Region: Balve

B229n Teilstrecke 1 Sanssouci endlich fertigstellen!

Petition richtet sich an
Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen

168 Unterschriften

48 %
350 für Sammelziel

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  1. Gestartet 27.03.2026
  2. Sammlung noch > 8 Monate
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Neuigkeiten

15.04.2026, 04:11

Betreff: WG: B229n Teilstrecke 1 Balve-Sanssouci
 
Mittwoch, 15. April 2026

Sehr geehrter Herr Allhoff-Cramer,
 
während der Herstellung des Brückenbauwerks ü. d. Hönne zeigten sich bauliche Mängel, welche im Laufe des angestrebten Nutzungszeitraums zu statischen Defiziten führen könnten. Der derzeitige Bauzustand lässt jedoch die Beseitigung dieser Mängel noch insoweit zu, dass die angesprochenen statischen Defizite abgewendet werden können. Hierfür wird jedoch die Erarbeitung eines ganzheitlichen Sanierungskonzeptes als auch eine detaillierte Planung der einzelnen Sanierungsmaßnahmen und anschließende Umsetzung durch den Auftragnehmer erforderlich. Das entsprechende Sanierungskonzept befindet sich aktuell in der Abstimmung. Die vorherrschenden Mängel erscheinen der baulichen Ausführung geschuldet und sind nicht auf vorherigen Planungsdefizite zurückführbar. Die Kostentragung richtet sich folglich nach dem Verursacherprinzip.
 
Aufgrund von Art und Umfang der Mängel sowie der gegenseitigen Beeinflussung ebendieser muss gesichert ausgeschlossen werden, dass hieraus verkehrssicherheitsrelevante Defizite entstehen. Demnach ist das Prozedere komplex und bedarf einer maßgeblichen Qualitätssicherung zu späteren, uneingeschränkten Nutzung.
 
Parallel zum Bau der Brücke ü. d. Hönne wird aktuell das noch ausstehende Baurecht für den Streckenbau erwirkt. Bereits im Vorgriff auf das Baurecht erfolgt ebenfalls schon parallel die Ausschreibungsvorbereitung.
 
Mit freundlichen Grüßen
i.A.
 
Andreas Berg
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Landesbetrieb Straßenbau NRW
Regionalniederlassung Südwestfalen
Standort Hagen
Rheinstraße 8
58097 Hagen

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Von: Allhoff-Cramer, Adalbert <ad.ac@balverland.de>
Gesendet: Dienstag, 7. April 2026 21:55
An: Kontakt-BS-GE <Kontakt@strassen.nrw.de>
Betreff: B229n Teilstrecke 1 Balve-Sanssouci
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
 
mit großer Sorge verfolgen wir die Nachrichten über die Fortschritte des Projekts B229n-Teilstrecke 1 in Balve-Sanssouci.
 
Derzeit sieht es eher nach Rückschritten aus. Was mitgeteilt wurde, erscheint wenig schlüssig: So liegen einerseits "Fehler der Statik" und "eine Vielzahl festgestellter baulicher Mängel" vor (hier), andererseits sei eine Sanierung der neuen Brücke möglich. Wie erklärt sich bitte dieser Widerspruch? Gab es Planungsfehler? Mängel bei der Umsetzung? Wer trägt die Kosten?
Die Abstimmung über die Sanierung läuft nun schon seit mindestens Januar zwischen Arge und Straßen.NRW (hier). Was macht die Abstimmung bitte derart zeitaufwendig? Warum werden Trasse und Kreisel nicht parallel vorangetrieben?
 
Die Sorgen in Balve nehmen zu. Es geht hier schließlich um den maßgeblichen Hönne-Übergang weit und breit. Die Verkehrsbelastungen durch die marode alte Brücke sind schon jetzt erheblich (Staus etc.). Nun kommt die akute Angst vor dem Brückencrash hinzu. Die "Notsicherung" verstärkt und ertüchtigt die Brücke ja nicht, sondern fängt sie lediglich beim Einsturz ab, quasi "als doppelter Boden", damit sie nicht "in die Hönne fällt" (siehe hier).
 
In diesem Sommer muss die Notsicherung laut Bericht zufolge gewartet und ausgetauscht werden, zwecks Korrosionsschutz etc. Die Folge: Eine 14-tägige Vollsperrung! 
 
