag der Petitentin auf der StVV am 05.05.2026:
1.) Dank für die Berücksichtigung des Anliegens des Kreisverkehrs
2.) Status Quo im Rousseau Park:
- großteilig abgeschlossene Fläche verhindern den Kontakt zwischen Einwohnerinnen und Einwohnern des Rousseau Parks und anderen Ludwigsfelder Stadtteilen und vermitteln so das Gefühl, in diesem Stadtteil nicht willkommen zu sein. Zudem werden diese Flächen wenig genutzt.
- die aktuell - wenig vorhandenen - öffentlichen Flächen adressieren primär Kinder im Alter von ca. 8 bis 12 Jahren (Bolzplatz, Spielplatz am Schwalbennest). Weitere Spielplätze im Rousseau Park (Nord und Süd) sind verschlossen und nur den direkten Anwohner:innen zugänglich.
- die Einwohnerinnen und Einwohnern des Rousseau Parks mit jüngeren Kindern müssen daher nach Ludwigsdorf und Ahrensdorf ausweichen, die dortigen Flächen liegen aber mehr als 15 Gehminuten von den Mehrfamilienhäusern des Rousseau Parks (Nähe Rewe) entfernt, sodass die fehlenden Sanitäreinrichtungen dort, v.a. für Kleinkinder, problematisch werden. Dort fällt zudem durch die erhöhte Nutzung mehr Abfall an und es ist ein höherer Verschleiß der Spielgeräte zu erwarten, sodass die Stadt hier höhere Unterhaltungskosten hat als bisher. Die Kosten werden also nicht eingespart, nur verlagert.
- es existiert keine überdachte Aufenthaltsfläche für Jugendliche, obwohl im diesjährigen Bürgerhaushalt 2 solche Aufenthaltsorte für andere Stadtteile (Ahrensdorf, Gröben) sowie ein nicht-sportlicher Aufenthaltsort (Gemeinschaftsgarten für Kinder und Jugendliche) stehen und damit der hohe Bedarf solcher Orte unterstrichen wird.
- Auch der Antrag der SPD-Fraktion (Tagesordnungspunkt 5.2) zu Volleyballfelder an der Grundschule in der Ahrensdorfer Heide zeigt, dass der Bedarf an Gemeinschaftsflächen nicht gedeckt ist.
3) Der Wunsch: Die Stadt möchte wachsen und mehr Einwohnerinnen und Einwohner im Rousseau Park ansiedeln daher sollte einen gemeinsamen sinngebenden Aufenthalt im Freien für alle ermöglichen:
- Kleinkinder
- Kinder
- Jugendliche
- Erwachsene (auch hier gibt es keine einladenen Aufenthaltsmöglichkeiten im Freien, nur den sportbezogenen Trimm dich Pfad, der durch einen privaten Verein bertrieben wird).
Wenn als alleiniger Grund - wie es sich aus dem Entwurf für das Antwortschreiben ableiten lässt - gegen mehr öffentliche Gemeinschaf