Was ist los mit der neuen Brücke? Was hindert, die Trasse und Kreisverkehre jetzt zügig fertig zu stellen? Worauf wartet Straßen.NRW?
 
Diese Petition läuft seit einigen Tagen. Sie wird bis zur Freigabe der Ausbaustrecke weitergeführt. Unser Ziel ist umfassende Information. Wir erwarten volle Transparenz in punkto B229n. 
 
Wir appellieren an das Landesamt, alle Mittel in Bewegung zu setzen, um die Route baldmöglichst freizugeben.
 
Mit freundlichem Gruß
 
Adalbert Allhoff-Cramer
www.stiftung-hoennetal.de 
 
 
PS: Die nachfolgenden Kommentare empfehle ich zur Lektüre!





29.03.2026, 05:37

Vor 10 Jahren, am 22.03.2016 wurde die Facebook-Gruppe "B229n Ortsumgehung durch das Tiefental verhindern" gegründet. Es galt, die Zerstörung des Tiefentals durch den Neubau der B229 Teilstück 2 zu verhindern, unmittelbar vor der Luisenhütte und mit tiefem Taleinschnitt in Richtung Langenholthausen. So steht es noch immer im Bundesverkehrswegeplan. Dieses irrwitzige Projekt wurde glücklicherweise bis heute nicht realisiert.

Die Planer konzentrierten sich auf das Teilstück 1 der B229n: Den Neubau rechtsseits der Hönne über das Stockmeier-Gelände. Dafür gab es gute Gründe: (a) Die 160 Jahre alte, für Pferdefuhrwerke gebaute Steinbogenbrücke wird aus dem Verkehr genommen (die LKW-Belastungsgrenze ist längst überschritten), (b) zwei marode Bahnbrücken der Hönnetalbahn werden umgangen, (c) zwei moderne Kreisel entstehen: Kreuzung Sanssouci und Kreuzung Wocklum, (d) die neue Feuerwehrzufahrt wird voll nutzbar und (e) die alte B229-Trasse wird für den Radverkehr reserviert.

Die Meilensteine:
- Im Jahr 2015 wurde die Brücke "verstärkt". Dabei handelt es sich nach Berichten nicht um eine konstruktive Verstärkung, sondern um eine "Notsicherung" im Fall eines Einsturzes ("...dient lediglich dazu, dass das Bauwerk im Versagensfall nicht in die Hönne fällt"). Die alte Brücke trägt weiterhin die volle Last des Verkehrs der Bundesstraße. Für diese Notsicherung wurde die Bundesstraße 14 Tage lang gesperrt. Der gesamte Verkehr floss südöstlich über Sundern (34 Mehrkilometer) und nordwestlich über Hemer. Die Nutzung von "Schleichwegen" für Ortsansässige wurde unterbunden, mit strengen Kontrollen. Ein Desaster für die ganze Gegend, das sich nun im Sommer wiederholen wird, wenn die bisherige Notsicherung wie geplant ersetzt wird.

- 2021: Die Steinbogenbrücke hielt der extremen Flutkatastrophe stand, trotz Unterspülung der Brückenbögen.

- 2023: Der Abriss der Stockmeier-Fabrikgebäude beginnt nach jahrelanger Verzögerung (wegen Fledermauspopulationen und Asbestbelastung).
Erhebliche Mehrbelastungen des Nadelöhrs im Hönnetal durch die Sperrung der A45 (Rahmedebrücke), mit zusätzlicher Brückensperrung in Altena (Umgehungsverkehr).

- 2024: Baubeginn der neuen rechtsseitigen Brücke. Zügige Durchführung zu Beginn. Keine konkreten Angaben zur Fertigstellung, angeblich war Ende 2025 geplant. Im Anschluss sollten Bundesstraße und Kreisel gebaut werden.

Im Januar 2026 nun die absolute Hiobsbotschaft: Der Neubau der Brücke wird vorerst eingestellt, wegen einer "Vielzahl baulicher Mängel". Welche Mängel dies genau sind und wer sie zu verantworten hat, wird nicht mitgeteilt. Ob eine Sanierung möglich ist, oder Abriss und Neubau anstehen, erfahren wir nicht. Alles verzögert sich nun um Jahre!

Der Bau der Rahmedebrücke gibt auch hier den Maßstab vor. Die Sache eilt - und zwar sehr! 


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